Review: Sugo – EP (2012)

23906_550589414954910_1413500438_nEin wenig mysteriös ist diese Veröffentlichung ja schon. Man weiss nicht so recht ob die Platte den Titel Tell the freaks I’m home again, Tell your freaks I’m home again, Take the Money and Run trägt oder schlichtweg unbetitelt ist.

 

 

Ähnlich verwirrt bin ich was das mitgelieferte Photo angeht, welches einen ebenfalls im Dunkeln lässt, ob es denn gleichzeitig auch das Coverartwork verkörpern soll…. Ist aber eigentlich auch egal, denn spätestens seit David Copperfield wissen wir, dass ein wenig Mystifizierung das Geschäft noch immer belebt hat.

Um die Sache mit den Vergleichen schnell abzuhaken, hauen wir gleich mal die Begriffe Radiohead und Muse in die Runde, die hier unvermeidbar sind, aus deren Vorbildfunktion Sugo selbst keinen Hehl machen, die aber dennoch nur eine Idee von der Musik geben und konzentrieren uns lieber auf den grandiosen Opener Forget:

Charismatisches Glockenspiel und interassente Hintergrundsamples blasen das von Slidegitarren getragene Stück nicht unnötig auf, sondern verstärken lediglich den verträumten Charakter der Nummer. Herrliches Ding und perfekt gewählter Einstieg, der sofort sämtliche Stärken der Jungs aufweisen kann: Schnörkellose Gitarrenmusik mit angenehmer und unaufgesetzter Kopfstimme!

Shamble fällt dank seiner verspielten Synthiemelodie positiv aus dem Rahmen und weiss mit rhythmisch ausgeklügeltem Refrain durchaus zu begeistern. Irgendwie sehr britisch das Teil:

Inmitten der 5 Track umfassenden EP dann das Monument Tell the freaks I’m home again. Bestens auf dem Zenit plaziert! Die Bassline killt einfach nur noch und die Songstruktur finde ich sehr beachtlich! Absoluter Höhepunkt für mich:

Das folgende Earl ist perfekte Roadtripmucke im besten Sinne des Wortes und der zur Abwechslung mal verhältnissmässig tiefe Gesang von Sänger Claudius schmiegt sich wohlwollend ins Herz, ehe das abschliessende Manic dann im Chorus nochmal ein Rockbrett aufs Parkett zaubert! Runde Sache!

Unterm Strich muss ich sagen, dass das Erstlingswerk(?) der Bremer Formation bei mir nicht direkt auf Anhieb zünden wollte, aber mich mittlerweile, nach einigen Hördurchläufen, gerade auch zur kalten Jahreszeit, auf voller Länge begeistern kann! Der entspannte Indierock von Sugo passt perfekt auf die Autobahn und ist absolut unproblematisch, kostenlos und legal über ihre Homepage zu beziehen oder für nen gut angelegten Fünfer per Email zu ordern!

Anhören, den sympathischen Jungs ein paar liebe Worte zukommen lassen und am besten baldmöglichst live begutachten! Kann ich aus eigener Erfahrung nur dringend empfehlen!

Anspieltips: Tell the freaks I’m home again, Forget

Tracklist:

1. Forget
2. Shamble
3. Tell the freaks I’m home again
4. Earl
5. Manic

Released: 25.11.2012 via www.sugo-music.de

 

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