www.derdanielistfaul.de…

Fürst… möchte man angesichts des regen Informationsflusses auf diesen Seiten ja sicherlich meinen. Dem ist aber natürlich nur bedingt so. Vielmehr fällt die Blogarbeit derzeit aus purem Zeitmangel etwas arg mau aus. In den Haushalten von CANNAHANN und Paulinchen Brennt wird derzeit mächtig vor und hinter den Kulissen geackert und auch Godzilla was a friend of mine und Zikade futterten und futtern diverse Häppchen meiner Zeit (beide Acts haben btw. starke neue Scheiben am Start – siehe hier und da).

 

 

Weitere musikalische Bonbons sind außerdem bereits in Planung! Kurz gesagt: Produzieren vor schwadrodieren! Rechnet man dieser Binsenweisheit dann noch eine unerwartet üppige Arbeitsflut aus dem Daily Life hinzu, ist die Zeit auch schon ganz weg. Ich weiß: mimimi…

Das ist tatsächlich mehr als schade, da es schon wieder nen ganzen Haufen toller Platten und Konzerte gab, über die ich hätte schreiben wollen und sollen…

Das wird sicherlich bald nach- und nach- und nachgeholt!

HOL ICH MIR!

Zur Überbrückung hier ein schmackhafter Appetizer zum 65. Rakoczy Fest, welcher derzeit Rhöner Knabenseelen gleich haufenweise konsumiert. Tendenz steigend!

Review: Marilyn Manson – The Pale Emperor (2015)

Marilyn-Manson-The-Pale-Emperor-620x620Seit heute steht das neue Marilyn Manson Album The Pale Emperor in den Läden. Mit gerade mal zwei Jahren zum Vorgänger Born Villian eine verhältnissmäßig kurze Wartezeit. Dabei ist das Erscheinen der Platte für einen eingefleischten Fan, wie ich es zumindest einmal war, verheerend. Ab jetzt nämlich fällt es schwer, etwaige Zuneigung, sei es auch nur die vergangener Tage, öffentlich kundzutun.

 

Nun nämlich ist der Mephistopheles of Los Angeles, zumindest für mich, ebensolange schlimm wie gut. Hab ich eben schlimm gesagt? Belanglos bis lächerlich trifft es wohl besser… Zehn fette Jahre (vom Debut Portrait of an American Family bis zur MTV – Hitschleuder The Golden Age of Grotesque) stehen nun zehn mauen gegenüber. Ein andauernder Zustand, angefangen beim unsäglichen Eat Me, Drink Me.

Das einschlägige Musikportale wie Kerrang!, Metal Hammer, Blabbermouth der Rolling Stone, ja sogar Metalsucks von Mansons „best album in years“ sprechen und zum Teil sogar Parallelen zum Meilenstein Antichrist Superstar sehen wollen, empfinde ich als große Frechheit.

Klar, die wollen ja auch nur Geld verdienen und zugegeben: Bei Produktion und Cover (inc. lässiger Doppelkinnkaschierung) hat man sich etwas mehr Mühe gegeben als auf den beiden Vorgängerplatten. Aber ergibt das ergo gleich ein besseres Album? Das dargebotene monotonbesoffene und uninspirierte Geleiher aus sich bis zum erbrechen wiederholenden, dümmlichen Textphrasen (laut Manson soll das wohl Blues sein) ist mehr als unerträglich und erstickt auch jeden noch so gut gemeinten musikalischen Ansatz mit Leichtigkeit im Keim. Dabei bemüht sich die Instrumentierung zumindest um ein homogenes, wenn auch unspektakuläres Gesamtbild.

Für dieses zeigt sich vor allem Neuzugang und Sunnyboy Tyler Bates verantwortlich. Laidback, southernlike und staubig heißt die neue Devise. Gerne mal garniert mit dicken Knarzbässen. Das dürfte nicht von ungefähr an Rob Zombie erinnern, welcher Manson bezeichnenderweise auf der gemeinsamen Tour jede Nacht an die Wand spielte.

Gute Songs? Anspieltips? Fehlanzeige… Der Opener ist zusammen mit den beiden Vorabtracks Cupid Carries A Gun und Third Day of a Sevenday Binge noch am bekömmlichsten. Dabei sind genannte Titel natürlich selbstredend schon beeindruckend fürchterlicher Käse…

…zumal sich mit Twiggy Ramirez der einstige Hauptsongwriter der Band unlängst wieder an Board befindet. Traurig: Das Duo Manson/Ramirez, welches für die absolut großartigen Popsongs von Mechanical Animals verantwortlich gewesen sein soll, ist allem Anschein nach tatsächlich zu nichts besserem mehr fähig als diesem, hier vorliegenden Armutszeugnis.

Auch nach mehrmaligem Anspielversuch bleibt The Pale Emperor un-schönhörbar und unschön hörbar. Leider ist das einst schillernde Gesamtkunstwerk Marilyn Manson zu einem Schatten seiner eigenen, nunmehr schon Selbstparodie verkommen und taugt derzeit bestenfalls noch als Witzvorlage. Einer von Ex-Keyboarder Madonna Wayne Gacy gern genutzten wohlgemerkt. Der dürfte an der neuen Platte wieder seine helle Freude haben… Kenner sollten unbedingt mal dessen Facebookfreundschaft anfordern… sehr unterhaltsam!

Wer noch nach Beweisen für die Qualitäten des neuen Outputs sucht, findet sie spätestens in den hitverdächtig grottigen Musikvideos… Das kann einfach nicht deren scheiß Ernst sein…

Deep Six

Cupid Carries A Gun

 Albumstream:

Hier noch ein Appetizer für alle, die den Pale Emporer (kein Schreibfehler: EMPORER!) in desaströser Deluxeversion ihr Eigen nennen wollen:

Ich bin dann mal raus…

Released: 20.01.2015 via Hell etc. / Cooking Vinyl / Loma Vista Recordings

Der Rammstein – Cover ist cool (XXXisql053)

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Wir bleiben beim Thema Vocal-Cover. Ein nicht zuletzt dank Youtube weit verbreitetes Phänomen, welches sich zunehmend großer Beliebtheit erfreut und wohl auch irgendwo seine Daseinsberechtigung haben muss (siehe Justin Bieber).

Zweifellos dient es vielen jungen Künstlern als prima Tool, um das eigene Talent kostenlos auf großer Plattform zu präsentieren und beispielsweise einmal die eigene Vocalrange anhand eines Queencovers oder seine Flowqualitäten beim spitten über  Busta Rhymes – Beats zu demonstrieren. Lass ich mir alles eingehen und mag ja bisweilen auch cool sein!

Wo allerdings jetzt der genaue Sinn einer Rammstein – Eigeninterpretation liegt, bleibt mir persönlich bisweilen doch etwas schleierhaft. Ich vermute mal, die jungen Barden möchten vor allem ihr Fandasein öffentlich kundtun und sich von Gleichgesinnten ein wenig Schulterklopften abholen. Anders kann ich mir kaum erklären, warum man sich sonst gerade eine gesangliche Ausnahmeerscheinung, wie eben einen Till Lindemann, zur Imitation picken sollte.

Der wiederrum hat, gerade was die letzten 10 Jahre angeht, den ein oder anderen lyrischen Leckerbissen auf der Habenseite. Ich denke da nur an so großartige Hymnen wie Benzin, Amerika oder aber das fantastische Pussy, die einem schon in der Urfassung den Testosteronbooster schlechthin verabreichen. Steigerungsfähig? Aber ja doch!

Der voyeuristisch intime Blick in die Kinderzimmer des gutbürgerlichen Abendlandes bringt den Extrakick! Gott sei’s gelobt getrommelt und gepfiffen, hatte ich noch kein Youtube als ich 14 war… Nicht auszudenken was ich damals getrieben hätte

Voila: Das Siegertreppchen der Rammsteincoverriege. Unbedingt die Channels der Interpreten checken! Was die Jungs sonst noch rausballern kann sich ebenfalls sehen lassen!!

Seid ihr bereit?
Seid ihr so weit?
Willkommen, in der Dunkelheit!

#3 Bückstabü by sebastian grimberg

#2 Keine Lust by tttttoootttttt

#1 Wiener Blut by Raul94Marian

Dez. 2014!

as found on ingobube.typepad.com

Hey there, hi there, ho ho ho there!

Etwas schleppender ging das hier die letzten Wochen voran, zumindest was die Anzahl an Posts betrifft. Nicht etwa weil es an Ideen, sondern vielmehr an Zeit mangelt. Alltagsverpflichtungen sowie das Vorantreiben anderer Kreativprojekte erfordern momentan eine Verschiebung der Prioritäten. Aber lasst mich nicht länger mit derartigem Gewäsch langweilen.

Das Jahr ist so gut wie vorüber und auch wenn ich nicht so arg auf so Jahresrückblickgedusel stehe, muss ich dennoch ein kurzes Fazit zu 2014 ziehen, war es doch ein spannendes Jahr für www.derdanielistcool.de. Da gab es beispielsweise eine Reihe von Heimatartikeln, welche sich in der F.A.Z. wiederfanden (z.B. über Bierbrauer), Berichterstattungen über aufstrebene Rockfestivals (z.B. das Void Fest) sowie Konzerberichte im allgemeinen (z.B. American Head Charge), oder aber auch die erstmalige Behandlung von Tonträgern, welche mir ohne mein Zutun zugesandt wurden (z.B. Aufbau West). Alles kleine, aber wichtige Schritte nach vorne. Dabei will ich es aber an dieser Stelle nicht belassen:

Feierlich zum Jahresausklang präsentiere ich die neue Rubrik Voll Cool Ey! !!! Lange darüber gebrütet, oftmals angedeutet und letztendlich als unabwendbar empfunden, gibt es www.derdanielistcool.de nun – zumindest partiell – auch im Videoformat! That’s right! Ich habe ein kleines Team von Freunden um mich scharen können, die mir zur Seite stehen und mit mir hinter als auch vor der Kamera agieren werden. Es gilt eine für uns völlig neue Plattform zu erkunden!

Als besonderes Weihnachtsgeschenk an alle, die hier so vorbeischnuppern, vor allem aber auch an mich selbst, gibt es nun also die erste Episode zu bestaunen. Und die hat es mit satten 45 Min in sich! Wir haben es uns neulich, nach dem hier besprochenem Konzert, mit dessen Protagonisten Conny Ochs gemütlich gemacht. Dabei herausgekommen ist eine chronologische Abhandlung seines aufregenden und abwechslungsreichen Katalogs, was am Ende starken Portraitcharakter besitzt. Wer mit dem Schaffen des gebürtigen Hallensers noch nicht vertraut ist, kann sich hiermit einen ziemlich guten Überblick verschaffen! Wer es bereits ist, dürfte sich umso mehr über interessante Einblicke und Anekdoten freuen.

Nachdem es sich bei der Person Conny Ochs um einen meiner größten Helden überhaupt handelt, war die leichte Nervosität natürlich schwer zu verbergen. Selbigem Umstand ist es auch geschuldet, dass kleinere Mängel wie ungüstige Mikrofonplatzierung und dadurch verursachte „Störgeräusche“ leider hinzunehmen sind. Bei Erstversuchen sind solche kleinen Pannen wohl unvermeidbar. Dennoch hoffe ich, dass das dem Hör- und Sehvergügen keinen allzu großen Abbruch tut und wünsche viel Spaß damit! Du hast konstruktive Kritik, Anregungen, Lob, Ideen für Voll Cool Ey!, willst vielleicht sogar selbst mitmachen? Bitte: sersn@derdanielistcool.de

Was die Ausrichtung des Formates Voll Cool Ey! im Generellen betrifft, so sollte man sich diese erste Episode nicht zwingend als den Standard vorstellen. Weder was die vermeintliche Überlänge, noch den Inhalt an sich angeht. Es gibt da nen ganzen Haufen an Hirngespinnsten, Ideen und Vorstellungen was über unseren Kanal flimmern soll… was davon allerdings zeitlich realisier- und zumutbar ist wird sich zeigen! Meine Jungs und ich haben jedenfalls mächtig Bock!

So, genug gesabbelt! Ich wünsche euch allen besinnliche Feiertage und empfehle mal wieder eine gute Runde Loriot, um in Stimmung zu kommen:

PS: Wer dann die Tage nach Heiligabend schon genug vom gemütlichen Beisammensein hat, darf sich gerne bei mir über näheres zur Paulinchen Brennt Secret-Show am 26.12 in Netzschkau informieren und/oder sich am 27.12 zu Cannahann und Konsorten nach Uffenheim schwingen!

Appetit holt man sich dafür ggf. bei nachfolgenden Videos:

Der Elcunorix ist cool (XXXisql049)

as found on www.discounto.de

„Sagt mal, fresst ihr das Zeug!?“ – Den erbosten Gesichtsausdruck meines Vaters, mit welchem er mir und meinem Geschwisterchen Ende der 90er eine erst kürzlich erworbene und bereits geleerte Duschgelflasche unter die Nase hielt, fand ich damals ja schon fast ein wenig übertrieben. Gut, unser Verschleiß an hochwertigen Scheuer- und Reinigungsmitteln, die wir zur täglichen Hygiene verwendeten, mag in der Tat schon abseits der gängigen Norm gewesen sein (jedenfalls von meiner Seite aus), was des Vaters Zorn ja auch irgendwie rechtfertigte. Das Zeug aber per os einverleiben? Nein! Das erschien mir bislang als absolut unlogisch.

Jedenfalls bis Anfang diesen Jahres. Da nämlich hat ElcurinaHausmarke der bekannten Supermarktkette Norma – neue Duschgelsorten für Kinder ins Sortiment aufgenommen.

 

Ich war natürlich sofort vom pinken „Prinzessin“ – Duschgel, mit den Glitzersternchen angetan. Auch das blaue, mit Silbertalern gespickte Duschgel „Pirat“ übte auf mich als One Piece – Fan und Jack Sparrow – Double einen ebenso unwiderstehlichen Reiz aus. Fazit: Ein prickelnder Spaß, der wohlriechende Düfte garantiert und funkelnde Fundstücke in Bart- und Haupthaar nicht ausschließt! Nicht mehr aber auch nicht weniger!

Anders allerdings beim Fruchtzaubershampoo Elcunorix. Die grüne Plastikflasche mit dem Merlinverschnitt hat mich ja zuerst noch am wenigsten angemacht. Ist bei besagtem Artikel ja noch nicht einmal ein künstlicher Glitzerzusatz enthalten. Die Neugierde, das Sortiment komplett zu erfahren zwang mich dennoch zum Kauf. Und siehe da: Der Elcunorix hat mich tatsächlich verzaubert!

Ich nutze seinen Zauber jedoch nicht zur blossen Haarpflege, sondern vor allem als Elexier für heisse Vollbäder. Dabei meine ich stets in Erdbeerjoghurt zu treiben, kommt der Geruch doch ziemlich nah an geschmacksverstärkte, durch Milchsäurebakterien verdickte Milch mit dem Geschmack der Fragaria daher.

Da keimt in mir unweigerlich der Wunsch auf, die Unterstellung meines Vaters von damals doch noch baldmöglichst in die Tat umzusetzen…

Review: (hed)p.e. – Broke (2000)

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Cuz everybody talking about that new sound crazy but it’s still hip hop to meTrue that! Ein großes Problem war glaube ich immer, dass man die Band vor allem aus dem Metal- und nicht aus dem Rapblickwinkel betrachtet hat. Auch auf dem zweiten und zeitgleich erfolgreichstem Output der Band überwiegen die Hip Hop Elemente. Würde Busta Rhymes mit Gitarren arbeiten, könnte das Endergebnis wohl wie Broke klingen (auch wenn die traurige Wirklichkeit dieser Vorstellung da bekanntermaßen anders ausfällt…).  Im Vergleich zum Debut hat man im Sound arg ausgemistet und den Fokus auf die Vocals gelegt. Gemäßigter und präziser sind die Songs. Songs? Genau, auf Broke gibt es richtige Songs. Hits. Mit klar definierten Strukturen, catchy Refrains und dem wahrscheinlich knackigsten Gitarrensound der Jahrtausendwende!

Vom Opener Killing Time über Feel God (feat. Serj Tankian von SOAD, sowie Morgan Lander von Kittie) bis hin zur kleinen Erfolgsingle Bartender, herrscht auf der ersten Albumseite erstmal nonstop Partystimmung, die dann in der unverschämt guten Biggy-Hommage Crazy Legs gipfelt!

 (hed) p.e. oh can’t you see? Sometimes your shit just hypnotize me

Hypnotisch gut wird es dann tatsächlich beim elektronisch, experimentellen Pac Bell, ehe dann doch noch ein wenig Füllmaterial durchsuppt. Jesus (of Nazareth) beispielsweise wirkt durch theatralische Kornanleihen gerade auf textlicher Basis etwas albern. Live trotzdem dope! Zum Abschluss kommt dann noch das wunderschön poppige Stück The Meadow beinahe ein wenig Peppers-like daher. Klasse Abgang einer starken Platte, die MTV eigentlich hätte lieben müssen und Limp Bizkit und Konsorten auch aus heutiger Sicht locker in den Schatten stellt.

Leider die letzte Großtat dieser Band, die in der Phase des Nachfolgealbums Blackout (2003) zuerst Richtung Mainstream schielte, danach von Jive gedropped wurde und daraufhin allmählich in ihre Bestandteile zerfallen sollte.

Der traurige Rest von hed, bestehend aus Jahred, Mawk und DJ Product ist noch bis heute mit leichtem Revolving-Door-Lineup aktiv. Die Alben Only in Amerika (2004) und Back to Base X (2006) können zumindest partiell überzeugen, wenn man die Sache mit Humor nimmt und sich nicht zu arg an den hirnrissigen Texten stört. Heute ist von den früheren Glanztaten allerdings wenig bis nichts übrig geblieben. Wenn sie nicht gerade Bob Marley covern, gleicht das was die Jungs jetzt treiben oft eher einer schlechten Bad Brains meets Suicidal Tendencies – Parodie und macht einen in großer Regelmäßigkeit einfach nur noch fassungslos. Live dennoch auf absurde, unerklärliche Art und Weise irgendwie unterhaltsam… muss an den Ansagen liegen…

Was die anderen ehemaligen Mitglieder heute so treiben? Gitarrist Westyle war danach lange live bei Korn, mehr oder weniger hinter dem Vorhang aktiv und betreibt neuerdings ein Programm Namens Rock Solid Recovery, bei dem es darum geht Junkies mit Hilfe von Musik von der Sucht zu befreien.

Chizad, ebenfalls Gitarre, war später bei Human Lab und Duress tätig. Heute spielt er noch vereinzelt Acoustic-Shows. Sowohl mit Partner bei The Pharmacy Keys, als auch solo. Genannte Solosongs kann man sich btw. hier umsonst downloaden.

Drummer B.C. blieb meines Wissens nach dem Split musikalisch inaktiv und fährt nun viel Quad mit seinen Söhnen…

Die neue Platte Evolution ist btw. seit einigen Tagen auf dem Markt (diesmal auch Minus DJ Product…) und klingt so.

Bartender

Killing Time



The Meadow

Interview 2001 mit Chizad + Mawk

Albumstream

Wer Broke nicht nur streamen, sondern gleich in physikalischer Form sein Eigen nennen möchte, wird auf amazon schon für wenige Cent fündig… Lohnt sich hier übrigens richtig, da sich auf der Scheibe noch ein Promovideo über die Entstehung der Platte und der Bonustrack Bad Dream befindet. Allem Anschein nach auch auf Vinyl zu haben… aber mir leider noch nie untergekommen… Außerdem auch immer die Augen nach der Meadow-Single offen halten. Mit 2 leckeren Liveversionen von Firsty und Bartender!

Released: 22.08.2000 via Jive

Review: Beck – Mellow Gold (1994)

mellowbanner

Nicht nur Marilyn Manson feiert dieses Jahr sein 20-jähriges in Sachen Majordebut! Und auch wenn Mellow Gold sein Jubiläum schon im März hinter sich gebracht hat, lasse ich es mir dennoch nicht nehmen diesem Meisterwerk nocheinmal nachträglich zu huldigen. Odelay hin oder her, für mich bleibt Mellow Gold DIE Beck-Referenz-Platte.

Als ich mir die Scheibe mit etwa 14 Jahren zulegte war ich da allerdings noch anderer Meinung. Klar, ich kannte Loser und erwartete ein lockeres Alternativealbum mit Grunge-Attitüde. Doch was ich tatsächlich serviert bekam konnte ich in meinem zarten Alter weder begreifen noch gutheissen. Soul Suckin‘ Jerk fand ich beispielsweise besonders schlimm. Irgendwas hat mich aber trotzdem immer wieder dazu bewegt das sanfte Gold in den CD-Player zu schieben – und sei es nur dem Fakt geschuldet das ich mir mit meinem damaligen Taschengeld nicht besonders oft neue Alben zulegen konnte. Ergo beschäftigte ich mich im Pre-Internetzeitalter auch länger mit neuerstandener Musik. Und das ist in diesem Falle eigentlich auch unabdingbar, denn Mellow Gold wächst mit jedem Durchlauf – auch heute noch. Und wer weiß, wie viele Umdrehungen ich der Scheibe heute gönnen würde?

Mellow Gold ist ein mutiger, zusammengeflickter Bastard aus gefälligen Folksongs (Pay no Mind, Nitemare Hippy Girl), Mantras (Black Hole, Steal my Body Home), Noiseattacken (Mutherfucker, Sweet Sunshine) und allerlei musikalischer Frechheiten – angereichert mit Lyrics die auf ewig ihresgleichen suchen. Der damit einhergehende, kommerzielle Erfolg ist bis heute eigentlich kaum begreifbar. Gerechtfertigt aber definitiv! For sure unter meinen Top 15 ever!

Da es sich weder bei diesem Release, noch bei Beck im Allgemeinen um einen besonderen Geheimtip handelt, hätte ich normalerweise von einer Rezension abgesehen, wäre ich da nicht kürzlich erst über die halbstündige Superdoku 10 Years of Mellow Gold gestolpert, die anhand von Interviews mit alten Weggefährten die Story rund um den Release nochmal kompakt aufbereitet und die sicher noch nicht alle auf dem Radar hatten. Unter anderem werden auch die superben Musikvideos näher beleuchtet, die ich nachfolgend gleich mal dazugepackt habe. Beim Beercan-Video unbedingt Buzz Osbourne auf dem Traktor catchen! Enjoy:

10 Years of Mellow Gold

Loser

Pay no mind (Snoozer)



Beercan



Fuckin‘ With My Head (Mountain Dew Rock)



Mellow Gold im Stream:

Bei Mehrbedarf unbedingt auch die zugehörigen Singles checken! Gibt es tolle Songs wie MTV makes me wanna smoke crack oder Got no Mind drauf zu entdecken!

Review: Land of La Bora – We go (2014)

Artwork by Wes Borland

Scott Borland: Ein Name der auf derdanielistcool.de nun schon des Öfteren gefallen ist. Doch selbst unaufmerksamen Besuchern dieser Seite sollte es bei dem Namen Borland schon im Hinterkopf klingeln. Genau: Scott ist der jüngere Bruder des mit Limp Bizkit zum Weltstar avancierten Wes Borland. An den ersten drei Bizkit Alben trägt der mittlerweile 35 jährige nicht unerheblichen Anteil. Viele der Keyboards und Samples gingen seinerzeit auf sein Konto.

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Auch konnte man ihn bereits auf der Bühne mit Bruder Borland bei Big Dumb Face und im Studio mit Vanilla Ice für dessen – erst kürzlich hier besprochenen Platte – Hard to Swallow sichten. Das geplante Projekt Eat the Day – erneut zusammen mit Wes – erblickte leider nie das Licht der Welt und so war es nun an die zehn Jahre still um den Mann. Jetzt allerdings hat der Gute eine fabelhafte EP seines neuen Babys Land of la Bora ins Netz gestellt, welche durch einen Post vom Big Brother über dessen Black Light Burns FB Profil die erste Aufmerksamkeit – auch meinerseits – nach sich zog:

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There you have it. Feiner Zug! Ansonsten hat der auf We go gebotene Sound wenig bis garnichts am Hut mit dem berühmten Familienmitglied und könnte nicht weiter weg sein vom Gitarrengeschrammel der bisher genannten Acts. Vielmehr dominieren bei Land of la Bora die durchweg programmierten Beats, zuckersüßen Synthieflächen und vereinzelt ist auch mal ein wenig Glockenspiel oder Akustikklampfe zu vernehmen. Darüber schwebt die angenehm unaufgeregte Stimme von Scott. Erinnert mich in The What If ein wenig an MGMT und könnte im abschliessenden Grem auch glatt als Soundtrack für ein Computerspiel durchgehen. Zwar nicht zwingend innovativ aber doch sehr gemütlich, sehr poppig und sehr empfehlenswert für frühe Sonntage. Gefällt!

Der Titeltrack allein sollte schon Appetit auf mehr machen:

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Anspieltip: We go

Tracklist:

1. We go
2. The What If
3. Carry The Sun
4. Grem

We Go ist im Stream und als kostenloser Download auf bandcamp zu finden.

Released: 03.05.2014 via bandcamp

Der Crazy Town ist cool (XXXisql032)

DSCF5801

Photo-Shot taken from the infamous Book: Nu-Metal

Haters gonna hate - Fans still appreciate

Eine lang angekündigte Drohung wurde vergangene Woche Wirklichkeit:

CXT IS BACK!!!

Es dürfte nicht lange dauern, bis sich die Musikwelt mal wieder vor Lachen in die Hosen macht. Dabei war die erste Platte The Gift of Game, sowie die Band vorm Butterfly – Hype eine der freshesten im damaligen New Metal – Kosmos, ehe man sich mit Bravo Starschnitt und dem Darkhorse Album (samt seiner schrecklichen Hurt you so Bad Single mit noch schrecklicherem Video) flächendeckend lächerlich machte und sich auf dem Ozzfest ordentlich mit Flaschen bewerfen lies.

Danach ging noch der Tod der Gründungsmitglieder Rust Epique und DJ AM durch die Presse, sowie das Sugar Ray-Ripoff-Solo-Album von Aushängeschild Shifty Shellshock in den Keller und sein Mitwirken in den unsäglichen Celebrity Rehab– und Sober House– Shows in die Analen des TV – Abgrunds ein.

Das alles haben die Masterminds Epic & Shifty mittlerweile gut verdaut und kehren nun mit frischem Kopf zurück um den Rockolymp erneut zu erklimmen. Back to the Roots ist dabei das Motto. Und diese Wurzeln liegen sogar noch weit vorm Debut, als man sich noch The Brimestone Sluggers nannte und im Trio Hip Hop fabrizierte. Alte liebgewonnene Bandkollegen wie Trouble oder Faydoe Deelay bleiben leider aus ungenannten Gründen aussen vor und man ist bisher erstmal nur im Duo unterwegs um eine neue Platte namens The Brimestone Sluggers (oha!) zusammenzustellen.

Vom tatsächlichen Entstehen des neuen Outputs zeugt nun, neben der langen Vorankündigung, ein brandneuer, ziemlich elektronisch geratener Track namens Lemonface (free download btw.!) . Bisschen Gitarren gibt es aber nebst gewohnten Seth Binzer – Rhymesalven dennoch. Mich erinnert das ganze ja an bisschen an Tommy Lees wahnwitzige, erste Methods of Mayhem Platte…

Crazy Town – Lemonface

So wirklich geil is das ja nicht wirklich… aber überraschenderweise auch nicht so wirklich scheiße. Man darf allerdings gewiss sein, dass der nächste CXT – Wurf mal wieder ein Fest für die Sinne wird. So oder so…

Viel wissenswertes über Past,Present & Future von Crazy Town gibt es in diesem Interview mit Epic und ich lasse dem Anlass entsprechend The Gift of Game nochmal Revue passieren um herauszufinden warum mich diese (nicht immer ganz so hübschen) Menschen so brennend interessieren. Das legendäre Refused – Cover mal weggedacht:

Crazy Town – New Noise (live)

 

 

Der Statue of Lubricity ist cool (XXXisql024)

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Dubrovnik. Die Stadt wird aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung und der jahrhundertelangen politischen Sonderstellung oft auch als „Perle der Adria“ und „Kroatisches Athen“ bezeichnet.

Der Ruf, der dieser Stadt vorauseilt kommt natürlich nicht von ungefähr! Die herrausragende Baukunst ist ebenso dafür verantwortlich, wie es auch die verwinkelten Gassen, der Hafen, die historische Stadtmauer oder aber bildhübsche Brunnen der Marke „Danke Gott, dass ich das noch erleben darf“ sind:

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Diese „Statue of Lubricity“ befindet sich im Kern der historischen Altstadt und ist das Wahrzeichen der kleinen Konoba Lady Pi Pi. Neben den offensichtlichen Reizen der erogenen Zonen, dieser mehr als nur barbusigen Schönheit, gilt mein Applaus vor allem der einmaligen Verschmelzung zwischen Gebein und Mauer!

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Will man einmal über die kroatische Handwerkskunst staunen, so ist dieses etwa 1,20 m hohe Meisterwerk definitiv unumgänglich!

Ich bin sprachlos und empfehle beim betrachten der Bilder, diesen Song der Kassierer!