Der Oliver Kahn und die Dinge des Lebens ist cool (XXXisql064)

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Wer kennt ihn nicht!? DEN deutschen Sport-Titan, dessen Wille und Ehrgeiz noch massiver ist als der eiserne Gesichtsausdruck, mit welchem er seinen Gegnern auf dem Fußballplatz in 429 Meisterschaftsspielen aufwartete!? Das über 14 Jahre aufgebaute Image des verbissenen, egozentrischen, ja fast schon unnahbaren Torwarts beschränkt sich jedoch allenfalls auf die öffentliche Wahrnehmung seiner Person. Tatsächlich ist er ganz anders.

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Conny Ochs spricht über seine Discographie (Voll Cool Ey! – 01)

Voll Cool Ey! – Episode 01 beschäftigt sich ausschließlich und sehr intensiv mit dem Schaffenswerk des Musikers Conny Ochs.

Vielen bekannt als Solokünstler, für seine Kollaboration mit Wino (Saint Vitus), aber auch als Frontmann bei z.B. Baby Universal oder den seligen Zombie Joe, kann der gebürtige Hallenser mittlerweile schon auf beinahe zwei Dekaden Musikerdasein zurückblicken.

Wir konnten ihn nach seinem Konzert im Rosenkeller/Jena für ein intimes wie aufschlussreiches Gespräch gewinnen, in dessen Verlauf wir seine umfangreiche Discographie gemeinsam Revue haben passieren lassen.

Enjoy the ride!

24h Halloween Marathon!

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Der Deiwel persönlich moderiert das Halloweenspektakel an und hat sich optisch allem Anschein nach am Outfit dieser jungen Herrschaften orientiert.

Halloween steht vor der Tür. Eine Zeit, welche mir immer große Freude bereitet. Nicht, dass ich jetzt groß um die Häuser zieh oder verkleidet auf irgendwelchen Parties auftauche, aber bei herbstlichen Temperaturen und familienfreundlichem Billogrusel, pack ich mich schon ganz gerne mal vor die Kiste und mim die légère Couchpotatoe.

Da das Fernsehprogramm der letzten Jahre meinen hohen Ansprüchen aber schon lange nicht mehr gerecht wird, hab ich mal Youtube durchforstet und so manchen Filmklassiker entdecken können. Gepaart mit Halloween-Specials von einschlägigen Sitcoms der 90er, Cartoonevergreens und Musikvideos entstand so die absolut angsteinflößende, erschreckend schaurige Halloween-Playlist von www.derdanielistcool.de: Ein 24 Stunden satter Marathon, der sich gewaschen hat. Klar, es ist Feiertag, aber da sich die wenigsten (meine Bescheidenheit leider eingeschlossen) soviel Zeit freischauffeln können, gibts weiter unten zum Rosinen picken auch nochmal alles feinsäuberlich und separat gelistet.

Für die Anmoderation dieses Höllenspektakels konnte ich btw. sogar den Fürsten der Finsternis höchstpersönlich gewinnen! Klar, die Ansprache des Belzebubs mag für zarte Gemüter hart zu ertragen sein und zu Fremdschamgalore hoch zehn führen. Und ja: auch ich bin davor nicht gefeit und neige dazu mich angewiedert wegzudrehen. Muss aber wohl so sein: An Halloween hat sich nunmal einfach jeder ordentlich vor allem möglichen zu gruseln. Auch vor sich selbst… Enjoy!

01. Anmoderation – Der Teufel kündigt mit den Worten von Rammstein den irren Lauf an!
02. This is Halloween – Fantastischer Opener aus Tim Burtons‘ Nightmare before Christmas!
03. When Hallowenn was forever – Die Real Ghost Busters bekämpfen Etarnel Halloween!
04. Boo to you too – Pooh Bear im Bienenkostüm und ein tausend Tode sterbendes Piglet!
05. Hocus Pocus – Hexengrusel von Walt Disney in Spielfilmlänge. Sarah Jessica Parker!
06. Thunderkiss ’65 – White Zombie live und VJ Kennedy als Traubenrebe!
07. A Halloween Story – Sabrina, the teenage witch tanzt zeitgleich auf zwei Parties!
08. Halloween – Die 70er Crew steigt in eine verlassene Schule!
09. The Monster Squad – Jugengruppe aus Monsterfans bekämpft Dracula und Konsorten!
10. Oogie Boogie’s Song – Nightmare die zweite. Schmissige Jazznummer!
11. Halloween is Grinch Night – Dr. Seuss‘ bekannter Griesgram im halbstündigen Cartoon!
12. The Haunted Mask – Langzeitepisode aus R.L. Stines aberwitzen Goosebumps – Reihe!
13. The Omen – Kultklassiker um den Schakalenbastard Damien!
14. Michael Jackson’s Ghost – Minimusical das es durchaus mit Thriller aufnehmen kann!
15. First Family of Fright – Klasse Doku über die Munsters!
16. The Crow – Brandon Lees‘ Vermächtnis. Devils Night! Leider nur mit deutscher Synchro!
17. Dead in Hollywood – Murderdollsode an gefallene Gruselgrößen. Hooray for Horrorwood!
18. Halloween Partyfood – Aus einem Kilo Schweinemet modeliert Foodstylist einen Fuß!
19. Trick or Treat – Roseanne verkleidet sich als Trucker und dated ihre Schwester!
20. Carrie – Gilt als eine der besten Stephen King Verfilmungen!
21. Dig up her Bones – Misfits = unumgänglich. Danzig kommt mir trotzdem nicht ins Haus!
22. Frankenweenie – Burton macht Hund zu Frankensteins‘ Monster. Mit Wendy und Bastian!
23. Trick or Treat – Donald Duck vs. Tick, Trick, Track und Hexe!
24. Voll de Deiwel! – Kurzfilm vom Blogger deines Vertrauens. Kult!
25. The Langoliers – Gilt als schlechtere King Verfilmunge. Zu unrecht! 3 Std. Spannung!
26. Halloween – Cosbys‘ zweitjüngster fällt ein Tablett aus der Hand. Creepy!
27. Vincent – Stopmotion Kurzfilm von Tim Burton. Gesprochen von Vincent Price!
28. Plan 9 from outerspace – Ed Woods‘ bekanntester. Für viele der worst movie ever!
29. Nightmare on my street – Will Smith rapt über das Freddy Krueger Theme. Unfassbar!
30. Muppet Show Halloween Special – Mit Gaststar Vincent Price!
31. Teen Wolf – Michael J. Fox mutiert zum Werfolf!
32. The Tale of the twisted Claw – Episode aus der Serie Are you afraid of the dark?
33. The Devil in I – Da ist es wohl passiert… ich mag die neue Slipknot!
34. Halloween 4 – Mein Lieblingsteil. Weil: Da läuft einer mit Maske rum und meuchelt!
35. Pet Sematary – Selten gelangweiltere Ramones gesehen. Trotzdem catchy tune!
36. Haunting of Taylor House – Die Frau des Heimwerkerkings im Möhrenanzug!
37. House on Haunted Hill – I know I’ll always get my thrill in that house on Haunted Hill!
38. Monster Mash – Certainly no Halloween without Bobby Pickett

Gidget Gein wäre heute 45…!

As found on marilynmansonantichrist.blogspot.com

…wenn er denn noch leben würde. For those of you who don’t know: Gidget (bürgerlich Brad Stewart) war zweiter, aber wohl wichtigster Bassist bei Marilyn Manson. Hat man doch seinerzeit dessen Style und Image (laut eigener Aussage ein Mix aus Divine und Sid Vicious) komplett auf die Band übertragen. Das erste Album hat er noch mit eingespielt. Als es um dessen Promotion ging, war er allerdings schon durch die Tür. Rausgekickt. Wegen derre Drogen.

Danach war er weiterhin als Musiker mit der Punkband Dali Gaggers und als Künstler tätig. Einsehbar auf seiner immernoch aktiven Homepage.

 

 

Leider weilt der Gute seit 2008 nicht mehr unter uns. Im Alter von 39 war er schon durch die Tür. Rausgekickt. Wegen derre Drogen.

Da ich den Kerl nach wie vor ziemlich schätze und ihn für einen coolen Hund halte, wollte ich ihm hier, zum heutigen, edelen Anlass auf jeden Fall mal einen kleinen Tribut auf diesen Seiten zollen. Am besten anhand ein paar schöner Videos. Diese sind dabei ziemlich rar gesät. In den folgenden 3 Manson – Dokus aber, die sich vor allem auf die spannenden, anfänglichen Spooky Kids – Tage konzentrieren, ist er gut vertreten und kommt ausführlich zu Wort:

Ob er wohl zu Lebzeiten zu verhindern gewusst hätte, dass sich sein ehemaliger Mitstreiter Daisy Berkowitz recht bald in die Nesseln setzt!?

Der Deiwel Doku ist cool (XXXisql030)

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Hier mal eine superinformative, australische Doku über den Satan. Wo kommt er her? Welchen Ausbildungsberuf hat er ergriffen? Was ist sein Leibgericht?

Dazu gibt es herrlich gruselige Gemälde, Hexen, Totenschädel und dröhnende Gitarrenriffs im Hintergrund.

Hier noch eben die Credits:

Directed by Greg Moodie, written and produced by Dave Flitton, 
researched by Eibhleann Ni Ghriofa, Deirdre Learmont and Craig 
McGregor.

Digges Ding!

The History of the Devil

Nun ist ja mal wieder klar wer der coolste ist! Zu viel AC/DC gehört die Australier….

Dass der Deiwel angesagter denn je ist, beweist außerdem der Kurzfilm „Voll de Deiwel!“ aus dem Jahre 2011:

Voll de Deiwel!

 

Der Clip von Sean Yseults‘ neuer Band ist cool (xxxisql026)

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White Zombie anno 1995 (as found on hennemusic.com)

Die Bassistin Sean Yseult war mit Sicherheit nie der tragende Grund, warum man White Zombie gut finden sollte, stellte aber bis zum Split 1997, als einzig verbliebenes Gründungsmitglied neben Aushängeschild Rob Zombie, eine feste Konstante im Lineup dar.

Und auch wenn sie ihr Haupt gerne Mal mit Knochen oder Teufelshörnchen schmückte, sowie einen absolut schrecklichen Geschmack an den Tag legte, wenn es um die Optik ihrer Bässe ging (Axt Form, Sean, Axt Form!), hat die Gute eigentlich nie wirklich gestört. Eher hatte man bei ihr immer den Eindruck, es trotz diverser Ausrutscher, mit der recht stilsicheren Rockerbraut von neben an zu tun zu haben. Irgendwie sympatisch.

Dieser Eindruck ist nun definitiv dahin. Denn auch wenn ihr Ex Rob mit seinem Tourkumpanen Marilyn Manson beim Thema The Shining ähnlich daneben griff, ist das, was die moshende Sargbasslady nun zusammen mit ihrer neuen Kapelle Star & Dagger verbrochen hat, beim besten Willen nicht mehr (er)tragbar:

Star & Dagger – In my Blood

Mir fehlen einfach die Worte! Stanley Kubrick hätte den Mädels die Ohren lang gezogen! Die Musik darf ja jeder Bekloppte da draussen für gut befinden, aber das Visuelle macht einen nur noch fassungslos! Man sollte meinen es gäbe rechtliche Schritte, um die Schändigung eines derartigen Meisterwerks zu verhindern.

Wer macht nur sowas? Die Antwort lautet: Art Haynie! Der muss wohl auch nen Cameo in seinem Werk haben, aber fragt bitte nicht wo. Ich habe nämlich nicht vor, mir dieses Ungetüm von einem Musikvideo ein zweites Mal anzutun! Die Highlights sind auch derart breit gefächert, dass man kaum auf Details eingehen kann. Wobei, die Hose der Sängerin Von Hesseling eigentlich ganz klarer Favourit sein sollte! Ganz grauselig!

Den Leuten scheint es offenbar trotzdem zu gefallen:

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Bleibt nur zu hoffen, dass der Wunsch dieses Users nicht wahrgenommen wird:

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Wer diesen Crap tatsächlich weiterverfolgen mag, kann sich hier zur aktuellen Platte informieren.

Was mich allerdings schon die ganze Zeit wundert ist, dass noch kein anderer Künstler auf die Idee gekommen ist, die Bildgewalt von The Shining in ein Musikvideo zu packen…

 Slipknot – Spit it Out

Wo wir gerade eh schon bei The Shining sind. Die noch recht aktuelle Doku Room 237 steht derzeit auf Youtube und versucht anhand abstrusester Nerdfachsimpeleien zu erklären, warum man es bei  dem Klassiker mit dem wahrscheinlich besten Film aller Zeiten zu tun hat! Definitiv unterhaltsam und tatsächlich an manchen Stellen sehr aufschlussreich:

Room 237

Wollen wir abschließend mal nicht so sein und zeigen die olle Sean Yseult noch einmal in Bestform. Der White Zombie – Clip zu More Human than Human vom 95er Astro Creep 2000 – Songs of Love, Destruction and Other Synthetic Delusions of the Electric Head tut sein bestes um das Bild wieder gerade zu rücken:

White Zombie – More Human than Human

That’s more like it!

So, mal wieder mit The Shining, Oldschool- Slipknot und White Zombie beschäftigt. Ich würde mich fast dazu bewegt fühlen mich bei Sean zu bedanken, wenn ich meine Zeit nicht sowieso jeden zweiten Tag mit diesen Themen verschwenden würde…

Der The Silence of the Lambs – The Inside Story ist cool (XXXisql012)

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Artwork by Eseguo Ritratti e disegni – used with friendly permission of the artist

„I ate his liver with some fava beans and a nice chianti.“ – Dropped man diese Line (zugegeben auf Deutsch), weiss ein jeder um die Herkunft dieses Zitats Bescheid.
The Silence of the Lambs erfreut sich zu Recht auch heute noch größter Beliebtheit (wobei das sicher schon untertrieben ist). Jetzt die Gründe dafür darzulegen, wäre absoluter Schwachsinn, wurde das doch schon zu Genüge getan und ist das bei einem Klassiker von solchem Kaliber auch gar nicht nötig. Im Gegensatz dazu hat die grandiose Doku The Silence of the Lambs – The Inside Story aus dem Jahre 2010 möglicherweise noch nicht genug Attention erfahren.

Diese gestaltet sich nämlich als äußerst liebevoll  und sehr aufschlussreich. Zu Wort kommen neben den Produzenten auch jede Menge der Schauspieler (ja, auch Anthony Hopkins und Jodie Foster), um gemeinsam einen Blick zurück werfen.

Will man sein Hintergrundwissen zu diesem Klassiker erweitern, ist dieses Teil als absolut unentbehrlich zu bezeichnen! Enjoy:

The Silence of the Lambs – The Inside Story

Übrigens: Wenn man über diesen Film spricht ist es äußerst wichtig zu erwähnen, dass Goodbye Horses der Sängerin(!) Q Lazzarus einer der besten Songs der Welt ist:

Goodbye Horses

„It rubs the lotion on its skin. It does this whenever it is told.“

Aus zuverlässiger Quelle habe ich mir außerdem sagen lassen, dass die neue Hannibal-TV-Serie sehr unterhaltsam sein soll! Selbst getestet hab ich sie aber bisher noch nicht. Deshalb: Angabe vorerst ohne Gewähr…

Der Pop 2000 ist cool (XXXisql008)

As found on Dokujunkies.org

Als ich neulich mal wieder die Jan Delay Neuinterpretation von Nenas „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ im Shuffle hatte, fiel mir das famose Pop 2000 – Projekt mal wieder ins Gedächtnis, in dessen Rahmen auch erwähnte Single erschien.

Pop 2000: Dass war neben einer CD-Sammlung, vor allem eine 12 teilige Dokureihe die 1999 vom ARD produziert und ausgestrahlt wurde. Die jeweils ca. 40 min langen Folgen beschäftigen sich mit der popkulturellen Entwicklung in Deutschland von den 50ern bis hin zur Jahrtausendwende. Beeindruckende Zeitaufnahmen aus Konzerten, Interviews oder alte Werbeclips vermitteln, was die jeweiligen Generationen geprägt hat.

Zu Wort kommt so ziemlich alles, was in der deutschen Medienlandschaft Rang und Namen hat: Smudo, Dendemann, Blixa Bargeld, Nina Hagen oder The Notorious Krumbiegel, sind nur einige Namen die hier ihren Senf dazugeben dürfen.

In diese Doku ist merkbar viel Liebe gesteckt worden, alleine die Materialsichtung muss Monate gedauert haben! Pop 2000 hat mich damals schon begeistert und entertaint mich auch gerade wieder aufs Übelste!
Wer bei der nächsten Partey z.B. mit fundiertem Wissen über die NDW prahlen will, kommt an dieser kurzweiligen und preisgekrönten Geschichtsstunde wohl kaum vorbei!

Lange Rede, kurzer Sinn: Der ganze Shit ist glücklicherweise auf Youtube geupt und bereit gedigt zu werden! Voila:

Pop 2000 – Folge 1: Halbstark

Angefixt? Kann ich gut verstehen! Bin selbst im Moment des Schreibens bei Folge 6 und meine Musikwunschliste, als auch mein Wissen sind schon enorm angewachsen! Ich glaube ich hab für einen kurzen Moment sogar Krautrock verstanden!

Must watch! Ehrlich! Ich hab mir das garantiert auch nicht zum letzten Mal angesehen!

Der Funky Monks ist cool (XXXisql003)

artwork by Gus Van Zant as found on docsandsocks.blogspot.de

artwork by Gus Van Zant as found on docsandsocks.blogspot.de

Über DIE Chili Peppers – Platte Blood Sugar Sex Magik muss man wohl keine großen Worte mehr verlieren. Der Crossover Meilenstein schlechthin befindet sich dank der Hits Under the Bridge und Give it Away  zu Recht in sämtlichen Regalen und auf Festplatten von Musikliebhabern aus allen erdenklichen Sparten.

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Artwork by Gus Van Zant / Henky Penky

 

Das erste Album welches 1991 zusammen mit Produzentenlegende Rick Rubin in der sagenumwobenen Houdini Mansion in den Hollywood Hills entstand, hat bis heute nichts an seinem Glanz eingebüsst und lässt mich nach wie vor fasziniert zurück.
Eine große Mitschuld an dieser Faszination trägt für mich neben den unsterblichen Songs der Dokumentarfilm Funky Monks von Gavin Bowden (Fleas Schwager btw.), der damals zeitgleich mit BSSM auf den Markt kam und die Entstehung der Platte gekonnt festhält. In 60 Minuten wohnt man neben Interviews, Foto- und Recordingsessions,  sowie detailierten Einblicken ins Songwriting den Peppers z.B. beim rasieren bei oder erfährt von Frusciantes Groupiegeschichten und Masturbationsverhalten. Für Leute, die ihn nur als verschwurbelten Indie-König kennen sicher witzig.

Als ich mir das Teil vor ca. 13 Jahren als Jungspund über den EMP-Mailorder auf VHS geordert hatte, war ich zunächst schwer enttäuscht; hatte ich doch eigentlich einen Konzertmitschnitt erwartet und war auch von der Schwarz/Weiss Optik geschockt. Von meinen damals mangelhaften Englischkenntnissen mal ganz zu schweigen.

Was ich aber tatsächlich über den Bildschirm hab flimmern sehen, wurde mir erst etwas später bewusst: Nämlich nichts weniger als den Innbegriff einer perfekten Albumproduktion:
Ein paar Freunde kapseln sich nahezu komplett von der Aussenwelt ab und verschanzen sich in einem Wahnsinnshaus um tagtäglich Musik zu kreieren und zu leben (Sex&Drugs inbegriffen – Hippie Style).
Funky Monks zeigt Aufnahmebedingungen von denen wohl jeder Musiker träumt und bleibt eine äusserst sehenswerte Doku, die mich zusammen mit dem Album nachhaltig geprägt hat.

Yeah, wer dieses wichtige Zeitdokument der Rockgeschichte tatsächlich verpennt haben sollte, bekommt natürlich hier ganz easy die Möglichkeit das nachzuholen:

Funky Monks (Doku)

Nun ist mir natürlich klar, dass jeder Peppers-Noob Platte+Doku auf dem Schirm hat.
Wer jedoch wie ich süchtig ist nach dieser Epoche der Band, wird sich immer gewünscht haben, dass noch mehr von dem vorhandenem Videomaterial ans Tageslicht kommt.
So ne Art Extended-Version oder so…
Ist zwar bisher noch nicht passiert, aber es gibt eine sehr empfehlenswerte BSSM-Doku von VH1 aus der Ultimate Albums Reihe von 2002 über die ich kürzlich gestolpert bin und die der eigentliche Anlass dieses Artikels ist.
Hier gibt es einen ausführlichen Rückblick mit Interviews der Beteiligten, mit z.T. ungesehenen Aufnahmen aus der Mansion und vielen neuen Details & Hintergründen zur Entstehung. Macht auf jeden Fall Bock und ist sehr empfehlenswert. Die einzige Version davon auf YT leidet zwar unter miesem Sound (dennoch probs an den Uploader), aber Interessierte sollten dennoch einen Blick riskieren. Lohnt sich definitiv!

VH1 – Ultimate Albums: Blood Sugar Sex Magik (Doku)

Ihr seht, die Peppers hatten seinerzeit tatsächlich etwas magisches, mönchhaftes an sich. Mag vielleicht tatsächlich an dem Haus liegen, welches angeblich von Geistern heimgesucht wird und später z.B. Marilyn Manson, American Head Charge, Mars Volta (mit Flea am Bass btw.) als auch die Peppers anno 2006 zu Höchstleistungen verhalf.

Songs wie Breaking the Girl, Sir Psycho Sexy oder die ebenfalls aus der BBSM-Session entstammenden Songs Soul to Squeeze oder Sikamikanico haben auf mich immernoch einen immensen Wohlfühleffekt. Und alleine dafür werde ich diese Band immer lieben, jedem noch so schlimmen Cabron, jeder noch so schwachmatischer Hump De BumpKiedis Lyrik und jedem Flea-Skelett Anzug zum Trotz.

Abschließend noch das Musikvideo zu Suck My Kiss. Sicher bei weitem nicht der beste Song, aber der Clip zeigt nochmal viele schöne Moment aus der Albumproduktion:

Suck my kiss (Musikvideo)

Funky Monks kam über Warner Music Vision auf den Markt und gibt es mittlerweile natürlich auch auf DVD zu kaufen!