Review: Der kosmische Penis #100

Was genau es mit dem Schweinfurter Fanzine >>Der kosmische Penis<< auf sich hat, muss man hier sicher keinem mehr erzählen. Falls doch, wurde das an anderer Stelle hier im Blog bereits getan. Vergangene Woche nun lag die Jubiliäumsausgabe im Briefkasten, mit der Bitte eben dieser ein paar Zeilen zu widmen, welcher ich wiederum hiermit gerne nachkomme. Zwischen dem (erstmals in der Geschichte des Magazins) farbigen Umschlag findet sich wieder allerhand Spannendes, Interessantes und Obskures für den unterhaltsamen Zeitvertreib.

. Weiterlesen

Der Blixa bei Biolek ist cool (XXXisql097)

Blixa Bargeld ist ohne jeglichen Zweifel der wahrhaftige King Of Goth! Wem das musikalische Schaffenswerk des Neubauten-Chefs und Nick-Cave-Sidekicks nicht schon genug Beweismaterial liefert um diese Aussage zu stützen, wird spätestens nach dem folgedem Video zustimmen müssen: Weiterlesen

Mr. Jim Reloaded!

Was war die Freude groß, als ich den Mr.Jim Schokriegel kürzlich in der Auslage einer hannoveranischen Kiosk-Bude entdeckt habe. Der Grund für die Aufregung ist aufmerksamen Lesern natürlich bekannt. Die wissen schließlich, dass es in den 90ern schon einmal einen Schokriegel gleichen Namens gab, der meinerseits noch immer schmerzlich vermisst wird. Aber Vorsicht: Don’t let yourself get fooled! Die Neuauflage weicht deutlich vom Original ab und kann mit dem poppigen Lifestyle-Riegel von damals leider nicht mal im Ansatz mithalten. Weiterlesen

Der Daniel Ist Cruel!

Ich bin wahrlich kein Fan der dritten Jahreszeit. Es ist kalt, nass, dunkelt viel zu früh und man schaut dem geliebten Sommer beim sterben zu. Das einzige was mich am Herbst so wirklich aus der Reserve lockt ist wohl die Halloween-Zeit, bei der man sich gemütlich bei einer Tüte Monster Munch auf die Couch verkrümeln kann um sich vermehrt alte Horror-Flicks, B-Movies, Cartoons und absurde Sticom-Specials zu gönnen. Weiterlesen

Der Oliver Kahn und die Dinge des Lebens ist cool (XXXisql064)

817haqe0ypl-_sy445_

as found on amazon.de

Wer kennt ihn nicht!? DEN deutschen Sport-Titan, dessen Wille und Ehrgeiz noch massiver ist als der eiserne Gesichtsausdruck, mit welchem er seinen Gegnern auf dem Fußballplatz in 429 Meisterschaftsspielen aufwartete!? Das über 14 Jahre aufgebaute Image des verbissenen, egozentrischen, ja fast schon unnahbaren Torwarts beschränkt sich jedoch allenfalls auf die öffentliche Wahrnehmung seiner Person. Tatsächlich ist er ganz anders.

Weiterlesen

Der Mr. T ist cool (XXXisql062)

as found on: netdna-cdn.com

Der Daniel ist cool. Das weiß man ja nun mittlerweile. Aber wie es nun einmal so oft ist im Leben, findet man in jedem Lebensbereich, in jeder Tugend, jeder Eigenschaft früher oder später seinen Meister. Und in Sachen Coolness hört dieser Meister auf den klangvollen Namen Laurence Tureaud (beziehungsweise Mr. T). Dessen komplette Karriere basiert nämlich im Grunde genommen einzig und allein darauf cool zu sein.

Eine kleine Huldigung dieser amerikanischen Ikone erschien mir daher mehr als überfällig. Die größten Momente eines derartigen Selbstinszenierungs- und Marketingmeisters zu picken hingegen mehr als schwer. Denn was der Mann auch anfasst, egal ob Malbuch, Strickpulli oder Actionfigur: es ist qualitativ gesehen – äquivalent zu seinem üppigen Halsschmuck – nichts weniger als pures, glänzendes Gold!

70253a_lgKNITWEAR83aa0b4171bef9159c58d3f75c59f502

Eine Auswahl fernab von A-Team und Rocky habe ich trotzdem getroffen, die nun in meiner persönlichen Top 3 folgen soll.

#3 MR.T - CEREAL COMMERCIAL

Analog zur eigenen Cartoon-Serie, in welcher eine junge Truppe von Athleten an der Seite von Mr.T durch die Staaten reist und sich dabei so mancher Gefahr (z.B. Haifische) ausgesetzt sieht, selbige aber durch die Hilfe der wortwörtlichen Schlagfertigkeit ihres muskulösen Mentors immer wieder spielend bewältigen kann (z.B. durch Fresse polieren), eroberten 1984 knusprige Frühstücksflocken in T-Shape den US-Markt. Geworben wurde mit diesem Wahnsinns-Clip. It’s cool:

 #2 MR. T - TREAT YOUR MOTHER RIGHT

Es kann einem nur die Spucke wegbleiben, wenn Mr. T in allerbester MC Hammer – Manier den Streitschlichter in  camouflagefarbenen Hot Pants mimt und dabei bellend das Wort Mother Buchstabe für Buchstabe zerpflückt und erläutert. Eine Ode an die Mütter dieser Welt. So treat her right:

Btw.: Wer Mr. T so richtig auf die Palme bringen will, sollte seine Zeit nicht mit dem Beleidigen von Müttern verschwenden sondern am besten unverzüglich zu harten Drogen greifen. Sehr sehenswert in diesem Zusammenhang: die Parodie von Key & Peele, deren Outkast – Sketch man außerdem unbedingt gesehen haben muß!!

#1 FLAVORWAVE TURBO OVEN WITH MR. T

Trommelwirbel für die Nummer 1. Nichts überbietet meiner Meinung nach die Werbung die Mr. T für ein Küchengerät namens Flavorwave Turbo Oven auf die Menschheit losgelassen hat. Sounds too good to be true? That’s what we’re about to discover:

Die deutsche Synchro zur Über-Reklame kann im Übrigen auch einiges!

———————————————————————————————————————————–

Wer wissen will was Mr. T heutzutage so treibt checkt hier, dort und da.

Der Daniel ist 24/sieben cool!

13237706_1037933429624895_6316428648135050844_nDas ist natürlich mittlerweile weitläufig bekannt und für die besonders Aufmerksamen unter euch nichts neues. Neu allerdings ist, dass einige meiner Artikel (nämlich die mit Hip-Hop-Content versehenen) nun auf 24/sieben (Internetradio und Blog) gefeatured bzw. zum Teil auch in deren Auftrag verfasst werden. Der Bericht über das Flatbush Zombies Konzert beispielsweise wurde kürzlich schon recycled. Ich für meinen Teil freue mich auf eine entspannte Zusammenarbeit!

Review: LGoony/Crack Ignaz/Juicy Gay/Würzburg/23.05.2016

13239257_786756728092294_7714945448171091835_n

Oida Wow! Wenn das derzeit wohl angesagteste Dream-Team der deutschen Cloud-Swag-Trap-Schießmichtot-Bewegung in Würzburg halt macht, dann sind eigentlich zwei Dinge von vorneherein klar. Erstens: Die Show ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ausverkauft – schließlich attestiert man Flyboy LGoony und Crack Ignaz allerorten die Zukunft des deutschen Raps zu sein – und zweitens: Selbst wenn du Ende der 80er geboren sein solltest und gedenkst die Show zu besuchen, wirst du den Altersdurchschnitt mit großer Wahrscheinlichkeit enorm weit nach oben ziehen… True that!

So tummelt sich dann an diesem etwas frischen Montagabend vornehmlich junges Gemüse im Kellergewölbe des Kurt und Komisch, Würzburgs derzeit womöglich schönster Location, um der Nasa Universe Tour (Extended Lichtjahr Edition) beizuwohnen.

Panik-Gay

As found on: http://assets.noisey.com/content-images/contentimage/83488/Panik-Gay.jpg

Nach kurzem, gefälligem Geplänkel vom DJ-Pult (an den Decks heute unter anderem  DJ Heroin – Cousin von Sebastian) startet der Support – Act Juicy Gay aka Kellerkind, Deutschlands erster offen schwule Rapper, ohne Umschweife fulminant und energiegeladen in sein gut 40-minütiges Set. Bock und Energie stimmen, was nur nervt ist die Tatsache, dass sämtliche Vocals unterstützend zur Live – Darbietung zusätzlich vom Band kommen. Hat den ansonsten recht dicken Sound etwas matschig gemacht und hätte es auch echt nicht gebraucht. Die dafür erforderliche Tightness kann man dem blutjungen Rapper allerdings nicht absprechen. Das Publikum geht derweil gut mit und zückt zusammen mit dem Trapgaylord die Wasserpistole, wenn man auch den Eindruck hat, dass die getragenen R’n’B Tracks der Hiphop stirbt für mich EP beim heutigen Feierpublikum nicht so wirklich zünden wollen. Mit dem Trap-Kram der Musik ist Haram EP fährt der Schwule von der neuen Schule an diesem Abend sichtlich besser! Unterm Strich: Solide und supersympathische Performance, wenn sicherlich auch noch etwas Luft nach ist.

Nach oben an die Luft wiederum zieht es das Publikum anschließend zur Raucherpause. Die Frage nach Longpapes und der anschließend süßliche Geruch in der Luft legen allerdings den Verdacht nahe, dass es heute in punkto Rauchen so manch einer ein wenig sportlicher bevorzugt… Why not? Schließlich dürfte ein Großteil dank Schulferien ja ausschlafen können…

As found on: http://themessage.at/wp-content/uploads/2016/01/goonyignaz11.jpg

Wavy Beats locken kurz darauf wieder zurück in den Keller. Grape-Soda im double cup steht auf der Speisekarte und ab jetzt werden sämtliche Register gezogen. Boxen lauter. Lichter greller. Nebel lila. Und das Publikum geht Song für Song textsicher mit. Ob es sich dabei nun um Tracks aus der gemeinsamen Kollabo-Platte Aurora oder Perlen aus LGoonys Grape Tape oder Crack Ignaz‘ Kirsch – Album handelt: Die Extremitäten im Publikum zucken wild und auch vor den absurdesten Trap-Moves wollen die feiernden B-Boys und Fly-Girls heute nicht zurückschrecken. Egal. Die Leute haben einfach Spaß, geben nen Sheesh und zollen der Bewegung, deren Mentalität sich ja gerade durch Experimentierfreudigkeit und Unperfektheit auszeichnet, damit wahrscheinlich den größtmöglichen Tribut. Etwa nach dem zweiten Drittel steht Juicy Gay mit auf der Bühne, performt Sace Sace mit dem Main-Act und ergänzt diesen gleich noch für das restliche Set zum Trio. Der brandneue Song Luna glänzt im eigens dafür lichtgedimmten Gewölbe und der unschlagbare Zugabenblock aus Wasser, der bereits dutzendfach geremixten Fruchtmax – Hymne WKM$N$HG und Oida Wow lässt die Leute dann komplett ausrasten und auch keine weiteren Wünsche mehr offen. Und falls doch, hat man nur brav zu warten und kann die charmnten Typen später am Merch-Stand antreffen.

As found on: http://assets.noisey.com/content-images/contentimage/82983/12665785-843032962472840-2114334921-n.jpg

Für Fans und Künstler allemal als äusserst gelungener Abend zu verbuchen, bleibt er auch mir persönlich, der Phänomen und Genre lediglich am Rand mitverfolgt und Autotune eigentlich so garnicht ab kann, wohlwollend in Erinnerung. Schließlich bin ich um ein paar neue Lieblingstracks bereichert worden. Und sogar einen Crack Ignaz, den ich im Vorfeld überhaupt nicht packen wollte, hab ich ein ganz großes Stück weit lieb gewonnen. Überhaupt: Da schämt man sich jahrelang in der großen weiten Welt ob seines Franken – Dialekts und dann kommt dieser selbsternannte König der Alpen (schrecklicher Song btw.) um die Ecke und räumt mit seinem Salzburg – Slang derartig ab. Unfassbar eigentlich, aber nicht minder massengeil! Süß wie eine Mozartkugel! Falco wäre stolz gewesen!

PS: Unsere Platzwahl im gechillten Dunkel der hinteren Reihen bot leider nicht die beste Voraussetzung um brauchbares Bildmaterial zu Tage zu fördern. Die beigefügten Bilder stammen deshalb von anderen shows. Sry, Digger! Digges Sry!

PPS: Da thematisch äußerst passend, sei an dieser Stelle zur Weiterbildung die Episode 60 des Podcasts Zehnzweivier empfohlen!