Review: The Velvet Underground & Nico (1967)

artwork by Andy Warhol

Wenn schonmal so etwas großes wie ein 50-jähriger Geburtstag zu einer derart großen Platte wie dem ‚Bananenalbum‘ von The Velvet Underground ansteht, dann darf man wohl sicherlich auch einmal ein paar Worte über einen Klassiker verlieren, über den eigentlich schon alles gesagt wurde, oder? Und sei es nur, um dem innerlichen Drang einer öffentlichen Liebesbekundung nachzukommen. Here she comes, you better watch your step. She’s going to break your heart in two.

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Review: Melt Banana/ZEUS!/Nürnberg/06.12.2016

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Nicht nur hinsichtlich der kuscheligen Raumtemperatur, die im angenehmen Kontrast zu den klirrenden 3° Minus vor der Tür steht ist es schön, dass ein derart eigenwilliges Krawall-Package wie das heutige imstande ist die Hütte an einem Dienstagabend vollzupacken. Das Durchhaltevermögen des seit 1991 aktiven Headliners scheint sich auszuzahlen. So tummeln sich dann auch schon pünktlich zum Set von ZEUS! Jung und Alt im Zentralcafé des K4.

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Erster Track von Free Salamander Exhibit!

as found on www.freesalamanderexhibit.com

Free Salamander Exhibit, die aus den Scherben von Sleepytime Gorilla Museum hervorgegangen sind, haben heute den ersten Titeltrack ihres kommenden Albums  Undestroyed auf die Welt losgelassen und machen in der Essenz genau da weiter, wo sie zuletzt 2007 mit In Glorious Times aufgehört hatten: Spooky-Art-Prog-Rock mit Folk-, Metal– und Industrial– Anleihen, der jegliche Kategorisierungsversuche von vorneherein ausschließt.

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06.12.2016 MELT BANANA + ZEUS! live in Nürnberg!

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Oh Junge – Gerade erst das Jubiläum erfolgreich hinter sich gebracht, wartet der nicht müde werdende Musikverein im K4 am 06.12.2016 schon mit dem nächsten goody auf, bei dem sich vor allem Freunde von cleverem Noiserock die Hände reiben dürften. Die Rede ist vom unschlagbaren Doppelpackage aus dem hibbeligen Cartoon-Overkill MELT BANANA und dem vertrackten Dampfwalzen-Duo ZEUS!.

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Neues Album von Zikade!

a3000362442_16Das dritte Album des Berliner Acoustic – Pop – Avantgardisten Zikade trägt den Namen Komische Musik und ist bereits seit einigen Tagen auf bandcamp abrufbar.

Der Titel ist Programm. Die Platte speziell wie einzigeigenartig. Verträumt, verspielt, verstrahlt. Lyrisch bedeutungsschwanger. Angesiedelt zwischen großem Pathos, großen Gefühlen und großer Intimität. Gewohnt mutig wie spannend.

Diesmal allerdings auffallend entspannt und zurückgelehnt. Die Hektik, die auf den Vorgängern gerne hier und da aufblitzen mochte, sucht man vergeblich.

Vielleicht das bisher zugänglichste Werk aus der Zikade – Schmiede, die mal wieder einen echten Geheimtipp zutage gebracht hat, an welchem meine Wenigkeit sogar durch diverse Bass – Beiträge Teil haben durfte.

In diesem Sinne: Lass uns unser Blut verteilen! oder etwas neumodischer ausgedrückt: Spread the word!

Fav: Perlentaucher

Komische Musik im Stream:

Review: Nevermen – S/T (2016)

consequenceofsound.net

Sieben Jahre ist es her, da lies Avantgarde-Rapper Doseone (u.a. Themselves) verlauten, er würde gerade an einem neuen Projekt namens Nevermen basteln. Soweit wäre das ja erst einmal semi-spannend gewesen, hätte er nicht gleich hinterhergeschoben, dass es sich bei genanntem Projekt ausgerechnet um eine Kollaboration mit Mike Patton (u.a. Faith No More) und Tunde Adebimpe (u.a. TV On The Radio) handelt. Drei Lichtgestalten der experimentellen Popularmusik auf einer Platte? Das lies durchaus aufhorchen!

Nach Jahren des Schweigens, in denen wohl keiner mehr so recht an einen tatsächlichen Release geglaubt hätte, liegt nun seit Januar das zehn-Track starke Debut vor. Und das ist überraschend homogen ausgefallen. Denn mögen Nevermen auch ein vermeintledigliches Trio sein, noch dazu eines aus Frontmännern, darf man nicht vergessen, dass einen diese Konstellation gleich mit drei Malefizkerlen konfrontiert, von denen sich keiner so einfach auf eine Stilrichtung festnageln lässt. Durch zahlreiche wie unterschiedlichste Projekte ist man von diesen Herrschaften schließlich das ein oder andere extravagante Süppchen gewohnt. Umso überraschender also, dass am Ende ein für den Hörer nachvollziehbares Werk steht, noch dazu in kompakt-bekömmlichen 39 Minuten.

Nun ist das mit der Nachvollziehbarkeit allerdings selbstredend gemäß dem Interpreten-kosmos zu verstehen. Fordernd und bisweilen sperrig bleibt das im Mid-Tempo angesiedelte Indie-Geschoß nämlich trotz alledem und verweigert sich jeglicher klar definierten Sparteneinordnung. Die Kontraste aus Adebimpes World Music-angehauchter Indie-Rock-Welt, Doseones abstrakter Hip-Hop-Versiertheit und Pattons schier grenzenloser Klangpalette allerdings vertragen sich bestens. Mag letzterer auch die wahrscheinlich deutlichsten Spuren im Songwriting hinterlassen haben, bleibt gerade im Vocal-Performance-Bereich genügend Raum, in dem jeder der Protagonisten zum Zuge kommt und glänzen kann. Bei Nevermen hat man den Eindruck, es wirklich mit einer Gruppierung aus gleichwertigen Mitgliedern zu tun zu haben. Ein Umstand, dem – neben dem ellenlangen Terminkalendern der Beteiligten – sicher auch die lange Wartezeit geschuldet sein dürfte.

Diese hat sich jedenfalls schwer gelohnt! Das zunächst an einigen Stellen unzugängliche Geblubber aus vertrackten Beats, Sample-Spielereien, unerschöpflicher Vokalakrobatik wie Kreativität will sich vielleicht nicht zwingend bei den ersten Hördurchläufen erschließen, kann über kurze Strecken sogar ermüdend sein. Das geschulte Ohr aber, wird in jedem der Songs mit mindestens einem catchy moment belohnt! Die Hooks von Tough Towns, Treat Em Right, und Dark Ear oder ganz besonders das Ende von Non Babylon entfalten unwiderstehlichsten Pop-Appeal. Dazu gesellt sich fiebriger Hibbelrap in At Your Service, die Gorillaz-Cartoon-Nummer Mr. Mistake und Ambientstücke wie Hate On oder das famos abschließende Fame II The Wreckoning. Von der Qualität der fabelhaften Lyrics ganz zu schweigen, die versteckt im kritischen Tough Towns auch einen Vers liefern, der sich perfekt auf Gesinnung, Wirkung, vielleicht sogar Intention der Platte ummünzen lässt:

„Gold goes to the cold war marketing!“

Für Kenner: Nevermen kann im weitesten Sinne als eine gelungene Melange aus TV On The Radios Return To Cookie Mountain, der Peeping Tom-Platte und der ersten 13&God verstanden werden und sei Fans dieser Alben besonders ans Herz gelegt!

Anspieltips: At Your Service, Non Babylon, Tough Towns, Mr. Mistake

Nevermen im Stream:

Nevermen kann man beispielsweise stilecht bei Ipecac auf schwarzem Vinyl im triple-gatefold haben!

Released: 29.01.2016 via Ipecac

Der Yngo Gutmann ist cool (XXXiql059)

yngo_gutmann__daiko__1000„Und er war ein leidenschaftlicher Trommler. Wenn er loslegte mit seinen Bärenkräften, klang es, als lasse Gott selbst Steine aus dem Himmel auf die Straße poltern.“ (Urs Widmer – Reise an den Rand des Universums)

Yngo Gutmann ist ein Tausensassa. Ein Wunderwuzzi. Ein Siebesiech. Zumindest wenn es ums Trommeln geht. Trommelschule, Workshops, Livekonzerte, persönliche Power-CDs, you name it! Sprudelnde Spiritualität zwischen Ying & Yang! Es folgt eine kleine Werkschau seiner spannends- ten Projekte mit hervorstechendem Videomaterial nebst Text- und Bild- ergänzung aus seinen Archiven.

xf
imageYngo Gutmann entdeckte schon als sehr junger Mensch seine Vorliebe für experimentelle Percussion-Sounds. Bereits im zarten Alter von 13 Jahren begann der Vollblutmusiker Schlagzeug zu spielen und trommelte von da an in diversen Bands und Musikprojekten. Gutmann ist in vielen Musikstilen zu Hause; sein Repertoire umfasst eine breite Palette an Rock-, Independent-, Jazz-, Funk- und Experimental-Sounds. Trotz der stilistischen Vielschichtigkeit und dem Mut zu innovativen Sounds ließ der entscheidende Durchbruch zunächst auf sich warten. Der Auslöser für Gutmanns musikalischen Erfolg war das fruchtbare Zusammentreffen mit dem Künstler, Musiker und Lehrer Dietrich von Oppeln im Jahr 1999. Gutmann definierte mit von Oppelns Hilfe allmählich seinen ganz persönlichen Musikstil und legte in dieser Zeit auch konzeptuell den Grundstein für seine Trommelkurse, in denen er erfolgreich eine positive Grundhaltung, Disziplin und Kreativität in Verbindung mit musikalischem Einfühlungsvermögen und rhythmischem Selbstbewusstsein vermittelt. THE POWER OF DRUM:

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xcvbx„Ich möchte früh besser aus dem Bett kommen“, „Ich brauche mehr Schwung und Spaß im Tag“, „Ich brauche mehr Rhythmus in meinem Leben“, „Ich brauche eine stärkere Beziehung zur Erde und zu meinem Körper“, „Ich möchte Musik zum Träumen“ – Wünsche, die vertraut klingen? Die du sogar teilst? Dann ist Your Powersound womöglich genau das richtige für dich!

 

Ich trommle eine ganz persönliche Musik für Dich. Du erhältst eine CD mit ca. 30 Minuten Musik. Auf Anfrage auch mehr. Gerne gehe ich auf Deine Wünsche ein und kreiere eine Musik zu Deinem bevorzugtem Thema. Jeder Powersound ist eine Spezialanfertigung und einmalig!

Kosten: 1 CD 230,00 Euro

Lieferungszeit: 3 bis 5 Wochen“

Klingt verlockend! Die Kundschaft ist jedenfalls begeistert:

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„Yngo Gutmann, Kir- Shajak, bereits eine Leipziger und mitteldeutsche Legende in Sachen Live Drumming, wird alles zum Tönen bringen, was er an Trommeln nur zur gleichen Zeit bearbeiten kann. Er will einen rhythmischen Klangraum aufbauen, der alle emotionalen Schichten erreicht. Es sind die „Flashing Drums“, die Trommeln, die Blitze erzeugen, die in alle Wahrnehmungsebenen leuchten.

Jedes Stück ist ein Ruf, eine Herausforderung, sich einzulassen. Sich einzulassen auf das Bekannte und das Unbekannte.

Kir- Shajak als ein Wesen von einem anderen Planeten trommelt uns in Hirn und Herz. Ein Abenteuer, das Spaß macht und Raum für Wunder gibt.“ (Quelle)

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W.O.W.! Für alle, die nicht genug von Yngo bekommen, lege ich gerne noch ein mehr als einstündiges Kurzseminar zum Thema Freitrommeln obendrauf. Sein erster Vortrag dieser Art! Irre befreiend! Ein Traum mit Michael Jackson inklusive! Mit Getöse und Gebums! Reite die Welle! Einfach mal mitgehn:

Ein großer Dank für diesen feuerheißen Tipp geht nach Leipzig!

Der Felix Kantner ist cool (XXXiql058)

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Felix Kantner ist ein produktiver Interpret und Komponist, Multi-Instrumentalist, Dichter und Philosoph der traditionellen und zeitgenössischen deutschen Folklore. Mit derzeit schon weit über 200 Publikationen auf dem beliebten Videoportal Youtube bereichert und erhält der Nordrhein-Westfale den Spirit zentral-west-germanischer Musik mit vorrangig eigenen Kompositionen für die nächsten Generationen.

1470392_1375122732736402_1945416902_nAls Meister und Virtuose an Gitarre und Piano perfektioniert er die Klangkunst in seinem unnach-ahmlichen wie einzigartigen Stil. In seinen nachdenklichen und gerne auch gesellschaftskritischen Texten weist er vehement auf soziale Missstände hin. Immer darum bemüht, die lahmen Schnecken unserer Republik wachzurütteln.

 

Um diesen durchaus ehrenwerten Ambitionen etwas Nachdruck zu verleihen, folgen nun drei seiner bisher stärksten Momentaufnahmen (in loser Reihenfolge):

 Allianz versichert

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Veganer leben ungesund

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Boris Becker Parodie

Ein herzliches Dankeschön für diesen heißen Tipp geht nach Fürth!

Freak Valley 2015!

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Wie es aussieht, werde ich mich einer ordentlichen Jeansjacke (ggf. auch Lederweste) wohl nicht mehr allzu lange verwehren können. Die Stoneraction häuft sich!

Das bisherige Berichten auf derartigen Veranstaltungen (wie z.B. dem Void im letzten Jahr) hat schließlich derartig Spaß gebracht, dass mir das Freak Valley Festival in Sachen Nachholbedarf quasi unumgänglich scheint.

Zur vierten Ausgabe der staubigen Feierlichkeit werden mit Blues Pills, Eyehatod und Orchid auch in diesem Jahr schwere Szenegeschütze aufgefahren. Das überrascht natürlich ebenso wenig, wie auch die rege Ticketnachfrage. Ausverkauft ist das Ding demnach schon längst. Lediglich Restkarten für den Donnerstag sind noch zu haben. Umso schöner, dass man uns vom 04.06. bis zum 06.06. in Netphen den Eintritt gleich im Doppelpack gewährt.

Bleibt also nichts weiteres zu tun, als sich einer ausgedehnten Aufwärmübung in angemessen schweißtreibender Umgebung hinzugeben: