Neue Single von Saux!

Es gibt neues Ohrfutter vom niederländischen Produzent Saux, der sich mit seinen letzten drei Singles neben seiner Tätigkeit im DJ-Feld auch einen Namen als Singer/Songwriter gemacht hat. Gemäß dem Less Is More – Prinzip windet sich das neue Gerät For I Know reduziert aber sehr atmosphärisch in 80er R’n’B, Discosounds, Vintage Synthies und Popcorn-Gitarren. On top gibt es den gelungenen Oktaven-Gesang des 23-jährigen Protagonisten, welcher neben Frankie Knuckles auch Pop-Giganten wie Prince und Stevie Wonder als Inspiration für seinen Signature-Sound heranzieht. Glaubt man ihm!!

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Starker Track von James Chatburn!

Nach Ghost Hours bleibt es neo-soulig auf diesen Seiten. Der Australier James Chatburn besticht mit einer Stimme, die untenrum ein kräftiges Aroma versprüht und auch obenrum noch Spaß macht (ähnlich wie Pamela Anderson eigentlich…). Weiterlesen

Neue Single von Ghost Hours!

Der Kalifornier Ron Fountenberrry, seines Zeichens erfolgreicher Komponist (u.a. für Apple, Sony, Mc Donalds, Twitter…), gönnt sich unter dem Pseudonym Ghost Hours eine Auszeit von seiner musikalischen Haupttätigkeit und serviert mit Head eine entspannt charmante R&B-Nummer, die zum prasselnden Xylophon-Regen und düster gepitchter Stimme zwischen Elektro, Pop und Indie pendelt. Weiterlesen

Bombentrack von Noah Slee!

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Mit Rampant Wild Free hat der in Berlin lebende Neuseeländer Noah Slee kurz vor Jahreswechsel ein soulig schmooves R’n’B-Gelöt aus seiner to your inner hippie & cos you fly as fuck-EP als Video gedroppt, das mit zeitgemäßer Produktion von Ben Esser  vor allem auf tonaler Ebene überzeugt:

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Review: Hiding – Goofy [EP] (2016)

What the hell is Goofy? Hinsichtlich der bekannten Disneyfigur (f.k.a. Dippy Dawg), wurde diese Frage schon ausführlichst in Stephen Kings Stand By Me diskutiert, ohne jedoch ein zufriedenstellendes Ergebnis zu Tage zu fördern. Will man jedoch klären was es mit Goofy, der ersten EP des frischen Berliner Projekts Hiding auf sich hat, ist die Frage weitaus schneller beantwortet: Acoustic Emo der beruhigenden Sorte! Oder auch soundtrack to your escapism, wie das Duo seine Musik selbst beschreibt.

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Review: Van Hazy – Good Catch [EP] (2016)

a3401431293_16Ob es Quallen in der Regnitz gibt? Dem muss wohl so sein, denn Van Hazy aus Bamberg ist allem Anschein nach vor kurzem  eine bei Klein Venedig in den Kescher gegangen. Good Catch? Davon darf ausgegangen werden, fungiert das Nesseltier doch immerhin als Gallionsfigur der nunmehr schon dritten EP des Dreiers. In die Nesseln setzen wollte man sich trotzdem nicht.

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Review: Daniel Johns – Talk (2015)

as found on: www.abc.net.au

Hätte ich es nicht schon vorher gewusst, ich hätte den sich zu lassivem Elektro – R’n’B räkelnden und leicht überheblich wirkenden Oben Ohne – Beau im Video zu Cool On Fire nicht als Daniel Johns identifizieren können. Jedenfalls nicht als den, den ich kenne. Der ist schließlich Kurt Cobains MiniMe und Fronter der australischen Nirvana – Cover- band Silverchair. Und doch: It’s him!

Der sich hartnäckig haltende Vorwurf der Nirvana – Imitation lässt sich dabei natürlich allenfalls in Hinblick auf deren erste Platte Frogstomp (1995) rechtfertigen. Wo die Band hier im zarten Teeniealter noch recht belanglosen Grunge schrammelte, ließ die zwar auch nicht ganz runde Freakshow (1997) bereits künftige Großtaten erahnen. Und die sollten in Form des grandiosen Neon Ballroom (1999) nicht lange auf sich warten lassen. Gerade dieses Album, das Hauptsongwriter Johns heute gerne als ‚uninspiriert‘ abtut, öffnet ihm die Türen zum Popformat. Und dem nähert er sich seither aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Da ist z.B. das anspruchsvoll orchestrierte aber auch überambitionierte Diorama (2002) oder der verzichtbare Elektrorock der letzten Silverchair – Platte Young Modern (2007) zu nennen. Außerdem der Ausflug zum gefälligen Akustikschunkelpop mit The Dissociatives.

Schienen genannte Werke noch darum bemüht die musikalische Vergangenheit einzuweben wird nun endgültig keine Rücksicht mehr auf die einstige Anhängerschaft genommen: Auf seiner ersten Solo – Platte Talk regiert der lupenreine Pop – Overkill! Es ist der Mainstream – Hörer, den man nun auf die Tanzfläche bittet. Justin Timberlake, Frank Ocean, Michael Jackson, The Knife oder James Blake seien mal als grobe Referenzen genannt. Nach den späten Silverchair klingt höchstens noch das mit Musical – Touch versehene New York.

Da Johns bekanntlich ein begnadeter Songwriter mit einem geschickten Händchen für einprägsame Hooks ist, verwundert es kaum, dass einem in der ersten Hälfte der Platte die Hits nur so um die Ohren fliegen. Der eröffnende Soul – Schmachter Aerial Love (attention: this is no ordinary love) geht jeglichem Minimalismus zum Trotze direkt ins Ohr und bekommt mit By Your Side, vor allem aber mit Preach gleich zwei äquivalente Hits zur Seite gestellt.

Tragendes und bindendes Element ist Johns‘ beeindruckende Stimme, die einem gerade in den Falsettlagen wohlwollend Frusciante ins Gedächtnis ruft. Innovativ ist der Sound den Talk fährt zwar nicht, dafür aber ziemlich gut gemacht und gemessen am Background des Interpreten als wahnsinnig mutig einzustufen. Kleinere Experimente gibt es übrigens auch. Zum Beispiel im sexy schrulligen Downbeat – Knüller Imagination, meinem persönlichen Lieblingsstück, in welchem munter mit Gitarrenversatzstücken und gepitchten Vocals kokettiert wird:

Schade nur, dass man nach dem Stück gerade mal bei der Hälfte der arg gut gemeinten 61 Minuten angelangt ist. Man  hätte die Platte locker um sechs Tracks entschlacken können denn die zweite Hälfte gestaltet sich dann doch etwas langatmig. Immerhin: der Schluss aus bereits erwähnter Big Appel – Ode und dem großartig düsteren Good Luck stimmt wieder versöhnlich.

Mag die optische Präsenz des Ex – Lovers von Natalie Imbruglia ein auch noch so starkes Stück sein, den neuen musikalischen Kurs kann ich im Prinzip trotzdem nur  befürworten. Der Daniel ist eben cool. Ob nun im Flanellhemd oder Oben Ohne.

Anspieltipps: Aerial Love, Imagination, Preach, By Your Side

Talk im Stream:

Hier kann man sich nach Belieben mit verschiedensten Formaten der Platte eindecken.

Released: 22.05.2015 via Eleven

Review: Parralox – Holiday ’15 (2015)

Parralox_-_Holiday-15_1600pxDie freien Tage um den Jahres-wechsel liegen in den letzten Zügen und zumindest hier liegt draussen tatsächlich etwas Schnee. Beste Gelegenheit also sich dem gerade noch zeitaktuellen Seasonal-Album des australischen Synthiepop-Projekts Parralox um Mastermind John von Ahlen zu widmen.

Holiday ’15 ist laut Pressetext als Jahresabschlussgeschenk  an alle Freunde synthetischer Musik mit 80er-Jahre-Einflüssen gedacht.

Das kann man gerne so unterschreiben. Auch die aus gleicher Quelle propagierte Winterassoziation greift bereits mühelos beim ersten Song: Kühle Minimalistik, kristallklare Synthies und Weihnachtsglocken! Schöne Bescherung In Heaven:

Tolle Nummer, wenn auch etwas altbacken… UND: Kommt einem irgendwie bekannt vor! Klar doch: Eraserhead! Klassiker! Stichwort wie roter Faden! Holiday ’15 nämlich widmet sich, wie auch schon Holiday ’14, vornehmlich der Aufpolierung etwas angestaubter Genre-Klassiker. Von denen erkenne ich als 90er Zögling gerade noch I want to see the light von Rational Youth und das in Versatzstücken zitierte Fade To Grey.

Der Kenner darf sich außerdem über Neuauflagen von Psyche, Camouflage, oder The Human League freuen. Letzterer Formation wurden mit Empire State Human, Circus of Death und Morale/You’ve lost that loving feeling  gleich drei Stücke gewidmet.

Dabei sind es gerade die Eigenkompositionen Voyager und Rocket Science, die sich neben dem Opener als stärkste Nummern erweisen! Dass es sich bei erwähnten Titeln nicht um Fremdmaterial handelt, würde man ironischerweise ohne Blick in die Credits garnicht bemerken. Ob das nun gut oder schlecht ist kann jeder für sich beantworten. Das Album als Ganzes jedenfalls ist aus einem Guß. Wer aber sollte noch gleich die Zielgruppe dieser Veröffentlichung sein?

„Holiday ´15 ist ein Geschenk für die Fans.“ Achja, die Fans! Zu denen zähle ich mich persönlich leider eher weniger. Weder von 80er Jahre Musik, noch von Coveralben, noch von der Parraloxen Synthetikglätte, weshalb bei mir auch schon nach wenigen Songs die Luft raus ist. Wer meine Meinung in genannten Punkten nicht teilt wird sicher trotzdem seine Freude haben und auch interessierte 80s-Noobs können sich durch Holiday ’15 einen netten Überblick über die Zeit der schlechten Frisuren und schrägen Klamotten verschaffen. Wer weiß… könnte ja sogar ein Gateway in die 80er sein, dieser Parralox. Vielleicht kriegt er ja dich. Vielleicht auch mich. Vielleicht beim nächsten mal? Wer weiß!? Denn wie heißt es da so schön gegen Ende der Platte:

„I’m gonna get ya, you know I’m gonna get ya.
You know that I can’t wait until we meet again.“

Na dann…

Anspieltips: In Heaven, Voyager, Rocket Science

Holiday ’15 im Stream:

Holiday ’15 kann man (sofern noch nicht vergriffen) ausnahmslos hier kaufen: Im connzoom Records Store, bei POPoNAUT oder DeeJayDead.

Released: 27.11.2015 via conzoom Records / Subterrane Records

Review: Caballo – The Legendary Mercy Notes (2015)

11148711_820169041364683_6206455611863732932_nWie ein Hauch von Patchouli Parfum legt sich die düsterromantische Stimme des aufstrebenden Berliner Solokünstlers Teresa Caballo auf deepe 80er Synthieteppiche. Auf dem Papier eigentlich mal so garnicht mein Ding. Aber hey: Hübscher Bub auf dem Cover und gemixt wurde im ‚Studio Super Cool‘. Als wäre das für eine Besprechung nicht schon ausschlaggebend genug, schlägt der Titel der EP darüberhinaus auch gleich noch den Bogen zur letzten von mir verfassten Rezension. Na dann…

Legendär hin oder her, rein thematisch gesehen sind die ‚Mercy Notes‘ vor allen Dingen erst einmal eines: Mysteriös! Ein wenig Klarheit über die Notenblätter eines angeblich streng geheimen Initiators kann man sich bei Bedarf hier verschaffen. Dem möchte die klangliche Ästhetik selbstredend in nichts nachstehen und kommt deshalb ebenfalls mit einer dicken Portion Mystik um die Ecke. Zentnerweise Hall, Electrobeats und erwähnt tiefes Organ, welches auch gerne mal um die ein oder andere Nuance gen Erdkern gepitcht wird, laden ein, um offenherzig der Melancholie zu fröhnen.

Das weiß tatsächlich gleich mit dem unmittelbaren Einstieg von Downtown zu überzeugen. Popige Schwarzmalerei, die der von Depeche Mode nicht unähnlich ist. Geht sofort ins Ohr und so leicht nicht mehr raus. Auch die restlichen vier Songs schlagen in eine ähnliche Kerbe, sind super eingängig und geschmackvoll arrangiert. Heutzutage einen solchen Sound aufzufahren ist sicherlich als gewagt bis mutig einzustufen. Die ‚Legendary Mercy Notes‘ spielen bewusst mit Klischees, umschiffen deren plakativen Einsatz aber gekonnt. Statt die 80er plump des bloßen Retroeffektes Willen zu kopieren, wird eine eigensinnige Neuinterpretation geliefert, die ihre Daseinsberechtigung vor allem durch ausgeklügelte Songstrukturen untermauert. Weltbewegend neu ist das alles natürlich trotzdem nicht, aber das dürfte wohl auch kaum die Intention hinter den Songs gewesen sein.

Besonders begeistert mich desweiteren die musikalische Nähe zu alten Spielkonsolen-gassenhauern. Hört euch mal Stücke wie White Boy oder das komplett instrumentale Electric Butter an… und das mein ich jetzt wirklich von jeglicher Ironie befreit und als absolutes Kompliment: Das könnte doch auch eine aufgemotzte Version des grandiosen Donkey Kong Country 2 Soundtracks sein, oder? Sogar der Soundtrack meines alltime-favourites Plok! kommt mir da in den Sinn! Wunderbar!

Fazit: Ja, mir gefällt was Caballo hier gezaubert hat! Und das stellt für mich das eigentlich mysteriöse dar…

‚The Legendary Mercy Notes‘ im Stream:

‚The Legendary Mercy Notes‘ gibt es btw. hier zum freien Download!

Released: 20.04.2015 via Selbstvertrieb