Review: Roamer – What The Hell (2018)

What The Hell!? Während man bei Songtiteln wie Open My Pants, Sick Enough, Bye Bye Baby, Touchscreen, Rebel oder der grauselig kastigen Typografie, die die vorliegende Platte ziert und damit im krassen Kontrast zu den arty-anspruchsvollen Photo.-montagen steht, schon fast schreiend davonlaufen möchte, überrascht einen der musikalische Inhalt dann doch ungemein. Roamer schleifen den Hörer nämlich gnadenlos an den Haaren einmal quer durch die alternative Musiklandschaft. Weiterlesen

Review: Zikade – Wortstörungsfindungen (2017)

Nennt ihn Parasit, er hört eh nicht richtig hin. Ansonsten hätte die Ein-Mann-Band Zikade sich auf Album Nummer vier wohl dem Mainstream geöffnet. Stattdessen fallen auch die Wortstörungsfindungen zu großen Teilen eigensinnig bis sperrig aus. Gut so! Etwas sanfter noch als auf dem Vorgänger platzieren sich die gewohnt eigenartig verschrobenen Texte inmitten von Reverb-umschleierten Gitarren und spärlicher Elektronik nebst allerhand Sample-Versatzstücken. Weiterlesen

Review: Sum Of R – Orga (2017)

Spooky Shit! Was Sum Of R aus Bern auf ihrer neuen Platte veranstalten stellt die üblichen Hörgewohnheiten auf die Probe und hat das Prädikat ‚eigensinnig‘ durchaus verdient. Statt ‚höher, schneller, weiter‘ heißt die Devise auf Orga eher ‚tiefer, langsamer‘ und ja, auch ‚weiter‘. Denn die ausufernden Klangteppiche des Duos leben und atmen die Weite des Moments. Klingt esoterisch? Ist es auch!

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Review: The Velvet Underground & Nico (1967)

artwork by Andy Warhol

Wenn schonmal so etwas großes wie ein 50-jähriger Geburtstag zu einer derart großen Platte wie dem ‚Bananenalbum‘ von The Velvet Underground ansteht, dann darf man wohl sicherlich auch einmal ein paar Worte über einen Klassiker verlieren, über den eigentlich schon alles gesagt wurde, oder? Und sei es nur, um dem innerlichen Drang einer öffentlichen Liebesbekundung nachzukommen. Here she comes, you better watch your step. She’s going to break your heart in two.

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Erfahrung und Eroberung – Ein Interview mit Patrick gaG Wagner (Ngf011)

Man kann Patrick gaG Wagner sicher einiges vorwerfen, nicht aber sich jemals angebiedert zu haben. Kompromisse ging er weder als Vordenker seiner ehemaligen Eskalations-Rock-Band Surrogat noch als einstiger Betreiber der Nischenlabels Kitty-Yo und Louisville Records ein. Abseits vom Mainstream bewies er dabei sowohl als Musikschaffender wie auch als Förderer neuer Interpreten immer wieder Mut zum Risiko. Die Entschlossenheit, den Fokus noch vor Geld und Image auf die Kunst zu richten, führte in der Vergangenheit zu zahlreichen Veröffentlichungen, die sich allesamt mit dem Prädikat hörenswert schmücken dürfen. Nach Jahren der musikalischen Abstinenz, in denen man seine Eigensinngkeit in der hiesigen Musiklandschaft schmerzlich vermissen durfte, lässt Wagner nun wieder von sich hören. Zusammen mit Bassistin Yelka Wehmeier, Gitarristin Helen Henfling sowie einem Drumcomputer wagt er sich seit geraumer Zeit sogar wieder auf die Bühne. Das neue Biest lärmt unter dem Namen Gewalt und hat sich die ‚Verdichtung der Unmöglichkeit und Unentrinnbarkeit unserer Existenz‘ auf die Stirn geschrieben. Radikal, ungestüm, skandalös und großmäulig. So Soll Es Sein!

Im kürzlich geführten Interview wird Altes wie Neues angesprochen. Seid ihr mit mir?

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Review: Melt Banana/ZEUS!/Nürnberg/06.12.2016

zeus

Nicht nur hinsichtlich der kuscheligen Raumtemperatur, die im angenehmen Kontrast zu den klirrenden 3° Minus vor der Tür steht ist es schön, dass ein derart eigenwilliges Krawall-Package wie das heutige imstande ist die Hütte an einem Dienstagabend vollzupacken. Das Durchhaltevermögen des seit 1991 aktiven Headliners scheint sich auszuzahlen. So tummeln sich dann auch schon pünktlich zum Set von ZEUS! Jung und Alt im Zentralcafé des K4.

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Erster Track von Free Salamander Exhibit!

as found on www.freesalamanderexhibit.com

Free Salamander Exhibit, die aus den Scherben von Sleepytime Gorilla Museum hervorgegangen sind, haben heute den ersten Titeltrack ihres kommenden Albums  Undestroyed auf die Welt losgelassen und machen in der Essenz genau da weiter, wo sie zuletzt 2007 mit In Glorious Times aufgehört hatten: Spooky-Art-Prog-Rock mit Folk-, Metal– und Industrial– Anleihen, der jegliche Kategorisierungsversuche von vorneherein ausschließt.

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