Review: ZERRE – Different Lines (2017)

artwork by Julia Witas

Da hat sich jemand was getraut! Die im Hardcore verwurzelten ZERRE aus Würzburg wagen mit Different Lines den Blick über den Tellerrand. Vom Gemüt her eh schon immer erfrischend fern von elitärem Szene-Gehabe, schlägt sich die offene Natur des Fünfers nun auch in der Musik nieder. Dürfte sicher nicht zuletzt am erneuerten Line-Up liegen, mit dem nun zum ersten Mal ausgiebig komponiert wurde. Das Ergebnis spricht für sich und bedeutet vor allem eins: Mehr Metal! Es gibt sogar Gitarrensolos!

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Review: 20 Liter Yoghurt – L’art D’oublier (2017)

20 Liter Yoghurt aus dem sächsischen Grimma sind leider Gottes mit einem Bandnamen gesegnet, der durchaus eine Hemmschwelle heraufbeschwören kann, die erst einmal überwunden werden will, möchte man sich mit dem musikalischen Schaffen der fünf Jungspunde auseinandersetzen. Mag aber der Name auch noch so sehr nach Deutschpunk – Schrammel – Schülerband riechen: die sich dahinter verbergende Musik kann sich wahrlich hören lassen und versprüht eher den Duft von Teen Spirit.

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Three Way Screamo Split Excitement!

Seit Gestern kann man nicht nur die kommende Split-Platte von Rodgaus Finest La Petite Mort/Little Death und den Schweden von Young Mountain sowie Vivre Sa Vie preordern sondern auch gleich noch je einen Song der kollaborierenden Combos hören. Weiterlesen

Feuer, Eis und Holichmir – Spitzentour!

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52 Hertz, La Petite Mort/Little Death und Paulinchen Brennt verbringen eine gemeinsame Konzert-Sommer-Woche im Süden. Wer den Blog aufmerksam verfolgt ist mit allen Bands vertraut und weiß, wie es um deren Qualitäten bestellt ist. Holt man sich!

Review: La Petite Mort / Little Death – Dear Reader.. [EP] (2015)

a4020750811_10La Petite Mort / Little Death, die schrägen Post-Core-Newcomer mit dem Verwirrung stiftenden Doppelnamen, haben mich vor wenigen Wochen über den Liveweg in Darmstadt komplett an die Wand gefahren! Ohne Vorwarnung!

Ein wütendes Screamo-Attentat im klassischen Trio-Lineup. Entfesselt und dreckig runtergerotzt als wäre 1998.

 

Die ersten Aufnahmen liegen nun vor und werden der Erwartungshaltung mehr als gerecht, toppen sie womöglich sogar. Dear Reader.. atmet auf Tracks wie dem Vorzeigestück The Door Is Unlocked (But It’s Burning Inside) oder dem knappen Cave den Spirit früher Escapado oder (klar) Refused. Paper is Patient hingegen erinnert sogar an etwas poppigere Yage. Superkreativ, launisch und mit blutjunger Wut im Bauch! Sturm und Drang! Vorwärts! Dazu sehr fit an den Instrumenten und an der Stimme. Sieben testosterongeladene Songs nebst Intro in angenehm dosierten 21 Minuten. Freunden des Dischord-Katalogs sehr ans Herz zu legen!

Brett!

All Eyes on Rodgau! Hoffe auf baldiges Wiedersehen!

Anspieltips: The Door Is Unlocked (But It’s Burning Inside), Paper is Patient, Fogged Windows

Albumstream:

Dear Reader.. ist über bandcamp wahlweise kostenlos zu haben!

10.07.2015 via bandcamp

Review: Justin Hate – Though Hope Is Frail (2014)

artwork by Ulle Gielsager

„Feel the blistering cold from the north!“ Verriegelt die Türen, die Northern Apocalypse von Justin Hate steht ins Haus! Dabei ist die heilige Dreifaltigkeit aus Zitat, Songtitel und Bandnamen in jedem Fall Programm!

Bitterböse Blastbeats ballern bereits beim Beginn brutal bestialisch! Grobgriffige Gitarren graben grauenhaft geil gen Gehörsturz! Stimmlich steht stark strafende Streitsucht stets startbereit!

 

Wer in musikalischer Hinsicht bei Kopenhagen nur Aqua auf dem Schirm hat, findet auf selbigem beim Durchlauf von Though Hope Is Frail allenfalls sauren Regen, hat man es doch hier mit dem pechschwarzen Pendant zum quietschbunten Barbiegirl zu tun! Textlich bewegt man sich passend zum Cover dort, wo die Geier schmausen. Zwischen Schmutz und Aasresten bezichtigt man Gott diverser Täuschungsmanöver während allabendlicher Pestgeruch die Nase verwöhnt.

Tod und Verderben en masse also! Der Lieblingstrack While the moon stood still macht dennoch Hoffnung: „One day the war is over“. Schenkt man dem Albumtitel allerdings Glauben, dürfte besagter Hoffnungschimmer nicht allzu kräftig lodern. Wer braucht den aber schon, wenn die Alternative ‚ewige Dunkelheit‘ heißt?

Klartext: Der dänische Fünfer liefert der Blackened-Hardcore-Jugend auf seinem dritten Output Wut, Wut und nochmals Wut. Und das in höchstem Maße: energiegeladen, überzeugend und handwerklich wie soundtechnisch einwandfrei. Besonders gefallen mir persönlich die Vocals von Kim Rock, der bisweilen wie ein enorm zorniger Phil Anselmo klingt und mich außerdem angenehm an die gloreichen Tage von Static X oder American Head Charge erinnert – auf diesen Seiten bekanntermaßen ein Kompliment!

Überraschungen sind mit dem etwas kitschigen Keyboardoutro auf Spread the disease und kurzem Sprachsample im abschließenden Downer Dystopia widerum unüberraschend rar gesät. Dies dürfte allerdings eher dem Genre denn der Band geschuldet sein. Die Zielgruppe wird dennoch bestens unterhalten und auch meine Wenigkeit findet mit jedem neuen Hördurchgang mehr Gefallen an der Platte, da absolut authentisch und trotz 41 Minuten auffällig kurzweilig!

Live hab ich die Jungs neulich in Flensburg leider um Haaresbreite verpasst, mich aber trotzdem noch von ihren menschlichen Qualitäten überzeugen können! Feine Jungs!

„Northern Apocalypse will rise!“

Anspieltips: Northern apocalypse, Imperishable darkness, While the moon stood still

Though Hope is Frail im stream:

Vertrieben wird Though Hope Is Frail über das eigens ins Leben gerufene Label Deathbird Records und ist über bandcamp wahlweise digital per ‚pay what you want‘ – Prinzip oder auf einer von 250 tiefschwarzen Schallplatten für 12 Euro zu haben! Macht bei Jahresratenzahlung gerademal einen Euro im Monat! Kann man schon mal machen!

Released: 24.10.2014 via Deathbird Records

Sweet November!

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Der diesjährige November hält viel Freude bereit. Sowohl für mich, als auch für Freunde. There you go:

Paulinchen Brennt!

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Paulinchen Brennt. Neues three-piece-noise-projekt aus Würzburg! Hatte sich zu Beginn vorgenommen da anzuknüpfen wo J.O.S.A.L.H. seinerzeit aufgehört haben. Und doch ist es ganz anders geworden.

Ein erstes kleines Lebenszeichen wird am 21.11.2014 im Immerhin/Würzburg gesetzt. Im Vorprogramm der geschätzten Band Malm.

Derweil fischt die frische Facebookpräsenz schonmal nach Vorschußlorbeeren.

Auf auf, ihr jungen Hasen…