#ESISKWAM!

Ey, ahnst du den? In seinem ersten Clip #ESISKWAM surft Kwam.e aus Hamburg City die Boom-Bap-Welle in bester Flavor Flav-Montur auf einem unverschämt freshen Oldschool-Beat von Classic der Dicke, dass man fast meinen könnte das Millenium stünde kurz bevor:

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Ex-Deichkind rappt für Vodafone!

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Wer kennt sie nicht, die nervigen Werbeanzeigen vorm beliebten Youtube-Video bei der man schon vor der fünfsekundigen Wartezeit vergeblich den Skip-Button drückt. Als besonders penetrant empfinde ich persönlich ja die aktuellen Flach-Witze von ThomannWeiterlesen

Review: Ahzumjot & Lance Butters – Die Welle [EP] (2016)

artwork by 27*BUCKS

Gegen den Strom! Passend zur anstehenden Tour haben sich Ahzumjot und Lance Butters nun auch releasetechnisch vereint, um der Szene gemeinsam den Mittelfinger entgegenzustrecken. An Identität und Kreativität fehle es dieser nämlich momentan gewaltig, so sind sich zumindest die Protagonisten einig. Mag man diese Annahme auch nur bedingt teilen bleibt unbestreitbar, dass die beiden Nichtschwimmer mit ihrer Kollabo-EP ordentlich Welle machen.

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‚Was soll ich denn machen? Lass mich den Scheiß einfach hassen!‘ – Und gehatet wird so ziemlich alles was Deutschrap zu bieten hat. Von Der alten Garde über Biter jeglicher Art  bis hin zu Deluxe Boxen und aktuellen Tritt-Trap-Fahrern. Mag thematisch sicherlich etwas einseitig sein, ist aber deshalb nicht gleich weniger unterhaltsam. Wenn Name Dropping auch weitestgehend ausgespart wurde… Dabei könnte zumindest Ahzumjot durchaus Namen nennen, würde es nicht den Rahmen sprengen, wie er selbst auf Respekt befürchtet.

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as found on landstreicher-konzerte.de

Überhaupt Ahzumjot: Weiß der zwar auch am Mic zu überzeugen, sind es vor allem seine reduzierten und düster vertrackten Beatlandschaften, die sein Zutun zur absoluten Bereicherung werden lassen. Passt unglaublich gut zum bewährten Bubblegum-Selfish-Style seines Partners, dessen Fuck-Off-Attitude auf ihn abgefärbt zu haben scheint. Die daraus resultierende Konsequenz ist ein etwa halbstündiger Ignoranz-Schlagabtausch.

Viel länger hätte die Selbstbeweihräucherung der Kritik womöglich auch nicht standgehalten. Das knackige EP-Format ist somit bestens gewählt und mit Respekt, Ok Krass Schade und dem alles überschattenden Titeltrack sind außerdem genügend Bretter am Start, die einen Die Welle surfen lassen wollen und den Kritikpunkt der lyrischen Eindimensionalität schnell vergessen lassen. Zumal das komplette Teil ja sowieso for free zu haben ist!! Wozu also lange rumnörgeln? Ladensedis!

Tracklist:

01 Many Men Von 50
02 Respekt
03 Killes
04 Ok Krass Schade
05 Open Mic
06 Die Welle

Free-Download-Release: 03.10.2016

Review: Muso – Amarena (2016)

muso-amarena-album-coverDer Typ da oben will uns umerziehen. Muso hält dagegen und bleibt unerziehbar. Das Albumcover alleine spricht Bände. Noch immer mehr Sprecher denn Rapper im flowtechnischen Sinne, tut es der Heidelberger auch auf seiner zweiten Full-Length seinem Artwork in gewohnter Eigenwilligkeit gleich und manifestiert damit seine Ausnahmestellung als Deutschraps Avantgarde – Rapper. Statt Stracciatella gibt es diesmal Amarena in die Waffel. Anderer Flavour, ähnliche Substanz.

Wen Eis kalt lässt, greift gleich zu Acid Trips Auf Esspapier und stellt fest, dass sich Muso auch ohne Chimperator und Get Well Soon im Rücken treu bleibt. Noch immer umweben detailverliebte Synthiebeats die noch detailverliebteren Textergüsse, die man in derartiger Abstraktheit hierzulande allenfalls von Doppelkopf gehört haben dürfte. Egal ob Storytelling, melancholisch und deep oder verbissen kryptisch: Aufmerksamkeit ist gefordert. 0815-Rap-Thematik wird ausgespart. Bleibt erspart. Die andern Kids spielten draussen, ich hab Gedankengänge ausgebuddelt.‚ – Der Zuhörer hat sich durch diese hindurchzuzwingen, will er sich Zugänglichkeit zu Amarena verschaffen.

Photo by Patrick Herzog

Dieser Kraftakt hat sich schon bei den Vorgängern gelohnt und tut es auch  bei Musos Neuer, die als konsequente Weiterentwicklung zu verstehen ist und als einheitliches Gesamtwerk fast noch einen Ticken besser funktioniert. Das um Ali As bereicherte Ultimatum mal beseite gelegt, mögen die Hits diesmal vielleicht nicht offensichtlich auszumachen sein, allerdings findet man, trotz der ein oder anderen schmalzschmierigen Pop-Hook, auch keine wirklichen Ausfälle. Die Produktionen von LO und Gianni Brezzo dürften in ihrer angenehmen und beeindruckend homogenen Geschmeidigkeit nicht gänzlich unschuldig daran sein. Xavier Naidoo hätte man trotzdem stecken lassen können… penetriert eigentlich aber auch nur Käufer der Deluxe CD. Schwamm drüber

Muso untermauert auch 2016 die Veilseitigkeit des Genres mit einer unkonventionellen, experimentellen, interesanten, mutigen und einzigartigen Platte, die gerade lyrisch ihresgleichen sucht und sicherlich polarisiert. Gut so!

Anspieltipps: Regen, 1001 Morgen, Über Wunden, 0815

Amarena im Stream:

Amarena ist beispielsweise hier als Limited Box auf CD erhältlich. Nebst Rose Crystal gegen Rücken...

Released: 19.08.2016 via Believe Germany (Soulfood)

Der Daniel Ist Cool mit ZehnZweiVier!

So eine Superwoche liefert natürlich immer ziemlich viel Lesestoff. Klar, dass manch einer das nicht bewältigen mag. Wer aber viel Auto fährt, mit den Öffentlichen unterwegs ist, sich den tristen Job versüßen mag, gerne zu Gesprächen wegpennt oder einfach Langeweile hat, dürfte sich darüber freuen, dass es die Deutschrap-Comeback-Woche nicht nur zum zeitaufwändigen Lesen sondern auch im zeitsparenden Podcast-Format gibt. Genau! Meine Wenigkeit war nämlich kürzlich zu Gast bei ZehnZweiVier um über die aktuellen Platten von Ferris MC, MC Rene, Nico Suave, Buddy Buxbaum, Curse, Main Concept und Der Wolf zu sprechen.

Der Podcast und dein Lieblingsblog sind bekannterweise gegenseitige Supporter und eng miteinander verbandelt. Dementsprechend spaßig war die ganze Angelegenheit. Neben Deutschrap geht es in der ersten Hälfte der Episode auch um Pizza-Connection, Äxte und Erdogan:

Wer Gefallen an der Episode gefunden hat, mehr und regelmäßig über die bunte Welt der multimedialen Unterhaltung sowie aktuelles Weltgeschehen informiert werden oder die Macher einfach unterstützen möchte, spendiert am besten umgehend nen Like auf Facebook und abonniert die Sendung im RSS-Feed oder auf iTunes!!!

Review: Der Wolf – Turbo Funk (2016)!

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as found on bountyrecords.com

Ein Album zu besprechen, ohne es in seiner Gänze gehört zu haben? Gibt’s doch gar nicht! Stimmt, ist eigentlich auch nicht mein Stil. Wenn jemand aber schon im Vorfeld so dermaßen delivered, wie es Der Wolf tut, kommt man nicht umhin sich schon ein voreiliges Urteil zu bilden. Neben dem Snippet sowie aktuellen Live-Mitschnitten lassen vor allem die Vorab-Singles keinen Zweifel: Der Ultimative Lover, der Wiggediwolf, der F.L.O.W. ist zurück und macht einfach nur schöne Musik! Bow!

Seine Masche scheint dabei immernoch eine reimtechnische Lasche zu sein. Mittenrein in dein Gesicht, denn seine Stimme die besticht! So grandios, versiert und wortgewandt wie früher! Das beweist er zum Beispiel, wenn er das Tabu mal bricht, wenn er dann über den Sex spricht, wie in Sie hat Nichts Weiter Als Das Radio An oder wenn er als Phrasensmasher mal eben fachmännisch gekonnt Redewendung an Redewendung reiht. Wenn dann aber der Wolf GTI mit Cosmo Klein auf dem Beifahrersitz vorfährt, ist nur noch Abriss! Bang, durch die Schallmauer gebrochen! Der alte Geist im neuen Design! Zieht’s euch rein! Als wäre die Zeit in Dortmund City stehen geblieben:

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as found on: facebook.com/derwolfmusik

Nach Was Soll Ich Sagen… bounct nun also mit Turbofunk nach einer Durststrecke von satten (oder wäre in diesem Fall ‚sitt‚ das korrekte Adjektiv?) 16 Jahren ab dem 29.07.2016 endlich ein neues Wolf-Album durch die Speaker. Sollte es nicht wider Erwarten doch verpätet Auf’n Letzten Drücker kommen…

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Ich jedenfalls hab mächtig Bock auf die Dope-Selection vom Borsigplatz und glaube jetzt schon in Gib Ma Galle ein neues Lieblingsstück gefunden zu haben. Scheint jedenfalls seinem Titel alle Ehre zu machen und ähnlich Galle zu geben wie Quincy Popincy damals auf ‚Nichts Ist Wahr‘. Und da Reggea immer eine gute Idee ist, darf und muss auch mit Meet Me Pon di Dancefloor gerechnet werden!

Kein Zweifel, das Comeback des Jahres! Period! Hol ich mir!

Anspieltipps: Wolf GTI, Gib Ma Galle, Meet Me Pon Di Dancefloor

Turbofunk-Snippet:

Hier kann man den Turbofunk für nen schlappen Zehner und paar Zerquetschte vorbestellen! Holt man sich!

Releases: 29.07.2016 via Bounty Records

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema ‚Deutschrap-Comeback‘!

Review: Main Concept – Hier Und Jetzt (2015)!

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as found on 58beats.com

Zehn Jahre keine LP. Und doch gibt es Main Concept schon fast ein Vierteljahrhundert. 1990 gegründet, zählen MC David Pe, Beat-Tüftler Glammerlicious und Dj Explizit als Vorreiter, gerade was Hip Hop aus München angeht. Und der kann nur aus dem gleichen Holz wie Blumentopf geschnitzt sein. Und da man sich gegenseitig gern hat, war der mittlerweile aufgelöste Topf auch 2015 noch gern gesehener Featuregast. Wie früher halt. München Halt.

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Die sind freilich nicht die einzigen Freunde, die sich die Feature-Ehre geben um das 25-jährige Main Concept-Jubiläum im Hier Und Jetzt zu feiern. Wasi von den Massiven Tönen, Boshi San, Retrogott, Aphroe von R.A.G., Flowin Immo, MC Rene, Spax, Vier Zu Eins, Get Open, Samy Deluxe, Eizi Eiz und Denyo sind mit von der Partie. Was zumindest den drei letztgenannten gelungen ist, nämlich auch über die Grenzen der Hip-Hop-Community ein relevanter Begriff zu sein, ist Main Concept ewig verwährt geblieben. Aber hey: Genau genommen wollten sie es ja auch nicht anders.

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as found on buback.de

Nun hab ich den Vorgänger Equilibrium von 2006 nie aufmerksam gehört, aber zumindest Genesis Exodus, das 1998 einigen anderen Kollegen schon um Längen voraus war, zeigte kein großes Interesse an kommerziellem Erfolg. Vom wahnwitzigen und äußerst hörenswerten Freestyle-Experiment Plan 58 ganz zu schweigen, was sich ob seiner Natur natürlich gleich jeglicher Struktur verweigerte. Statt großer Hooks und Anbiederungsversuche in Richtung Mainstream, frönt man Zeit des Bestehens lieber leidenschaftlich klassischem Conscious Rap mit Message und komplexen Texten, die an Vernunft und Aufrichtigkeit appellieren. Musik machen aus Spaß an der Freude könnte man auch sagen. Und das ist auch heute noch so.

„Keine Revolution sondern Evolutiontönt es da aus den Boxen. Wenn man letzteres auch mit der Lupe suchen muss, denn die Veränderung fällt allenfalls geringfügig aus. Wähnt man sich beim Hören doch stets in der Klasse von 94. Genau dass dürfte aber den Fans gefallen, denn hey: Genau genommen wollten sie es ja auch nicht anders.

So richtet sich Hier Und Jetzt auch ganz klar an die Dudes von früher, die „mittlerweile Haare, weiß wie der Schnee“ haben. Klar, dass man jene Hip-Hop-Generation nicht unnötig stressen mag. Dementsprechend chillig, jazzy und unaufgeregt fallen die Beats aus. Humorvoll bis kritisch kehrt David Pe dazu wie eh und je den selbstwussten, reflektierenden und gebildeten MC nach außen. Entweder er verkauft sich gut oder der Kerl hat tatsächlich was auf der Pfanne. Das war früher so. Und das ist auch heute noch so.

Unterm Strich tritt man auf der Stelle. Das aber immerhin souverän. Das Handwerk versteht man. Schade, dass man dem Hörer gerne mal das Gegenteil verzapfen will, wie auf Zufriedener Mann: „An meine Art zu rappen kommt niemand hier ran, sie unterscheidet sich vom Einheitsbrei signifikant.“ Trotzdem: Nettes Lebenszeichen mit netten Features und paar netten Songs. München Halt.

Anspieltipps: München Halt, Hier Und Jetzt, Wer Seid Ihr?

Hier Und Jetzt im Stream:

Die aktuelle Main Concept holst du dir bei Interesse Hier Und Jetzt im Lieblingsformat zu moderaten Preisen!

Released: 13.11.2015 via Buback Tonträger

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema ‚Deutschrap-Comeback‘!

Review: Curse – Uns (2014)!

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as found on curse.de

Im Interview mit Uptowns Finest hat er es selbst gesagt: Als Curse hat Michael Kurth auf seinen Alben immer eine etwas andere Facette von sich gezeigt. Somit gibt es nicht nur einen Curse. Und jeder, der Fan seiner Musik ist, hat so seinen Lieblingscurse. Meiner ist der von Von Innen Nach Aussen. Der von Feuerwasser und der von der 99′ Essenz EP. Der von Freiheit war mir zuletzt fremd geworden. Für den von The Achtung Achtung hab ich mich sogar fremdgeschämt. Dann kam nichts mehr. Und dann kam Uns!

Gestärkt zurückgekehrt vom selbst verordneten Karriere-Aus und mit erkennbarer musikalischer wie künstlerischer Vision präsentierte sich 2014 wiedermal ein neuer Curse. Diesem aber warf man Schlimmes vor. Marteria und vor allen Dingen Casper würde er kopieren. Und zurück im Game sei er eh nur, weil es wieder Geld zu holen gäbe. Und überhaupt: Dieser Hipster-Bart…

Der riecht übrigens nach Zimt, wie der Track November ganz beiläufig verrät. Ganz zu schweigen davon, dass er dem Mindener ganz ausgezeichnet steht. Die beiden erwähnten Rapper dürften indes eher eine große Portion ihres Könnens bei Curse abgeschaut haben und wenn es tatsächlich ums Geld gegangen wäre, hätte man keine Platte wie Uns gemacht. Die nämlich ist mutig und alles andere als ein kalkuliertes Nummer-Sicher-Produkt. Lästereien aber sollten einen Curse sowieso nicht sonderlich jucken. Beweisen muss er sich niemandem mehr. Nicht nach der Pionierarbeit, die er für deutschsprachigen Rap geleistet hat. Der von Kool Savas verbal verliehene King Of Rap – Titel ist indiskutabel.

Ebenso, dass die Platte durchaus modern ist. Mit minimalistischen Beats à la Get Well Soon, die mit noch minimalistischerer Spoken Word Poetry garniert werden, passt sie tatsächlich gut in die heutige Rap-Landschaft. Statt Flow-Gewitter und Geflexe steht also der Raum im Fokus, den Musik und Stimme sich gegenseitig lassen. „Der Trick ist das Essenz in ein paar Tropfen passt“ heißt es da so schön.

Die Brücke zu Früher schlägt neben dem Videoclip zu Wir Brauchen Nur Uns lediglich ein neu aufgelegtes Fibilude.

Ob es einen Oldschool-Curse-Fan, wie ich einer bin stört, dass einer der krassesten deutschen MCs seine Skills nicht voll zur Geltung bringt? Nein, da die Qualität stimmt, die Authentizität gegeben ist und die Texte gewohnt eindringlich und vieldeutig sind. Was Curse mit seinen Producern Beatgees und Claud geschaffen hat ist respektabel. Soweit gäbe es nichts zu bemängeln was mich sonderlich stören würde.

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as found on curse.de

Was es dann aber (ähnlich wie bei der Nico Suave Platte) leider doch tut, sind die anstrengenden Feature-Gäste. Klar, Curse ist bekanntlicherweise der Meinung, dass Rap Soulmusik ist. Die Beweggründe soulpoppige Hooks einzusetzen, bedürfen also keiner weiteren Erklärung. Leider macht diese Erkenntnis sie für meine Ohren nicht weniger schrecklich. Dieses Problem findet sich allerdings hier und da auf jeder seiner Platten. So gut die ansonsten auch sein mögen. Statt Xavier Naidoo, Patrice oder Gentleman, nerven heute eben Tua, Elif und leider auch die an sich talentierte Fibi Ameleya. Natürlich ist das meine sehr subjektive Meinung. Es soll ja schließlich auch Leute geben, die seinerzeit das Silbermond-Feature gefeiert haben…

Streicht man also die mit Gastbeiträgen versehenen Tracks, bleiben Uns aber immernoch eine handvoll äußerst gelungene Songs. Da wäre z.B. das Einstiegs-Brett Tattooine, in dem sich der Protagonist textlich zum Wüstenplanet macht und den zwei Sonnen in seinem Leben Tribut zollt. Star-Wars-Fans an die Front. Upbeat mit Bläsern wie der auf Herz Zurück kann sogar mal Spaß machen und die rührende Auseinandersetzung mit dem Tod eines engen Freundes in Kristallklarer Februar/Für P. sowie das Piano-Stück Menschen gehen unter die Haut und machen alles daruntergelegene warm. Absoluter Favourit aber bleibt die Reinkarnationstherapie Millionen Mal Schon:

Unterm Strich also nicht die große Comeback-Platte als Rapper, die sich viele vielleicht erhofft hatten. Das Comeback als Künstler aber darf mit Abstrichen trotzdem als gelungen bezeichnet werden. Wenn es auch nicht an meine persönlichen Favs herankommt, kann es mit dem sehr beliebten Innere Sicherheit z.B. easy mithalten. Und was den Oldschool-Flavour angeht: Wer weiß, was die kürzlich absolvierte Feuerwasser-Jubiläums-Tour so angerichtet hat. Bin gespannt was gerade so auf der  (Herd-)Platte köcheln mag und zukünftig aufgetischt wird!

Anspieltipps: Tatooine, Millionen Mal Schon, Herz Zurück, Kristallklarer Februar/Für P.

Uns im Stream:

Neben der obligatorischen Limited Box natürlich auch als erschwingliche Standard Version zu haben. Aber auch in anderen Versionen.

Released: 31.10.2014 via Indie Neue Welt

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema ‚Deutschrap-Comeback‘!