Review: American Head Charge – Tango Umbrella (2016)

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Die Shoot-EP und auch das Konzert von vor anderthalb Jahren in Frankfurt ließen keine Zweifel aufkommen: Die nächste American Head Charge wird ein Monster! Es folgten Tourabsagen, unklare Besetzungsverhältnisse innerhalb der Band, zahlreiche Verschiebungen der zum großen Teil von Fans mitfinanzierten LP und ein absolut abschreckendes Artwork. Aber fuck: Die ersten Songs Let All The World Believe und Drowning Under Everything überzeugten allemal!

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Nun ist Tango Umbrella exklusiv und vorab über Loudwire im Stream abrufbar und bedient von vorne bis hinten! Vorausgehende Ankündigungen der Band, die aktuelle Platte würde wie ein Mix aus The War Of Art (2001) und The Feeding (2004) klingen, bewahrheiten sich tatsächlich. Ich weiß, es fällt wirklich schwer sich darauf einzulassen, wenn man mit dermaßen whackem Bildmaterial konfrontiert wird, aber American Head Charge k.i.l.l.e.n.. Auch 2016 noch:

Erwähnte Mischung aus den beiden Erstlingswerken geht zwei zu eins zugunsten des von Rick Rubin produzierten Debuts. Das lässt sich nicht nur im anspruchsvollen Songwriting erkennen, das im Gitarrenfeld vordergründig Industrial – Metal – Stumpfheit vorgaukelt, von Seiten der Rhythmus – Fraktion aber ansprechend vertrackt untermauert wird und ein ums andere mal mit dem catchy Mike-Patton-Sound-A-Like-Organ von Sänger Cameron Heacock überzeugen kann. I’ve said it before and I say it again: Einer der besten seiner Zunft! Checkt mal das abschließende When The Time Is Never Right oder das Piano – getragene A King Among Men! Der Kerl hat seine Stimme im Griff!

Auch der starke Militärbezug in Albumtitel und Artwork sowie in der mal wieder ihresgleichen suchenden Samplearbeit schlägt die Brücke zu den Anfängen der Band. Ob es sich dabei allerdings in unserem Terror – verseuchten Alltag um einen marketingtechnisch schlauen Schachzug handelt, wird die Zukunft zeigen. Gerade wenn man, wie im Falle von A.H.C. zur Zeit der 9/11 – Anschläge, hinsichtlich besagten Konzepts schon einmal mächtig deplatziert wirkte und daraus resultierend massive Rückgänge der Plattenverkäufe hinnehmen musste. Aber wie heißt es da so schön in der Vorzeigenummer Perfectionist: I don’t do it for approval! Gut so!!

Releases aus dem Metal-Sektor, denen ich entgegenfiebere sind selten geworden. Releases aus dem Metal-Sektor, die mich überzeugen können noch seltener. Releases ohne Ausfall meiner Meinung nach heutzutage genreübergreifend absolute Mangelware. Tango Umbrella ist die Alternative, aus einem Guß und ansprechend produziert! Kann also schon nach wenigen Durchläufen einiges und auf lange Sicht gesehen womöglich noch mehr! ALL KILLER NO FILLER! HOLT! MAN! SICH!

Anspieltipps: Perfectionist, I Will Have My Day, Let All The World Believe

Tango Umbrella im Stream auf Loudwire:

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Die geballte Industrial-Metal-Breitseite Tango Umbrella verteilt sich bei einer Spielzeit von etwas über 50 Minuten auf elf Tracks und kann auf CD bereits bei Napalm Records vorbestellt werden!

Released: 25.03.2016 via Napalm Records

Review: Coal Chamber – Rivals (2015)

Coal_Chamber_Rivals_0213 Jahre ist es her, da warfen Coal Chamber genervt das Handtuch. Persönliche Differenzen, vor allem zwischen Gitarrist Meegs und Sänger Dez Fafara, machten seinerzeit den Split unumgänglich. Drogen und der abflachende New Metal-Hype taten ihr Übriges. Von jenem mitbegründeten Sound distanzierte sich Dez anschließend mit Devildriver bewusst, während der Rest der Band mit erfolglosen neuen Projekten wie Glass Piñata oder Machine Gun Orchestra in die Röhre schauen durfte.

Und nun? New Metal it is again! Oder meinetwegen auch Spooky Core, wie Fans der ersten Stunde die Musik des L.A.-Vierers einst betitelten. Das alte Kriegsbeil innerhalb der Band wurde begraben und seit der Reunion Show von vor vier Jahren auf dem Soundwave-Festival strahlen sich zumindest drei Augenpaare aus dem originalen Line-Up wieder freudig an. Bassistin Rayna, die damals nach der dritten Platte Dark Days die Segel strich um sich Kind, Kegel und Christus zu widmen, ist bei der Reinkarnation nicht am Start. Wohl aber ihre Nachfolgerin Nadja Peulen. Soweit zum Personal.

Und die Musik auf Rivals? Ist eigentlich exakt wie die auf seinem direkten Vorgänger: Druckvoll, böse, düster, monströs und… mächtig einfallslos bis uninspiriert. Aber das war im Grunde genommen ja auch schon beim Debut der Fall. Was da allerdings anders war und Coal Chamber reichlich zu Gute kam, war zum einen die absolute Unverbrauchtheit ihres reduzierten und rohen Sounds, den seinerzeit sonst eigentlich nur KoЯn in ähnlicher Art und Weise lieferten und zum anderen die schrille Optik à la Marilyn Manson. Mag letzteres zu Beginn der New Metal-Ära noch relativ unausgelutscht gewesen sein, beweist ein Blick in die aufgedunsenen und verbrauchten Gesichter der Musiker, dass damit heutzutage kaum noch ein Blumentopf zu gewinnen sein dürfte. Lässt man derartige und altersgeschuldete Oberflächlichkeiten mal links liegen und konzentriert sich auf das Wesentliche, kommt trotzdem zum gleichen Schluss: Der Originalitätsfaktor ist dahin und längst überstrapaziert.

Das ist eigentlich richtig Schade, hatten Coal Chamber 1999 unter den Fittichen von Josh Abraham mit dem elektronisch angehauchten und etwas melodischeren Chamber Music doch mal ein richtig starkes Album abgeliefert. Eine Messerspitze von dessen Experimentierfreudigkeit hätte sicher auch Rivals nicht geschadet. Mag es in Sachen Soundästhetik zwar rocken wie der Teufel und auch stimmlich beeindrucken, bleibt das Songwriting weitestgehend auf der Strecke – zu transparent, austauschbar, stumpf und plump eben. Darüber kann weder der durchaus gelungene Vorbote I.O.U. Nothing, noch das Al Jourgensen-Feature in Suffer in Silence hinwegtäuschen. Ein Jammer, denn Rivals ist wirklich kein schlechtes Album. Leider aber ein belangloses. Doch wie schon gesagt: Das ist bei dieser Band ja nichts neues… Fans des Vorgängers dürften demnach mit Rivals ebenso glücklich werden, wie solche von Groove-betontem Metal der Marke Soulfly oder Ektomorf. Hätte ich jetzt nicht gebraucht. Kann man aber machen. Derartige Videos jedoch nicht:

I.O.U. Nothing

Suffer in Silence (feat. Al Jourgensen)

Anspieltipps: I.O.U. Nothing, Another Nail The Coffin, Rivals

Rivals im Stream:

Rivals gibt es beim Label beispielsweise auf goldenem Vinyl!

Released: 22.05.2015 via Napalm Records

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

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Allerortens stehen neue Platten samt zugehöriger Vorabhörproben in den Startlöchern. Sieben Schmuckstücke für euch in alphabetischer Reihenfolge:

Coal Chamber

Unlängst reunited, war ein neues Album der New Metal – Mitbegründer Coal Chamber quasi vorprogrammiert.  Der bereits hörbare Opener I.O.U. Nothing macht deutlich, dass die Band so stumpf und banal klingt wie eh und je. Mir macht das ja irgendwie trotzdem ein bisschen Spaß… muss aber jeder für sich wissen. Nur für die Optik sollten sie sich (nach wie vor??? I don’t think so!) etwas schämen…

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Rivals ist ab dem 19.05.2015 erhältlich und hier z.B. als limitiertes Vinyl vorbestellbar. Desweiteren gibt es da demnächst auch eine Tour mit Soil und American Head Charge, welche die Band u.a. auch mal wieder nach Deutschland führt.

Faith No More

Das es so etwas wie New Metal überhaupt gibt, darf man wohl u.a. auch den Crossoverinitiatoren Faith No More in die Schuhe schieben. Die zeigen sich ebenfalls reunited, optisch ähnlich unköstlich (ja, auch die schon fast erschreckend lang fortwährende Schönheit eines Mike Patton scheint allmählich nachzulassen), wissen aber selbstredend ein ganz anderes musikalisches Niveau zu bedienen. Das lies die erste Kostprobe Motherfucker bereits erahnen und wird nun von Superhero bestätigt, dass tatsächlich auch vom 97er Album of the Year hätte stammen können:

Still kinda badass! Sol Invictus wurde das neue Werk getauft und ist ebenfalls ab dem 19.05.2015 zu haben. Im Juni auch auf deutschen Bühnen! Dürfte sich immer noch schwer lohnen!

Godzilla Was A Friend Of Mine

Dicke Bassdrum, knarzige Bassline: Godzilla Was A Friend Of Mine bashen den Pelican mit Schellenkränzen. Und das verhältnismäßig dirty! Man scheint bei Ghost City Recordings ganze Arbeit geleistet zu haben. Der Track wurde gestern über das (wahlweise) gratis Mixtape#2 des Pylon-Netzwerks rausgeballert:

10 Songs sind gerade auf dem Weg ins Presswerk! Freu mich schon darauf das Ding der Würzburger in die Finger zu bekommen! Du hast schon richtig gelesen…

MC Rene

Tragisch wie der Tod von MC Rene. Ist MC Rene tot? Nee!
Nun also doch wieder MC! Die Vagabundenzeit in deutschen ICEs scheint vorbei und das am morgigen Freitag erscheinende Album Renessance, welches durch die Beats von Carl Crinx quasi ins Leben gerufen wurde, könnte die Platte sein, die man immer von Reen hätte hören wollen. Davon zeugten bereits der Track Mein Leben ist ein Freestyle, die Facebook-Hörproben-Sessions sowie das aktuelle Doppel(kinn)video zu Zurück zum Minimum/Kein Glanz:

Statt nervigen Jiggybeats und albernem Rappergetue, wie das bei Reen auf Scheiß auf euren Hip Hop (2002) oder Der letzte Marokkaner (2005) gerne mal der Fall war, wartet das neue Werk allem Anschein nach vermehrt mit Oldschoolattitude à la A Tribe Called Quest oder De la Soul auf. Will heißen: Der ehemalige Mixery Raw Deluxe – Moderator scheint sich nun endlich auf seine Stärken besonnen zu haben. Dazu gibt es Featuregäste wie Toni L oder Retrogott! Könnte tatsächlich bocken! Reen ist btw. seit heute auch auf einwöchiger Tour! Wer kann: Hingehen!! Live macht der bekanntlich ja immer(noch) am meisten Spaß!

Rick Tick Evil

Unglaublich! Auch das in Insiderkreisen bereits als das „Chinese Democracy von Unterfranken“ gehandelte und vor wenigstens vier Jahren angekündigte Debut von Rick Tick Evil wird ab dem 14.03.2015 via CD den Weg in die Gehörgänge finden, wenn die Rockfrüchtchen zusammen mit den Kendolls im Immerhin wüten. Rockröhrengalore würde die Mainpost wohl sagen, aber ich sag dazu: Fruchtalarm! Eine erste Verköstigung gibt es mit einem Auszug des Titeltracks We’ll take it from here:

More to come!

Wino & Conny Ochs

Du weißt nicht um wen es sich bei Wino & Conny Ochs handelt? Schäm dich! Der Song Shards lässt keinen Zweifel daran, dass das Soulpower-Duo mit Freedom Conspiracy direkt an Heavy Kingdom (2012) anknüpft. Ab dem 27.03.2015 auf Vinyl und CD bei Exile on Mainstream erhältlich!

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Der Wolf

Das beste kommt natürlich zum Schluß! Ein Update aus dem Wolfsbau! Leute, der Ultimative Lover ist dran! Das gibt’s doch garnicht! Der Wolf – GTI ist kurz vor der Zielgeraden!! Ich erwarte: Einfach nur schöne Musik, einfach nur schöne Musik!!!

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Conny Ochs spricht über seine Discographie (Voll Cool Ey! – 01)

Voll Cool Ey! – Episode 01 beschäftigt sich ausschließlich und sehr intensiv mit dem Schaffenswerk des Musikers Conny Ochs.

Vielen bekannt als Solokünstler, für seine Kollaboration mit Wino (Saint Vitus), aber auch als Frontmann bei z.B. Baby Universal oder den seligen Zombie Joe, kann der gebürtige Hallenser mittlerweile schon auf beinahe zwei Dekaden Musikerdasein zurückblicken.

Wir konnten ihn nach seinem Konzert im Rosenkeller/Jena für ein intimes wie aufschlussreiches Gespräch gewinnen, in dessen Verlauf wir seine umfangreiche Discographie gemeinsam Revue haben passieren lassen.

Enjoy the ride!

Wayne Static enters the Shadow Zone!

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Als wir mit zarten 16 Jahren das erste Mal mit Livemusik in Berührung kamen war das meist verbunden mit Beatabenden. Darunter versteht man zumindest im fränkischen Raum, dass eine Coverband (sagen wir mal Justice) auf der Bühne einer x-beliebigen Dorffesthalle steht und Mitgröhlhits unter das von Asbach-Cola benebelte Volk sprüht.

Damit die Nu-Metal-Burschenschaft auch ein wenig Freude hatte, gab es dann immer eine kleine Runde aus System of a Down, Slipknot und vor allem Push it, die erste Single einer damals aufstrebenden Band namens Static X.

Mastermind und Aushängeschild dieser Combo, Wayne Static, ist laut einschlägigen Websiten wie blabbermouth.com kürzlich im Alter von 48 Jahren verstorben. Man munkelt was vo derre Drochen…

Für mich waren Static X  mit ihrem Evil-Disco-Industrial Gebräu immer sowas wie die Ministry des New Metal und haben zumindest 3 gute Alben auf den Markt geworfen. Vor allem Wisconsin Death Trip (1999) und Machine (2001) sind für mich Evergreens, die ich immer mal wieder gerne auskrame… Auch wenn das spätere Schaffenswerk des Lämmermann-look-a-likes mir nichts mehr abgewinnen konnte und in meinem Kopf eher unter „peinlich“ verbucht ist, stimmt mich sein Ableben doch ein wenig traurig… hat mich seine Musik und Performance doch schon auch ein Stück weit geprägt. Die geplante Tour aus Wayne Static, Powerman 5000 und American Head Charge ist damit dann wohl auch dahin…

Ich kann meinen Hut nicht tief genug ziehen!

Hier sein Vermächtnis in Videoform, sowie die ersten drei Static X – Alben. Keep Disco evil!

Wayne Static Videography:

Wisconsin Death Trip (1999):

Machine (2001):

Shadow Zone (2003):

24h Halloween Marathon!

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Der Deiwel persönlich moderiert das Halloweenspektakel an und hat sich optisch allem Anschein nach am Outfit dieser jungen Herrschaften orientiert.

Halloween steht vor der Tür. Eine Zeit, welche mir immer große Freude bereitet. Nicht, dass ich jetzt groß um die Häuser zieh oder verkleidet auf irgendwelchen Parties auftauche, aber bei herbstlichen Temperaturen und familienfreundlichem Billogrusel, pack ich mich schon ganz gerne mal vor die Kiste und mim die légère Couchpotatoe.

Da das Fernsehprogramm der letzten Jahre meinen hohen Ansprüchen aber schon lange nicht mehr gerecht wird, hab ich mal Youtube durchforstet und so manchen Filmklassiker entdecken können. Gepaart mit Halloween-Specials von einschlägigen Sitcoms der 90er, Cartoonevergreens und Musikvideos entstand so die absolut angsteinflößende, erschreckend schaurige Halloween-Playlist von www.derdanielistcool.de: Ein 24 Stunden satter Marathon, der sich gewaschen hat. Klar, es ist Feiertag, aber da sich die wenigsten (meine Bescheidenheit leider eingeschlossen) soviel Zeit freischauffeln können, gibts weiter unten zum Rosinen picken auch nochmal alles feinsäuberlich und separat gelistet.

Für die Anmoderation dieses Höllenspektakels konnte ich btw. sogar den Fürsten der Finsternis höchstpersönlich gewinnen! Klar, die Ansprache des Belzebubs mag für zarte Gemüter hart zu ertragen sein und zu Fremdschamgalore hoch zehn führen. Und ja: auch ich bin davor nicht gefeit und neige dazu mich angewiedert wegzudrehen. Muss aber wohl so sein: An Halloween hat sich nunmal einfach jeder ordentlich vor allem möglichen zu gruseln. Auch vor sich selbst… Enjoy!

01. Anmoderation – Der Teufel kündigt mit den Worten von Rammstein den irren Lauf an!
02. This is Halloween – Fantastischer Opener aus Tim Burtons‘ Nightmare before Christmas!
03. When Hallowenn was forever – Die Real Ghost Busters bekämpfen Etarnel Halloween!
04. Boo to you too – Pooh Bear im Bienenkostüm und ein tausend Tode sterbendes Piglet!
05. Hocus Pocus – Hexengrusel von Walt Disney in Spielfilmlänge. Sarah Jessica Parker!
06. Thunderkiss ’65 – White Zombie live und VJ Kennedy als Traubenrebe!
07. A Halloween Story – Sabrina, the teenage witch tanzt zeitgleich auf zwei Parties!
08. Halloween – Die 70er Crew steigt in eine verlassene Schule!
09. The Monster Squad – Jugengruppe aus Monsterfans bekämpft Dracula und Konsorten!
10. Oogie Boogie’s Song – Nightmare die zweite. Schmissige Jazznummer!
11. Halloween is Grinch Night – Dr. Seuss‘ bekannter Griesgram im halbstündigen Cartoon!
12. The Haunted Mask – Langzeitepisode aus R.L. Stines aberwitzen Goosebumps – Reihe!
13. The Omen – Kultklassiker um den Schakalenbastard Damien!
14. Michael Jackson’s Ghost – Minimusical das es durchaus mit Thriller aufnehmen kann!
15. First Family of Fright – Klasse Doku über die Munsters!
16. The Crow – Brandon Lees‘ Vermächtnis. Devils Night! Leider nur mit deutscher Synchro!
17. Dead in Hollywood – Murderdollsode an gefallene Gruselgrößen. Hooray for Horrorwood!
18. Halloween Partyfood – Aus einem Kilo Schweinemet modeliert Foodstylist einen Fuß!
19. Trick or Treat – Roseanne verkleidet sich als Trucker und dated ihre Schwester!
20. Carrie – Gilt als eine der besten Stephen King Verfilmungen!
21. Dig up her Bones – Misfits = unumgänglich. Danzig kommt mir trotzdem nicht ins Haus!
22. Frankenweenie – Burton macht Hund zu Frankensteins‘ Monster. Mit Wendy und Bastian!
23. Trick or Treat – Donald Duck vs. Tick, Trick, Track und Hexe!
24. Voll de Deiwel! – Kurzfilm vom Blogger deines Vertrauens. Kult!
25. The Langoliers – Gilt als schlechtere King Verfilmunge. Zu unrecht! 3 Std. Spannung!
26. Halloween – Cosbys‘ zweitjüngster fällt ein Tablett aus der Hand. Creepy!
27. Vincent – Stopmotion Kurzfilm von Tim Burton. Gesprochen von Vincent Price!
28. Plan 9 from outerspace – Ed Woods‘ bekanntester. Für viele der worst movie ever!
29. Nightmare on my street – Will Smith rapt über das Freddy Krueger Theme. Unfassbar!
30. Muppet Show Halloween Special – Mit Gaststar Vincent Price!
31. Teen Wolf – Michael J. Fox mutiert zum Werfolf!
32. The Tale of the twisted Claw – Episode aus der Serie Are you afraid of the dark?
33. The Devil in I – Da ist es wohl passiert… ich mag die neue Slipknot!
34. Halloween 4 – Mein Lieblingsteil. Weil: Da läuft einer mit Maske rum und meuchelt!
35. Pet Sematary – Selten gelangweiltere Ramones gesehen. Trotzdem catchy tune!
36. Haunting of Taylor House – Die Frau des Heimwerkerkings im Möhrenanzug!
37. House on Haunted Hill – I know I’ll always get my thrill in that house on Haunted Hill!
38. Monster Mash – Certainly no Halloween without Bobby Pickett

Review: American Head Charge/(hed)p.e./Soil/Wolfborne/Frankfurt/16.10.2014

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Da ist sie nun also, die Chance auf die ich über zehn Jahre gewartet habe: Die Industrialmetalboys American Head Charge live sehen! Dazu noch mit meiner einstigen New Metal-Lieblingscombo (hed)p.e. im Vorprogramm und den in der Metalcommunity zumindest damals schwer gefeierten Soil als Headliner. Für zynische Menschen drei mal Schnee von vorgestern. Musik für Hängengebliebene. Genau unser Ding also!

Das Derdanielistcool.de – Team ist exckusiv vorgeladen und stürzt sich in eine bunt gemischte Menge aus potentiellen Dunkin‘ Donuts – Kunden, Juggalos, Dreadlocks und patchübersähten Kutten. Lokalisiert in Frankfurts‘ schöner neuer Location Zoom. Direkt in der Innestadt, dürfte der Laden wohl einigen noch unter dem Namen Sinkkasten bekannt sein. Reibungsloser Ablauf, Spitzensound und nette Leute sprechen für die Räumlichkeiten! Dazu dem Abendprogramm angepasste Mucke  aus der Konserve von A Perfect Circle, Black Light Burns und Marilyn Manson. Kann natürlich auch der Tourtechniker ausgewählt haben…

Wolfborne

Den Beginn machen nicht wie angekündigt 8 Foot Sativa, sondern Wolfborne aus Vancouver/Kanada. Und wenn ich Kanada höre, muss ich unwillkürlich immer gleich an Nickelback denken. Bezeichnend dann natürlich, wenn die Kapelle doch tatsächlich wie die Band des nasenoperierten Ehemanns von Avril Lavigne auf Drop D. klingt. Grenzwertige Songs wie Sex Sells oder Disturbed-ähnliche Stakkato-08/15-Alternative-Metal-Stücke tun dazu ihr übriges. Immerhin tight und sauber im Spiel, wirken Drummer und Gitarrist bei der Performance bisweilen mächtig gelangweilt. Kann dann lediglich Headcharge-Drummer Chris Emmery begeistern, der beschwipst und allein auf weiter Flur vor der Bühne taumelt und sein bestes gibt um die bisher etwa 50 – 60 Nasen zu animieren. Mit mäßigem Erfolg. Irgendwie arg plump und brav das Ganze. Grober Mist, wenn man mich fragt…

Beautiful people of Frankfurt: (hed)p.e. comes in peace!

Ich hatte mir ja nach meiner letzten (hed)p.e.-Show vor etwa 3 Jahren in Berlin geschworen, dieser stetigen, von der Band selbst vollzogenen Mythosschändung, nie wieder beizuwohnen. Geschweige denn durch Geld zu unterstützen. Wenn die Kapelle allerdings als Support auf dem Billing steht, sieht die Sache natürlich anders aus und ich nehm das gerne nochmal mit. „No one can judge me now!“ heisst es heute im Opener. Ich versuch mich dran!

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(hed)p.e. mit Lieblingsspielzeug

Als die Band um M.C.U.D. – welcher sich zu Beginn selbstsicher und urban im Camouflagelook samt bandana-vermummten Gesicht präsentiert – ihr Set mit dem live ganzokayen No Turning Back vom aktuellen Output Evolution beginnt, bemerke ich sogar, wie ich widererwarten Bock auf die Show bekomme. Die kurz aufgekeimte Euphorie ist allerdings schon beim nächsten Song wieder passé, als die erste, brandneue und unsagbar miese „Punknummer“ den ersten Pogo anzettelt… In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der Track Whitehouse vom 2010er Truth Rising, welcher die Klassikerriege aus Killing Time, Bartender und Blackout kurz unterbricht. Besagte Nostalgierunde animiert zwar sofort zum mitgröhlen und lässt ordentlich Extremitäten im Publikum zucken, zeigt aber gerade auch das größte Problem auf. Nämlich, dass die Hunntington-Beach-Boys – nunmehr auch um den offenbar pausierenden DJ Product vermindert – immermehr zur Selbstparodie verkommen und mehr oder weniger nur noch eine Coverband ihrer selbst sind.

Was ihre Liveshows irgendwie trotzdem zum Entertainment macht, sind die vollmundigen Ansagen von Großmaul und Chefposer Jared, welche einen stets zum Schmunzeln bringen und ein Gefühl von Willkommensein vermitteln. Auch heute Abend. Knüpft er doch gerade zum Frankfurtpublikum eine familiäre Bande:

Thank you beautiful brothers and sisters of Frankfurt. 
You look fuckin' beautiful tonight! My sons' grandmother 
was born in Frankfurt. So it's like we're related. I hope 
you're happy! We're so happy to be here. We just put out 
a record on Pavement Records, that's the Soil - recordlabel. 
It's some heavy fuckin' shit, it's so good. 
We sold out of 'em. Get it on itunes! Play some heavy shit!

Sagt’s und lässt One More Body, das vom Publikum geforderte und durch Roadie „Goose“ gebackupte C.B.C., Renegade, Peer Pressure und das marilynmansonodermeinetweigenaucheurythmicsabgekupferte Raise Hell über die mittlerweile gut angewachsene Zuschauerzahl regnen, welche sich allesamt zu amüsieren scheinen. Ich bin ja jedesmal erstaunt, wieviele Leute mit den neueren Sachen der Band vertraut sind und schäme mich natürlich auch zeitgleich ein bisschen, dass ich jeden Song mitsingen kann…

We brought Bob Marley to town with us!
Don't be mad heavy metal people! It's okay. American Head Charge 
and Soil will be here with some Heavy Metal all night. Right now we're 
going to play some fuckin' Reggae!!!

Shit. Die Raggaversion von The Meadow macht tatsächlich Bock und wirkt so mit dem abschließenden Hold On wie aus einem Guss.

Unterm Strich kommt der Mix aus Nostalgie, Fremdscham und köstlichen Ansagen sehr unterhaltsam und macht das 45 minütige Set sehr, sehr kurzweilig! Band und Publikum hatten sichtlich Spaß und als Supportact könnte ich mir deutlich schlechteres vorstellen. Das (hed)p.e. ihren Zenit aber schon seit Jahren überschritten haben, können sie auch heute nicht kaschieren. Im Endeffekt also alles wie erwartet…

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AHC – Crowd

„Beautiful“ brothers and sisters of Frankfurt…

American Head Charge
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Karma / American Head Charge

Von American Head Charge allerdings hab ich mir da schon etwas mehr erwartet. Wie sehr ich allerdings bedient werden würde, hätte ich niemals erwartet. HO-LY-SHIT! Um es gleich vorweg zu nehmen: Was die neuformierte Band aus Minneapolis an diesem Abend auf die kleine Clubbühne zimmert, zieht einem glatt die Schuhe aus! Eine der besten Shows die ich seit langem gesehen habe! Absolut tight, drückend und überraschend unpeinlich. Dazu noch die auf ganzer Linie überzeugende Stimme von Cameron Haecock. Ich habs ja schonmal gesagt: One of the best there is in this business…

Krass wie problemlos der mittlerweile krass abgemagerte und wortkarge Typ zwischen derbem Metalgeshoute und flächigen Harmonien hin- und her switcht. Blickfang außerdem: Gitarrist Karma, der seit The Feeding zur festen Instanz gehört und schon während des Bühnenaufbaus den Badboy mimt indem er bitterböse Blicke, ordinäre Gesten und verbale Beleidigungen gen Publikum schickt. Auch wenn sich das jetzt albern und panne anhören mag: Das war schon sehr überzeugend und angsteinflößend. Hab ich in der Form höchstens noch bei MSI-Gitarrist Steve Righ? erlebt…

Dreckig-gefährlich natürlich auch die Musik, die fast wie auf Platte aus den Boxen drückt und von Beginn an frenetisch abgefeiert wird. Bereits der Einstieg mit All wrapped up vom Debutalbum killt nur noch! Über den fetten Brei aus drückend lärmendem Metalriffing kreischen und schmatzten die Samples und Störgeräusche von Keyboarder Justin Fouler. (neben den Vocals für mich ja schon immer das Highlight dieser Band). Umso erfreuter war ich natürlich, als mir das nette Kerlchen anschließend verklickerte, dass die Truppe es gerade, zumindest für die Aufnahmen zum neuen Album, in Erwägung zieht, den 2002 geschassten Soundmaniac Aaron Zilch wieder ins Boot zu holen!!

Bekanntes Material gab es überraschend wenig. Neben Dirty und natürlich Just so you know, kam lediglich noch das grandiose Writhe (Opener der aktuellen EP) zum Zug. Die restlichen 3 Songs waren brandneu, größtenteils sehr, sehr heavy und hätten in dieser Form auch problemlos auf The War of Art zu finden sein können. Auch wenn es ruhig noch ein paar Hits mehr hätten sein dürfen, ist das ebenfalls um die 40 Minuten lange Set absolut perfekt und fährt alles andere an diesem Abend sowas von an die Wand! Damn, freu ich mich jetzt auf die kommende Platte! Mit American Head Charge ist tatsächlich noch zu rechnen!!

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Wenn nun allerdings We will rock you den Auftritt von Soil ankündigt, verlässt einen die Lust ja schon ein wenig. Die Band allerdings gibt von Beginn an mächtig Gas und versteht es alle Wacken– und G.O.N.D. – Shirtträger, sowie sämtliche Kuttenrocker von der ersten Sekunde an zu begeistern. Von Halo vielleicht mal abgesehen, den ich mir unter Umständen in einem unbeobachteten Moment klammheimlich reinfahren würde, hat mich die Chicagoer-Formation nie packen können. Bevor man auf diesen sicherlich eher zum Schluss angesiedelten Hit wartet, spielt man dann doch lieber Fanboy und nutzt die Zeit für gemütliche Schnacks und Shakehands mit den Mitgliedern der vorangegangenen Bands und lässt den Abend mit einer schönen, anschließenden Fahrzeug- Licht- und Rauschmittelkontrolle der Frankfurter Polizei ausklingen. 0.00 Promille… Facettenreicher Abend mit vielen zufriedenen Gesichtern!

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Hangin‘ out with A.H.C. and (hed)p.e.

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Time for some (hed)charge!

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Morgen Abend wird wunderbar untrue in Frankfurt abgemetaled! Wie bereits berichtet, zieht die muntere Karawane aus American Head Charge, (hed)p.e., Soil und 8 Foot Sativa durch die Lande um so zu tun, als wäre die Entwicklung der Gitarrenmusik etwa 2003 stehengeblieben.

Derdanielistcool.de hat das große Glück im Doppelpack Bericht erstatten zu dürfen! Ein großes Dankeschön schonmal an dieser Stelle! Vom frühen Schaffen der beiden Erstgenannten bin ich ja bekannterweise immernoch großer Fan (siehe hier oder da). Dementsprechend hocherfreut und gespannt bin ich natürlich auf den morgigen Abend! Stellt sich lediglich noch die Frage in welchen Fummel man sich schmeissen soll…

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Du, als werter und mir teurer Leser hast natürlich Mitentscheidungsrecht. Check dafür den abartig guten Voting Poll!!!

Review: Powerman 5000 – Tonight the Stars Revolt! (1999)

2667427712_d46ea10685_z„Abgespaceter Sci-Fi-Metal der ab und zu in Richtung Marilyn Manson schielt und White Zombie locker an die Wand rockt!“ – So (meine ich mich entsinnen zu können) der Tenor einer Kurzbeschreibung zum PM5K – Album Tonight the Stars Revolt! im Mailorderkatalog EMP, etwa um die Jahrtausendwende herum.

Welch vortreffliche Beschreibung, bei der vor allem letzterer Vergleich nicht von ungefähr kommt… Aber immer schön der Reihe nach!

Your future has arrived…Are you ready yo go? Bereits im Intro An Eye is upon you kommt die albumübergreifende Sci-Fi Thematik deutlich zum Vorschein und lädt ein zum bunten MTVcomicopera-industrialmetal mit catchy Gitarrenriffs. Mainstreamtauglicher Metal mit Comictexten? Der Rob Zombie Vergleich ist ebenso unausweichlich wie berechtigt, ist PM5K-Sänger und Mastermind Spider 1 doch dessen jüngerer Bruder. Doch damit nicht genug Verschwandtschaftsaction : Auch der damalige Neuzugang Mike Tempesta teilt sich nicht aus reinem Zufall den Nachnamen mit dem jahrelangen Zombie-Stammdrummer John Tempesta. Dem Mann an der zweiten Gitarre ist der Metal-Einschlag dieses, zumindest in den Staaten, wahnsinnig erfolgreichen Albums zu verdanken. Somit bricht es sowohl komerziell als auch stilistisch mit den eher von groovy Crossover und Sprechgesang dominierten Vorgängern A Private Little War (1993), True Force (1994), The Blood Splat Rating System (1995), sowie dem Majordebut Mega!! Kung Fu Radio (1997).

Von solch alten Kamellen wollten Powerman (übrigens benannt nach diesem chicen Comic) anno 1999 scheinbar nichts mehr wissen. Stumpf, tight und maschinell auf den Punkt hiess seinerzeit die neue Devise! Das macht bereits der Einstieg mit Supernova goes Pop mehr als deutlich klar. Macht mir jedesmal sofort Bock auf mehr. Ein Verlangen, welches mit dem weiteren Verlauf der Platte glücklicherweise problemlos gestillt werden kann! Wer jemals Tony Hawk’s Pro Skater 2 gezockt hat, dürfte mit dem nachfolgenden, bekanntesten Stück der Band „When Worlds Collide“ bestens vertraut sein. Hit!!

Das eher schleppende, sehr maschinelle „Nobodys Real“, ebenfalls als Single ausgekoppelt könnte man wiederum von Schwarzeneggers‘ finest End of Days unterbewusst aufgeschnappt haben. Überhit!

Man könnte die Liste so weiterführen, denn bis auf das etwas maue Automatic und die unnötige Coverversion Let the Goodtimes Roll (allerdings: DJ Lethal! im Feature) überzeugt das Album sonst auf ganzer Länge. Beim neunten Track „Operate, Annihilate“ dürfte es sich dabei wohl um meinen absoluten Favouriten handeln:

Alter. Wie oft ich den Song damals im Schulbus über meinen Discman (!) gepumpt hab und mich derbe cool gefühlt hab… ähnlich cool wie in dem Moment, als die artverwandte Band Static X beim 2003er Rock im Park dabei war die Bühne zu entern und selbiger Song über die Boxen schallte. Selbstredend wähnte ich mich in der Position des Kenners und dachte der Einzige zu sein, dem das Stück bekannt ist. Pre-Internet-Ära und so… Da konnte man sowas noch ernsthaft glauben… Those where the days…

Weiterhin interessant: Blast Off to Nowhere (Rob Zombie im Feature, der selten kreischiger klang als auf diesem Stück – Fahrt ab auf die Brüder!) und die aus dem Rahmen fallende, wunderschöne Schlußnummer „Watch the Sky for me“:

Stargast auf diesem Track: Ginger Fish, ein gutes Jahrzehnt DER Drummer bei Marilyn Manson und mittlerweile bei (surprise) Rob Zombie. Ungewöhnlicherweise bei diesem Song nicht an den Drums, sondern am Piano. Wie es dazu kam, kann man in diesem schönen Interview nachhören. Das der Song eine Adaption von Vangelis‘ One more kiss dear ist wusste ich selbst bis eben auch noch nicht.

Fazit: Wer mit den Teenage Mutant Ninja Turtles, Captain Planet und Marshall Bravestarr aufgewachsen ist, ein Faible für Roboter und Science Fiction – Thematik hat, auf Naruto-optik klarkommt und bei Industrial-Metal der Marke White Zombie, Marilyn Manson oder Rammstein nicht gleich das kalte Kotzen bekommt, dürfte hier sehr, sehr glücklich werden. Der Rest darf getrost weiterskippen oder sich wahlweise ins Fäustchen lachen. Ich steh jedenfalls auf das hier abgelieferte Gesamtpaket aus Musik, Thematik und Optik. Dass sich die heute immernoch aktive „Band“ – lediglich Spider ist übriggeblieben – ihrer öffentlichen Wahrnehmung durchaus bewusst ist, kann man in diesem charmanten Interview nachlesen!

Desweiteren empfehlenswert: Die Tracks Ultra Mega! , Get on get off! , das kurz vor Release eingestampfte und als Nachfolger angedachte Anyone for Doomsday? (2001), sowie sämtliche, oben aufgeführten Vorgänger. Vom nachfolgenden Rest ist leider größtenteils eher abzuraten…

Released: 20.07.1999 via Dreamworks