Review: Astral Tide – How Far, Are You Out There? (2016)

Artwork by Nicoletta Dalfin

How Far Are You Out There? Hinsichtlich der Musik von Astral Tide  dürfte sich diese Frage für den Mainstream-Hörer ganz klar mit ‚pretty far out‘  beantworten lassen. Schließlich sind die Wahl-Berliner klanglich in ganz eigenen Sphären unterwegs. Inmitten von lärmenden Hall-Eskapaden gibt sich der Vierer leidenschaftlich dem fiebrigen Spannungsfeld aus Shoegaze, Metal, Spacerock, Post-Punk und Noise-Pop hin. Die selbst gewählte Etikette ‚DoomGaze‘  greift!

.

27 Minuten lang suppt einem ein schier uferloses Soundgewitter entgegen. Roh und ungefiltert. Nicht von ungefähr! Die Entscheidung, live zu recorden steht der auf Atmo ausgelegten Gitarrenmusik ähnlich gut, wie der stilsichere Release auf 12inch. Während die Instrumentierung souverän durch unterschiedlichste Emotionslagen führt, kommt das dargebotene Package besonders ansprechend daher, wenn Sänger Matthew Potter von seinem ominpräsenten und leider dezent nervigem JustinSullivan-meets-OderusUrungus-Genöle ablässt und in Schrei-Ausbrüche abdriftet. Nachzuhören auf Mercy Release. Stark auch die experimentellen Ansätze der Vorzeige-Space-Operette Out Of Orbit:

Die Schwere und Kälte der Stücke ist nebenbei bemerkt weniger Zufall denn reinstes Kalkül und gibt das tonale Pendant zum textlich geschilderten Endzeit-Szenario. Wuchtige Klangtundra für Genre-Freunde also, die an trostlos vernieselten Herbsttagen beschritten werden möchte. Würde ich live nicht ausschlagen!

 Anspieltipps: Out Of Orbit, Mercy Release

How Far, Are You Out There? Antworte der Band durch den Erwerb der EP. Pay-What-You-Want-Download oder 12inch. It’s up to you!

Released: 09.09.2016 via Wrongfoot Records

Schau mal!

Neue Videos von Paulinchen Brennt, die die gemeinsame Sommerwoche mit 52 Hertz und La Petite Mort/Little Death bezeugen. Wie immer Schreibabstinenzentschuldigung und Protzbischofgehabe zugleich. Ihr kennt das…

Bilderstrecke: Rock Im Wald Festival/Neuensee/29.-30.07.2016

RIW2016_Tannenspitzen

Was gäbe es noch über das Rock Im Wald – Festival in Neuensee zu sagen, was nicht schon vor zwei Jahren gesagt wurde, außer, dass sich die Macher treu geblieben sind was den familiären Charme, die Überschaubarkeit, die Qualität der Musikauswahl, die auf allen Ebenen preisliche Fairness und die durchweg gute Organisation anbelangt? Eben! Deshalb erfolgt der diesjährige Nachbericht nicht wie üblich im ellenlangen Text sondern in Form einer umfangreichen Bilderstrecke, die in Zusammenarbeit mit Ein Bild Mit Dem Mann entstanden ist und mit Fotos von CANNAHANN, Honeymoon Disease, Year Of The GoatDead Lord, Bombus, Imperial State ElectricGraveyard, Dead and Stoned, White Miles, Planet of ZeusMANTARUncle Acid and the deadbeats und Kvelertak fast alle Acts des Festivals zeigt. On Top gibt es außerdem noch Impressionen vom sonstigen Geschehen zu begutachten.

Klickt euch entweder direkt hier durch das Bildmaterial oder fahrt euch das Fotoalbum auf Flickr rein. Enjoy!

Rock Im Wald 2016

Unser Dank gilt der Festival-Leitung, die uns bereitwillig Zugang zu allen Bereichen gewährt hat!!!

Feuer, Eis und Holichmir – Spitzentour!

13450139_982973131822265_339413356848835236_n

52 Hertz, La Petite Mort/Little Death und Paulinchen Brennt verbringen eine gemeinsame Konzert-Sommer-Woche im Süden. Wer den Blog aufmerksam verfolgt ist mit allen Bands vertraut und weiß, wie es um deren Qualitäten bestellt ist. Holt man sich!

Selbstbeweihräucherung!

Die ist ob dem Namen dieses Blogs eh omnipräsent. Etwas mehr in diese Richtung nachzutreten sollte aber denke ich dennoch gestattet sein. Voila: Neues Videomaterial von PAULINCHEN BRENNT und CANNAHANN:

Die-Coole-90s-Alternative-Super-Woche!!!

Alternative-Rock-Title

as found on: rantlifestyle.com

Der anhaltende und zumindest in meinem Bekanntenkreis deutlich spürbare wie berechtigte Hype um großartige Neo-Grunge – Bands wie Milk Teeth oder Violent Soho sowie musikalisches Treiben im privaten Bereich gaben mir kürzlich den Anstoß mich einmal wieder auf eine Zeitreise in die 90er zu begeben um nach neuen alten Perlen meines Lieblingsjahrzehnts zu stöbern, die sich im weitesten Sinne dem Alternative/Grunge/Gitarren – Sektor zuordnen lassen. Dabei sollte ich mehr als fündig werden, weshalb ich euch nun kommende Woche jeden Tag einen kleinen Geheimtipp vorstellen möchte.

Sieben Veröffentlichungen aus dem weitgesteckten Feld Alternative also, die vielleicht noch nicht jeder auf dem Schirm hatte. Perfekte, runde, in sich geschlossene Platten sind dabei nicht zwingend zu erwarten. Dafür aber eine ganze handvoll Hits für den kommenden Sommer. Versprochen!

Das dabei allseits bekanntes wie Nirvana ausgespart wird, sollte sich dabei von selbst verstehen. Ich betone nochmals: Geheimtipps aus dem Bereich Alternative/Rock! Keine ‚Best Of 90s‘ Liste oder so…

Ab Morgen geht es in loser Reihenfolge los! Komm doch mit!

Paulinchen Brennt-EP ist raus!

PAULINCHEN_BRENNT_COVERAb heute gibt es die Debut – EP Viele Werden Satt von Paulinchen Brennt wahlweise kostenlos über bandcamp oder für schlappe 7€ als Digipak im eigenwilligen 0unter0-Design zu haben.

Fünf urangetränkt lärmende Geschichten über Hexerei, planetares Bewusstsein und Besessenheit. Musikalisch vertrackt bis anstrengend zwischen Noise, Screamo, Post-rock & Experimental!

03910405

Passend zum Release gibt es die Band auch live zu sehen. Auf Minitour, zusammen mit Zerre und White Hand Gibbon durch Holland und Köln! Nur falls du in der Gegend sein solltest…

Viele Werden Satt im Stream:

Review: Der kosmische Penis # 91

12417904_1207025262659464_410521288002105551_nDas Schweinfurter Fanzine ‚Der kosmische Penis‘ genießt nicht nur regionalen Kultstatus, sondern gehört mit nunmehr 91 Ausgaben zweifelsohne zu den Dienstältesten seiner Gattung. Seit 1987 schon widmet sich das Zwei-Mann gesteuerte DIY-Blatt mit Leiden-schaft dem Punkrock, der Popkultur, verschiedenen Reiseberichten oder aber auch  schräg-kruden Regional-ereignissen. Ohne Werbung. Ohne Internetpräsenz. Ohne Firlefanz. Oldschool, wenn man so möchte.

Wohl habe ich das Magazin schon seit gefühlten tausend Jahren auf dem Schirm und auch hin und wieder mal auf lokalen Konzertabenden überflogen. So wirklich aufmerksam zu Gemüte geführt habe ich es mir peinlicherweise aber noch nie. Ausschlaggebenden Impuls es nun doch einmal zu tun, gab sicherlich die Review-Sektion zu aktuellen Releases aus der hiesigen Szene, als da wären: Die kommende Bait-Scheibe, die Demos von Seattle Jay und den Cold Kids oder die Protz-Produktion von The New Black. Und natürlich die Besprechung zur aktuellen Cannahann-Platte:

10363950_936532429766873_3172825254768542194_n6842_936532443100205_6347177284855934584_n

Was sich ansonsten unter der mit Grillz verzierten Fresse von Otto Rehhagel tummelt? Allerhand spannendes! Ausführliche Interviews mit dem Plattenlabel Sell Your Soul Records, Boysetsfire, Anthrax oder der Modelinie NekoNeko. Außerdem: Ein Bericht über die Volkacher Weinverköstigung Wine for Punx, welcher ich nebenbei bemerkt auch schon beiwohnen durfte und auch sehr empfehlen kann, Konzertberichte, Reviews aus der Ersten Liga (unter anderem zur gelobten Nevermen-Platte, deren Veröffentlichung ich nun noch mehr entgegenfiebere), ein Abgesang zur Schließung des Café zum schönen René und die Mythosaufdeckung des an mir vollkommen vorbeigegangenen fränkischen Mount Rushmore-Spektakels, nebst unzähligen, Insider-bespickten und festen Rubriken.

Vielerlei ansprechendes also, wie ich finde! #91 hat mir jedenfalls erst kürzlich eine dröge Zugfahrt versüßt und auch sonst bestens unterhalten! Und das bei gerade mal 2,60€ für 82 Seiten samt Mini-Poster!

Der kosmische Penis erscheint in regelmäßigen Abständen als 250-Exemplar-starke Auflage und ist in Schweinfurt (Stattbahnhof, Collibri), Würzburg (Cairo, Immerhin, Café zum schönen René, H2O) Zeil am Main (Mambo Bar) und Bamberg (Musicland) zu haben.

Ansonsten lohnt bei Abo-Interesse sicherlich auch der direkte E-mail-Kontakt!

CANNAHANN & The Rambles Tour – Feb.2015!

That's it

CANNAHANN und The Rambles gehen Mitte diesen Monats auf eine kleine, einwöchige Tour. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der nördlichen Hälfte der Republik, was kleine Abstecher in westlich angrenzende Länder jedoch nicht ausschließt.

First time für beide Kapellen und die Vorfreude demnach natürlich groß! Süffiges Package für alle, die keine Lust auf Fasching haben und es gerne schnörkellos rockig mögen!

Hier der FB-Link zur Tour, wie auch zur Endstation in Volkach, welche für die meisten hier wohl noch am ehesten von Relevanz sein dürfte! Wie das dann rückblickend so war, erfährt man sicherlich auch zu gegebener Zeit an dieser Stelle!

Der Fantômas-Cover ist cool (XXXisql052)

2c9dceea65398aa6f26c39b2eb1e69e6

On the ride to practice, he wanted to sing…. Und so gab Justin Harrell, rein zufällig gehüllt in finsterfröhlicher Schaustellerkluft, einfach mal ein spontanes Fantômas – Vocalcover zum Besten. Die Neuinterpretation des Director’s Cut – Klassikers Der Golem braucht sich dabei kaum hinter dem Original zu verstecken! Gerade die Passage um 1:54 rum dürfte selbst Mike Patton, dem versierten Initiator der Originalorlage, selten besser gelingen.

Beeindruckend! Und mit gerade mal einer handvoll Klicks ein pushungswürdiger Geheimtip. Und ab dafür:

Alle props für den heissen Tip gehen an Christian!