Review: Jet Plane – Falls Feather (2018)

Falls Feather, die Aktuelle von Jet Plane fristet schon seit geraumer Zeit ein einsames Dasein auf meiner Festplatte. Verdient hat sie das allerdings mitnichten, denn zum wiederholten Male verstecken sich  hinter dem dürftigen Artwork große Gefühle und bittersüße Momente. Alles beim Alten also in der instrumentalen Post-Rock-Welt des Fünfers aus Bryansk. Wer den Vorgänger Pipe Dream kennt, weiß Bescheid. Alle anderen lesen weiter.

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Review: Finte – Ignoranz und Illusion [EP] (2018)

artwork: Philipp Zurmöhle

Finte aus dem niedersächsischen Hildesheim schicken sich an die Lücke zwischen treibenden At The Drive In – Passagen und verschachteltem Gefrickel à la The Hirsch Effekt mit Leben zu füllen. Addiert man die intellektuell angehauchten Texten hinzu, die allesamt in der Muttersprache vorgetragen werden, ist man vom Gesamtkonzept garnicht mal so weit weg von dem, was die bereits im Blog gefeatureten  Kora Winter so zum Besten geben. Obgleich es auf Ignoranz und Illusion im direkten Vergleich etwas gemäßigter zur Sache geht. Weiterlesen

Review: The Velvet Underground & Nico (1967)

artwork by Andy Warhol

Wenn schonmal so etwas großes wie ein 50-jähriger Geburtstag zu einer derart großen Platte wie dem ‚Bananenalbum‘ von The Velvet Underground ansteht, dann darf man wohl sicherlich auch einmal ein paar Worte über einen Klassiker verlieren, über den eigentlich schon alles gesagt wurde, oder? Und sei es nur, um dem innerlichen Drang einer öffentlichen Liebesbekundung nachzukommen. Here she comes, you better watch your step. She’s going to break your heart in two.

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Erfahrung und Eroberung – Ein Interview mit Patrick gaG Wagner (Ngf011)

Man kann Patrick gaG Wagner sicher einiges vorwerfen, nicht aber sich jemals angebiedert zu haben. Kompromisse ging er weder als Vordenker seiner ehemaligen Eskalations-Rock-Band Surrogat noch als einstiger Betreiber der Nischenlabels Kitty-Yo und Louisville Records ein. Abseits vom Mainstream bewies er dabei sowohl als Musikschaffender wie auch als Förderer neuer Interpreten immer wieder Mut zum Risiko. Die Entschlossenheit, den Fokus noch vor Geld und Image auf die Kunst zu richten, führte in der Vergangenheit zu zahlreichen Veröffentlichungen, die sich allesamt mit dem Prädikat hörenswert schmücken dürfen. Nach Jahren der musikalischen Abstinenz, in denen man seine Eigensinngkeit in der hiesigen Musiklandschaft schmerzlich vermissen durfte, lässt Wagner nun wieder von sich hören. Zusammen mit Bassistin Yelka Wehmeier, Gitarristin Helen Henfling sowie einem Drumcomputer wagt er sich seit geraumer Zeit sogar wieder auf die Bühne. Das neue Biest lärmt unter dem Namen Gewalt und hat sich die ‚Verdichtung der Unmöglichkeit und Unentrinnbarkeit unserer Existenz‘ auf die Stirn geschrieben. Radikal, ungestüm, skandalös und großmäulig. So Soll Es Sein!

Im kürzlich geführten Interview wird Altes wie Neues angesprochen. Seid ihr mit mir?

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