Feuer, Eis und Holichmir – Spitzentour!

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52 Hertz, La Petite Mort/Little Death und Paulinchen Brennt verbringen eine gemeinsame Konzert-Sommer-Woche im Süden. Wer den Blog aufmerksam verfolgt ist mit allen Bands vertraut und weiß, wie es um deren Qualitäten bestellt ist. Holt man sich!

Review: Texas Is The Reason – Texas Is The Reason [EP] (1995)!

317ZPDB8H6LTexas Is The Reason sollten 1997 ausgerechnet zu dem Zeitpunkt in die Brüche gehen, als sie bereits vielerortens als next big thing gehandelt wurden und der MTV – Hype um Bands mit „Punk – Attitüde“ ihnen sicher gut in die Karten gespielt hätte. Kraftvoll und melodiös zwischen Emocore und Indierock angesiedelt, ist das New Yorker Quartett zusammen in einem Atemzug mit Bands wie Sunny Day Real Estate oder Mineral zu nennen, wenn es daran geht die Pioniere des Genres ausfindig zu machen.

Der Einfluss, den die Band auf ihre Generation hatte ist noch heute unüberhörbar, schenkt man dem relativ kleinen Katalog der Combo erstmal sein Gehör. Der wartet neben drei Splits mit artverwandten Acts (The Promise Ring, Samiam, Samuel) und der einzigen Full Length Do You Know Who You Are? mit der selbstbetitelten EP von 1995 auf. Und die ziehe ich der ebenfalls gelungen LP deshalb vor, da mich die EP in ihrer Kürze und Sprödheit einfach mehr packt und gegenüber dem  Album einfach noch etwas mehr auf den Punkt kommt.

Und eigentlich genügt sogar schon die Eröffnungsnummer If It’s Here When We Get Back It’s Ours um diese On-Pointness eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Der Titel ist nicht nur die stärkste Texas Is The Reason – Nummer, sondern gehört meiner Meinung nach mit zum Besten, dass das Genre überhaupt hervorgebracht hat! Das Stück sollte sich später übrigens auch auf dem Album wiederfinden. Jedoch unter dem Titel Back And To The Left:

Während man beim Opener wie auch beim folgenden Dressing Cold noch den Eindruck vermittelt bekommt, dass Texas Is The Reason auf ihrem Debüt gerade noch frisch dabei sind, sich ihrer Hardcore – Wurzeln zu entledigen, die sie sich in ihren vorherigen Projekten (Shelter, 108 , Ressurection) über die Jahre antrainiert hatten, liebäugelt das abschließende Antique schon eher mit der Indie-Rock – Ästhetik, für die die Band später bekannt werden sollte.

texas_in_Brighton_1995Nach dem Geschmack der Band allerdings etwas zu bekannt. Gerade erst hatte man beim Major Capitol Records unterschrieben, schon entschied man sich spontan, die Band zu Grabe zu tragen, nachdem 800 Kehlen beim Abschluß der Europatour in Bielefeld ausgerechnet das eben schon genannte  Antique lauthals mitgröhlten. 2006 sollte es die Band dann doch noch einmal für zwei Konzerte, 2012 gleich für 21 wieder auf die Bühne ziehen. Neues Material gab es dabei nicht zu hören.

Was bleibt sind die unsterblichen Songs einer der wohl essentiellsten Band der 90er, die gerade auf dem selbstbetitelten Debüt ohne großen technischen Schnick-Schnack und mit direkten Texten auftrumpft. Sänger/Gitarrist Garrett Klahn trägt sein Herz in Zeilen wie „It costs so much I know. But I guess I need to know what it would have felt like to be right” regelrecht auf der Zunge, ohne das das Gefühl aufkommt es wäre aufgesetzt. Und das passt sogar ganz gut. War es doch gerade das aufgesetzte New York-Hardcore-Geprolle solcher Bands wie Sick Of It All oder Madball von dem man sich seinerzeit deutlich distanzieren wollte. Pflicht!

Anspieltipp: If It’s Here When We Get Back It’s Ours

Texas Is The Reason im Stream:

Die CD-Version der ersten Texas Is The Reason – Veröffentlichung bekommt man auf amazon zwischen 12 und 20 Euro. Wer gleich alles auf einmal haben will, greift bei der Compilation Do You Know Who You Are?: The Complete Collection zu, die lediglich die Live – Aufnahmen der Samiam – Split ausspart und ansonsten alle Songs der Band enthält. Holt man sich zum Beispiel hier.

Released: 1995 via Revelation

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema 90s Alternative!

Die-Coole-90s-Alternative-Super-Woche!!!

Alternative-Rock-Title

as found on: rantlifestyle.com

Der anhaltende und zumindest in meinem Bekanntenkreis deutlich spürbare wie berechtigte Hype um großartige Neo-Grunge – Bands wie Milk Teeth oder Violent Soho sowie musikalisches Treiben im privaten Bereich gaben mir kürzlich den Anstoß mich einmal wieder auf eine Zeitreise in die 90er zu begeben um nach neuen alten Perlen meines Lieblingsjahrzehnts zu stöbern, die sich im weitesten Sinne dem Alternative/Grunge/Gitarren – Sektor zuordnen lassen. Dabei sollte ich mehr als fündig werden, weshalb ich euch nun kommende Woche jeden Tag einen kleinen Geheimtipp vorstellen möchte.

Sieben Veröffentlichungen aus dem weitgesteckten Feld Alternative also, die vielleicht noch nicht jeder auf dem Schirm hatte. Perfekte, runde, in sich geschlossene Platten sind dabei nicht zwingend zu erwarten. Dafür aber eine ganze handvoll Hits für den kommenden Sommer. Versprochen!

Das dabei allseits bekanntes wie Nirvana ausgespart wird, sollte sich dabei von selbst verstehen. Ich betone nochmals: Geheimtipps aus dem Bereich Alternative/Rock! Keine ‚Best Of 90s‘ Liste oder so…

Ab Morgen geht es in loser Reihenfolge los! Komm doch mit!

Paulinchen Brennt-EP ist raus!

PAULINCHEN_BRENNT_COVERAb heute gibt es die Debut – EP Viele Werden Satt von Paulinchen Brennt wahlweise kostenlos über bandcamp oder für schlappe 7€ als Digipak im eigenwilligen 0unter0-Design zu haben.

Fünf urangetränkt lärmende Geschichten über Hexerei, planetares Bewusstsein und Besessenheit. Musikalisch vertrackt bis anstrengend zwischen Noise, Screamo, Post-rock & Experimental!

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Passend zum Release gibt es die Band auch live zu sehen. Auf Minitour, zusammen mit Zerre und White Hand Gibbon durch Holland und Köln! Nur falls du in der Gegend sein solltest…

Viele Werden Satt im Stream:

Review: La Petite Mort / Little Death – Dear Reader.. [EP] (2015)

a4020750811_10La Petite Mort / Little Death, die schrägen Post-Core-Newcomer mit dem Verwirrung stiftenden Doppelnamen, haben mich vor wenigen Wochen über den Liveweg in Darmstadt komplett an die Wand gefahren! Ohne Vorwarnung!

Ein wütendes Screamo-Attentat im klassischen Trio-Lineup. Entfesselt und dreckig runtergerotzt als wäre 1998.

 

Die ersten Aufnahmen liegen nun vor und werden der Erwartungshaltung mehr als gerecht, toppen sie womöglich sogar. Dear Reader.. atmet auf Tracks wie dem Vorzeigestück The Door Is Unlocked (But It’s Burning Inside) oder dem knappen Cave den Spirit früher Escapado oder (klar) Refused. Paper is Patient hingegen erinnert sogar an etwas poppigere Yage. Superkreativ, launisch und mit blutjunger Wut im Bauch! Sturm und Drang! Vorwärts! Dazu sehr fit an den Instrumenten und an der Stimme. Sieben testosterongeladene Songs nebst Intro in angenehm dosierten 21 Minuten. Freunden des Dischord-Katalogs sehr ans Herz zu legen!

Brett!

All Eyes on Rodgau! Hoffe auf baldiges Wiedersehen!

Anspieltips: The Door Is Unlocked (But It’s Burning Inside), Paper is Patient, Fogged Windows

Albumstream:

Dear Reader.. ist über bandcamp wahlweise kostenlos zu haben!

10.07.2015 via bandcamp

Review: Godzilla was a friend of mine – Life and function (2015)

115072Sensationelle Ghost City-Produktion, Vertrieb über das taufrische Label krimskramz  und chices Artwork von Hummelgrafik auf weißem Vinyl im matten Gatefold + Downloadcode. Der aktuelle Longplayer Life and function der Würzburger Godzilla was a friend of mine lässt sich nach außen hin in keinster Weise lumpen und macht optisch schonmal einiges her. Ob der Inhalt der Platte da mithalten kann? Ich war da zugegebenermaßen zunächst etwas skeptisch…

Klar, die Jungs beherrschen ihr Handwerk, das weiß man oder merkt es auf Anhieb. Was die Rhythmussektion hier auffährt ist schon echt beachtlich ausgefuchst und tight! Und auch an der Stimme wurde seit dem selbstbetitelten Vorgänger gearbeitet. Nun wird auch endlich mal brachial geschrien, was nochmal ganz neue Fenster in Sachen Intensivität öffnet. Die Gitarren lassen sich sowieso nichts zu Schulden kommen, sind gut aufeinander abgestimmt und pendeln mit gekonnter Laut-Leise-Dynamik spielend leicht zwischen melancholischer Stimmung und dreckiger Roughness. Dazu gibt sich die irgendwo zwischen Indie-, Alternative-, und Postrock agierende Band sehr detailverliebt und steckt viel Herzblut in ihre Songs. Auch diese Erkenntnis kommt unmittelbar.

Technisch und von Seite der Intention her also alles frei von jeglichen Einwänden. Nur habe ich das Songwriting zu Beginn als wahnsinnig sperrig, vekopft und schwer zugänglich empfunden. Und dabei wäre es auch beinahe geblieben. Eine Verkettung von Umständen zwang mich dann aber glücklicherweise dazu, das Album erst näher kennen- und schließlich lieben zu lernen. Life and function ist kein Easy-Listening-Nebenbei-Geplänkel, sondern erfordert Aufmerksamkeit und Zeit. Gibt man der Scheibe nämlich erst einmal ein paar Durchläufe, kommen auch die Ohrwürmer, versteht man die Rhythmik, regt sich das Tanzbein. Schließt man nach und nach alle Stücke ins Herz. Trägt sie bei sich. Pelican, Poe und Noise an warmen Sommernächten. Waves Inside, Paper cuts skin und Dagger im Herbst. Die zweite Hälfte des Titeltracks für immer unter der Haut!

Eine Platte aus einem Guß. Ein Grower, wenn man so will. Aber was soll man groß nach Worten ringen, wenn ein Blick auf die Songtitel gleich schon die perfekte Abrundung mitliefert, um Life and function auf den Punkt zu bringen: Plastic Diamond! Ein kleiner Diamant aus weißem Plastik.

Oh lines and chords and strings in choirs they together sing. 
Plastic diamonds they don`t shine forever.

Na dann… Shine on you crazy diamond!

Anspieltips: Pelican, Faithful Patrones, Life and Function

Albumstream:

Life and Function kann direkt beim Label für 13 Euro auf Vinyl oder für 7 Euro digital auf bandcamp erworben werden.

Released: 26.06.2015 via krimskramz

Sweet November!

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Der diesjährige November hält viel Freude bereit. Sowohl für mich, als auch für Freunde. There you go:

Paulinchen Brennt!

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Paulinchen Brennt. Neues three-piece-noise-projekt aus Würzburg! Hatte sich zu Beginn vorgenommen da anzuknüpfen wo J.O.S.A.L.H. seinerzeit aufgehört haben. Und doch ist es ganz anders geworden.

Ein erstes kleines Lebenszeichen wird am 21.11.2014 im Immerhin/Würzburg gesetzt. Im Vorprogramm der geschätzten Band Malm.

Derweil fischt die frische Facebookpräsenz schonmal nach Vorschußlorbeeren.

Auf auf, ihr jungen Hasen…

Neue 52 Hertz EP!

52Seit einigen Wochen schon ist die famose EP Somnolence, der Würzburger Post-Rock Emporkömmlinge 52 Hertz (wahlweise) kostenlos über bandcamp beziehbar. Seit einigen Tagen nun ist auch die langerwartete, edele Vinylversion für nen schlappen Zehner erhältlich!

Ich bin schwer begeistert und habe schon seit mehreren Tagen Ohrwürmer von dem Teil. Sonst bleibt mir nichts zu sagen, was ich nicht schon zum Demo zu sagen wusste, ausser das man nochmal in allen, für die Band markanten, Punkten ne extra Schippe draufgepackt hat.

 

Kaufen tut man entweder bei einem ihrer Labels (Tief in Marcellos Schuld / Shivery / Flood / DSTM) oder aber direkt über die Band. Ist wirklich jedem Postrock/Gitarrenfrickl – Fan ans Herz zu legen! Anchecken! Ich hatte Gänsehaut!

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Haard Open Air 2014!

Artwork by BlackleafDesigns

Am kommenden Samstag lockt das Haard Open Air bereits zum fünften mal nach… öhm… Haard! Dabei u.a. WILD ZOMBIE BLAST GUIDE (mit Ex – Elision – Sänger Mosh), den Freunden von THOREAU,  den derdanielistcoolbekannten Bands BAIT und ZERRE, sowie CANNAHANN (erstmals live)!

7 Euro für 10 Bands! Superdope! Ich geh hin, steh auf der Bühne und mosh! Ungefähr so: