Review: Melt Downer – Alter The Stunt (2018)

Allem Anschein nach haben Melt Downer aus Wien bei der Benennung ihrer aktuellen LP Alter The Stunt  vergessen ein Ausrufezeichen zu setzen: ALTER! Und damit könnte man es schon fast dabei belassen um die Begeisterung um diese Band auf den Punkt zu bringen. So einfach geht es dann aber doch nicht… immerhin will man ja (auch den eigenen) Ansprüchen gerecht werden, weshalb es sogleich gewohnt ins Detail geht: Weiterlesen

Neues Musikvideo von INEZ!

Die in Basel ansässige Musikerin INEZ hat eine neue Singel nebst ansprechendem Video veröffentlicht, welches die Wüste Arizonas als Kulisse nutzt. Rising Sun ist mystische Mandala-meets-Mantra-Mukke, die den Folk der Faun Fables mit dem Charme eines Nick Cave geschickt zur Southern Romantic verknebelt. Wer esotherisches Hippie-Gehabe nicht abkann sucht besser das Weite… mir persönlich taugt das an dieser Stelle aber sehr! Weiterlesen

Review: The Rolling Stones – Their Satanic Majesties Request (1967)

artwork: Michael Cooper

Mick Jagger und das Okkutle sind uns schon bei Kenneth Anger und auch  kürzlich erst im Zusammenhang mit The Master And Margarita begegnet. Die 67er Platte Their Satanic Majesties Request scheint sich da irgendwie einzureihen. Ist der Titel selbst zwar nur als Pun auf eine Formulierung in britischen Pässen zu verstehen, versprüht die Scheibe dennoch einen Hauch von schwarzer Magie. Mag man sich über diese Aussage streiten können, bleibt das Album dennoch unbestreitbar die kurioseste VÖ im Katalog der Rolling Stones.

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Review: Zement – Klinker (2018)

artwork: Phillipp Dittmar

Zement aus Würzburg melden sich mit ihrem zweiten Album Klinker zurück und mischen ihren feingemahlenen, instrumentalen Baustoff auch diesmal aus Schüttgütern wie Krautrock, Elektronik und Psychedelica zusammen. Auch die neue Scheibe hält fünf ausufernde Trips bereit, die allesamt kryptische Titel wie C3S oder C3A tragen, die man sich wiederum bei verschiedensten Phasen von Zementklinkern  entliehen hat. Weiterlesen

Interessanter Track von OS NU!

OS NU sind drei Wahlberliner aus Britannien und Dänemark die sich, ihren ersten beiden Songs nach zu urteilen, hibbeligem Elektro-Post-Punk verschrieben haben. Wer den Blog aufmerksam verfolgt hat kennt das Trio vielleicht noch unter dem Namen Astral Tide, deren EP How Far Are You Out There hier 2016 besprochen wurde.

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Review: Pretty Lightning – The Rhythm Of Ooze (2017)

So ein bisschen hat man sie ja allmählich satt, diese nicht enden wollende Retro-Rock-Welle… Leider stellt die mittlerweile von Trittbrettfahren überschwemmte Szene nämlich die Innovation gerne mal hinten an und langweilt durch un-inspiriertes Wiederkauen altgedienter Schablonen. Anders das Duo Pretty Lightning aus Saarbrücken, das auf seinem nunmehr dritten Werk The Rhythm Of Ooze durch Ideenreichtum und Eigenständigkeit zu glänzen weiß.

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Review: Echolot – Volva (2017)

Auch auf ihrem Zweitwerk haben sich Echolot der Art von Rock-Musik verschrieben, die Atmosphäre stets über griffige Songstrukturen stellt. Ergo erwarten den geneigten Hörer auf Volva vier ausufernde Tracks mit Jam-Charakter. Im gemäßigten Tempobereich gleitet das Trio aus Basel über weite Strecken instrumental im Spannungsfeld zwischen Pink Floyd, Hawkwind und Black Sabbath durch psychedelische Klanglangschaften. Weiterlesen

Review: Zikade – Wortstörungsfindungen (2017)

Nennt ihn Parasit, er hört eh nicht richtig hin. Ansonsten hätte die Ein-Mann-Band Zikade sich auf Album Nummer vier wohl dem Mainstream geöffnet. Stattdessen fallen auch die Wortstörungsfindungen zu großen Teilen eigensinnig bis sperrig aus. Gut so! Etwas sanfter noch als auf dem Vorgänger platzieren sich die gewohnt eigenartig verschrobenen Texte inmitten von Reverb-umschleierten Gitarren und spärlicher Elektronik nebst allerhand Sample-Versatzstücken. Weiterlesen

Review: YAGOW – s/t (2017)

artwork by Daniel Fuchs & Manuel Wesely

Kann sich noch wer an die Zeit erinnern, in der man das Logo eines Musiklabels mit einem Qualitätssiegel gleichsetzen konnte? Sub Pop war z.B. damals ein solches und CrazySane scheint sich in dieser Tradition momentan als Instanz des guten Geschmacks zu etablieren. Die Releases könnte man blind kaufen. Das neueste Pferd im Stall trägt den Namen YAGOW und zieht  den Hörer hypnotisch in eine Fuzz-getränkte Spirale aus Psychedelica und Shoegaze. Weiterlesen