Review: The Instant Voodoo Kit – Wanna Talk About Voodism? Yeah Baby! (2016)

coverWanna Talk About Voodism? – Dass einem die Antwort, auf die im Plattentitel gestellte Frage, mit einem Yeah Baby! gleich mitgeliefert wird mag praktisch sein… ob sie aber tatsächlich für jedermann zutreffend ist, darf man zu bezweifeln wagen. Dafür polarisieren The Instant Voodoo Kit  zu sehr. Ihre dritte Platte macht da keine Ausnahme, kontrastiert die verschiedenen Pole vielleicht sogar noch einen Ticken mehr, als es der Vorgänger getan hat.

Dass ich mich mit dem vor geraumer Zeit einmal intensiv auseinandergesetzt habe, war Umständen geschuldet, die an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden sollen. Der Aufmerksamkeit aber, welche ich der Musik auf Something Good (2013) seinerzeit geschenkt habe, ist es geschuldet, dass mir die Ablehnungshaltung gegenüber der nunmehr 13(!)-köpfigen Truppe abhanden gekommen ist. Die war nämlich durchaus mal vorhanden und beruhte darauf, dass ich die Band vor allen Dingen auf ihre Kaspereien aus dem Helge Schneider-Kosmos reduziert habe, in welchem ich mich nie so wirklich heimisch gefühlt habe. Einfach nicht mein Humor. Daran vermögen auch heute Tracks wie Leggins Sind Keine Hosen, Buffalo Bill oder Rebootan nichts zu ändern. Wobei letztgenannte Nummer mir dann doch beim ersten Hören ein verstohlenes Grinsen abgerungen hat… und das, wo der Song auch noch ausgerechnet im Pseudo-Ragga-Gewand daherkommt… Damn!

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Soviel also zur Seite der Voodoo Kids, die mir nicht so recht taugen will. ABER, wie schon erwähnt gibt es da ja noch ganz andere zu entdecken! Lassen wir die Rock-Ansätze von Songs wie Bomb In My Head trotzdem einfach mal unkommentiert links liegen und kommen ohne weitere Umschweife zur spannendsten und meiner Meinung nach aufregendsten Facette der Band. Die, in der Tom Waits auf dem madigen Rücken des Oogie Boogie Man durch nebelverhangene Schwefelfelder galopiert. Die, in der die Band dem Zuhörer ein dekadentes Kabarett  aus Vaudeville und Burlesque kredenzt und an Schausteller, Gaukler und Sideshow-Freaks erinnert. Die, in welcher der im Zusammenhang mit der Kapelle omnipräsente New Orleans Jazz – Vergleich  wahrhaftig nicht unerwähnt bleiben darf.

Dann nämlich, wenn sich The Instant Voodoo Kit in sleazy düstergrau-polternden Chansons wie The Good Die Young, Easy Come,Easy Go oder dem alles überragenden Elephant Stomp verlieren, kriegen sie mich! Instant Voodoo Hits! Yeah Baby! Lässt ein Song wie Mister Sister Lady Baby dann noch Assoziationen zu Steamboat Willie, Lou Reed und dem Athletic-Theme des Super Mario World Soundtracks wach werden, fühle ich mich als Hörer gänzlich abgeholt und entertained!

Unterm Strich also ein wenig musikalische Yin-und-Yang-Action, bei der je nach Geschmack Rosinenpicken angesagt sein könnte und die mitunter so starke Kontraste aufweist wie das Make-Up, mit dem sich die Protagonisten gerne mal zukleistern. Mag man von denen im Ensemble halten was man möchte, kann man ihnen die Liebe zum Detail, ihre Leidenschaft für ihr Handwerk und den Mut zum Wagnis wie zur Originalität auch und gerade mit ihrer aktuellen Scheibe nicht absprechen! Wanna Talk About Voodism? Schon geschehen!

Anspieltipps: Elephant Stomp, The Good Die Young

Trackliste:

01. Das war die Nacht
02. Easy Come, Easy Go
03. Mama Ain’t The 1 2 3 4 U
04. Bomb In My Head
05. Rebootan
06. Buffalo Bill
07. Peter Pan
08. Alptraum Serenade
09. Elephant Stomp
10. Midnight Train
11. Mister Sister Lady Baby
12. Ihr Läuser
13. The Good Die Young
14. Leggins Sind Keine Hosen

Wanna Talk About Voodism? Yeah Baby! greift man sich am besten direkt auf der Releaseparty im Würzburger Dornheim am 02.09. oder auf der anschließenden Tour für 20 Euro auf Vinyl im Gatefold (inc. Mp3) oder im CD-Format für nen Zehner ab!

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Releases: 02.09.2016 via Voodism Enterprise

Bilderstrecke: Rock Im Wald Festival/Neuensee/29.-30.07.2016

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Was gäbe es noch über das Rock Im Wald – Festival in Neuensee zu sagen, was nicht schon vor zwei Jahren gesagt wurde, außer, dass sich die Macher treu geblieben sind was den familiären Charme, die Überschaubarkeit, die Qualität der Musikauswahl, die auf allen Ebenen preisliche Fairness und die durchweg gute Organisation anbelangt? Eben! Deshalb erfolgt der diesjährige Nachbericht nicht wie üblich im ellenlangen Text sondern in Form einer umfangreichen Bilderstrecke, die in Zusammenarbeit mit Ein Bild Mit Dem Mann entstanden ist und mit Fotos von CANNAHANN, Honeymoon Disease, Year Of The GoatDead Lord, Bombus, Imperial State ElectricGraveyard, Dead and Stoned, White Miles, Planet of ZeusMANTARUncle Acid and the deadbeats und Kvelertak fast alle Acts des Festivals zeigt. On Top gibt es außerdem noch Impressionen vom sonstigen Geschehen zu begutachten.

Klickt euch entweder direkt hier durch das Bildmaterial oder fahrt euch das Fotoalbum auf Flickr rein. Enjoy!

Rock Im Wald 2016

Unser Dank gilt der Festival-Leitung, die uns bereitwillig Zugang zu allen Bereichen gewährt hat!!!

Die-Coole-90s-Alternative-Super-Woche!!!

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as found on: rantlifestyle.com

Der anhaltende und zumindest in meinem Bekanntenkreis deutlich spürbare wie berechtigte Hype um großartige Neo-Grunge – Bands wie Milk Teeth oder Violent Soho sowie musikalisches Treiben im privaten Bereich gaben mir kürzlich den Anstoß mich einmal wieder auf eine Zeitreise in die 90er zu begeben um nach neuen alten Perlen meines Lieblingsjahrzehnts zu stöbern, die sich im weitesten Sinne dem Alternative/Grunge/Gitarren – Sektor zuordnen lassen. Dabei sollte ich mehr als fündig werden, weshalb ich euch nun kommende Woche jeden Tag einen kleinen Geheimtipp vorstellen möchte.

Sieben Veröffentlichungen aus dem weitgesteckten Feld Alternative also, die vielleicht noch nicht jeder auf dem Schirm hatte. Perfekte, runde, in sich geschlossene Platten sind dabei nicht zwingend zu erwarten. Dafür aber eine ganze handvoll Hits für den kommenden Sommer. Versprochen!

Das dabei allseits bekanntes wie Nirvana ausgespart wird, sollte sich dabei von selbst verstehen. Ich betone nochmals: Geheimtipps aus dem Bereich Alternative/Rock! Keine ‚Best Of 90s‘ Liste oder so…

Ab Morgen geht es in loser Reihenfolge los! Komm doch mit!

CANNAHANN-Tourvideos!

Immer wenn es hier auf diesen Seiten mal wieder etwas schleppender vorangeht, könnte es unter anderem daran liegen, dass ich mich selbst dem Musizieren widme… Hier ein paar Impressionen der beiden letztjährigen CANNAHANN-Touren. Quasi als Beweismaterial. Und zum prahlen. Ich geb es ja zu.

Tour mit The Rambles:

Tour mit Mandrax Queen:

Good Times! Und weil es so schön passt, sei gleich auch auf folgende Klassentreffen- Konzerte der Bands im Februar hingewiesen:

20.02.2016: The Rambles + CANNAHANN: Leipzig/Black Label Pub

26.02.2016: Mandrax Queen + Burnpilot + Dennie Klose Auf St.Vincent & Die Grenadinen: Würzburg/Immerhin

Review: The Legendary Tigerman – True (2015)

The legendary tigerman - TrueDa ist sie also, die angekündigte, neue Full Length des Legendary Tigerman. Über dessen Qualitäten wurde auf diesen Seiten ja erst kürzlich berichtet. Ob das Album nun den Vorschußloorbeeren der EP gerecht wird? Beinahe! Der Erfolg gibt ihm mit dem Einstieg auf Platz Nummer 1 in seiner Heimat Portugal zumindest schonmal unabsprechlich recht. Dennoch: Mir persönlich ging die EP etwas besser rein…

Doch alles schön der Reihe nach! Es gefällt schließlich vieles! Besonders, wenn die Samtpfoten des Tigermans auf Streichelkurs gehen. Das geschieht gleich zu Beginn im bereits bekannten Opener Do come home, welchem eine Handvoll ruhiger Folkstücke wie Rainy Nights oder My Heart, Safe at Home zur Seite gestellt werden. Hinter dem Titel Love Ride verbirgt sich dabei sogar ein besonders schmackhafter Schmalzhappen!

Ähnlich schmalzig auch die Pomade, die bombenfest im Fell sitzt, wenn die Raubkatze den schmutzigen Bootyshake-Elvis mimt. Neben dem ebenfalls bekannten Wild Beast vermögen es Twenty Flight Rock und Storm over Paradise im speziellen dies zu bewerkstelligen.

So weit, so gut, so legendary. Beide Facetten stehen dem Protagonisten ein ums andere mal außerordentlich gut zu Gesicht. Immer glaubhaft und für eine ‚One Man Band‘ auch auf diesem Release erstaunlich dicht im Sound. Der eingeschlagene Weg wird somit konsequent weiterverfolgt. Gerade das ist aber auf Albumlänge etwas ermüdent. Ein paar Überraschungen und Ausbrüche hätte man sich schon wünschen können. So zeichnet sich trotz gelegentlichem Zähnefletschen und Krallenausfahren eher das Bild des zahmen Zootigers, denn das des mutigen Dschungelkönigs. Aber auch an dem kann man ja bekanntlich seine Freude haben! Exzellentes Futter für gediegene Playlists befindet sich jedenfalls zur Genüge auf True. Und der Konsum in Etappen ist in diesem Fall natürlich auch immer eine spaßbringende Option!

Man darf jedenfalls gespannt sein was da in Zukunft noch kommt! Der Slogan aus dem Twenty Flight Rock dürfte bei allem Potential und dem immensen Erfolg ja wohl allenfalls als leere Drohung aufzufassen sein, oder?

"When I make it to the top baby I'm too tired too rock"

We’ll see ‚bout that! Der Katzenmann hat sicherlich auch dann noch Biss!

Anpieltips: Do Come Home, Love Ride, Wild Beast, Twenty Flight Rock


‚True‘ im Stream:

Released: 22.05.2015 via India Records

Freak Valley 2015!

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Wie es aussieht, werde ich mich einer ordentlichen Jeansjacke (ggf. auch Lederweste) wohl nicht mehr allzu lange verwehren können. Die Stoneraction häuft sich!

Das bisherige Berichten auf derartigen Veranstaltungen (wie z.B. dem Void im letzten Jahr) hat schließlich derartig Spaß gebracht, dass mir das Freak Valley Festival in Sachen Nachholbedarf quasi unumgänglich scheint.

Zur vierten Ausgabe der staubigen Feierlichkeit werden mit Blues Pills, Eyehatod und Orchid auch in diesem Jahr schwere Szenegeschütze aufgefahren. Das überrascht natürlich ebenso wenig, wie auch die rege Ticketnachfrage. Ausverkauft ist das Ding demnach schon längst. Lediglich Restkarten für den Donnerstag sind noch zu haben. Umso schöner, dass man uns vom 04.06. bis zum 06.06. in Netphen den Eintritt gleich im Doppelpack gewährt.

Bleibt also nichts weiteres zu tun, als sich einer ausgedehnten Aufwärmübung in angemessen schweißtreibender Umgebung hinzugeben:

Review: The Legendary Tigerman – Do Come Home [EP] (2015)

Style: "color"2004 machte uns Marilyn Manson den Dave Gahan. Jetzt macht uns Dave Gahan den Marilyn Manson.

Das zumindest könnte man beim Anblick der Jean Baptiste Mondino – Photographie glatt meinen. Diese stellt nicht nur die schmückende Front der hier vorliegenden EP Do Come Home dar, sondern zierte auch schon das Album Femina aus dem Jahre 2009.

 

Natürlich handelt es sich bei keiner der genannten Veröffentlichungen um Werke aus dem Hause Depeche Mode. Vielmehr gehören sie zum nicht gerade dünnen Katalog des in Mosambik geborenen und in Portugal aufgewachsenen Multiinstrumentalisten Paulo Furtado, der bereits seit 2002 unter dem Pseudonym The Legendary Tigerman den Rock’n’Roll als Ein-Mann-Kapelle auf Tonträger und Bühnen zaubert.

Zugegebenermaßen kannte ich bis vor wenigen Minuten weder Interpreten noch genannten Photographen… Dennoch nehme ich mir einfach mal raus, die Zusammenarbeit der Beiden als ’nicht beliebig‘ zu betiteln. Schenkt man den vier Tracks nämlich Gehör und scrollt dazu durch die Galerie des Linsenmagiers, wird man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Nahezu alle Gesichter, die man auf Anhieb mit der Musik des ‚Tigermans‘ assoziiert, tauchen auf: Beck, Waits, Tarantino, Lynch… sogar die schmutzigen Jeans einer Madonna in der Filmsection möchte man ‚Do Come Home‘ andichten.

Rechtfertigende Belege für die Vergleichsflut dürfte man alleine schon im samtweichen Folkopener zur Genüge finden. Dem gleichzeitig als Titeltrack fungierenden Stück wirft der Infotext mit Chris Isaak sogar gleich noch den nächsten großen Namen hinterher. Bluesy Vocals und luftige Gitarre zu spärlichem Beat „and [you] just drive along that lost highway.

„I’m just a wild beast with a broken heart!“ Und da sich Herzschmerz durch dramatische Streicherteppiche immernoch am besten intensivieren lässt, steht der bewährte Trick auch der Flüsternummer Wild Beast ausgezeichnet und geht unter die Haut! Ähnlich wie die Tagespflege einer Lena Meyer Landrut. Die tänzelt schon seit geraumer Zeit durch die aktuelle L’oreal-Werbekampagne zur Tigermannummer Light me up twice, welche im Gegensatz zur Reklame sexy unpeinlich kommt und mit weiblichen Gastvocals von Cláudia Efe zu Jack White-infiziertem Bluesriffing überzeugt.

Und weil das schöne Geschlecht als stimmlicher Konterpart so herrlich funktioniert, findet die Formel zum Schluß erneut Anwendung und wird durch prominenten Einsatz sogar noch gepimpt: Der Name Maria De Medeiros dürfte dabei nicht wenigen Pulp Fiction-Fans ein Begriff sein. Das es sich bei besagter Kooperation um die zigste Neuauflage von These Boots Are Made for Walkin‘ handelt, die zudem auch schon Teil der eingangs erwähnten 2009er Platte war, stört überraschend wenig. Vielmehr drückt man dem Evergreen den eigenen Stempel auf und liefert noch gleich den Beweis mit, dass manche Songs selbst eine Jessica Simpson-Schändung locker wegstecken und weiterhin funktionieren können.

Vier Hits für die nächtliche Straße also. Gefühlvoll bis verrucht und irgendwie mystisch angehaucht. Diese EP überspringt die Eingewöhnungsphase und funktioniert direkt und sofort! Ab April ist das neue Album ‚True‘ auch über deutsche Kanäle verfügbar. Die Plattenfirma will ‚Do Come Home‘ als dessen Vorboten wissen.

Ich bin gespannt!

‚Do Come Home‘ im Stream:

‚Do Come Home‘ hier im exklusiven und limitierten CD oder aber im Mp3- Format ordern!

Released: 27.03.2015 via India Records / Rough Trade

Review: Rick Tick Evil // We’ll Take It From Here – Releaseparty Würzburg/14.03.2015

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Booyah! Ey! Hallo,danke dass ihr alle da seid! Ausschließlich schöne Menschen!“ Die Band ist sichtlich erfreut über ein gut gefülltes Immerhin. Das ist am heutigen Samstagabend in Würzburg nicht zwingend selbstverständlich. Zum einen gibt es in Hammelburg mal wieder die Möglichkeit sich saftig Corpsepaint zu die Fresse nei zu schmieren, in Bad Neustadt im kleinen oder Schweinfurt im großen Rahmen abzupogen und zum anderen den Vortag zu bewältigen: Hirngespinste vom Up in Smoke deuten oder sich die Tränen nach dem Life of an owl – Split abtrocknen zum Beispiel…

Wenn Rick Tick Evil allerdings nach etwa vierjähriger Warteschleife mit ihrem ersten Dreher aus dem Knick kommen, stellt sich für viele glücklicherweise erst gar nicht die Frage nach etwaigen Alternativen. Das soll gebührend gefeiert werden! Die heutige Supportshow für die schwedischen Rock’n’Roller The Kendolls wird kurzerhand zur Releaseparty der Schweinfurter Band umfunktioniert. Ganz richtig: We’ll take it from here kann heute in Form einer neun Track starken CD mit nach Hause genommen werden. Für nen schlappen Fünfer! (Schnitzel & Blowjob-Day it is…)

Alle Tracks sind selbstredend im 13 Song starken Set vertreten und wetteifern mit einigen neuen(?) Stücken, wie dem famosen Opener Megalomaniass oder der hervorzuhebenden Stop&Go-Drogenode Black Streets um die Vorherrschaft der perfekten Caffeine Injected Action Rock – Hymne. Dieser Titel geht auch heute an den kleinen Hit New Waves, der einen im wahrsten Sinne des Wortes umhaut. Und zwar derartig, dass Gitarrist Colin inmitten eines legeren Fallrückziehers gleich mal die halbe Schlagzeugfront abräumt! Party!

Genannter Track macht live, wie auf Platte tierisch viel Spaß, was vor allem am catchy Popappeal der Vocals liegt, dem die Band meiner Meinung nach ruhig öfter eine Chance geben dürfte. Gerade wenn man eine Stimme von solchem Kaliber an der Front hat! Zudem denk ich bei dem Stück immer an meine liebste Nena Nummer, was durchaus als Kompliment zu verstehen ist! Für Lollipoppunkfreunde wie mich gibt es außerdem noch Lazy, late, common fate zu entdecken – wie viele Titel mit gekonnter Backgroundunterstützung der Saitenfraktion. „Kommt auf die Ep, die dann wahrscheinlich 2020/2021 erscheint!“

Ansonsten? Skaterock it shall be! Die Drums kommen mächtig heute! Und das die Gitarissten flinke Wiesel sind ist eh nichts neues! Gut schaut man aus! Mit Snap und Batik! Von Licht und Nebel eingehüllt in einen Hauch aus Smells like teen spirit! Die Leute feiern das! 45 Minuten lang! Den zahlreichen Zugaberufen kommt man trotzdem nicht nach, dass übernehmen die Jungs aus Schweden, die ich mir nur noch partiell geb, da bei mir die Schotten dicht sind: Genug Rock’n’Roll für mich heute! Auch wenn die optischen Reize der halbnackten Männerleiber zu späterer Stunde nicht zu verachten sind: Wilde Performance! Gleich komplett verpasst hab ich zudem den Sexual Punk der Supportband Clitlicker… Zorry dudes!

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Und die Scheibe???

Hält was die Show verspricht! Wer Rick Tick Evil live mag, der mag auch die Platte und umgekehrt. Krass gute Produktion, die Eier hat und auf unnötigen Schnickschnack verzichtet. Verantwortlich dafür ist übrigens das Tonstudio Rocketscienceaudio, welches – mit Michael Simon – von einem Mann aus den eigenen Reihen betrieben wird. Das sei hiermit auch schwerstens weiterempfohlen! Bleibt nur noch die Frage zu klären, was denn diese drei Buchstaben bedeuten sollen, die da auf dem Schweinfurter SKF-Gebäude prangern!? Royal T Ess hätt ich jetzt einfach mal vermutet… Diese Theorie würde ob des fettigen Rocks, der da aus dem Digipak trieft, zumindest Sinn ergeben. Zumal sie zusätzlich vom MC Donalds-Jingle gestützt wird, der spitzfindigen Ohren, wie den meinigen, nicht verborgen bleibt! Einfach mal bei 9-2-5 um die 2:01 reinklicken:

Man merkt: Das Warten war nicht umsonst! Kein Waiting for nothing quasi… Hut ab!

Albumstream:

We’ll Take It From Here ist derzeit für sechs lockere Flocken digital über bandcamp zu erwerben. Wer Interesse an der CD-Version hat, schreibt an info@ricktickevil.com.

Los gehts!

Alle Fotos exklusiv für www.derdanielistcool.de und mit freundlicher Genehmigung des mightyfinen Photographen Awanes!

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

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Allerortens stehen neue Platten samt zugehöriger Vorabhörproben in den Startlöchern. Sieben Schmuckstücke für euch in alphabetischer Reihenfolge:

Coal Chamber

Unlängst reunited, war ein neues Album der New Metal – Mitbegründer Coal Chamber quasi vorprogrammiert.  Der bereits hörbare Opener I.O.U. Nothing macht deutlich, dass die Band so stumpf und banal klingt wie eh und je. Mir macht das ja irgendwie trotzdem ein bisschen Spaß… muss aber jeder für sich wissen. Nur für die Optik sollten sie sich (nach wie vor??? I don’t think so!) etwas schämen…

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Rivals ist ab dem 19.05.2015 erhältlich und hier z.B. als limitiertes Vinyl vorbestellbar. Desweiteren gibt es da demnächst auch eine Tour mit Soil und American Head Charge, welche die Band u.a. auch mal wieder nach Deutschland führt.

Faith No More

Das es so etwas wie New Metal überhaupt gibt, darf man wohl u.a. auch den Crossoverinitiatoren Faith No More in die Schuhe schieben. Die zeigen sich ebenfalls reunited, optisch ähnlich unköstlich (ja, auch die schon fast erschreckend lang fortwährende Schönheit eines Mike Patton scheint allmählich nachzulassen), wissen aber selbstredend ein ganz anderes musikalisches Niveau zu bedienen. Das lies die erste Kostprobe Motherfucker bereits erahnen und wird nun von Superhero bestätigt, dass tatsächlich auch vom 97er Album of the Year hätte stammen können:

Still kinda badass! Sol Invictus wurde das neue Werk getauft und ist ebenfalls ab dem 19.05.2015 zu haben. Im Juni auch auf deutschen Bühnen! Dürfte sich immer noch schwer lohnen!

Godzilla Was A Friend Of Mine

Dicke Bassdrum, knarzige Bassline: Godzilla Was A Friend Of Mine bashen den Pelican mit Schellenkränzen. Und das verhältnismäßig dirty! Man scheint bei Ghost City Recordings ganze Arbeit geleistet zu haben. Der Track wurde gestern über das (wahlweise) gratis Mixtape#2 des Pylon-Netzwerks rausgeballert:

10 Songs sind gerade auf dem Weg ins Presswerk! Freu mich schon darauf das Ding der Würzburger in die Finger zu bekommen! Du hast schon richtig gelesen…

MC Rene

Tragisch wie der Tod von MC Rene. Ist MC Rene tot? Nee!
Nun also doch wieder MC! Die Vagabundenzeit in deutschen ICEs scheint vorbei und das am morgigen Freitag erscheinende Album Renessance, welches durch die Beats von Carl Crinx quasi ins Leben gerufen wurde, könnte die Platte sein, die man immer von Reen hätte hören wollen. Davon zeugten bereits der Track Mein Leben ist ein Freestyle, die Facebook-Hörproben-Sessions sowie das aktuelle Doppel(kinn)video zu Zurück zum Minimum/Kein Glanz:

Statt nervigen Jiggybeats und albernem Rappergetue, wie das bei Reen auf Scheiß auf euren Hip Hop (2002) oder Der letzte Marokkaner (2005) gerne mal der Fall war, wartet das neue Werk allem Anschein nach vermehrt mit Oldschoolattitude à la A Tribe Called Quest oder De la Soul auf. Will heißen: Der ehemalige Mixery Raw Deluxe – Moderator scheint sich nun endlich auf seine Stärken besonnen zu haben. Dazu gibt es Featuregäste wie Toni L oder Retrogott! Könnte tatsächlich bocken! Reen ist btw. seit heute auch auf einwöchiger Tour! Wer kann: Hingehen!! Live macht der bekanntlich ja immer(noch) am meisten Spaß!

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Unglaublich! Auch das in Insiderkreisen bereits als das „Chinese Democracy von Unterfranken“ gehandelte und vor wenigstens vier Jahren angekündigte Debut von Rick Tick Evil wird ab dem 14.03.2015 via CD den Weg in die Gehörgänge finden, wenn die Rockfrüchtchen zusammen mit den Kendolls im Immerhin wüten. Rockröhrengalore würde die Mainpost wohl sagen, aber ich sag dazu: Fruchtalarm! Eine erste Verköstigung gibt es mit einem Auszug des Titeltracks We’ll take it from here:

More to come!

Wino & Conny Ochs

Du weißt nicht um wen es sich bei Wino & Conny Ochs handelt? Schäm dich! Der Song Shards lässt keinen Zweifel daran, dass das Soulpower-Duo mit Freedom Conspiracy direkt an Heavy Kingdom (2012) anknüpft. Ab dem 27.03.2015 auf Vinyl und CD bei Exile on Mainstream erhältlich!

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Der Wolf

Das beste kommt natürlich zum Schluß! Ein Update aus dem Wolfsbau! Leute, der Ultimative Lover ist dran! Das gibt’s doch garnicht! Der Wolf – GTI ist kurz vor der Zielgeraden!! Ich erwarte: Einfach nur schöne Musik, einfach nur schöne Musik!!!

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