Neues Nicole Dollanganger Video!

Nicole Dollanganger ist zurück und tut das, was sie am besten kann: Die Corpse-Bride in Twin Peaks-Landscape mimen und da weitermachen wo Britney Spears nur andeutet:

Nen kitschigen Hot Topic/Emily-The-Strange-Touch hat das Ganze ja schon, ist aber auch irgendwie haunting und dann doch eher romantisch als schockierend. Super Song auch… hat auf jeden Fall Atmosphäre!

Die Neuauflage von Lemonade ist auf dem neuen Album Heart Shaped Bed enthalten und kommt am 26.10. über Crystal Math/Eerie Organization. Und nur falls es jemand noch nicht wusste: Ich hab die Kanadierin schon 2014 interviewt… vor dem famejust sayin‘..

Review: Amy Shark – Love Monster (2018)

photography & design by Steve Wyper

In ihrer Heimat Australien ist Amy Shark gerade schwer am durchstarten. Das weiß ich, weil ich den vergangenen Sommer dort verbringen durfte und einem die 32-jährige dort permanent aus dem Radio entgegenschallt. Sender wie Triple J spielen ihre Singles Adore, I Said Hi und All Loved Up  derzeit pausenlos rauf und runter. Stilistisch handelt es sich dabei um recht gefälligen, ziemlich ungefährlichen und bis-weilen sehr glatten Pop fürs Formatradio. Weiterlesen

Review: Zikade – Wortstörungsfindungen (2017)

Nennt ihn Parasit, er hört eh nicht richtig hin. Ansonsten hätte die Ein-Mann-Band Zikade sich auf Album Nummer vier wohl dem Mainstream geöffnet. Stattdessen fallen auch die Wortstörungsfindungen zu großen Teilen eigensinnig bis sperrig aus. Gut so! Etwas sanfter noch als auf dem Vorgänger platzieren sich die gewohnt eigenartig verschrobenen Texte inmitten von Reverb-umschleierten Gitarren und spärlicher Elektronik nebst allerhand Sample-Versatzstücken. Weiterlesen

Neue Single von Saux!

Es gibt neues Ohrfutter vom niederländischen Produzent Saux, der sich mit seinen letzten drei Singles neben seiner Tätigkeit im DJ-Feld auch einen Namen als Singer/Songwriter gemacht hat. Gemäß dem Less Is More – Prinzip windet sich das neue Gerät For I Know reduziert aber sehr atmosphärisch in 80er R’n’B, Discosounds, Vintage Synthies und Popcorn-Gitarren. On top gibt es den gelungenen Oktaven-Gesang des 23-jährigen Protagonisten, welcher neben Frankie Knuckles auch Pop-Giganten wie Prince und Stevie Wonder als Inspiration für seinen Signature-Sound heranzieht. Glaubt man ihm!!

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Review: Franziska Günther – S/T (2016)

artwork by Arthur Brell

Ehrlichkeit ist eigentlich DAS gängige Attribut, welches einem im Zusammenhang mit Veröffent-lichungen aus dem Bereich Singer/Songwriter allerortens um die Ohren gehauen wird. Umso verwunderlicher, dass der explizite Verweis auf das Ehrlichsein bei Franziska Günther ausgespart wurde. Dabei scheint die Musik tatsächlich das Gemüt der Interpretin wiederzuspiegeln bzw. den Eindruck zu bestätigen, welchen man von ihrer Person gewinnt.

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Konzertankündigungen von Pøj Pøj!

Da steht so einiges an bei Pøj Pøj, der Künstleragentur für so großartige Interpreten wie Odd Couple oder den kürzlich erst hier gefeatureten Suns Of Thyme. Doch nicht nur die, sondern auch viele weitere Schäfchen aus dem hauseigenen Booking-Rooster sind derzeit auf Tour, bzw. sind es in Kürze. Der Bitte, die jeweiligen Termine in aller Übersicht zu droppen wird hiermit gerne nachgekommen in der Hoffnung, der ein oder anderen Show beiwohnen zu können. Vielversprechendes Zeug dabei! Voila:

ASS

Arms and Sleepers (USA)

12.10.2016 – UK – Leicester, Fireburg
13.10.2016 – UK – London, The Old Blue Last
14.10.20.16 – GER – Würzburg, Die Kellerperle
15.10.2016 – RUS – Ryazan, Raz Dva
18.10.2016 – GER – Wiesbaden, Kulturpalast Wiesbaden
19.10.2016 – GER – Berlin, Urban Spree
20.10.2016 – PL – Poznan, Klubokawiarnia Meskalina
21.10.2016 – GER – Dresden, Scheune ^
22.10.2016 – CH – Zürich, Bergmal Festival #
27.10.2016 – EST – Tallinn, Kultuuriklubi Kelm
28.10.2016 – CH – Wil, Gare de Lion
30.10.2016 – IT – Mantua, Arci Tom
^ w/ Ef
# w/ 65daysofstatic, Ef, Leech, Rome In Reverse & others

website facebook Soundcloud  Weiterlesen

Review: Max Paul Maria – Figurines (2016)

as found on maxpaulmaria.bandcamp.com

Bei Max Paul Maria handelt es sich nicht etwa um drei Personen, sondern um eine einzige. Diese ist wohnhaft in Berlin und mimt den Heimatlosen zu Americana- und Folk-Gebärden. Ein Klick auf die zugehörige Facebook-Seite und schon grinst einem der Interpret verschmitzt vom Profilbild entgegen. Dreisterweise mit Hut, was für die Singer/Songwriter-Gattung das A und O zu sein scheint. Man möchte davonlaufen.

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Neues Album von Zikade!

a3000362442_16Das dritte Album des Berliner Acoustic – Pop – Avantgardisten Zikade trägt den Namen Komische Musik und ist bereits seit einigen Tagen auf bandcamp abrufbar.

Der Titel ist Programm. Die Platte speziell wie einzigeigenartig. Verträumt, verspielt, verstrahlt. Lyrisch bedeutungsschwanger. Angesiedelt zwischen großem Pathos, großen Gefühlen und großer Intimität. Gewohnt mutig wie spannend.

Diesmal allerdings auffallend entspannt und zurückgelehnt. Die Hektik, die auf den Vorgängern gerne hier und da aufblitzen mochte, sucht man vergeblich.

Vielleicht das bisher zugänglichste Werk aus der Zikade – Schmiede, die mal wieder einen echten Geheimtipp zutage gebracht hat, an welchem meine Wenigkeit sogar durch diverse Bass – Beiträge Teil haben durfte.

In diesem Sinne: Lass uns unser Blut verteilen! oder etwas neumodischer ausgedrückt: Spread the word!

Fav: Perlentaucher

Komische Musik im Stream:

Review: Kristian Harting – Float (2014)

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Artwork by Asbjørn Sand

Hätte ich Kristian Harting nicht über den Live – Weg kennengelernt, ich hätte die Sounddichte auf Float garnicht einer einzelnen Person zuschreiben können. Bewaffnet mit Loopstation, Gitarre und glasklarer Stimme nutzt der Däne ersteres Utensil um die beiden verbleibenden schier endlos zu duplizieren wodurch sich die Fragmente der an sich zarten Singer/Songwriter – Stücke mitunter zur bedrohlich monströsen Wall Of Sound auftürmen.

Was live überzeugen konnte, funktioniert auch auf Platte super. Gitarrenspiel und Pop – Appeal baden sich in den hallgetränkten Ambient – Wogen tiefdüsterer Songs wie Queen Of The Highway  oder sitzen neben dem Sole Dancer im Zug nach Nirgendwo. Oder aber zu einem Konzert der Killers, an deren Hit letzterer unfreiwillig erinnert.

Wohin die Reise auch gehen mag ist eigentlich auch egal: Der Weg bleibt sowieso das Ziel und ist, wie so oft im Singer/Songwriter – Kosmos, auch bei Harting zentrales Thema. In diesem Zusammenhang darf der Mantra – Exzess Kamikaze nicht unerwähnt bleiben, der sich in dieser Thematik geradezu suhlt und im Liveset wie auch auf Platte als Highlight fungiert:

Weiteres, wenn nicht sogar noch größeres Themenfeld auf Float: Wasser. Harting, der seine Musik ein ums andere mal in seinem Leben als Rettungsanker nutzen konnte, will Float nicht nur als sicheren Hafen vor rauem Seetreiben verstanden wissen sondern vergleicht sich obendrein gleich selbst noch mit der lebensspendenden Flüssigkeit:

I had to be like water. Just float. Not think, not try to organize nor 
control the chaos… I had to be like water or I would break. 
It was a spiritual journey. A test.

Mag Float zum Ende hinaus auch etwas schwächeln, bleibt dem Konsumenten dennoch ein intimes Hörerlebnis für nächtliche Stunden. Und zwar eines, das sehr direkt und unverfälscht daherkommt. Und ehrlich. Aber das versteht sich ja beinahe von selbst. Denn wie wußte schon der allseits beliebte ostfriesische Blödelbarde Otto Waalkes: Dänen lügen nicht!

Anspieltipps: First Applause, Kamikaze, Feathered Ghosts

Float im Stream:

Float ist für faire 15€ auf Vinyl zu haben!

Released: 31.01.2014 via Exile On Mainstream