Neues Videomaterial!

Es gibt ein brandneues CANNAHANN – Video zu Echolocation:

Der Song stammt natürlich vom aktuellen, zweiten Album Staub Und Wasser, das im April über Barhill Records und Cargo Records veröffentlicht wurde. Ist nach wie vor hier als LP, CD oder Download zu haben.

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Nicht mehr ganz so frisch aber immerhin noch nicht auf diesen Seiten gefeatured: Das Maffai – Video zu Geisterstunde. Have a look:

Der Song ist bislang noch nicht anderweitig zu haben, dafür aber seit kurzem eine ganz frische 7inch mit vier anderen Titeln, die man hier direkt über die Band ordern kann. Bald auch auf Tour mit Knarre.

CANNAHANNCONNCERTE!

Mit großer Freude blicke ich dem 13.04.2018 entgegen. Dann nämlich kommt die zweite CANNAHANN-Scheibe STAUB UND WASSER über Barhill Records mit Vertrieb über Cargo Records für Deutschland, Österreich und Schweiz in allen wichtigen Formaten in den Handel. Und da man die Feste so feiern soll wie sie fallen gibt es die Band um den Release herum auch wieder vermehrt live zu sehen. U.a. schon zeitnah in diesen Städten:
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Die jeweiligen Venues sind im Übrigen über die brandneue Homepage www.cannahann.com einsehbar. Mehr Infos rund um den Release in Bälde über alle Kanäle der Band und sicherlich auch an dieser Stelle.

Der Die Bierfahrer ist cool (XXXisql063)

as found on: www.eschenbacher.de

Morgen Hans!“ „Morgen Fritz!“ – Diese Begrüßung schallte Ende der 90er durch etliche Haushalte der Republik und bescherte Jung wie Alt langanhaltende und vor allen Dingen korrekte Lachflashs. Jeder, für den Hektik nicht der Fall war, konnte sich lässig im wahlweise beigen Ohrensessel zurücklehnen, den Herrgott einen guten Mann sein lassen und den unterhaltsamen Konversationen der Bierfahrer lauschen.

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330 Millionen indische Götter – Ein Interview mit Seattle Jay (Ngf009)

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Seattle Jay sind eine aufstrebende Band aus Würzburg. Ihre Musik, welche die Jungs selbst Fazer Rock nennen, ist ein clever arrangiertes Alternative/Grunge-Gebräu, angereichert mit leicht spleenigen Elektronik-Spielereien à la frühem Beck oder noch früheren Ween. Damals auf dem U&D  gesehen und für cool befunden, hatte ich das Projekt zuletzt etwas aus den Augen verloren. Erst vor wenigen Tagen wurde mir die Band durch verschiedenste Begebenheiten wieder zurück ins Bewusstsein gespült. Die kürzlich veröffentlichte Single Indian Gods Are Great läuft seitdem auf Dauerrotation. Sänger, Gitarrist und Hauptsongwriter Jay stand mir für einige Fragen Rede und Antwort. Viel Spaß damit und behaltet diese Band im Auge!

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Jay, als du mir das letzte mal über den Weg gelaufen bist, standest du noch solo auf der Bühne. Nun hast du einige Musiker um dich geschart. Ist Seattle Jay momentan Solo-Künstler mit Begleitung, eine Band im herkömmlichen Sinne oder mal so mal so?

Es war schon immer der Grundgedanke da mit einer Band zusammen zu spielen um das LIVE-Erlebnis überhaupt richtig präsentieren zu können. Solo kommt doch vieles nur vom Band und ähnelt einer Playback Show. Es war und ist allerdings nicht immer einfach, motivierte und zuverlässige Musiker zu finden, die Lust haben sich in ein Projekt zu integrieren und das auf längere Dauer. Sozusagen ist Seattle Jay eine Band im herkömmlichen Sinne bis auf den Fakt das die Songs alle von mir geschrieben wurden. Auf den neuen Aufnahmen, die im April erscheinen werden, haben allerdings alle Bandmitglieder Ihre Einflüsse mit eingebracht und die Songs erscheinen in einem etwas anderem Gewand.
a1102897959_10Mein Umfeld und ich sind uns einig: Der akutelle Titel ‚Indian Gods Are Great‘ ist ein Hit! Nun begleitet dich das Stück schon länger und war sowohl auf der Demo zu finden als auch schon Teil des Dinosaur Bubbles-Repoirtoires. Ich vermute er ist dir demnach besonders wichtig?

Danke Dafür!!! Naja, es macht Spaß den Song zu spielen, er hat Power und der Audience gefällt er offensichtlich auch. Vielleicht ist der Song besser als die anderen, ich würde allerdings nie eine Band auf einen Song reduzieren. Die anderen Songs sind auch alle schon etwas älter, Indian Gods ist mir sozusagen nicht wichtiger als die anderen, es ist allerdings schön so etwas wie einen „Hit“ zu haben über den man Zuhörer gewinnen kann.

Der Text ist ja zumindest zum Teil biographisch. Die angesprochene Reise nach Indien bist du tatsächlich angetreten. Zwei Monate, Mumbai inklusive, richtig?

Ehrlich gesagt ist der Text größtenteils Nichts-aussagend und sehr fiktiv. Er kam wortwörtlich so aus mir heraus und ich habe ihn nie nachbearbeitet. Der Song entstand auch vor dieser Indien-Reise, es geht somit überhaupt nicht darum Erlebtes wiederzugeben. Der Song entstand eher um mir den Respekt und die Angst vor so einer Reise zu nehmen und um mir einen Grund zu geben, dass diese Reise sinnvoll für mich ist. Beim recherchieren für diesen Trip stolperte ich natürlich über den dort größtenteils ausgeübten Hinduismus. Ich fand es super-verrückt und interessant aufgrund der hohen Anzahl von Göttern und die unglaubliche Freiheit und Vielfalt die geboten wird. Deshalb der Text zum Schluss des Songs, dass ich mir jetzt einen dieser Götter ausgesucht habe und er einfach n super verrückter Kumpel ist!
Ps: Ich war zwei Monate in Indien, davon ca. fünf Tage in Mumbai.

Der Song spricht auch die Langeweile an, mit welcher der Protagonist des Titels zu kämpfen hat. Ebenfalls biographisch? Wenn ja: Was ödet dich hier so an?

Ich möchte nicht behaupten, dass mich hier alles langweilt oder anödet, es ist einfach gesagt die Routine, der Alltagstrott und die oft dazugehörige Antriebslosigkeit, die ausschlaggebend waren für diese Aussage. Zudem kommt diese zielstrebige geordnete deutsche Arbeitergesellschaft voller Regeln, Normen und Werten ohne jegliche Überraschungen hinzu. Ich will das mal wieder was passiert, etwas fühlen. Wenn man über längere Zeit verreist – und sind es nur acht Wochen – erscheint einem zu Hause alles wieder in einem besseren Licht. Man schätzt gewisse Dinge wieder mehr und bemerkt, wie gut es uns hier doch eigentlich geht.

11246470_967134393336653_3214786345958015707_nIndian Gods… ist der Vorbote eines kommenden Albums, an welchem momentan getüftelt wird. Erwarten den Hörer weitere ‚alte Nummern‘, welches Medium schwebt euch vor und was lässt sich hinsichtlich der stilistischen Ausrichtung sagen? Die Demo war ja zum Teil eher Lo-Fi, bunt gemischt und bisweilen mächtig trashig. Bleibt ihr diesem Stil treu oder geht es auf zu neuen Ufern?

Die neue Platte nehmen wir in Eigenregie zu Hause auf, was nichts über die Qualität aussagt. Mit der heutigen Technik lassen sich selbst Low-Budget sehr gute Aufnahmen erzielen. Stillistisch wird der Sound etwas rockiger, aufgrund des live eingespielten Schlagzeuges. Zudem bleiben wir auch der alten Linie treu. Die Demo-CD wurde über Jahre hinweg Stück für Stück eingespielt, daher sind die Sounds sehr unterschiedlich. Das wird bei den neuen Aufnahmen nicht der Fall sein. Es klingt somit mehr nach einer Band mit einem festen Sound. Die Platte wird auf CD und evtl. auch auf Vinyl veröffentlicht, digital im Internet versteht sich von selbst. Toll wäre es natürlich, wenn man hierfür auf ein Label zur finanziellen Unterstützung zurückgreifen könnte.

Damals hast du auf der Bühne mit Elektronik experimentiert. Sind Synthesizer & Co. noch immer Bestandteil der Live-Situation? Überhaupt: Was steht live an? Wo kann man euch zukünftig sehen?

Live sind die Synthesizer und Beats selbstverständlich noch ein Teil der Show. Zwischen den doch sehr rockigen Songs spielen wir viele Synthesizer-Übergänge und nutzen elektronische Samples für eine große musikalische Vielfalt. Auch akustische Songs sind zu hören. Wir experimentieren auch damit, einige unserer Songs mit dem DrumPad oder in einer abgewandelten Version am Synthesizer zu präsentieren, was auch schon bei den letzten beiden Shows der Fall war. Konzerttechnisch sieht es momentan etwas mager aus. Wir spielen am 20.02.2016 in Bamberg neben dem Schlachthof. Auf diese Show freuen wir uns sehr, da das Ganze nur über Mundpropaganda beworben wird und das Publikum in gewisser Weise auch einer expliziten Szene angehört. Um an ordentliche Gigs zu kommen fehlen uns einfach noch die professionellen Aufnahmen die wir aber bis April abgeschlossen haben sollten. Dann startet auch die Festivalsaison. Wir sind gespannt.

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Die Namensherkunft eines Interpreten aus ihm herauszukitzeln, ist ja so mit das langweiligste was man selbigem antun kann. Das möchte ich dir ersparen, nehme mir aber trotzdem die Frechheit raus, dich mit zwei Fragen zu konfrontieren, die auf die Begrifflichkeit ‚Seattle zurückgehen:

01. Nirvana, Alice In Chains, Soundgarden oder Pearl Jam?

Nirvana in jüngeren Jahren,…..später dann auch Alice in Chains, vor allem die Unplugged ist spitze!

977858_570881132961983_1876687946_o02. Beim recherchieren bin ich über ein Zitat von Chief Noah Seattle – seines Zeichens Indianerstamm-Anführer, Redner und Namensgeber der Stadt Seattle – gestolpert, welches, dank dem Götterbezug, inhaltlich sogar sehr gut zu eurer aktuellen Nummer passt und das ich dir jetzt einfach mal unverblümt um die Ohren haue: „Eure Religion wurde auf steinerne Tafeln geschrieben mit dem eisernen Finger eines zornigen Gottes, damit ihr sie nicht vergeßt. Das kann der Rote Mann nicht verstehen und nicht im Gedächtnis bewahren. Unsere Religion, das sind die Lebensformen unserer Väter, die Träume unserer alten Männer, die ihnen der Große Geist schickt, die Visionen unserer Häuptlinge. Und das ist in das Herz meines Volkes geschrieben.“                                                                      Deine Gedanken dazu?

Ich habe mich in letzter Zeit auch viel mit den Religionsgedanken befasst und ich gebe dem guten Chief Noah schon Recht. Ich will nicht schlecht über gewisse Religionen reden, finde es allerdings bescheuert sein Leben nach etwas zu richten in das man meist hineingeboren wurde, sich an Normen und Regeln halten die unglaublich veraltet und in keinerlei Weise wissenschaftlich begründet und hinterfragt sind. Jeder kann dies für sich selbst entscheiden und Religion hat sicherlich auch viel Gutes. Die Zeiten haben sich allerdings geändert und z.B. die Darstellung der Frau ist in vielen Religionen einfach nur lächerlich absurd. Freiheit sieht anders aus und Regeln gibt’s ja sowieso auch so schon genug☺

Theologie, Philosophie und Esoterik fix wieder beiseite und zurück zur Musik! Sind Teile der Band noch anderweitig musikalisch/kreativ aktiv?

Die Band besteht momentan aus Chris, unserem Drummer der auch noch in der Band Trollfaust als Schlagzeuger aktiv ist aber dort wohl Ende 2016 aufhören wird. Trollfaust ist so ne Art Mittelalter-Ritter-Rockband. Nicht so meins aber sehr real. Dem Bassisten Flo der erst vor kurzem dazu gestoßen ist und in der Punk-Band Harke mitmischt. Harke sind gute Bekannte, kann ich definitiv empfehlen. Die haben ein paar tolle Songs und sind live sehr emotional-kraftvoll. Felix spielt zweite Gitarre und Synthesizer. Bevor Flo in die Band kam spielte Felix die Bassgitarre. Er war vor kurzem mit der Musikerin Lilly Among Clouds auf Tour. Über dieses Projekt kann ich herzlich wenig bis gar nichts sagen. Das Mädchen heißt höchstwahrscheinlich Lilly☺

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Ich bin gespannt auf die kommende Platte und hoffe euch zeitnah live sehen zu können! Danke für deine Zeit und die letzten Worte gehören natürlich dir:

Yo, danke für dein Interesse an unserer Mukke. Mal sehen was die Zukunft bringt. Wichtig ist mir, dass wir den Spaß an der Musik beibehalten und uns treu bleiben. Wie sich das dann anhören wird weiß nur der Zeitreisende und natürlich die 330 Millionen indischen Götter. Peace

—————————————————————————————————————Interview vom 05.02.2016
Photos aus dem Archiv von Seattle Jay
Seattle Jay-Webpräsenz

Zündfunk – Live aus Würzburg!

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www.milla-club.de/now-or-never-der-zuendfunk-super-slam/

Weil es so gut als Ergänzung zur kürzlich besprochenen Penis-Ausgabe passt, sei auch die vor kurzem in Würzburg aufgezeichnente Zündfunk-Sendung ans Herz gelegt. Die nämlich, gibt es jetzt als Podcast nachzuhören:

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Gesprochen wird zum Beispiel über die bevorstehende Schließung des Café Zum Schönen René oder Wine For Punx. Außerdem gibt es Gespräche mit Bühnenpoetin Pauline Füg, mit Spaceman Spiff / A Tin Man oder mit der Bloggerin Garten Fräulein. Sogar der Dinomann findet Erwähnung! Dazu gibt es allerhand regionale Musik. Zum Beispiel von Seattle Jay, Senore Matze Rossi, vom Haudegen Mistaa und überraschenderweise auch von Tending To Huey. Ewig nicht gehört:

Unterhaltsame Sendung mit einigen wissenswerten Anekdoten über das derzeitige Treiben in Würzburg!

Review: Der kosmische Penis # 91

12417904_1207025262659464_410521288002105551_nDas Schweinfurter Fanzine ‚Der kosmische Penis‘ genießt nicht nur regionalen Kultstatus, sondern gehört mit nunmehr 91 Ausgaben zweifelsohne zu den Dienstältesten seiner Gattung. Seit 1987 schon widmet sich das Zwei-Mann gesteuerte DIY-Blatt mit Leiden-schaft dem Punkrock, der Popkultur, verschiedenen Reiseberichten oder aber auch  schräg-kruden Regional-ereignissen. Ohne Werbung. Ohne Internetpräsenz. Ohne Firlefanz. Oldschool, wenn man so möchte.

Wohl habe ich das Magazin schon seit gefühlten tausend Jahren auf dem Schirm und auch hin und wieder mal auf lokalen Konzertabenden überflogen. So wirklich aufmerksam zu Gemüte geführt habe ich es mir peinlicherweise aber noch nie. Ausschlaggebenden Impuls es nun doch einmal zu tun, gab sicherlich die Review-Sektion zu aktuellen Releases aus der hiesigen Szene, als da wären: Die kommende Bait-Scheibe, die Demos von Seattle Jay und den Cold Kids oder die Protz-Produktion von The New Black. Und natürlich die Besprechung zur aktuellen Cannahann-Platte:

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Was sich ansonsten unter der mit Grillz verzierten Fresse von Otto Rehhagel tummelt? Allerhand spannendes! Ausführliche Interviews mit dem Plattenlabel Sell Your Soul Records, Boysetsfire, Anthrax oder der Modelinie NekoNeko. Außerdem: Ein Bericht über die Volkacher Weinverköstigung Wine for Punx, welcher ich nebenbei bemerkt auch schon beiwohnen durfte und auch sehr empfehlen kann, Konzertberichte, Reviews aus der Ersten Liga (unter anderem zur gelobten Nevermen-Platte, deren Veröffentlichung ich nun noch mehr entgegenfiebere), ein Abgesang zur Schließung des Café zum schönen René und die Mythosaufdeckung des an mir vollkommen vorbeigegangenen fränkischen Mount Rushmore-Spektakels, nebst unzähligen, Insider-bespickten und festen Rubriken.

Vielerlei ansprechendes also, wie ich finde! #91 hat mir jedenfalls erst kürzlich eine dröge Zugfahrt versüßt und auch sonst bestens unterhalten! Und das bei gerade mal 2,60€ für 82 Seiten samt Mini-Poster!

Der kosmische Penis erscheint in regelmäßigen Abständen als 250-Exemplar-starke Auflage und ist in Schweinfurt (Stattbahnhof, Collibri), Würzburg (Cairo, Immerhin, Café zum schönen René, H2O) Zeil am Main (Mambo Bar) und Bamberg (Musicland) zu haben.

Ansonsten lohnt bei Abo-Interesse sicherlich auch der direkte E-mail-Kontakt!

Der Toilettenfaß ist cool (xxxisql056)

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Für viele Menschen ist das Bad das wichtigste Zimmer in Haus oder Wohnung. Obwohl es meist der kleinste Raum ist, muss es möglichst harmonisch gestaltet werden. Denn ein Badezimmer soll alle Sinne verwöhnen und der Ort sein, an dem man nach einem anstrengenden Arbeitstag Ruhe und Entspannung findet. Um Geist und Seele auch im Alltag ein wenig Wellness zu ermöglichen, sollte das Bad nach den Regeln des Feng Shui gestaltet werden. (www.everyday-feng-shui.de/)

Feng-Shui-Feeling auch in der Rhön. In der Männertoilette einer beliebten Szenekneipe regiert uneingeschränktes Wohlbefinden. Dies dürfte nicht zuletzt an brandneuen Toilettenmodellen wie dem Plastikfaß Sealand Masterflush 8112 liegen:

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Wellness pur! Und das Beste: So könnte es auch bald bei Ihnen aussehen! Wer sich das schmucke Designerstück ins Eigenheim holen möchte, bekommt hier die Hard Facts:

Plastikfaß Sealand Masterflush 8112 12 V DC, Niedrig-Modell

Hochwertiges Plastikbecken, (optional) stabiler Deckel aus beschichtetem Holz, geringer Wasserverbrauch. Die Toilette arbeitet mit einer integrierten Hebe- und Zerhackeranlage, ist sehr leise und ideal für den Anschluss an einen Abwassertank. Dieser kann bis zu 30m entfernt oder bis zu 3m über der Toilette liegen – die leistungsstarke Pumpe bewätligt diese Förderdistanzen problemlos. Der Rückfluss von Schwarzwasser wird durch ein Rückschlagventil vollständig unterbunden.

  • Hochwertiges Plastikbecken, Sitz und Deckel in Heavy-Duty-Ausführung
  • Spülwasserverbrauch ca. 2,3 Liter
  • Komfortables Bedienelement
  • Effizienter Zerhacker aus Edelstahl
  • Hochwertiges Rückschlagventil
  • Sehr leiser Betrieb
  • Geringer Energieverbrauch
  • Lieferbar in blau oder pink

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Übrigens: Auf eBay Kleinanzeigen wird man bei der Suche nach dem blauen Männermodell derzeit selbst bei kleinem Budget fündig! Teilweise schon ab 5€! Nicht zu Faßen!

Das ist ihre Leidenschaft, ihre Berufung und ihr Hobby (Ngf008)

Markt

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mir das Marktgeschehen in Schweinfurt angeschaut. Ein Artikel dazu findet sich (mit leichter Verspätung) in der heutigen F.A.Z. und natürlich auch im Anhang.

Glückliche Gärtnerin im Familienbetrieb / Mairübchen und Pastinaken bescheren viel Arbeit, aber auch zufriedene Marktkunden

„So, ich gebe Ihnen mal ein Mairübchen, zum Kosten. Das ist ein Mix aus Kohlrabi und Rettich, allerdings etwas bekömmlicher und schärft auch nicht so sehr. In dem hier ist zwar ein Wurm drin, aber das macht nichts: Sind schließlich gute Proteine!“ Ein herzhaftes Lachen tönt über den Schweinfurter Rathausplatz, während die Kostprobe dem dankbaren Kunden gereicht wird. Man merkt sofort: Isolde Tietze, die blonde, zierliche Marktfrau mit der grünen Schürze, ist noch vom alten Schlag. Dabei ist ihr das Alter von 55 Jahren nicht anzumerken. Die 38 Arbeitsjahre an der frischen Luft scheinen ebenso jung gehalten zu haben wie die gesundheitsbewusste Ernährung. Für letztere trägt der Familienbetrieb Tietze generationenübergreifend seit der Vorkriegszeit Sorge.

Das heutige Angebot aus 95 Prozent Eigenanbau ist groß. Allein acht verschiedene Tomatensorten reihen sich in grünen Plastikkisten neben Kohlrabi, Rettich, Bio-Eiern, Frühlingszwiebeln oder Zitronen. Daneben sticht bunter Mangold ins Auge. „Das ist so eine Modegeschichte. Ein Trend, der in den letzten Jahren durch Rezepte aus Magazinen und dem Internet gewachsen ist. Wo man früher eher den Stiel gegessen hat, sind es heute die Blätter. Smoothies sind auch so etwas Neumodisches.“ Das heute angebotene Getränk aus Banane, Erdbeere und Salat scheint nicht einmal die ausgefallenste Variante im Sortiment zu sein.

Doch wer erledigt seine Einkäufe in Zeiten von Discountern noch auf dem Markt? „Unsere Kunden sind Menschen, die es besonders frisch mögen. Viele haben dieses Traditionsbewusstsein noch von den Großeltern mitbekommen. Die kommen zwar selbst nicht mehr, aber deren Kinder und Enkelkinder tun es.“ Und Mütter: „Viele lassen die früher beliebten Gläschen mittlerweile im Regal links liegen und bereiten ihre Babynahrung wieder selbst zu. Die süßen und leicht bekömmlichen Pastinaken eignen sich beispielsweise perfekt dafür.“

Auch Isolde Tietze ist Mutter zweier Kinder. Sohn Sebastian entlädt kurz vor sieben den Traktor und frischt die Stände auf. Der 27-jährige Gärtnermeister hat im Familienbetrieb gelernt und garantiert den Fortbestand des Unternehmens. Das Gärtnern als Traumberuf wurde ihm wie auch schon den Eltern in die Wiege gelegt. Und schenkt man seiner Mutter Glauben, ist das auch Grundvoraussetzung: „In eine solche Arbeit wird man hineingeboren, sonst macht man das eigentlich nicht. Es ist eben auch ein Fulltime-Job, bei dem man immer präsent sein muss. Ich möchte nichts anderes machen. Das ist meine Leidenschaft, meine Berufung und mein Hobby. Und wenn das Herzblut dabei ist, dann macht einem auch mal ein bisschen mehr Arbeit nichts aus.“ Ihre Lebensfreude kommt bei der Kundschaft gut an. Lehrerin Dorothee Seidlmayer ist Stammkundin: „Was mir hier gefällt, ist, dass man sich kennt und mit Namen angesprochen wird.“ Die in rote Fahrradkluft gekleidete 55-Jährige wohnt um die Ecke. „Das empfinde ich ebenso als absoluten Luxus, wie auch die Möglichkeit, hier alles in der Form zu bekommen, wie es mir wichtig ist: Ohne lange Transportwege, frisch und unverpackt.“ Auf die Frage, ob sie denn bei Tietze wirklich alles bekomme, was das Herz begehrt, kichert sie. „Gut, am Anfang als ich noch etwas unbedarft beim Marktkauf war, hab ich schon mal verwundert gefragt, ob es denn keine Zuchini gibt. Da hat man mich aufgeklärt, dass manches Gemüse nur saisonbedingt zur Erntezeit im Sortiment ist. Eigentlich logisch, aber so etwas ist man durch Supermärkte gar nicht mehr gewohnt.“ Seit 20 Jahren hält sie dem Stand die Treue. „Ich komme gern hierher, da eine freundschaftliche Atmosphäre herrscht. Als ich mal krankheitsbedingt nicht selbst einkaufen konnte, hat das eine Freundin für mich erledigt. Meine Tasche, die sie bei sich trug, wurde sofort erkannt und ein Blumenstrauß samt Genesungswünschen mit nach Hause geschickt.“

Es dürfte nicht zuletzt solchen Gesten zu verdanken sein, dass sich die Kundschaft auch heute bei Nieselregen kaufbereit zeigt. „Sonnenschein ist natürlich das A und O. Gutes Wetter bedeutet gutes Geschäft. Nicht nur hier am Verkaufsstand, sondern auch in den Gewächshäusern und auf den Feldern.“ Diese liegen zum Großteil auf eigenem Ackerland, aber auch auf gepachteten Parzellen am Ellertshäuser See bei Stadtlauringen. „Der ergibt in Kombination mit dem fränkischen Boden einen Garanten für guten Ertrag.“ Ein Gut, das sich auch die anderen Händler zunutze machen, zu denen man ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. „Die meisten hier kenne ich schon seit meiner Kindheit. Mit vielen der Bauern sind wir im Jungbauernverein, der von unseren Großeltern gegründet wurde. Zusammen richten wir das Erntedankfest aus oder teilen uns Geräte.“ Auch wenn in Schweinfurt von den ehemals 60 Markthändlern nur eine Handvoll übrig geblieben ist, ist man bei Tietze zuversichtlich: „Der Beruf wird nicht aussterben. Viele pflanzen wieder selbst und holen sich beispielsweise Kräuter bei uns.“

Bloß keinen Koller kriegen (Ngf007)

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Vor einigen Wochen habe ich mich mit den Jungdarstellern und Bewohnern des Theater des Fränkischen Theaters im Schloss Maßbach unterhalten. Ein Artikel dazu findet sich in der heutigen F.A.Z. und natürlich auch im folgenden Fließtext:

„Wir befinden uns gerade im Bahnhofszimmer. Das heißt so, weil es direkt am Flur liegt. Man hat quasi die Hauptverkehrsstraße, auf der ständig Menschen unterwegs sind, direkt vor der Zimmertür. Hier drin fühlt man sich dann teilweise echt wie am Bahnhof.“ Das Zimmer ist eines von 20 im Schloss Maßbach, das in einem Park über dem unterfränkischen Marktflecken liegt. Gleich sprudeln dem 29-jährigen gebürtigen Hamburger Nilz Bessel noch weitere wilde Namensgebungen über die Lippen. Darunter Apfelzimmer, Eichhörnchenzimmer, wahlweise Käuzchenzimmer genannt, oder das Zimmer Nr. 8. „Das ist tatsächlich etwas mysteriös und hier im Hause vor allem als Sterbezimmer geläufig, weil hier mal ein Mensch gestorben ist. Natürlichen Todes wohlgemerkt.“

Hausherrin Anne Maar, geboren 1965 und seit 2003 Theaterchefin, und ihre jungen Darsteller kichern. Dazu gehört in der heutigen Runde neben Bessel noch Iris Faber, ebenfalls aus Hamburg und 1981 geboren. Im Fränkischen Theater, einem kleinen staatlich subventionierten Privattheater, sind acht Theaterleute – neben Schauspielern auch Regie und Theaterpädagogik – untergebracht, die in der früheren Fabrikanten-Villa Wohn- und Arbeitsplatz finden. Das Schloss, wie es genannt wird, entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts, hat eine immense Geschossfläche von 1800 Quadratmetern. Das Anwesen erstreckt sich über rund sechs Hektar, Park inklusive.

Eigentümer ist der Freistaat Bayern, über das Staatliche Bauamt in Schweinfurt wird die Liegenschaft betreut. Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte. Es war Industriellenvilla, Herstellungsort pharmazeutischer Erzeugnisse, Ausbildungsstätte des NS-Lehrerbundes, sogar ein Mord fand 1929 darin statt, dem die Frau des damaligen Eigentümers zum Opfer fiel.

Die Unterbringung im Schloss habe erst mal ganz pragmatische Gründe, erklärt Anne Maar. „Wenn ein Schauspieler von weiter weg bei uns engagiert wird, ist es natürlich praktisch, wenn dann gleich ein Zimmer vorhanden und nicht erst große Wohnungssuche angesagt ist.“ Bessel erklärt: „Der Arbeitsweg ist kurz. Selbst wenn man verschläft, ist man immer noch pünktlich. Dazu kommt der direkte Kontakt mit den Kollegen.“ Das findet auch Iris Faber: „Das ist das Spezielle an diesem Haus, dass die Gemeinschaft eben so toll ist, dass man gut zusammen wohnen und arbeiten kann. Dadurch entstehen auch viel dichtere Arbeiten, und es gibt auch keine Ellenbogen.“

Diese dichten Arbeiten werden auf drei Spielstätten gezeigt: dem Intimen Theater mit 86 Plätzen im Schloss, der Freilichtbühne mit 326 Plätzen hinter dem Schloss und dem Gärtnerhaus, das zum Jugendtheater ausgebaut wurde und Theater im Pferdestall genannt wird. Dort läuft zum Beispiel Tschick von Wolfgang Herrndorf.

Anne Maar ist mit dem Theater aufgewachsen, als es noch von den Großeltern geleitet wurde. „Wenn ich mich mit Bewerbern unterhalte, ist natürlich die Frage, ob sie sich vorstellen können, hier mit den ganzen Kollegen auf dem Land zusammenzuleben, ein wichtiger Punkt. Manchmal gibt es da dieses Gefühl: Es ist zwar ein guter Schauspieler, aber innerhalb dieser Gemeinschaft nicht sozialkompatibel.“

Iris Faber kommt hingegen immer wieder gerne für neue Stücke in die unterfränkische Provinz. Jahr für Jahr bietet das gut besuchte Theater elf Premieren, die auch an 25 Gastspielorten gezeigt werden. Da das Theater Landesbühnenfunktion hat, sind Gastspielverpflichtungen selbstverständlich. Aschaffenburg im Westen, Pfronten im Allgäu und Burghausen im Süden, aber auch Schmallenberg in Nordrhein-Westfalen – das sind alles aktuelle Außentermine der Bühne, die seit 1997 von Dramaturg Sebastian Worch betreut werden. Natürlich liegt ein Schwerpunkt in der Region, in den das Theater unterstützenden Landkreisen um Schweinfurt, Hassfurt, Bad Neustadt und Bad Kissingen. „Immer saisonal für ein oder zwei Stücke bin ich da“, erläutert Iris Faber. „Je nachdem, wie es gerade passt, auch mal für drei. Letztes Jahr war ich neun Monate hier.“ Sie und Nilz Bessel sind ein Paar, haben sich hier kennengelernt und im Sommer in „Lippels Traum“ von Paul Maar gemeinsam auf der Freilichtbühne gestanden.

Solche Zeitspannen, mit zwei täglichen Proben zu je vier Stunden und dem nicht zu unterschätzendem Inselweltcharakter – der durch die Abgeschiedenheit des Gebäudes am Berg zustande kommt – verursachen mitunter das, was die Gemeinschaft liebevoll den „Maßbach-Koller“ nennt. „Zwei bis sieben Tage dauert so ein Koller. Dann will man einfach nur weg. Die Decke fällt einem auf den Kopf, und man hat das Gefühl, mal etwas anderes sehen zu wollen. Andere Leute und Theater, aber auch mal Kino, Bar, Tanzclubs oder was weiß ich. Das kommt immer wieder vor, aber dann ist auch wieder gut.“ Damit solche, von Anne Maar, die übrigens selbst nicht im Schloss wohnt, geschilderten Momente nicht die Überhand gewinnen, gibt es seit drei Jahren die Regelung, wonach kein Schauspieler mehr als drei Stücke hintereinander spielt. Zu groß seien sonst die psychischen und physischen Belastungen, die sich durch die Kombination aus Probe und Aufführung ergeben.

Der Freiflug ist cool (XXXisql054)

as found on www.gruppe-freiflug.de

Die meisten Dinge lernt man erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat. Betrachtet man die Umstände, dass ich sie vor einigen Tagen schwer zu schätzen gelernt habe sowie den Stillstand ihrer Homepage seit 2013, so scheint mir die Gruppe Freiflug schon beinahe zu einem dieser Dinge zu zählen.

Kurz aufmerksam gemacht worden von einer gut informierten, anonymen Quelle (Rhön-Grabfeld – crapmail anyone??) aus Nürnberg und sofort angefixt, habe ich mich sogleich mit Vergnügen in das Schaffenswerk der mittelfränkischen Deutschrockcombo reingefuchst.

Und das hat es in sich: Schlager und Pop meets Heavy Metal. Moderne, markante und druckvolle Musik mit anspruchsvollen, tiefgründigen Texten dürfte es als Umschreibung genau auf den Punkt bringen.

Um sich einen schnellen Überblick über die Geschichte, Hintergründe und Ambitionen der Kapelle zu verschaffen, muss man glücklicherweise keine ellenlange Bandbio durchwälzen, sondern bekommt alles wissenswerte in Form eines charmant kurzweiligen Interviews mal eben lockerlässig im Videoformat präsentiert. Gott segne mir die seligen Youfame-Tage…

Ihr seit nun also im Bilde!? Es folgen die Songperlen, die ich in ihrer gesteigerten Form in etwa als „netzhautreizende Intensitätskurve“ betiteln würde:

Ewigkeit

DER LETZTE TAG, VERLORENE ZEIT
SIE HÄLT NICHT AN, ES IST SOWEIT
EIN ATEMZUG IST DAS WAS BLEIBT
ZUM GREIFEN NAH, DIE EWIGKEIT (Text: Freiflug)

Stillstand

DIE HYÄNE SIE GRINST, DAS HAT SIE IMMER GEMACHT
HAT IHREN HUNGER GESTILLT UND UNS DANN AUSGELACHT
DER TROG IST LEER UND SIE IST WEITER GEZOGEN (Text: Freiflug)

Liebesschlacht

WIR FÜHREN UNSREN KALTEN KRIEG
KEIN STELLUNGSZWANG
DIE FRONTEN SIND LÄNGST ABGESTECKT
MEIN HIRN IST GEIL UND KRANK (Text: Freiflug)

„Bereits der Titel provoziert durch seinen ausdrucksstarken Text über geheime, unausgesprochene Sex-Fantasien und den Blick in die Abgründe der männlichen Seele, der nun auch adäquat in einem Clip visualisiert wurde. Neugierig? Dann lasst Euch dieses Video aus einem Mix aus geiler Musik und Erotik nicht entgehen!“ (Freiflug)

Das der Band ein Hit in den Top 20 (zumindest einmal!) bisher vergönnt geblieben ist, erachte ich persönlich als absolute Frechheit und hoffe, dass den Jungs hiermit ein wenig mehr – wenn vielleicht auch etwas verspätete – Aufmerksamkeit zuteil wird.

Let’s make Freiflug a threat again!

Ich versuch mir dann derweil mal eine Autogrammkarte zu ordern!

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