Der Cowboys And Aliens ist cruel (XXXisql091)

Zugegeben: Ob man Cowboys And Aliens nun als Halloween-tauglich empfindet oder nicht ist reine Ansichtsache. Immerhin ist die Comic-Adaption von 2011 weniger in der Horror- als vielmehr in der Sci-Fi-, Western- und Action-Ecke zu Hause.

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Der The Langoliers ist cruel (XXXisql073)

Es ist ja so eine Sache mit Stephen King-Verfilmungen… gibt es mit The Shining, The Shawshank Redemption, Stand By Me oder The Green Mile zwar eine ganze Handvoll gelungener Bildschirmadaptionen, ist der Großteil jämmerlich produzierter Schund der einem eher durch schäbige Special Effects, schlechte Kostüme und mangelnde Schauspiel-Skills in Erinnerung bleibt. Weiterlesen

Der Daniel Ist Cruel!

Ich bin wahrlich kein Fan der dritten Jahreszeit. Es ist kalt, nass, dunkelt viel zu früh und man schaut dem geliebten Sommer beim sterben zu. Das einzige was mich am Herbst so wirklich aus der Reserve lockt ist wohl die Halloween-Zeit, bei der man sich gemütlich bei einer Tüte Monster Munch auf die Couch verkrümeln kann um sich vermehrt alte Horror-Flicks, B-Movies, Cartoons und absurde Sticom-Specials zu gönnen. Weiterlesen

Der Body Bags ist cool (XXXisql060)

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Halloween, The Thing, Escape From New York, Christine, The Fog… die Kassenschlager – Liste von John Carpenters ist schier endlos. Und das sogar berechtigt! Seine Special – Effect – getränkte Bildmalerei ist, nicht zuletzt durch die meist eigenhändig komponierten wie clever arrangierten Scores, einem jeden Kind der Achtziger fest im Bewusstsein verankert. Oftmals im Mittelpunkt seiner meist schaurigen Plots: Der Außenseiter. Egal ob alleine oder in der Gruppe. „Kino der Isolation“  habe ich da mal irgendwo als überordnenden Beschreibungsversuch seines Schaffenswerks gelesen, dem größtenteils ein mit einfachen Mitteln erzeugter Spannungsaufbau zugrunde liegt und seinen Filmen schon alleine deshalb das Prädikat ‚einmalig‘ verleiht. Manchmal aber, kommt man nicht umhin Teile seines Outputs als ‚einmalig schlecht‘ zu betiteln..

Und immer wenn sein Name fällt (jüngst geschehen im immernoch schwer zu empfehlenden Hour Of Goon – Podcast), denke ich zuallererst an einen Schinken der zweiteren Kategorie. Es handelt sich um das schräge B-Movie – Juwel Body Bags aus dem Jahr 1993, welches einst eines der Highlights meiner mittlerweile nutzlos gewordenen und verstaubten VHS-Sammlung war. Im Aufbau Stephen Kings Cat’s Eye nicht unähnlich, featured auch Body Bags drei Horror-Kurzgeschichten, die Carpenter als vermeintlicher Leichenbestatter auch gleich noch selbst unter Nutzung abgegriffenster Flachgags à la Tales From The Crypt anmoderiert.

Während das Segment The Gas Station mehr oder weniger gekonnt das bekannte Serial Killer – Thema (ausgerechnet in der Haddonfield – Area) behandelt, haben es die anderen beiden so richtig in sich! Eye erzählt die Geschichte eines Baseball – Profispielers, der die Hälfte seines Augenlichts verliert und durch eine Transplantation eines Ersatzexemplars sein blaues Wunder erleben muss. Das widerum reicht bei weitem nicht an das heran, was dem abgehalfterten Playboy in Hair blüht. Der unterzieht sich ebenfalls einer Transplantation. Um seinem fortschreitenden Haarausfall entgegenzuwirken. Haarausfall: Voll gruselig! Selten einen solchen Schund gesehen!

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Dennoch: Body Bags krame ich nicht nur wegen seiner Steilvorlage für schlechte Sprüche immer wieder gerne hervor. Auch das Staraufgebot hat einiges zu bieten. So sehen wir das 60er Jahre Model Twiggy an ihren Haaren gefesselt am Tischbein zappeln, Harry Und Die Hendersons – Mutti Molly Cheek beim kläglichen Versuch das Fahrzeug ihres Lovers zu tanken und selbst Horror – Kollege Wes Craven gibt sich in The Gas Station die gekonnt dargebotene Ehre. Dann noch Evil Dead – Schöpfer Sam Raimi als Leiche, Texas Chainsaw Masacre – Produzent Tobe Hooper als Arbeiter in der Leichenhalle, American Werewolf in London – Hauptdarsteller David Naughton als Retter in der Not und und und…

Ein echter Geheimtip für alle, die es sich an verregneten Tagen gerne mit billig-absurd-trashigem 90er – Taschenspielergrusel gemütlich machen. Sehr unterhaltsam!

Und ab das Ding:

Wer Bock hat, sich einen informativen Überblick über den John Carpenter – Katalog zu verschaffen, kann das zum Beispiel mit den folgenden Episoden des seligen Game One Plauschangriffs machen:

Ach ja, ich MUSS DIESES SHIRT HABEN! Bitte!

UND weil es so schön hierher passt: Always remember John Randel / Bisexual Cheerleading Drugatics!

Paulinchen Brennt-EP ist raus!

PAULINCHEN_BRENNT_COVERAb heute gibt es die Debut – EP Viele Werden Satt von Paulinchen Brennt wahlweise kostenlos über bandcamp oder für schlappe 7€ als Digipak im eigenwilligen 0unter0-Design zu haben.

Fünf urangetränkt lärmende Geschichten über Hexerei, planetares Bewusstsein und Besessenheit. Musikalisch vertrackt bis anstrengend zwischen Noise, Screamo, Post-rock & Experimental!

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Passend zum Release gibt es die Band auch live zu sehen. Auf Minitour, zusammen mit Zerre und White Hand Gibbon durch Holland und Köln! Nur falls du in der Gegend sein solltest…

Viele Werden Satt im Stream:

Review: Failure – The Heart is a Monster (2015)

10563119_479556672195337_5590897305055833661_nDas Failure mit einer Reunion kaum enttäuschen würden, ließ sich bereits im Vorfeld erahnen. Mit einem derartigen Geschoss wie es The heart is a monster ist, dürften trotzdem die Wenigsten (mich eingeschlossen) gerechnet haben Mittlerweile liegt der Release der 18-Track starken Comeback-LP schon beinahe ein halbes Jahr zurück, taucht derzeit zu Recht großflächig in den Jahresbesten-listen auf und hatte Zeit in meinen Gehörgängen zu reifen.

 

Diese ist bei der Musik des LA-Trios meiner Meinung nach noch immer von Nöten, will man die Brillanz der Stücke gänzlich begreifen und auskosten. Die wenigsten Failure-Songs springen dem Hörer direkt ins Gesicht. Der Popappeal will mitunter erst einmal unter dissonanten Gitarrenriffs gesucht werden. Das war bereits bei Fantastic Planet so und das ist es auch heute noch. Die bei genanntem Werk eingeführten Interludes (Segue 1 – 3) werden auf dem aktuellen Werk (Segue 4 – 9) ebenso konsequent fortgesetzt wie auch das ausgeprägte Händchen für grungy Alternative-Rock wieder zum Zuge kommt.

Alles beim alten also im Hause Failure? JA! Und das gefällt! Oder hätte jemand nach fast zwei Jahrzehnten Veröffentlichungsabstinenz ernsthaft große Experimente willkommen geheißen? Songs wie Come Crashing oder Hot Traveler bringen sofort das typische Failure-Feeling zurück und könnten direkt aus den 90ern stammen. Tatsächlich haben einige der Stücke schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Petting the Carpet beispielsweise hätte schon auf dem etwas halbgarem Debut  Comfort (1992) landen sollen und I can see houses, heute das Grand Finale der Platte, war sogar schon 1991 Teil des Livesets:

Hinsichtlich Thematik und Ästhetik ist man sich ebenfalls treu geblieben. Die von Band und Fans gleichermaßen geliebte Sci-Fi-Ästhetik wird im grandiosen Video von Counterfeit Sky besonders in den Fokus gerückt. In bester GravityInterstellarThe Martian-Manier liegt das aufwändig produzierte Astronauten-Drama dabei sogar noch voll im Trend. Mit spooky Backings versehen avanciert der Song auch beinahe zum stärksten Stück der Platte! Diese Ehre gebührt allerdings der Piano-Slide-Guitar-Ballade Mullholland Drive. Pink Floyd  und die Beatles lassen grüßen! Riesen Hit:

Mag The heart is a monster im letzten Drittel zwar dann doch etwas langatmig daherkommen und Magnified, meinem persönlichen Lieblingsalbum der Band nicht das Wasser reichen können, bin ich trotzdem schwer begeistert von der Platte. Absolut unpeinliches Comeback mit starken Songs und perfekter Produktion zwischen Dirty und Hochglanz. Wer wissen möchte wo moderne Alternative Acts wie A Perfect Circle, Queens of the Stone Age, Melissa auf der Maur oder Black Light Burns inspiriert wurden, dem seien Failure, auch 2015 noch, ebenso ans Herz gelegt wie Fans von Porcupine Tree, Dredg oder meinetwegen auch den frühen Weezer. Grunge-Fans und Potheads hören sowieso rein! Los! Jetzt!

Hot Traveler

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Counterfeit Sky

Anspieltips: Mulholland Drive, Counterfeit Sky, Hot Traveler, Come Crashing, Atom City Queen

The Heart Is a Monster im Stream:

Released: 30.06.2015 via INgrooves Music Group, Failure Records LLC