Review: AEMERA – Arcturius (2017)

Nach ColdCell folgt der nächste Streich aus Basel. Wenn man fairerweise auch gleich hinterher-schieben muss, dass AEMERA tatsächlich nur zur Hälfte in der Schweiz wohnhaft und die restlichen Mitglieder im französischen Mulhouse ansässig sind. Die musikalische Heimat ist hingegen etwas einfacher auszumachen: DJENT METAL! Durch die Bank beeindruckend in Szene gesetzt und technisch überdurchschnittlich tight.

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Review: Die Jünger – Komm Ins Glück (1996)

Was bin ich nicht schon ausgelacht worden, wenn ich von dieser Band erzählt habe. Die Jünger ist nunmal nicht wirklich der überzeugendste Name für eine Band & wenn einem dann versehentlich noch ‚Deutschrock‘ über die Lippen huscht ist natürlich Feierabend. Schade, denn tatsächlich ist die einzige Platte dieser Nürnberger Formation ein echter Geheimtipp und hat mit unter dieser Bezeichnung geführten Bands wie Pur oder Unheilig rein garnichts am Hut. Weiterlesen

Review: Pretty Lightning – The Rhythm Of Ooze (2017)

So ein bisschen hat man sie ja allmählich satt, diese nicht enden wollende Retro-Rock-Welle… Leider stellt die mittlerweile von Trittbrettfahren überschwemmte Szene nämlich die Innovation gerne mal hinten an und langweilt durch un-inspiriertes Wiederkauen altgedienter Schablonen. Anders das Duo Pretty Lightning aus Saarbrücken, das auf seinem nunmehr dritten Werk The Rhythm Of Ooze durch Ideenreichtum und Eigenständigkeit zu glänzen weiß.

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Review: Zikade – Wortstörungsfindungen (2017)

Nennt ihn Parasit, er hört eh nicht richtig hin. Ansonsten hätte die Ein-Mann-Band Zikade sich auf Album Nummer vier wohl dem Mainstream geöffnet. Stattdessen fallen auch die Wortstörungsfindungen zu großen Teilen eigensinnig bis sperrig aus. Gut so! Etwas sanfter noch als auf dem Vorgänger platzieren sich die gewohnt eigenartig verschrobenen Texte inmitten von Reverb-umschleierten Gitarren und spärlicher Elektronik nebst allerhand Sample-Versatzstücken. Weiterlesen

Review: The Lumes – Envy [EP] (2017)

artwork by G. Quitz, A. Gouwen,F. Bremer.

Lauscht man der wahlweise in Feedback oder Distortion verpackten Melancholie von Envy, wird man das Gefühl nicht los, dass da irgendwas im Innern von The Lumes ganz mächtig gekratzt haben muss. Nun ist es raus und klingt nach Weltschmerz, Verzweiflung und Resignation. Emo also im wahrsten Sinne des Wortes, der zwar eher nach Garage und Grunge klingt, dafür aber glaubwürdiger als bei vielen Genre-Kollegen daherkommt.

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Review: Cold Kids + Krank – 7inch Split (2017)

„Den Worten folgen Taten wie so oft“ und hier ist sie nun, die vor geraumer Zeit angekündigte gemeinsame 7inch-Split von Krank und den Cold Kids. Zu hören gibt es jeweils zwei brandneue Stücke von zwei Combos, die sich hinsichtlich ihrer Texte, Attitude und Gesinnung gesucht und gefunden haben. Musikalisch im Punk verwurzelt, gelingt es sowohl den Hamburgern als auch den Bambergern dabei dem Genre eine eigene Note beizumischen. Geschrammelt wird natürlich trotzdem!

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Review: PABST + AUTISTI – 7inch Split (2017)

Wir kennen PABST. Wir kennen AUTISTI. Wir kennen CRAZYSANE RECORDS. Wir wissen daher, dass es sich bei der vorliegenden Split um einen absoluten Pflichtkauf handelt. Und das schon ohne auch nur einen Ton gehört zu haben. Was wir noch nicht wussten ist, dass man rosafarbene 7inches mittlerweile auf Basis von Eiscreme presst und das uns die gemeinsame Split der beiden Ausnahme-Formationen dann doch SO derbe an die Wand klatschen würde. Das wiederum wurde uns aber schon beim ersten Ton bewusst. Weiterlesen