Review: Finte – Ignoranz und Illusion [EP] (2018)

artwork: Philipp Zurmöhle

Finte aus dem niedersächsischen Hildesheim schicken sich an die Lücke zwischen treibenden At The Drive In – Passagen und verschachteltem Gefrickel à la The Hirsch Effekt mit Leben zu füllen. Addiert man die intellektuell angehauchten Texten hinzu, die allesamt in der Muttersprache vorgetragen werden, ist man vom Gesamtkonzept garnicht mal so weit weg von dem, was die bereits im Blog gefeatureten  Kora Winter so zum Besten geben. Obgleich es auf Ignoranz und Illusion im direkten Vergleich etwas gemäßigter zur Sache geht. Weiterlesen

Review: Roamer – What The Hell (2018)

What The Hell!? Während man bei Songtiteln wie Open My Pants, Sick Enough, Bye Bye Baby, Touchscreen, Rebel oder der grauselig kastigen Typografie, die die vorliegende Platte ziert und damit im krassen Kontrast zu den arty-anspruchsvollen Photo.-montagen steht, schon fast schreiend davonlaufen möchte, überrascht einen der musikalische Inhalt dann doch ungemein. Roamer schleifen den Hörer nämlich gnadenlos an den Haaren einmal quer durch die alternative Musiklandschaft. Weiterlesen

CANNAHANN – Staub Und Wasser!

artwork: Hummelgrafik

Vergangenen Freitag wurde mit STAUB UND WASSER das zweite CANNAHANN-Album als 12inch Gatefold-LP (200 classic black & 100 limited clear), Digisleeve CD und als Download über Barhill Records und Cargo Records veröffentlicht. Den ganzen Kladderadatsch kann man z.B. hier, dort oder da käuflich erwerben oder sich die zehn Songs über iTunes, Apple Music, Deezer, Google Play, Amazon Music etc. reinfahren. Selbstverständlich findet man alle Stücke auch auf Spotify. Holst du dir!(?)!

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Review: Cold Kids – Sektempfang Bei Scheele (2018)

artwork: Florian Hemmerlein

Nicht mal ein halbes Jahr ist vergangen seit dem letzten Release und schon stehen die Cold Kids mit der nächsten Veröffentlichung in den Startlöchern. Vorbildlich! Für die erste full-length (neun tracks, schon oder?) Sektempfang Bei Scheele hat man dabei sogar einen Deal mit der altehrwürdigen deutschen Indielabelgröße Twisted Chords an Land gezogen! Verdienterweise muss man dazusagen, denn die Platte kann was!

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Review: Hate Me Tomorrow – Human Vs World [Tape] (2018)

artwork: Marion Böhner

Hate Me Tomorrow aus Schweinfurt schicken sich seit 2014 an, die lokale Hardcore-Szene zu bereichern und machen ihren Job auf ihrem zweiten Output Human Vs World dabei gar nicht mal so übel. Rotzig, roh und ohne großen Schnick-Schnack holzt der Vierer  sich durch 7 knackige Nummern und braucht dafür nicht mal 10 Minuten. Das lob ich mir! Wenn schon auf ausgetrampelten Pfaden gewandelt wird, dann doch bitte direkt, schnell und ehrlich.

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Review: AEMERA – Arcturius (2017)

Nach ColdCell folgt der nächste Streich aus Basel. Wenn man fairerweise auch gleich hinterher-schieben muss, dass AEMERA tatsächlich nur zur Hälfte in der Schweiz wohnhaft und die restlichen Mitglieder im französischen Mulhouse ansässig sind. Die musikalische Heimat ist hingegen etwas einfacher auszumachen: DJENT METAL! Durch die Bank beeindruckend in Szene gesetzt und technisch überdurchschnittlich tight.

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Review: Die Jünger – Komm Ins Glück (1996)

Was bin ich nicht schon ausgelacht worden, wenn ich von dieser Band erzählt habe. Die Jünger ist nunmal nicht wirklich der überzeugendste Name für eine Band & wenn einem dann versehentlich noch ‚Deutschrock‘ über die Lippen huscht ist natürlich Feierabend. Schade, denn tatsächlich ist die einzige Platte dieser Nürnberger Formation ein echter Geheimtipp und hat mit unter dieser Bezeichnung geführten Bands wie Pur oder Unheilig rein garnichts am Hut. Weiterlesen

Review: Pretty Lightning – The Rhythm Of Ooze (2017)

So ein bisschen hat man sie ja allmählich satt, diese nicht enden wollende Retro-Rock-Welle… Leider stellt die mittlerweile von Trittbrettfahren überschwemmte Szene nämlich die Innovation gerne mal hinten an und langweilt durch un-inspiriertes Wiederkauen altgedienter Schablonen. Anders das Duo Pretty Lightning aus Saarbrücken, das auf seinem nunmehr dritten Werk The Rhythm Of Ooze durch Ideenreichtum und Eigenständigkeit zu glänzen weiß.

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Review: Zikade – Wortstörungsfindungen (2017)

Nennt ihn Parasit, er hört eh nicht richtig hin. Ansonsten hätte die Ein-Mann-Band Zikade sich auf Album Nummer vier wohl dem Mainstream geöffnet. Stattdessen fallen auch die Wortstörungsfindungen zu großen Teilen eigensinnig bis sperrig aus. Gut so! Etwas sanfter noch als auf dem Vorgänger platzieren sich die gewohnt eigenartig verschrobenen Texte inmitten von Reverb-umschleierten Gitarren und spärlicher Elektronik nebst allerhand Sample-Versatzstücken. Weiterlesen