Review: The Rolling Stones – Their Satanic Majesties Request (1967)

artwork: Michael Cooper

Mick Jagger und das Okkutle sind uns schon bei Kenneth Anger und auch  kürzlich erst im Zusammenhang mit The Master And Margarita begegnet. Die 67er Platte Their Satanic Majesties Request scheint sich da irgendwie einzureihen. Ist der Titel selbst zwar nur als Pun auf eine Formulierung in britischen Pässen zu verstehen, versprüht die Scheibe dennoch einen Hauch von schwarzer Magie. Mag man sich über diese Aussage streiten können, bleibt das Album dennoch unbestreitbar die kurioseste VÖ im Katalog der Rolling Stones.

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Review: Zement – Klinker (2018)

artwork: Phillipp Dittmar

Zement aus Würzburg melden sich mit ihrem zweiten Album Klinker zurück und mischen ihren feingemahlenen, instrumentalen Baustoff auch diesmal aus Schüttgütern wie Krautrock, Elektronik und Psychedelica zusammen. Auch die neue Scheibe hält fünf ausufernde Trips bereit, die allesamt kryptische Titel wie C3S oder C3A tragen, die man sich wiederum bei verschiedensten Phasen von Zementklinkern  entliehen hat. Weiterlesen

Review: The Tidal Sleep – Be Kind [EP] (2018)

artwork by Matthias/The Tidal Sleep

The Tidal Sleep legen mit Be Kind nochmal vier Songs aus der Aufnahmesession zur 2017er Platte Be Water nach. Nach Resterampe klingen die aber so ganz und gar nicht und so wollen die Stücke auch von der Band nicht verstanden werden. Vielmehr hätten die nun nochmal von Dimi Conidas nachgemixten Stücke nach eigenen Angaben einfach den Rahmen gesprengt, hätte man sie noch auf der letzten Platte platzieren wollen.

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Review: Amy Shark – Love Monster (2018)

photography & design by Steve Wyper

In ihrer Heimat Australien ist Amy Shark gerade schwer am durchstarten. Das weiß ich, weil ich den vergangenen Sommer dort verbringen durfte und einem die 32-jährige dort permanent aus dem Radio entgegenschallt. Sender wie Triple J spielen ihre Singles Adore, I Said Hi und All Loved Up  derzeit pausenlos rauf und runter. Stilistisch handelt es sich dabei um recht gefälligen, ziemlich ungefährlichen und bis-weilen sehr glatten Pop fürs Formatradio. Weiterlesen

Review: Finte – Ignoranz und Illusion [EP] (2018)

artwork: Philipp Zurmöhle

Finte aus dem niedersächsischen Hildesheim schicken sich an die Lücke zwischen treibenden At The Drive In – Passagen und verschachteltem Gefrickel à la The Hirsch Effekt mit Leben zu füllen. Addiert man die intellektuell angehauchten Texten hinzu, die allesamt in der Muttersprache vorgetragen werden, ist man vom Gesamtkonzept garnicht mal so weit weg von dem, was die bereits im Blog gefeatureten  Kora Winter so zum Besten geben. Obgleich es auf Ignoranz und Illusion im direkten Vergleich etwas gemäßigter zur Sache geht. Weiterlesen

Review: Roamer – What The Hell (2018)

What The Hell!? Während man bei Songtiteln wie Open My Pants, Sick Enough, Bye Bye Baby, Touchscreen, Rebel oder der grauselig kastigen Typografie, die die vorliegende Platte ziert und damit im krassen Kontrast zu den arty-anspruchsvollen Photo.-montagen steht, schon fast schreiend davonlaufen möchte, überrascht einen der musikalische Inhalt dann doch ungemein. Roamer schleifen den Hörer nämlich gnadenlos an den Haaren einmal quer durch die alternative Musiklandschaft. Weiterlesen

CANNAHANN – Staub Und Wasser!

artwork: Hummelgrafik

Vergangenen Freitag wurde mit STAUB UND WASSER das zweite CANNAHANN-Album als 12inch Gatefold-LP (200 classic black & 100 limited clear), Digisleeve CD und als Download über Barhill Records und Cargo Records veröffentlicht. Den ganzen Kladderadatsch kann man z.B. hier, dort oder da käuflich erwerben oder sich die zehn Songs über iTunes, Apple Music, Deezer, Google Play, Amazon Music etc. reinfahren. Selbstverständlich findet man alle Stücke auch auf Spotify. Holst du dir!(?)!

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Review: Cold Kids – Sektempfang Bei Scheele (2018)

artwork: Florian Hemmerlein

Nicht mal ein halbes Jahr ist vergangen seit dem letzten Release und schon stehen die Cold Kids mit der nächsten Veröffentlichung in den Startlöchern. Vorbildlich! Für die erste full-length (neun tracks, schon oder?) Sektempfang Bei Scheele hat man dabei sogar einen Deal mit der altehrwürdigen deutschen Indielabelgröße Twisted Chords an Land gezogen! Verdienterweise muss man dazusagen, denn die Platte kann was!

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Review: Hate Me Tomorrow – Human Vs World [Tape] (2018)

artwork: Marion Böhner

Hate Me Tomorrow aus Schweinfurt schicken sich seit 2014 an, die lokale Hardcore-Szene zu bereichern und machen ihren Job auf ihrem zweiten Output Human Vs World dabei gar nicht mal so übel. Rotzig, roh und ohne großen Schnick-Schnack holzt der Vierer  sich durch 7 knackige Nummern und braucht dafür nicht mal 10 Minuten. Das lob ich mir! Wenn schon auf ausgetrampelten Pfaden gewandelt wird, dann doch bitte direkt, schnell und ehrlich.

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