Review: ZERRE – Different Lines (2017)

artwork by Julia Witas

Da hat sich jemand was getraut! Die im Hardcore verwurzelten ZERRE aus Würzburg wagen mit Different Lines den Blick über den Tellerrand. Vom Gemüt her eh schon immer erfrischend fern von elitärem Szene-Gehabe, schlägt sich die offene Natur des Fünfers nun auch in der Musik nieder. Dürfte sicher nicht zuletzt am erneuerten Line-Up liegen, mit dem nun zum ersten Mal ausgiebig komponiert wurde. Das Ergebnis spricht für sich und bedeutet vor allem eins: Mehr Metal! Es gibt sogar Gitarrensolos!

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Review: The Velvet Underground & Nico (1967)

artwork by Andy Warhol

Wenn schonmal so etwas großes wie ein 50-jähriger Geburtstag zu einer derart großen Platte wie dem ‚Bananenalbum‘ von The Velvet Underground ansteht, dann darf man wohl sicherlich auch einmal ein paar Worte über einen Klassiker verlieren, über den eigentlich schon alles gesagt wurde, oder? Und sei es nur, um dem innerlichen Drang einer öffentlichen Liebesbekundung nachzukommen. Here she comes, you better watch your step. She’s going to break your heart in two.

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Review: CLOSET DISCO QUEEN – Sexy Audio Deviance For Punk Bums [EP] (2017)

artwork by Fabian Bremer

They did it again! Im Hause CrazySane Records beweist man auch mit dem dritten Release Geschmack! Diesmal gibt es partytaugliches Ohrfutter vom Schweizer Gitarre + Drums – Gespann CLOSET DISCO QUEEN. Das seit 2014 bestehende Duo hat bereits Konzerte in China, Russland sowie eine Support-Tour mit Baroness durch Europa auf der Haben-Seite. Gespielt wird äusserst energiegeladener 70s Kraut – R.O.C.K., der der Stoner/Retro-Szene zeigt wo’s lang geht! Weiterlesen

Three Way Screamo Split Excitement!

Seit Gestern kann man nicht nur die kommende Split-Platte von Rodgaus Finest La Petite Mort/Little Death und den Schweden von Young Mountain sowie Vivre Sa Vie preordern sondern auch gleich noch je einen Song der kollaborierenden Combos hören. Weiterlesen

Review: Autisti – Self Titled (2017)

Mag das Schweizer Trio Autisti auch neu sein: Ihre Mitglieder sind wahrlich keine unbeschriebenen Blätter! Neben der Folk-Sängerin Emilie Zoé darf sich hier vor allem der umtriebige LoFi-Liebhaber Louis Jucker (u.a. Ex – The Ocean und Mitglied bei Coilguns oder dem Red Fang – Ableger Red Kunz) austoben. Während diese Beiden ihre Gitarren malträtieren und ihre Stimmen in Hall ertränken, verdrischt Steven Doutaz sein Kinderschlagzeug mit Bravour. Den Bass spart man sich.

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Review: Jet Plane – Pipe Dream (2016)

Artwork by Vladimir Ryskin

Was dem wohlwollend an das Studio Ghibli erinnerndem Artwork an Schönheit abgeht, macht die auf Pipe Dream enthaltene Musik allemal wett. Der äußerst atmosphärische Instrumental-Post-Rock von Jet Plane, einer fünfköpfigen Band aus dem im Westen Russland gelegenen Brjansk kann nämlich so einiges und begeistert in Ambient- und Brachialmomenten gleichermaßen.

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Review: Van Hazy – Good Catch [EP] (2016)

a3401431293_16Ob es Quallen in der Regnitz gibt? Dem muss wohl so sein, denn Van Hazy aus Bamberg ist allem Anschein nach vor kurzem  eine bei Klein Venedig in den Kescher gegangen. Good Catch? Davon darf ausgegangen werden, fungiert das Nesseltier doch immerhin als Gallionsfigur der nunmehr schon dritten EP des Dreiers. In die Nesseln setzen wollte man sich trotzdem nicht.

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Review: Franziska Günther – S/T (2016)

artwork by Arthur Brell

Ehrlichkeit ist eigentlich DAS gängige Attribut, welches einem im Zusammenhang mit Veröffent-lichungen aus dem Bereich Singer/Songwriter allerortens um die Ohren gehauen wird. Umso verwunderlicher, dass der explizite Verweis auf das Ehrlichsein bei Franziska Günther ausgespart wurde. Dabei scheint die Musik tatsächlich das Gemüt der Interpretin wiederzuspiegeln bzw. den Eindruck zu bestätigen, welchen man von ihrer Person gewinnt.

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Review: Cold Kids – Das Wollen Wir [EP] (2016)

hallo… sehen wir uns endlich einmal wieder – Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da haben die Cold Kids ihr erstes Demo-Tape über TrainWreck veröffentlicht und auf Anhieb verzückt. War man beim ersten Höreindruck noch verleitet, die Musik der Bamberger als  ‚Deutschsprachiger-Schrammel-Punk-meets-Kirmes-Synthies‘ zu umschreiben, brachte es der N.D.W.-Vergleich bei genauerer Betrachtung deutlich besser auf den Punkt. Auf der aktuellen 7inch gilt das mehr denn je. Das finden wir nicht nur gut, nein: Das Wollen Wir! Weiterlesen

Review: PABST – Skinwalker [EP] (2016)

artwork by fabianbremer.com

Fuzzverliebter Neo-Grunge, der den Flirt mit catchy Pop-Hooks ebensowenig scheut wie Ausflüge in hippieeske Gefilde: Ähnlich Souverän wie ihr geistlicher Namensvetter kommen die Berliner Newcomer PABST auf ihrem Debüt um die Ecke. Das EP-Format steht den fünf Coming-of-Age- Hits von Skinwalker dabei ausgezeichnet und macht das Package zu einer erfrischend kurzweiligen und runden Angelegenheit.

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