Review: Llama Farmers – Dead Letter Chorus (1999)!

coverEin Geschwisterpärchen an Board zu haben, ist nicht die schlechteste Grundvorraussetzung um eine Band aus der Taufe zu heben. AC/DC, Pantera oder Oasis fallen mir dabei gleich mal als besonders erfolgreiche Beispiele ein. Trotz dem familiären Bonus durften die Llama Farmers aus dem englischen Greenwich Zeit ihres Bestehens (1997 – 2001)  nicht in der Liga der genannten Acts mitspielen. Oder besser gesagt: Sie wollten es garnicht.

Das lässt sich retrospektiv nicht nur an dem marketingtechnisch nicht gerade smarten Move zeigen, sich 2006 zwar zu reformieren, dabei aber den neuen Namen ‚Bear Hug‘ zu nutzen und auch keinerlei Interesse daran zu zeigen sich mit dem alten in Verbindung bringen zu lassen. Stärker noch lässt sich die Anti – Mainstream – Haltung des Quartetts erkennen, schenkt man der Legende Glauben, dass sie ein Signing – Angebot des Plattenkonzerns Geffen über eine Million Pfund ausgeschlagen haben, nur um Dead Letter Chorus beim Indie Beggars Banquet Records zu veröffentlichen. Und das trotz der Vorschußloorbeeren des Melody Maker „Die Zukunft des Rock’n’Roll“ zu sein.

300x300Und hört man sich die richtigen Stellen der Platte an, klingt das auf die damalige Zeit noch nichteinmal allzu hoch gegriffen. Das Gemisch aus Brit-Pop, Neo-Grunge und Indie-Rock der späten 80er bewegt sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Pixies, Lemonheads und My Bloody Valentine  und ist gerade in der zweiten Hälfte der Platte unwiderstehlich catchy. Am schönsten sind die Songs wenn Sänger/Gitarrist Bernie Simpson sich die Vocals mit seiner Schwester Jenni teilt, die ansonsten den Bass zupft. Dann nämlich kommt der zusätzliche Sonic Youth – Touch ins Beispiel. Nachzuhören auf meinem persönlichen Lieblingsstück PVC:

Weiterhin Knaller: Das verhältnismäßig rotzige Jessica oder das ultra poppige Yellow. Und auch das starke Ende aus den letzten vier Songs der Platte soll nicht unerwähnt bleiben.

Nach Touren mit Green Day und den Foo Fighters, die dann doch nicht ganz konform mit der Anti – Mainstream – Haltung der Band gehen wollen und dem 2001er Nachfolger El Toppo war dann ziemlich schnell Schluß. Aber warum auch ewig weitermachen, wenn schon alles derart gut gesagt wurde wie auf dieser grandios charmanten Endneunziger Platte!? Holt man sich!


Anspieltipps: PVC, Yellow, Jessica, Forgot To Breathe

Dead Letter Chorus im Stream:

Dead Letter Chorus bekommt man gebraucht schon ab einem Cent. Zumindest auf CD. Wer Vinyl bevorzugt ist um die 18 Euro dabei.

Released: 1999 via Beggars Banquet Records

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema 90s Alternative!

Der Hitcher ist cool (XXXisql040)

the-hitcher-poster-all

Highway to Hell: Der Hitcher – er ist überall und nirgends. Seine Morde begeht er kalt, erbarmungslos und scheinbar ohne Sinn. Sag vier Worte. Sag: Ich möchte tot sein. Rutger Hauer ist Hitcher – der Highwaykiller.

Wer den Filmklassiker von 1986 noch nie gesehen hat, hat auf Youtube momentan die einmalige Gelegenheit das nachzuholen. Gemütliche Roadmoviestimmung auf amerikanischen Highways für verregnete Sonntagnachmittage – köstliche Dinerszenen und aberwitzige Momente inklusive. Einer meiner Favourites! Pflicht! Nuff said:

Yes! Ob das Remake von 2007 da mithalten kann wage ich stark zu bezweifeln…

Weil mich Marsimotos Hitch außerdem immer an diesen Film erinnert gibt es das jetzt als Krönung einfach mal obendrauf:

Der Deiwel Doku ist cool (XXXisql030)

header

Hier mal eine superinformative, australische Doku über den Satan. Wo kommt er her? Welchen Ausbildungsberuf hat er ergriffen? Was ist sein Leibgericht?

Dazu gibt es herrlich gruselige Gemälde, Hexen, Totenschädel und dröhnende Gitarrenriffs im Hintergrund.

Hier noch eben die Credits:

Directed by Greg Moodie, written and produced by Dave Flitton, 
researched by Eibhleann Ni Ghriofa, Deirdre Learmont and Craig 
McGregor.

Digges Ding!

The History of the Devil

Nun ist ja mal wieder klar wer der coolste ist! Zu viel AC/DC gehört die Australier….

Dass der Deiwel angesagter denn je ist, beweist außerdem der Kurzfilm „Voll de Deiwel!“ aus dem Jahre 2011:

Voll de Deiwel!