2019 Яückblick!

Wie schon im letzten Jahr komm ich auch dieses Jahr nicht umhin ein kleines Resümee zu ziehen – 2019 war einfach in jeglicher Hinsicht zu krass. Wie krass, wurde mir tatsächlich erst so richtig bewusst als ich die vergangenen Tage noch mal so durch meinen Kalender geblättert und das vergangene Jahr Revue hab passieren lassen. UnfassbaЯ was da los war… Angefangen bei 52Hertz, Cannahann, Paulinchen Brennt & Maffai über (sehr viele) Ups und (leider auch ein paar) Downs im privaten Bereich/Umfeld bis hin zu dem was so (an Mist) in der Weltgeschichte passiert ist: 2019 war unfassbaЯ. Hier eine kleine Auswahl an Sachen, an die ich mich gerne zurückerinnere – nach sechs Jahren Bloggerei (eieieieiei eiei ei) in sechs Punkten pro Kategorie und in loser Reihenfolge gelistet. Ab geht’s: Weiterlesen

Review: Nico Suave – Unvergesslich (2015)!

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as found on: nicosuave.de

Massive Töne, Creutzfeldt Jakob, Fünf Sterne, Eimsbush, Stieber Twins, Freundeskreis, Sleepwalker, Das Bo, Die Beginner, Sam, Töpfe und Eins Zwo: Alleine im Titeltrack hagelt es allerfeinstes Namedropping, welches passend zur A-N-N-A zitierenden Hook an die Goldenen Zeiten des deutschen Rap erinnert. Der Protagonist Nico Suave hat sie schließlich miterlebt. Debattiert man aber über die großen Namen jener Zeit, wird er gerne mal vergessen.

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Seit 2015 arbeitet er nun daran, genau dass zu ändern. Nicht mehr Vergesslich sondern Unvergesslich möchte er sein. Das Resultat ist ein Album, das entgegen seinem drögen Vorgänger tatsächlich Mit Liebe Gemacht ist. Das ist unüberhörbar. Seitens der Instrumentalisierung ist das mit Live-Musikern produzierte Werk nämlich auf äußerst hohem Niveau. Sehr lebendig und mit viel Liebe zum Detail wird zwischen Vintage, 60s, Soul, Indie und ja, auch ein bisschen Hip Hop hin- und hergependelt.

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as found on: nicosuave.de

Auch auf textlicher Ebene wollen, zu lässig unaufgeregtem Rap- Flow, unterschiedlichste Facetten ausgelotet werden. Statt zu spitten und representen möchte Suave den Hörer dabei emotional abholen und ist daher sehr auf Inhalte bedacht. Macht als Vater und Familienmensch  schließlich Sinn. Vom Stolpern und Scheitern wird da erzählt. Oder über  den eigenen Ziehsohn Avi.

So weit, so gut, so akzeptabel bis spannend. Wären da doch nur nicht die Refrains. Suave nämlich steht auf große, gesungene Hooks. Da ihm nach eigener Aussage aber das Talent dazu fehlt, werden diese kurzerhand von diversen Featuregästen beigesteuert. Das funktioniert mal besser, wie mit Matteo Capreoli im Opener Hochhinaus und mal schlechter, wie mit Nosliw. So Sieht’s Aus.

Die absolute Pathos-Klatsche bekommt der Zuhörer dann aber ausgerechnet mit der Nervensäge Xavier Naidoo verpasst. Und das gleich doppelt. Der Typ scheint leider Gebor’n dafür zu sein, zumindest mir allerhand deutsche Hip-Hop Tracks durch sein Zutun zu vermiesen. Geht die erste der beiden Nummern mit zugedrücktem Auge noch einigermaßen klar, muss ich bei der zweiten aber dann doch entschieden ‚Nein Danke‚ sagen. Immerhin: Gentleman und Patrice bleiben einem als weitere obligatorisch-nervtötende Gäste erspart und mit Samy Deluxe gibt es auf Walking sogar ein gelungenes zu verbuchen. Traut Suave sich wie auf der Trennungs-Schnulze Die Art dann doch mal, selbst eine Hook zu übernehmen, ist das Feature-Desaster umso bedauerlicher. Kommt nämlich definitv besser:

Wer den Oldschool-Backpack-Suave von Sternzeichen Krebs, Mutter Natur oder dem Debüt erwartet, wird auf Unvergesslich nicht bedient. Die Zielgruppe hat sich geändert und ich z.B. bin nicht mehr wirklich Teil davon. Ein Ohr kann man sicher trotzdem mal riskieren, denn schlecht gemacht ist die Platte wirklich nicht. Wie gesagt: Da steckt Mühe drin und das merkt man auch.

So bleibt Unvergesslich zwar nicht Unverständlich aber eben auch nicht Unverzichtbar. Vor allem aber Geschmacksache.

Anspieltipps: Unvergesslich, Die Art, Walking

Unvergesslich im Stream:

Unvergesslich kann man für relativ stramme 19 Euro als Silberling erwerben.

Released: 20.02.2015 via Embassy of Music

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema ‚Deutschrap-Comeback‘!

Die-Coole-Deutschrap-Comeback-Superwoche!!!

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as found on: story.br.de

Was los Digger, Ahnma! Neben Spekulationen über eine mögliche Eins Zwo-Reunion (Gott bewahre, ich wäre gern weiterhin Fan…) steht konkreter das erste Beginner-Album seit 13 Jahren mit dem bedeutungsschwangeren Titel Advanced Chemistry zum 26.08.2016 ins Haus. Die zugehörige erste Single sollte mittlerweile jeder auf dem Schirm haben:

Kann man von den Feature-Gästen auch halten was man will, so bin ich für meinen Teil dennoch positiv überrascht, was die Qualität des Songs betrifft. Und das, wo ich die Band doch nach der Total-Katastrophe Blast Action Heroes bereits komplett abgeschrieben hatte. Bevor nun aber voreilige Schlüsse ob des neuen Outputs gezogen werden, nutzen wir doch lieber die einmalige Gelegenheit uns mit sieben Deutschrap-Comeback-Platten der jüngeren Vergangenheit vertraut zu machen. Sieben??? Heißt das etwa…

Aight! Eine neue Superwoche! Wie schon bei der letzten bedeutet das: Jeden Tag eine neue Platten-Besprechung. Und das man bei Ekelswörtern wie ‚Deutschrap‘ oder ‚Comeback‘ dabei nicht nur mit Rosinen konfrontiert wird, versteht sich von selbst. Ab morgen geht es los, Digger! Ahnma!

Der Beginnerstatement ist cool (XXXisql027)

Neues auch aus dem Beginner – Lager. Die basteln ja bekanntlich an einem neuen Album (vor dem ich mich schon ein wenig fürchte), zu welchem sie nun in diesem aktuellen Statement Stellung beziehen:

Sofern ich es mir überhaupt anhören werde, gehöre ich schätzungsweise sowieso zu angesprochener Hälfte, die sich beschwert, dass das Ding nicht klingt wie Bambule… Dennoch empfinde ich die genannten Beweggründe für die Hinauszögerung des Releases als erfrischend ehrlich und würde mir wünschen, dass manch andere Kollegen auch mal nen Gang runterschalten, was die Veröffentlichung von halbgarem Mist angeht…

Die Umsetzung des Videos bleibt dennoch fragwürdig, was auch diesem User nicht entgangen ist:

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Und auch vor der zum wiederholten Male angedrohten Jan Delay – Rockplatte darf man wohl ordentlich Schiss haben… (und nach diesem Song sogar nochmal etwas mehr…)

Da stellt sich mir übrigens auch gleich die Frage was wohl aus Sidos Punkband geworden ist…? Wäre sicher noch besser als dessen aktuelle Single