Der The Ape Man ist cruel (XXXisql076)

Als The Ape Man 1943 auf den Markt kam, war der Hauptdarsteller Bela Lugosi schon längst auf dem absteigenden Ast und nicht mehr allzuweit entfernt von der berühmt berüchtigten Zusammenarbeit mit Ed Wood. Zuvor genoß er einen ausgezeichneten Ruf in der Horror-Szene mit gefeierten Rollen in Dracula, White Zombie oder The Wolf Man.

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Der Daniel Ist Cool mit ZehnZweiVier!

So eine Superwoche liefert natürlich immer ziemlich viel Lesestoff. Klar, dass manch einer das nicht bewältigen mag. Wer aber viel Auto fährt, mit den Öffentlichen unterwegs ist, sich den tristen Job versüßen mag, gerne zu Gesprächen wegpennt oder einfach Langeweile hat, dürfte sich darüber freuen, dass es die Deutschrap-Comeback-Woche nicht nur zum zeitaufwändigen Lesen sondern auch im zeitsparenden Podcast-Format gibt. Genau! Meine Wenigkeit war nämlich kürzlich zu Gast bei ZehnZweiVier um über die aktuellen Platten von Ferris MC, MC Rene, Nico Suave, Buddy Buxbaum, Curse, Main Concept und Der Wolf zu sprechen.

Der Podcast und dein Lieblingsblog sind bekannterweise gegenseitige Supporter und eng miteinander verbandelt. Dementsprechend spaßig war die ganze Angelegenheit. Neben Deutschrap geht es in der ersten Hälfte der Episode auch um Pizza-Connection, Äxte und Erdogan:

Wer Gefallen an der Episode gefunden hat, mehr und regelmäßig über die bunte Welt der multimedialen Unterhaltung sowie aktuelles Weltgeschehen informiert werden oder die Macher einfach unterstützen möchte, spendiert am besten umgehend nen Like auf Facebook und abonniert die Sendung im RSS-Feed oder auf iTunes!!!

Review: Der Wolf – Turbo Funk (2016)!

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as found on bountyrecords.com

Ein Album zu besprechen, ohne es in seiner Gänze gehört zu haben? Gibt’s doch gar nicht! Stimmt, ist eigentlich auch nicht mein Stil. Wenn jemand aber schon im Vorfeld so dermaßen delivered, wie es Der Wolf tut, kommt man nicht umhin sich schon ein voreiliges Urteil zu bilden. Neben dem Snippet sowie aktuellen Live-Mitschnitten lassen vor allem die Vorab-Singles keinen Zweifel: Der Ultimative Lover, der Wiggediwolf, der F.L.O.W. ist zurück und macht einfach nur schöne Musik! Bow!

Seine Masche scheint dabei immernoch eine reimtechnische Lasche zu sein. Mittenrein in dein Gesicht, denn seine Stimme die besticht! So grandios, versiert und wortgewandt wie früher! Das beweist er zum Beispiel, wenn er das Tabu mal bricht, wenn er dann über den Sex spricht, wie in Sie hat Nichts Weiter Als Das Radio An oder wenn er als Phrasensmasher mal eben fachmännisch gekonnt Redewendung an Redewendung reiht. Wenn dann aber der Wolf GTI mit Cosmo Klein auf dem Beifahrersitz vorfährt, ist nur noch Abriss! Bang, durch die Schallmauer gebrochen! Der alte Geist im neuen Design! Zieht’s euch rein! Als wäre die Zeit in Dortmund City stehen geblieben:

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as found on: facebook.com/derwolfmusik

Nach Was Soll Ich Sagen… bounct nun also mit Turbofunk nach einer Durststrecke von satten (oder wäre in diesem Fall ‚sitt‚ das korrekte Adjektiv?) 16 Jahren ab dem 29.07.2016 endlich ein neues Wolf-Album durch die Speaker. Sollte es nicht wider Erwarten doch verpätet Auf’n Letzten Drücker kommen…

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Ich jedenfalls hab mächtig Bock auf die Dope-Selection vom Borsigplatz und glaube jetzt schon in Gib Ma Galle ein neues Lieblingsstück gefunden zu haben. Scheint jedenfalls seinem Titel alle Ehre zu machen und ähnlich Galle zu geben wie Quincy Popincy damals auf ‚Nichts Ist Wahr‘. Und da Reggea immer eine gute Idee ist, darf und muss auch mit Meet Me Pon di Dancefloor gerechnet werden!

Kein Zweifel, das Comeback des Jahres! Period! Hol ich mir!

Anspieltipps: Wolf GTI, Gib Ma Galle, Meet Me Pon Di Dancefloor

Turbofunk-Snippet:

Hier kann man den Turbofunk für nen schlappen Zehner und paar Zerquetschte vorbestellen! Holt man sich!

Releases: 29.07.2016 via Bounty Records

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema ‚Deutschrap-Comeback‘!

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

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Allerortens stehen neue Platten samt zugehöriger Vorabhörproben in den Startlöchern. Sieben Schmuckstücke für euch in alphabetischer Reihenfolge:

Coal Chamber

Unlängst reunited, war ein neues Album der New Metal – Mitbegründer Coal Chamber quasi vorprogrammiert.  Der bereits hörbare Opener I.O.U. Nothing macht deutlich, dass die Band so stumpf und banal klingt wie eh und je. Mir macht das ja irgendwie trotzdem ein bisschen Spaß… muss aber jeder für sich wissen. Nur für die Optik sollten sie sich (nach wie vor??? I don’t think so!) etwas schämen…

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Rivals ist ab dem 19.05.2015 erhältlich und hier z.B. als limitiertes Vinyl vorbestellbar. Desweiteren gibt es da demnächst auch eine Tour mit Soil und American Head Charge, welche die Band u.a. auch mal wieder nach Deutschland führt.

Faith No More

Das es so etwas wie New Metal überhaupt gibt, darf man wohl u.a. auch den Crossoverinitiatoren Faith No More in die Schuhe schieben. Die zeigen sich ebenfalls reunited, optisch ähnlich unköstlich (ja, auch die schon fast erschreckend lang fortwährende Schönheit eines Mike Patton scheint allmählich nachzulassen), wissen aber selbstredend ein ganz anderes musikalisches Niveau zu bedienen. Das lies die erste Kostprobe Motherfucker bereits erahnen und wird nun von Superhero bestätigt, dass tatsächlich auch vom 97er Album of the Year hätte stammen können:

Still kinda badass! Sol Invictus wurde das neue Werk getauft und ist ebenfalls ab dem 19.05.2015 zu haben. Im Juni auch auf deutschen Bühnen! Dürfte sich immer noch schwer lohnen!

Godzilla Was A Friend Of Mine

Dicke Bassdrum, knarzige Bassline: Godzilla Was A Friend Of Mine bashen den Pelican mit Schellenkränzen. Und das verhältnismäßig dirty! Man scheint bei Ghost City Recordings ganze Arbeit geleistet zu haben. Der Track wurde gestern über das (wahlweise) gratis Mixtape#2 des Pylon-Netzwerks rausgeballert:

10 Songs sind gerade auf dem Weg ins Presswerk! Freu mich schon darauf das Ding der Würzburger in die Finger zu bekommen! Du hast schon richtig gelesen…

MC Rene

Tragisch wie der Tod von MC Rene. Ist MC Rene tot? Nee!
Nun also doch wieder MC! Die Vagabundenzeit in deutschen ICEs scheint vorbei und das am morgigen Freitag erscheinende Album Renessance, welches durch die Beats von Carl Crinx quasi ins Leben gerufen wurde, könnte die Platte sein, die man immer von Reen hätte hören wollen. Davon zeugten bereits der Track Mein Leben ist ein Freestyle, die Facebook-Hörproben-Sessions sowie das aktuelle Doppel(kinn)video zu Zurück zum Minimum/Kein Glanz:

Statt nervigen Jiggybeats und albernem Rappergetue, wie das bei Reen auf Scheiß auf euren Hip Hop (2002) oder Der letzte Marokkaner (2005) gerne mal der Fall war, wartet das neue Werk allem Anschein nach vermehrt mit Oldschoolattitude à la A Tribe Called Quest oder De la Soul auf. Will heißen: Der ehemalige Mixery Raw Deluxe – Moderator scheint sich nun endlich auf seine Stärken besonnen zu haben. Dazu gibt es Featuregäste wie Toni L oder Retrogott! Könnte tatsächlich bocken! Reen ist btw. seit heute auch auf einwöchiger Tour! Wer kann: Hingehen!! Live macht der bekanntlich ja immer(noch) am meisten Spaß!

Rick Tick Evil

Unglaublich! Auch das in Insiderkreisen bereits als das „Chinese Democracy von Unterfranken“ gehandelte und vor wenigstens vier Jahren angekündigte Debut von Rick Tick Evil wird ab dem 14.03.2015 via CD den Weg in die Gehörgänge finden, wenn die Rockfrüchtchen zusammen mit den Kendolls im Immerhin wüten. Rockröhrengalore würde die Mainpost wohl sagen, aber ich sag dazu: Fruchtalarm! Eine erste Verköstigung gibt es mit einem Auszug des Titeltracks We’ll take it from here:

More to come!

Wino & Conny Ochs

Du weißt nicht um wen es sich bei Wino & Conny Ochs handelt? Schäm dich! Der Song Shards lässt keinen Zweifel daran, dass das Soulpower-Duo mit Freedom Conspiracy direkt an Heavy Kingdom (2012) anknüpft. Ab dem 27.03.2015 auf Vinyl und CD bei Exile on Mainstream erhältlich!

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Der Wolf

Das beste kommt natürlich zum Schluß! Ein Update aus dem Wolfsbau! Leute, der Ultimative Lover ist dran! Das gibt’s doch garnicht! Der Wolf – GTI ist kurz vor der Zielgeraden!! Ich erwarte: Einfach nur schöne Musik, einfach nur schöne Musik!!!

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Der Yano ist cool (XXXisql042)

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Als ich eines Morgens des zurückliegenden Aprils so durchs Viertel in Bremen schlenderte, entdeckte ich ein kleines Fellknäuel, welches sich auf einer Couch räkelte. Mir den Rücken zugewandt, ging ich sofort auf das flauschige Etwas zu und drehte es eifrig um:

Yanoklein

Jesus Christ! „Ist glaub ich zum mitnehmen. Liegt hier schon den ganzen Morgen. Ich finds voll gruselig!“ tönte es noch aus dem Mund einer Dame mittleren Alters. Aber da war es sowieso schon um mich geschehen. Liebevoll hab ich dem Kerlchen die abstehenden Ohren wieder zurechtgerückt und es bedingte nur weniger Handgriffe mich mit der etwas ramponierten Kreatur vertraut zu machen. Diese bewies Manieren und stellte sich und ihr Schaffen auf atemberaubende Weise selbst vor. Und bevor ich mir hier nen Wolf schreibe, lass ich Yano doch einfach für sich sprechen:

Die etwa eineinhalbwöchige Pechsträhne die mich nach dem Fund von Yano heimsuchen sollte ist nun glücklicherweise ausgestanden und ich freue mich ihn an meiner Seite zu haben! Nicht selbstverständlich, denn schaut man sich ein wenig im Internet um, stösst das – 2001 von der Firma The Orignal San Francisco Toymakers Ltd. (über die sich btw. mysteriöserweise nichts finden lässt) produzierte – Wesen ansonsten auf wenig Gegenliebe, was nachfolgende Kommentare einiger deutscher User belegen:

Elisa (www.parents.at/)

Mein Jüngster hat zu Ostern von seiner Patentante eine 
"YANO - der interaktive Geschichtenerzähler" geschenkt 
bekommen. Dieses Teil ist der größte Schmarrn den ich 
je gesehen habe :rolleyes: . Gerade mal eine halbe 
Stunde war er interessant und jetzt hat 
Yannik seine Kuscheldecke drübergebreitet 
damit er ihn nicht mehr sieht :p !

_fluegerl_ (www.parents.at/)

diesen jano kenne ich, maaahhh der is grauslich!!!
mein bruder hatte im auch bekommen und 
sofort im kasten versteckt!!

Sven Becker (www.amazon.de)

In der Werbung spricht der Yano fliessend, 
aber, wenn man ihn im Original hat, stottert er 
und alles ist überhaupt nicht fliessend.
Wir haben ihn umgetauscht.

Dem kann ich nur entgegensetzen, dass diese Kommentare der größte Schmarrn sind den ich je gelesen habe und das diese User einfach nur lügen! Einen gewissen Gruselappeal kann man dem Gerät dennoch nicht absprechen. Ein bisschen Licht und Sound dazu und man möchte sich beinahe ins Hemd machen:

Auch die Bewertung des Epinion-Users „Yano Must Die“ spricht eine ähnliche Sprache:

Yanoreview

Wer jetzt noch die Eier hat und sich Yano ins Haus holen möchte, dem stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Auf Ebay oder Amazon wird man z.B. schon zwischen 30 bis 40 Öcken fündig. Alternativ kann man auch den Wunsch eines eigenen Yanos per Email an mich richten. Ich übermittele und vielleicht kann er ja selbst was deichseln! Wünsche zu erfüllen gehört ja schließlich zu seinem engeren Aufgabenbereich!

Soll ich? Drück die grüne Taste für JA oder die rote für NEIN!

Der Failure ist cool (XXXisql025)

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as found on www.facebook.com/failureband

Der Reunion-Wahn geht weiter! Die heutigen Kanditaten: Failure!
Ich bin ja generell kein großer Freund von solchen aufgewärmten Geschichten und stehe dem Großteil der Reunions weiterhin mit gemischten Gefühlen gegenüber (Rage Against the Machine, At the Drive In, Refused…), lass mich jedoch auch jederzeit eines besseren belehren (Faith No More, Der Wolf)!

Allerdings sieht die gängige Reunionvariante leider so aus: Satte Ex-Rockstars zerstören ihren eigenen Heldenstatus, indem sie fernab von früheren Leistungen und Erfolgen agieren. Man fragt sich dann zun Recht was das soll, da in 95% der Fälle eh schon alles gesagt und der eigentliche Schlußstrich nicht selten mehr als gut gewählt wurde.

Wenn es allerdings um Failure (die Band um Keanu Reeves-Look-a-Like Ken Andrews und einstige Brötchengeber des heute sehr gefragten Troy van Leeuwen) geht, muss man die Sache von einem völlig anderen Blickwinkel aus betrachten! Die Band erlangte ihren Kultstatus nämlich erst nach dem Split 1997 und konnte somit nie die Früchte ihres Erfolges ernten. Failure blieben der ewige Geheimtip, dessen Kultstatus vor allem durch die Bewunderung zahlreicher Musikerkollegen wie A Perfect Circle, Finch oder Melissa auf der Maur über die Jahre nach der Trennung kontinuierlich wuchs und nun eben im Comeback gipfelt!

Fest geplant ist erstmal nur ein Konzert am 13.02.2014 in Los Angeles. Zukünftige Aktivitäten sind allerdings laut diesem aktuellen Interview mit der Spin durchaus zu erwarten!

Ex – (hed)p.e. – Gitarrist Chizad freut sich jedenfalls und geht zur Show:

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Und ich tu es glaub ich auch, also mich freuen, mein ich. Jedenfalls bin ich gespannt was da kommt und habe das Gefühl, dass die Band das würdevoll über die Bühne bringen wird.

Warum genau man Failure nun kennen und lieben sollte, liest man am besten in den Reviews zu ihren beiden essentiellen Platten Magnified und Fantastic Planet! (Das Debut Comfort lass ich mal aussen vor…)

 

"They're gonna have fun now - don't fight it"