Review: ZERRE – Different Lines (2017)

artwork by Julia Witas

Da hat sich jemand was getraut! Die im Hardcore verwurzelten ZERRE aus Würzburg wagen mit Different Lines den Blick über den Tellerrand. Vom Gemüt her eh schon immer erfrischend fern von elitärem Szene-Gehabe, schlägt sich die offene Natur des Fünfers nun auch in der Musik nieder. Dürfte sicher nicht zuletzt am erneuerten Line-Up liegen, mit dem nun zum ersten Mal ausgiebig komponiert wurde. Das Ergebnis spricht für sich und bedeutet vor allem eins: Mehr Metal! Es gibt sogar Gitarrensolos!

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CANNAHANN-Tourvideos!

Immer wenn es hier auf diesen Seiten mal wieder etwas schleppender vorangeht, könnte es unter anderem daran liegen, dass ich mich selbst dem Musizieren widme… Hier ein paar Impressionen der beiden letztjährigen CANNAHANN-Touren. Quasi als Beweismaterial. Und zum prahlen. Ich geb es ja zu.

Tour mit The Rambles:

Tour mit Mandrax Queen:

Good Times! Und weil es so schön passt, sei gleich auch auf folgende Klassentreffen- Konzerte der Bands im Februar hingewiesen:

20.02.2016: The Rambles + CANNAHANN: Leipzig/Black Label Pub

26.02.2016: Mandrax Queen + Burnpilot + Dennie Klose Auf St.Vincent & Die Grenadinen: Würzburg/Immerhin

Review: Der kosmische Penis # 91

12417904_1207025262659464_410521288002105551_nDas Schweinfurter Fanzine ‚Der kosmische Penis‘ genießt nicht nur regionalen Kultstatus, sondern gehört mit nunmehr 91 Ausgaben zweifelsohne zu den Dienstältesten seiner Gattung. Seit 1987 schon widmet sich das Zwei-Mann gesteuerte DIY-Blatt mit Leiden-schaft dem Punkrock, der Popkultur, verschiedenen Reiseberichten oder aber auch  schräg-kruden Regional-ereignissen. Ohne Werbung. Ohne Internetpräsenz. Ohne Firlefanz. Oldschool, wenn man so möchte.

Wohl habe ich das Magazin schon seit gefühlten tausend Jahren auf dem Schirm und auch hin und wieder mal auf lokalen Konzertabenden überflogen. So wirklich aufmerksam zu Gemüte geführt habe ich es mir peinlicherweise aber noch nie. Ausschlaggebenden Impuls es nun doch einmal zu tun, gab sicherlich die Review-Sektion zu aktuellen Releases aus der hiesigen Szene, als da wären: Die kommende Bait-Scheibe, die Demos von Seattle Jay und den Cold Kids oder die Protz-Produktion von The New Black. Und natürlich die Besprechung zur aktuellen Cannahann-Platte:

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Was sich ansonsten unter der mit Grillz verzierten Fresse von Otto Rehhagel tummelt? Allerhand spannendes! Ausführliche Interviews mit dem Plattenlabel Sell Your Soul Records, Boysetsfire, Anthrax oder der Modelinie NekoNeko. Außerdem: Ein Bericht über die Volkacher Weinverköstigung Wine for Punx, welcher ich nebenbei bemerkt auch schon beiwohnen durfte und auch sehr empfehlen kann, Konzertberichte, Reviews aus der Ersten Liga (unter anderem zur gelobten Nevermen-Platte, deren Veröffentlichung ich nun noch mehr entgegenfiebere), ein Abgesang zur Schließung des Café zum schönen René und die Mythosaufdeckung des an mir vollkommen vorbeigegangenen fränkischen Mount Rushmore-Spektakels, nebst unzähligen, Insider-bespickten und festen Rubriken.

Vielerlei ansprechendes also, wie ich finde! #91 hat mir jedenfalls erst kürzlich eine dröge Zugfahrt versüßt und auch sonst bestens unterhalten! Und das bei gerade mal 2,60€ für 82 Seiten samt Mini-Poster!

Der kosmische Penis erscheint in regelmäßigen Abständen als 250-Exemplar-starke Auflage und ist in Schweinfurt (Stattbahnhof, Collibri), Würzburg (Cairo, Immerhin, Café zum schönen René, H2O) Zeil am Main (Mambo Bar) und Bamberg (Musicland) zu haben.

Ansonsten lohnt bei Abo-Interesse sicherlich auch der direkte E-mail-Kontakt!

Review: Rick Tick Evil // We’ll Take It From Here – Releaseparty Würzburg/14.03.2015

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Booyah! Ey! Hallo,danke dass ihr alle da seid! Ausschließlich schöne Menschen!“ Die Band ist sichtlich erfreut über ein gut gefülltes Immerhin. Das ist am heutigen Samstagabend in Würzburg nicht zwingend selbstverständlich. Zum einen gibt es in Hammelburg mal wieder die Möglichkeit sich saftig Corpsepaint zu die Fresse nei zu schmieren, in Bad Neustadt im kleinen oder Schweinfurt im großen Rahmen abzupogen und zum anderen den Vortag zu bewältigen: Hirngespinste vom Up in Smoke deuten oder sich die Tränen nach dem Life of an owl – Split abtrocknen zum Beispiel…

Wenn Rick Tick Evil allerdings nach etwa vierjähriger Warteschleife mit ihrem ersten Dreher aus dem Knick kommen, stellt sich für viele glücklicherweise erst gar nicht die Frage nach etwaigen Alternativen. Das soll gebührend gefeiert werden! Die heutige Supportshow für die schwedischen Rock’n’Roller The Kendolls wird kurzerhand zur Releaseparty der Schweinfurter Band umfunktioniert. Ganz richtig: We’ll take it from here kann heute in Form einer neun Track starken CD mit nach Hause genommen werden. Für nen schlappen Fünfer! (Schnitzel & Blowjob-Day it is…)

Alle Tracks sind selbstredend im 13 Song starken Set vertreten und wetteifern mit einigen neuen(?) Stücken, wie dem famosen Opener Megalomaniass oder der hervorzuhebenden Stop&Go-Drogenode Black Streets um die Vorherrschaft der perfekten Caffeine Injected Action Rock – Hymne. Dieser Titel geht auch heute an den kleinen Hit New Waves, der einen im wahrsten Sinne des Wortes umhaut. Und zwar derartig, dass Gitarrist Colin inmitten eines legeren Fallrückziehers gleich mal die halbe Schlagzeugfront abräumt! Party!

Genannter Track macht live, wie auf Platte tierisch viel Spaß, was vor allem am catchy Popappeal der Vocals liegt, dem die Band meiner Meinung nach ruhig öfter eine Chance geben dürfte. Gerade wenn man eine Stimme von solchem Kaliber an der Front hat! Zudem denk ich bei dem Stück immer an meine liebste Nena Nummer, was durchaus als Kompliment zu verstehen ist! Für Lollipoppunkfreunde wie mich gibt es außerdem noch Lazy, late, common fate zu entdecken – wie viele Titel mit gekonnter Backgroundunterstützung der Saitenfraktion. „Kommt auf die Ep, die dann wahrscheinlich 2020/2021 erscheint!“

Ansonsten? Skaterock it shall be! Die Drums kommen mächtig heute! Und das die Gitarissten flinke Wiesel sind ist eh nichts neues! Gut schaut man aus! Mit Snap und Batik! Von Licht und Nebel eingehüllt in einen Hauch aus Smells like teen spirit! Die Leute feiern das! 45 Minuten lang! Den zahlreichen Zugaberufen kommt man trotzdem nicht nach, dass übernehmen die Jungs aus Schweden, die ich mir nur noch partiell geb, da bei mir die Schotten dicht sind: Genug Rock’n’Roll für mich heute! Auch wenn die optischen Reize der halbnackten Männerleiber zu späterer Stunde nicht zu verachten sind: Wilde Performance! Gleich komplett verpasst hab ich zudem den Sexual Punk der Supportband Clitlicker… Zorry dudes!

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Und die Scheibe???

Hält was die Show verspricht! Wer Rick Tick Evil live mag, der mag auch die Platte und umgekehrt. Krass gute Produktion, die Eier hat und auf unnötigen Schnickschnack verzichtet. Verantwortlich dafür ist übrigens das Tonstudio Rocketscienceaudio, welches – mit Michael Simon – von einem Mann aus den eigenen Reihen betrieben wird. Das sei hiermit auch schwerstens weiterempfohlen! Bleibt nur noch die Frage zu klären, was denn diese drei Buchstaben bedeuten sollen, die da auf dem Schweinfurter SKF-Gebäude prangern!? Royal T Ess hätt ich jetzt einfach mal vermutet… Diese Theorie würde ob des fettigen Rocks, der da aus dem Digipak trieft, zumindest Sinn ergeben. Zumal sie zusätzlich vom MC Donalds-Jingle gestützt wird, der spitzfindigen Ohren, wie den meinigen, nicht verborgen bleibt! Einfach mal bei 9-2-5 um die 2:01 reinklicken:

Man merkt: Das Warten war nicht umsonst! Kein Waiting for nothing quasi… Hut ab!

Albumstream:

We’ll Take It From Here ist derzeit für sechs lockere Flocken digital über bandcamp zu erwerben. Wer Interesse an der CD-Version hat, schreibt an info@ricktickevil.com.

Los gehts!

Alle Fotos exklusiv für www.derdanielistcool.de und mit freundlicher Genehmigung des mightyfinen Photographen Awanes!

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

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Allerortens stehen neue Platten samt zugehöriger Vorabhörproben in den Startlöchern. Sieben Schmuckstücke für euch in alphabetischer Reihenfolge:

Coal Chamber

Unlängst reunited, war ein neues Album der New Metal – Mitbegründer Coal Chamber quasi vorprogrammiert.  Der bereits hörbare Opener I.O.U. Nothing macht deutlich, dass die Band so stumpf und banal klingt wie eh und je. Mir macht das ja irgendwie trotzdem ein bisschen Spaß… muss aber jeder für sich wissen. Nur für die Optik sollten sie sich (nach wie vor??? I don’t think so!) etwas schämen…

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Rivals ist ab dem 19.05.2015 erhältlich und hier z.B. als limitiertes Vinyl vorbestellbar. Desweiteren gibt es da demnächst auch eine Tour mit Soil und American Head Charge, welche die Band u.a. auch mal wieder nach Deutschland führt.

Faith No More

Das es so etwas wie New Metal überhaupt gibt, darf man wohl u.a. auch den Crossoverinitiatoren Faith No More in die Schuhe schieben. Die zeigen sich ebenfalls reunited, optisch ähnlich unköstlich (ja, auch die schon fast erschreckend lang fortwährende Schönheit eines Mike Patton scheint allmählich nachzulassen), wissen aber selbstredend ein ganz anderes musikalisches Niveau zu bedienen. Das lies die erste Kostprobe Motherfucker bereits erahnen und wird nun von Superhero bestätigt, dass tatsächlich auch vom 97er Album of the Year hätte stammen können:

Still kinda badass! Sol Invictus wurde das neue Werk getauft und ist ebenfalls ab dem 19.05.2015 zu haben. Im Juni auch auf deutschen Bühnen! Dürfte sich immer noch schwer lohnen!

Godzilla Was A Friend Of Mine

Dicke Bassdrum, knarzige Bassline: Godzilla Was A Friend Of Mine bashen den Pelican mit Schellenkränzen. Und das verhältnismäßig dirty! Man scheint bei Ghost City Recordings ganze Arbeit geleistet zu haben. Der Track wurde gestern über das (wahlweise) gratis Mixtape#2 des Pylon-Netzwerks rausgeballert:

10 Songs sind gerade auf dem Weg ins Presswerk! Freu mich schon darauf das Ding der Würzburger in die Finger zu bekommen! Du hast schon richtig gelesen…

MC Rene

Tragisch wie der Tod von MC Rene. Ist MC Rene tot? Nee!
Nun also doch wieder MC! Die Vagabundenzeit in deutschen ICEs scheint vorbei und das am morgigen Freitag erscheinende Album Renessance, welches durch die Beats von Carl Crinx quasi ins Leben gerufen wurde, könnte die Platte sein, die man immer von Reen hätte hören wollen. Davon zeugten bereits der Track Mein Leben ist ein Freestyle, die Facebook-Hörproben-Sessions sowie das aktuelle Doppel(kinn)video zu Zurück zum Minimum/Kein Glanz:

Statt nervigen Jiggybeats und albernem Rappergetue, wie das bei Reen auf Scheiß auf euren Hip Hop (2002) oder Der letzte Marokkaner (2005) gerne mal der Fall war, wartet das neue Werk allem Anschein nach vermehrt mit Oldschoolattitude à la A Tribe Called Quest oder De la Soul auf. Will heißen: Der ehemalige Mixery Raw Deluxe – Moderator scheint sich nun endlich auf seine Stärken besonnen zu haben. Dazu gibt es Featuregäste wie Toni L oder Retrogott! Könnte tatsächlich bocken! Reen ist btw. seit heute auch auf einwöchiger Tour! Wer kann: Hingehen!! Live macht der bekanntlich ja immer(noch) am meisten Spaß!

Rick Tick Evil

Unglaublich! Auch das in Insiderkreisen bereits als das „Chinese Democracy von Unterfranken“ gehandelte und vor wenigstens vier Jahren angekündigte Debut von Rick Tick Evil wird ab dem 14.03.2015 via CD den Weg in die Gehörgänge finden, wenn die Rockfrüchtchen zusammen mit den Kendolls im Immerhin wüten. Rockröhrengalore würde die Mainpost wohl sagen, aber ich sag dazu: Fruchtalarm! Eine erste Verköstigung gibt es mit einem Auszug des Titeltracks We’ll take it from here:

More to come!

Wino & Conny Ochs

Du weißt nicht um wen es sich bei Wino & Conny Ochs handelt? Schäm dich! Der Song Shards lässt keinen Zweifel daran, dass das Soulpower-Duo mit Freedom Conspiracy direkt an Heavy Kingdom (2012) anknüpft. Ab dem 27.03.2015 auf Vinyl und CD bei Exile on Mainstream erhältlich!

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Der Wolf

Das beste kommt natürlich zum Schluß! Ein Update aus dem Wolfsbau! Leute, der Ultimative Lover ist dran! Das gibt’s doch garnicht! Der Wolf – GTI ist kurz vor der Zielgeraden!! Ich erwarte: Einfach nur schöne Musik, einfach nur schöne Musik!!!

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Paulinchen Brennt!

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Paulinchen Brennt. Neues three-piece-noise-projekt aus Würzburg! Hatte sich zu Beginn vorgenommen da anzuknüpfen wo J.O.S.A.L.H. seinerzeit aufgehört haben. Und doch ist es ganz anders geworden.

Ein erstes kleines Lebenszeichen wird am 21.11.2014 im Immerhin/Würzburg gesetzt. Im Vorprogramm der geschätzten Band Malm.

Derweil fischt die frische Facebookpräsenz schonmal nach Vorschußlorbeeren.

Auf auf, ihr jungen Hasen…

Köstliche Gegenveranstaltungen zum Wochenende!

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Befindet man sich am kommenden Freitag in der Würzburger Gegend und hat Lust dem Stonerrock zu fröhnen, so begebe man sich doch bitte pünktlich ins Immerhin! Dort spielen Black Wizard aus Vancouver, Hornss aus San Francisco sowie Cannahann als locals. I’ll be there for sure!! Hier geht’s zum leckeren FB – Event!

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Befindet man sich am kommenden Freitag allerdings eher in der Schweinfurter Gegend und hat Lust dem Hardcore zu fröhnen, so begebe man sich doch bitte pünktlich in den Stattbahnhof! Dort nämlich steigt die Zerre – Releaseparty mit Always Wanted War aus Cuxhaven, Kapytaen aus Bad Kissingen sowie Hans Dieter X aus Darmstadt. Ich durfte die befeierte Scheibe bereits vorab hören. Fazit: rockt! Der derdanielistcoolverfasste Pressetext zum Abend hat es sogar in ein regionales Blättchen geschafft – wenn auch in abgespeckter Form:

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Voller Text und alle sonstigen Infos ebenfalls auf FB.

Somit wisst ihr Bescheid! Wählet weise! Zuhause rumsitzen ist dann ja wohl jedenfalls nicht!