Review: Incubus – 8 (2017)

Artwork by Brantley Gutierrez

Momentan werde ich von allen Seiten der sozialen Netzwerke mit der Info versorgt, dass es eine neue Incubus-Platte gibt. Gerade Youtube ballert mich regelrecht zu damit. Aber kein Problem, schließlich schau ich mir gern banale Interviews mit gemachten Rockstars an. Gerade wenn es solche sind, deren Frühwerk ich zu schätzen weiß. Also mal schnell nen Blick riskiert und siehe da: Die Band, allen voran Sänger Brandon Boyd, wirkt sympathisch wie gewohnt und macht einem durchaus Bock mal in die LP reinzuhören! Weiterlesen

4 Player Co-Op!

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as found on: indieminded.com

Was hab ich Incubus geliebt… Was feier ich vor allem den cleveren Crossover deren erster Full-Length S.C.I.E.N.C.E. von ’99 noch heute ab… Was aber ist, zumindest aus meiner bescheidenen Sicht, bei den Jungs schon lange die Luft raus…

Richtig Schade! Und einer dieser Gründe mag sicherlich auch im Weggang von Gründungsmitglied und Original-Basser Alex Katunich aka Dirk Lance anno 2003 zu suchen sein, welcher zusammen mit Immernoch – Drummer Jose Pasillas II das unschlagbar funky versierte Rückrat der Band bildete.

Dass besagte Rhythmus-Sektion nach der gemeinsamen Zeit bei Incubus nochmals zusammenfand hab ich erst kürzlich bemerkt, als ich mich mal über den Verbleib des mittlerweile ansonsten musikalisch eher untätigen Katunich schlau machen wollte.

Schon fast drei Jahre ist diese Zusammenkunft nun her. Unterstützt wurde das Duo dabei spannenderweise nicht nur von Jurrasic 5DJ Nu Mark sondern außerdem von Slimkid3, meinem Lieblings – Pharcyde – MC.

Da kommt schon beim Namedropping dieses One – Song – Projekts 90s – Feeling auf, welches konsequenterweise komplettiert wird durch: Videospielthematik! Klar! Der Song Picture Perfect Fantasy wurde inspiriert vom gliederwerfenden Rayman (du weißt schon, dieser Plok! – Rip Off) und auch gleich für dessen Promo produziert und verwendet.

Und ab das Ding:

An eine Vinyl-Version des Songs zu kommen, kann man sich bei Limitiertheit auf läppische 100 Stck. wohl aus dem Kopf schlagen. Digital bekommt man den Track allerdings noch immer kostentlos über Ubisoft, die außerdem auch ein kleines Behind the Scenes zum Stück online haben!

Unterm Strich ganz nice! Würd ich ja gerne mehr von hören… allerdings ohne Saxophon! In diesem Zusammenhang auf das entspannte Kollabo-album von DJ Nu Mark und Slimkid3 zu verweisen ist außerdem nicht unsinnig!

Der Chocolate starfish and the hotdog flavored water – Releaseparty ist cool (xxxisql037)

Artwork by Wes Borland

Thank u Lord! Da ist es! Was hab ich schon danach gesucht… Ein bereits verloren geglaubtes Relikt aus alten Tagen ist endlich aufgetaucht:

Der legendäre MTV-Bericht zur Releaseparty von Chocolate starfish and the hotdog flavored water aus dem Jahre 2000. Wahrscheinlich DER kommerzielle Höhe- und Wendepunkt des New Metal und deshalb natürlich nirgendwo besser abzuhalten als in der Playboy Mansion. Und alle waren sie da: Deftones, Methods of Mayhem, Rob Zombie & Spider 1 von Powerman 5000, Korn, Backstreet Boys, Incubus, Michael Kelso und Steven Hyde von der 70s Show, Wes Borland im Fantômas-Shirt… und und und… es ist fast wie im Traum!

Dazu gibt es Limp Bizkits Top MTV – Momente im Schnelldurchlauf und Fred Durst Galore im Überfluss:

This is not a test - This is reality !!!

Chocolate starfish and the hotdog flavored water ist natürlich auf Spotify abruf- oder auf dem Flohmarkt deines Vertrauens auffindbar:

Der Female Masking ist cool (XXXisql035)

Gifs as found on www.knowyourmeme.com

Widmen wir uns doch heute einmal einem etwas heiklerem Thema. Heikel nicht wegen der Sache an sich, sondern einfach wegen dem fragwürdigen Standpunkt, den man hier als Berichterstatter zwangsläufig einzunehmen droht. Dabei möchte ich aber gleich mal unmissverständlich darauf hinweisen, dass das bashen von irgendwelchen Randgruppen hier keineswegs Intention ist. Vielmehr finde ich dieses Thema schlichtweg krass interessant, da es mal wieder zeigt, welch unterschiedliches Schönheitsempfinden wir Menschen doch so an den Tag legen.

Beim Female Masking, das vorwiegend, aber nicht ausschließlich, von Männern praktiziert wird, scheint es nicht zwingend um den Geschlechtertausch zu gehen, sondern eher darum, mit Hilfe von Maske, Perrücke und Silikonkörperteilen eine lebende Puppe zu mimen. Dabei scheint es keine Seltenheit zu sein, dass sich die Anhängerschaft dieses Fetischs‘ stumm der Kamera zuwendet und das imaginäre Gegenüber schlichtweg durchdringend anstarrt, während das zweite Gesicht zurecht gezupft wird.

Klingt für den Aussenstehenden wohl wie eine Schelle auf die Nackenhaare… Und auch ich selbst empfinde so manche dieser Präsentationen zugegebenermaßen als ultra – creepy:

Thanks, now I’m scared for life… Aber jedem das seine und wie gesagt: Irgendwie fasziniert diese Szene ja auch, zumal da mitunter auch ganz putzige Typen unter der künstlichen Haut stecken:

Ins Rollen gebracht wurde dieser Kult wohl vor allem durch die Firma Maskon, über deren Homepage man seit 1996 sowohl all das nötige Zubehör ganz easy ordern kann, als auch über diverse Links unproblematisch Zugang zur Szene erhält.

Passt jedenfalls bestens in die Faschingszeit dieses Thema und ist doch sicherlich DIE Gelegenheit sich bei Bedarf mal easy da ranzutasten! Die nötige Portion Kleingeld sollte man bei Interesse allerdings schon mitbringen, denn die guten Teile können mitunter locker um die 500 Dollar löhnen. Einige Schnäppchen ab 80 Euro rum gibts aber auch bei Ebay zu ergattern.

Visuelle Hasstiraden an dieses ulkige Volk sind selbstredend zu unterlassen! Wobei Maskenträger sich ihrer Selbst bekanntlich sehr bewußt sind und auch grundsätzlich auf Vorurteile Anderer scheißen, um einmal mehr Siggi Smallz zu zitieren:

Ich setz die Maske auf und schock die Welt - 
Ich geb n Fick ob's euch gefällt

Als kleines Schmankerl hier noch eine kleine Mask – related – Playlist! Enjoy: