Review: PABST + AUTISTI – 7inch Split (2017)

Wir kennen PABST. Wir kennen AUTISTI. Wir kennen CRAZYSANE RECORDS. Wir wissen daher, dass es sich bei der vorliegenden Split um einen absoluten Pflichtkauf handelt. Und das schon ohne auch nur einen Ton gehört zu haben. Was wir noch nicht wussten ist, dass man rosafarbene 7inches mittlerweile auf Basis von Eiscreme presst und das uns die gemeinsame Split der beiden Ausnahme-Formationen dann doch SO derbe an die Wand klatschen würde. Das wiederum wurde uns aber schon beim ersten Ton bewusst. Weiterlesen

Uptowns Finest!

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Straight outta Chemnitz pumpen DJ Ron (u.a. Tefla & Jaleel) und sein Homeboy Fast Phive unter dem Banner Uptowns Finest schon seit etwa 2011 im Zweiwochentakt eine interessante Sendung im Podcastformat, die durch komplett ausgespielte Songtitel sowie ‚News und Klatsch & Tratsch aus der Welt des Rap‘ mit äußerst annehmbarem Radiofeeling aufwartet. Internationale Neuerscheinungen wie auch Classic-Tracks kommen zum Zuge und werden durch amüsante Interviewfetzen deutscher Rap-Größen wie Sido, Haftbefehl oder Marteria aufgelockert.

Besonders aber weiß die dem Podcast zugehörige Unterkategorie UF-Talk zu überzeugen. In Gesprächen, die gut und gerne mal die 60 Minuten-Grenze sprengen wird dem geneigten Hörer, durch retrospektive Fragenstellung und chronologische Aufbereitung, die Historie von End-90er-Deutschrap-Helden wie Curse, Afrob oder Schowi (Massive Töne) in die Gehörgänge gebügelt. Aber auch die Neue Schule ist mit LGoony & Crack Ignaz vertreten. Im Speziellen hat es mir das Gespräch mit der Marsimoto-Beat-Institution Nobodys Face angetan! Checkt das:

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Alle Folgen sind übrigens kostenlos download- und streambar. RSS-Feed oder iTunes-Abo schicken sich bei der Fülle an gutem Material natürlich an.

Der Hitcher ist cool (XXXisql040)

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Highway to Hell: Der Hitcher – er ist überall und nirgends. Seine Morde begeht er kalt, erbarmungslos und scheinbar ohne Sinn. Sag vier Worte. Sag: Ich möchte tot sein. Rutger Hauer ist Hitcher – der Highwaykiller.

Wer den Filmklassiker von 1986 noch nie gesehen hat, hat auf Youtube momentan die einmalige Gelegenheit das nachzuholen. Gemütliche Roadmoviestimmung auf amerikanischen Highways für verregnete Sonntagnachmittage – köstliche Dinerszenen und aberwitzige Momente inklusive. Einer meiner Favourites! Pflicht! Nuff said:

Yes! Ob das Remake von 2007 da mithalten kann wage ich stark zu bezweifeln…

Weil mich Marsimotos Hitch außerdem immer an diesen Film erinnert gibt es das jetzt als Krönung einfach mal obendrauf:

Der Female Masking ist cool (XXXisql035)

Gifs as found on www.knowyourmeme.com

Widmen wir uns doch heute einmal einem etwas heiklerem Thema. Heikel nicht wegen der Sache an sich, sondern einfach wegen dem fragwürdigen Standpunkt, den man hier als Berichterstatter zwangsläufig einzunehmen droht. Dabei möchte ich aber gleich mal unmissverständlich darauf hinweisen, dass das bashen von irgendwelchen Randgruppen hier keineswegs Intention ist. Vielmehr finde ich dieses Thema schlichtweg krass interessant, da es mal wieder zeigt, welch unterschiedliches Schönheitsempfinden wir Menschen doch so an den Tag legen.

Beim Female Masking, das vorwiegend, aber nicht ausschließlich, von Männern praktiziert wird, scheint es nicht zwingend um den Geschlechtertausch zu gehen, sondern eher darum, mit Hilfe von Maske, Perrücke und Silikonkörperteilen eine lebende Puppe zu mimen. Dabei scheint es keine Seltenheit zu sein, dass sich die Anhängerschaft dieses Fetischs‘ stumm der Kamera zuwendet und das imaginäre Gegenüber schlichtweg durchdringend anstarrt, während das zweite Gesicht zurecht gezupft wird.

Klingt für den Aussenstehenden wohl wie eine Schelle auf die Nackenhaare… Und auch ich selbst empfinde so manche dieser Präsentationen zugegebenermaßen als ultra – creepy:

Thanks, now I’m scared for life… Aber jedem das seine und wie gesagt: Irgendwie fasziniert diese Szene ja auch, zumal da mitunter auch ganz putzige Typen unter der künstlichen Haut stecken:

Ins Rollen gebracht wurde dieser Kult wohl vor allem durch die Firma Maskon, über deren Homepage man seit 1996 sowohl all das nötige Zubehör ganz easy ordern kann, als auch über diverse Links unproblematisch Zugang zur Szene erhält.

Passt jedenfalls bestens in die Faschingszeit dieses Thema und ist doch sicherlich DIE Gelegenheit sich bei Bedarf mal easy da ranzutasten! Die nötige Portion Kleingeld sollte man bei Interesse allerdings schon mitbringen, denn die guten Teile können mitunter locker um die 500 Dollar löhnen. Einige Schnäppchen ab 80 Euro rum gibts aber auch bei Ebay zu ergattern.

Visuelle Hasstiraden an dieses ulkige Volk sind selbstredend zu unterlassen! Wobei Maskenträger sich ihrer Selbst bekanntlich sehr bewußt sind und auch grundsätzlich auf Vorurteile Anderer scheißen, um einmal mehr Siggi Smallz zu zitieren:

Ich setz die Maske auf und schock die Welt - 
Ich geb n Fick ob's euch gefällt

Als kleines Schmankerl hier noch eine kleine Mask – related – Playlist! Enjoy: