Neue Single von Ghost Hours!

Der Kalifornier Ron Fountenberrry, seines Zeichens erfolgreicher Komponist (u.a. für Apple, Sony, Mc Donalds, Twitter…), gönnt sich unter dem Pseudonym Ghost Hours eine Auszeit von seiner musikalischen Haupttätigkeit und serviert mit Head eine entspannt charmante R&B-Nummer, die zum prasselnden Xylophon-Regen und düster gepitchter Stimme zwischen Elektro, Pop und Indie pendelt. Weiterlesen

Mein neuer Mitarbeiter!

as found on: www.mercedes-benz.de

Wie konnte das eigentlich unbemerkt an mir vorbeigehen? Comeback-Trubel allerorten und ich verpass mal wieder eines der spannendsten. Unglaublich…

Im Rahmen einer Mercedes-Kampagne für deren Vito Tourer, wurde bereits im April letzten Jahres das legändere Mein neuer Freund-Format um Christian Ulmen reanimiert. Unter dem Motto Mein neuer Mitarbeiter wurde diesmal, statt zart besaiteten Zwanziger-Ladies, vermeintlich neuen Arbeitgebern am Nervenkostüm gezerrt und statt 10.000 Euro winkt dem Gewinner der einjährige Besitz der besagten Benz-Droschke – warum die Fahrt im Objekt der Begierde derartig zeitlich begrenzt ist, sei mal dahingestellt. Auch gilt es diesmal lediglich einen Tag in nerviger Gesellschaft zu überstehen. Sonst bleibt eigentlich alles beim alten.

Die Neuauflage, der schon zehn Jahre zurückliegenden Sendung (genaugenommen ja nicht die erste) mit unvergessenen Charakteren wie Knut Hansen, Alexander von Eich oder Uwe Wöllner, kann zwar nicht wirklich mit der Klasse des Originals mithalten, ist in ihrer Knappheit mit jeweils etwas über zehn Minuten pro Episode aber sicherlich den ein oder anderen Lacher wert! Gerade der Handwerker Werner steht Ulmen ausgezeichnet, während sein unfreiwillig komischer Chef den Rest besorgt. Auch die Berliner Partyband Flashback in der Episode um Bandroadie und Veith-Klon Timo kann einiges!

Gute Unterhaltung also, die primär mal wieder Bock auf den frühen Unter Ulmen-Stuff macht. Dass das kleine Wiedersehn allerdings ausgerechnet unter der Fuchtel eines Automobilgroßkonzerns stattfinden musste ist weniger erfreulich. Passt allerdings wiederum gut zu Ulmens Mc Donalds-Aktion, die ja ähnlich sexy war…

Episode 1: Fußballtrainer Ron

Episode 2: Bandroadie Timo

Episode 3: Handwerker Werner

Review: Rick Tick Evil // We’ll Take It From Here – Releaseparty Würzburg/14.03.2015

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Booyah! Ey! Hallo,danke dass ihr alle da seid! Ausschließlich schöne Menschen!“ Die Band ist sichtlich erfreut über ein gut gefülltes Immerhin. Das ist am heutigen Samstagabend in Würzburg nicht zwingend selbstverständlich. Zum einen gibt es in Hammelburg mal wieder die Möglichkeit sich saftig Corpsepaint zu die Fresse nei zu schmieren, in Bad Neustadt im kleinen oder Schweinfurt im großen Rahmen abzupogen und zum anderen den Vortag zu bewältigen: Hirngespinste vom Up in Smoke deuten oder sich die Tränen nach dem Life of an owl – Split abtrocknen zum Beispiel…

Wenn Rick Tick Evil allerdings nach etwa vierjähriger Warteschleife mit ihrem ersten Dreher aus dem Knick kommen, stellt sich für viele glücklicherweise erst gar nicht die Frage nach etwaigen Alternativen. Das soll gebührend gefeiert werden! Die heutige Supportshow für die schwedischen Rock’n’Roller The Kendolls wird kurzerhand zur Releaseparty der Schweinfurter Band umfunktioniert. Ganz richtig: We’ll take it from here kann heute in Form einer neun Track starken CD mit nach Hause genommen werden. Für nen schlappen Fünfer! (Schnitzel & Blowjob-Day it is…)

Alle Tracks sind selbstredend im 13 Song starken Set vertreten und wetteifern mit einigen neuen(?) Stücken, wie dem famosen Opener Megalomaniass oder der hervorzuhebenden Stop&Go-Drogenode Black Streets um die Vorherrschaft der perfekten Caffeine Injected Action Rock – Hymne. Dieser Titel geht auch heute an den kleinen Hit New Waves, der einen im wahrsten Sinne des Wortes umhaut. Und zwar derartig, dass Gitarrist Colin inmitten eines legeren Fallrückziehers gleich mal die halbe Schlagzeugfront abräumt! Party!

Genannter Track macht live, wie auf Platte tierisch viel Spaß, was vor allem am catchy Popappeal der Vocals liegt, dem die Band meiner Meinung nach ruhig öfter eine Chance geben dürfte. Gerade wenn man eine Stimme von solchem Kaliber an der Front hat! Zudem denk ich bei dem Stück immer an meine liebste Nena Nummer, was durchaus als Kompliment zu verstehen ist! Für Lollipoppunkfreunde wie mich gibt es außerdem noch Lazy, late, common fate zu entdecken – wie viele Titel mit gekonnter Backgroundunterstützung der Saitenfraktion. „Kommt auf die Ep, die dann wahrscheinlich 2020/2021 erscheint!“

Ansonsten? Skaterock it shall be! Die Drums kommen mächtig heute! Und das die Gitarissten flinke Wiesel sind ist eh nichts neues! Gut schaut man aus! Mit Snap und Batik! Von Licht und Nebel eingehüllt in einen Hauch aus Smells like teen spirit! Die Leute feiern das! 45 Minuten lang! Den zahlreichen Zugaberufen kommt man trotzdem nicht nach, dass übernehmen die Jungs aus Schweden, die ich mir nur noch partiell geb, da bei mir die Schotten dicht sind: Genug Rock’n’Roll für mich heute! Auch wenn die optischen Reize der halbnackten Männerleiber zu späterer Stunde nicht zu verachten sind: Wilde Performance! Gleich komplett verpasst hab ich zudem den Sexual Punk der Supportband Clitlicker… Zorry dudes!

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Und die Scheibe???

Hält was die Show verspricht! Wer Rick Tick Evil live mag, der mag auch die Platte und umgekehrt. Krass gute Produktion, die Eier hat und auf unnötigen Schnickschnack verzichtet. Verantwortlich dafür ist übrigens das Tonstudio Rocketscienceaudio, welches – mit Michael Simon – von einem Mann aus den eigenen Reihen betrieben wird. Das sei hiermit auch schwerstens weiterempfohlen! Bleibt nur noch die Frage zu klären, was denn diese drei Buchstaben bedeuten sollen, die da auf dem Schweinfurter SKF-Gebäude prangern!? Royal T Ess hätt ich jetzt einfach mal vermutet… Diese Theorie würde ob des fettigen Rocks, der da aus dem Digipak trieft, zumindest Sinn ergeben. Zumal sie zusätzlich vom MC Donalds-Jingle gestützt wird, der spitzfindigen Ohren, wie den meinigen, nicht verborgen bleibt! Einfach mal bei 9-2-5 um die 2:01 reinklicken:

Man merkt: Das Warten war nicht umsonst! Kein Waiting for nothing quasi… Hut ab!

Albumstream:

We’ll Take It From Here ist derzeit für sechs lockere Flocken digital über bandcamp zu erwerben. Wer Interesse an der CD-Version hat, schreibt an info@ricktickevil.com.

Los gehts!

Alle Fotos exklusiv für www.derdanielistcool.de und mit freundlicher Genehmigung des mightyfinen Photographen Awanes!

Der Cartoon-All-Stars-to-the-Rescue-ist-cool-Drogen-aber-nicht (XXXisql018)

 "If the Ninja Turtles and the Pooh bear all do their part, we can 
prevent this generation of children from becoming the next generation 
of drug addicts.”                         - Senator Joseph Biden 1990

Wer immernoch glaubt Drogen seien cool, der hat wohl noch nie Cartoon All-Stars to the Rescue gesehen. Das berühmt-berüchtigte Anti-Drogen-Cartoon-Projekt der frühen Neunziger sucht auch Heute noch seinesgleichen. Der grandiose deutsche Titel dieses 30 minütigen Cartoonspektakels bringt den Plot dann auch schon auf den Punkt: Comic-Stars gegen Drogen.

Seinerzeit von der Ronald Mc Donald – Kinderhilfe mit ins Leben gerufen und im Intro sogar von George Bush Sr. himself angekündigt, erlebt der geneigte Drogenkonsument was geschehen kann, lässt man seine Finger nicht von dem Teufelszeug. Dann nämlich gibts die saftig verbale Tyson-Schelle von Alf, Slimer oder den Chipmunks (um nur wenige zu nennen)  und das schlechte Gewissen ist vorprogrammiert!

“Marijuana. An unlawful substance used to experience artificial 
highs.”                                       -  Simon Chipmunk

Hat der Bösewicht Smoke (eine geisterhafte Gestalt zu je einer Hälfte Boshaftigkeit und einer Hälfte Zigarettenrauch, in der deutschen Version deshalb vortrefllich der Rauch (!) genannt) als eine Art Teufel rechts, zu Beginn natürlich die absolute Gewalt über sein Opfer, den jungen Suchtbolzen Michael, verliert er diese zunehmend mit jeder neuen Standpauke einer Comic-Ikone:

“A joint? So what’s the big attraction. Look kid, everybody’s got 
problems. Nobody ever gets everything they want in this world. 
What’s important is what’s inside you.  You have to believe in 
yourself!”                                          - Bugs Bunny

Dieses Crossover-Mashup ist Pflicht! Sei dabei wenn die größten Stars der späten Achtziger zum fröhlichen Stelldichein laden:

Wer nun immernoch glaubt Drogen seien cool, der hat wohl länger kein aktuelles Foto von Marilyn Manson gesehen:

As found on thecount.com

Uff…jetzt brauch ich dann doch erstmal nen ordentlichen Kinderjoint