Review: Incubus – 8 (2017)

Artwork by Brantley Gutierrez

Momentan werde ich von allen Seiten der sozialen Netzwerke mit der Info versorgt, dass es eine neue Incubus-Platte gibt. Gerade Youtube ballert mich regelrecht zu damit. Aber kein Problem, schließlich schau ich mir gern banale Interviews mit gemachten Rockstars an. Gerade wenn es solche sind, deren Frühwerk ich zu schätzen weiß. Also mal schnell nen Blick riskiert und siehe da: Die Band, allen voran Sänger Brandon Boyd, wirkt sympathisch wie gewohnt und macht einem durchaus Bock mal in die LP reinzuhören! Weiterlesen

Two Hours with Matt Pinfield!

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Wer die goldene MTV-Ära zu schätzen weiß, sollte ihn auf jeden Fall kennen: Matt Pinfield, fleischgewordene Musikenzyklopädie und neben Kennedy der wahrscheinlich bekannteste Charakterkopf-VJ der 90er. Zumindest was den amerikanischen Markt angeht.

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Review: (hed)p.e. – Self titled (1997)

Artwork by DJ Product

Das ganze Guitar meets Rap – Ding ist ja immernoch ein heikles Thema, läuft man bei dessen Gutheißung doch stets Gefahr lauthals ausgelacht zu werden – sofern man nicht gerade über die erste RATM oder den Judgment Night Soundtrack philosophiert. Crossover oder gar New Metal gilt im Volksmund als fürchterlich und das kann man dank solcher Genies wie den H-Blockxx, Infectious Grooves oder den unsäglichen Body Count auch wirklich niemandem übel nehmen.

 

Auch (hed)p.e. aus Hunntington Beach setzen – seit nunmehr schon über 10 Jahren – allem Anschein nach auch wirklich alles daran, damit dieser Ist-Zustand unverändert bleibt, wie solch aktuelle Beispiele zweifellos belegen. Schade eigentlich, denn es gab mal Zeiten, da war die Truppe bei Jive gesignt, stand p.e. noch für planetary evolution, nannte man den eigenen Musikstil noch G-Punk und warf man mit dem 97er Debut die vielleicht bestmögliche Variante aus Hip Hop und Rock auf den Markt (um diesen Titel ringt es meiner Meinung nach allenfalls noch mit dem Nachfolger Broke).

Kaum ein artverwandter Act vermochte es dabei vor allem den Hip Hop-Part derart gut zu verkörpern, wie es die Orginalbesetzung um M.C.U.D. seinerzeit tat. Dem konnte man damals – im Gegensatz zu Kollegen wie Freddy D – die MC-Nummer durchaus noch abnehmen. Dazu eine arschtighte, punktgenaue Rhythmusgruppe, ein perfekt aufeinander abgestimmtes Gitarrenduo, rougher DJ sowie Texte über UFOs, Marihuanakiffjoints und Bitches. Selten hörte man Menschen schöner gemeinsam musizieren!

Lieblingstrack und Herzstück der Platte bleibt für mich der Headnoder Darky  – mit spacigen Whammys und einer der dirtiest Basslines ever! Back in the days btw. auch live der Übershit! Damn, check out the colors man:

Ähnlich schmoove Ken 2012:

Weitere Knaller sind nicht schwer ausfindig zu machen, denn bis auf die letzten zwei bis drei Stücke überzeugt die Platte sonst auf ganzer Linie. Serpent Boy und das punkige Firsty dürfen sich desweiteren hervorhebungswürdig schimpfen lassen.

Mir bleibt nichts weiteres zu sagen, als das ich mich scheiße cool fühle wenn ich dieser Wahnsinnscheibe lausche. Ist und bleibt der Shit und somit dringende Empfehlung! Learn it! Love it! Um abschließend erneut Darky zu zitieren:

If I drop the bomb pick it up…

 

Ground

Interview

Albumstream

Schon ab einem Cent auf Amazon zu haben. Bei Mehrbedarf unbedingt die dem Debut vorrausgegange Demoscheibe Church of Realities auschecken! Wer es vermag, mir davon eine Hardcopy zu beschaffen, möge auf ewig gebenedeit unter den Frauen sein!

Released: 12.08.1997 via Jive

Der Failure ist cool (XXXisql025)

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as found on www.facebook.com/failureband

Der Reunion-Wahn geht weiter! Die heutigen Kanditaten: Failure!
Ich bin ja generell kein großer Freund von solchen aufgewärmten Geschichten und stehe dem Großteil der Reunions weiterhin mit gemischten Gefühlen gegenüber (Rage Against the Machine, At the Drive In, Refused…), lass mich jedoch auch jederzeit eines besseren belehren (Faith No More, Der Wolf)!

Allerdings sieht die gängige Reunionvariante leider so aus: Satte Ex-Rockstars zerstören ihren eigenen Heldenstatus, indem sie fernab von früheren Leistungen und Erfolgen agieren. Man fragt sich dann zun Recht was das soll, da in 95% der Fälle eh schon alles gesagt und der eigentliche Schlußstrich nicht selten mehr als gut gewählt wurde.

Wenn es allerdings um Failure (die Band um Keanu Reeves-Look-a-Like Ken Andrews und einstige Brötchengeber des heute sehr gefragten Troy van Leeuwen) geht, muss man die Sache von einem völlig anderen Blickwinkel aus betrachten! Die Band erlangte ihren Kultstatus nämlich erst nach dem Split 1997 und konnte somit nie die Früchte ihres Erfolges ernten. Failure blieben der ewige Geheimtip, dessen Kultstatus vor allem durch die Bewunderung zahlreicher Musikerkollegen wie A Perfect Circle, Finch oder Melissa auf der Maur über die Jahre nach der Trennung kontinuierlich wuchs und nun eben im Comeback gipfelt!

Fest geplant ist erstmal nur ein Konzert am 13.02.2014 in Los Angeles. Zukünftige Aktivitäten sind allerdings laut diesem aktuellen Interview mit der Spin durchaus zu erwarten!

Ex – (hed)p.e. – Gitarrist Chizad freut sich jedenfalls und geht zur Show:

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Und ich tu es glaub ich auch, also mich freuen, mein ich. Jedenfalls bin ich gespannt was da kommt und habe das Gefühl, dass die Band das würdevoll über die Bühne bringen wird.

Warum genau man Failure nun kennen und lieben sollte, liest man am besten in den Reviews zu ihren beiden essentiellen Platten Magnified und Fantastic Planet! (Das Debut Comfort lass ich mal aussen vor…)

 

"They're gonna have fun now - don't fight it"