Review: La Petite Mort / Little Death – Dear Reader.. [EP] (2015)

a4020750811_10La Petite Mort / Little Death, die schrägen Post-Core-Newcomer mit dem Verwirrung stiftenden Doppelnamen, haben mich vor wenigen Wochen über den Liveweg in Darmstadt komplett an die Wand gefahren! Ohne Vorwarnung!

Ein wütendes Screamo-Attentat im klassischen Trio-Lineup. Entfesselt und dreckig runtergerotzt als wäre 1998.

 

Die ersten Aufnahmen liegen nun vor und werden der Erwartungshaltung mehr als gerecht, toppen sie womöglich sogar. Dear Reader.. atmet auf Tracks wie dem Vorzeigestück The Door Is Unlocked (But It’s Burning Inside) oder dem knappen Cave den Spirit früher Escapado oder (klar) Refused. Paper is Patient hingegen erinnert sogar an etwas poppigere Yage. Superkreativ, launisch und mit blutjunger Wut im Bauch! Sturm und Drang! Vorwärts! Dazu sehr fit an den Instrumenten und an der Stimme. Sieben testosterongeladene Songs nebst Intro in angenehm dosierten 21 Minuten. Freunden des Dischord-Katalogs sehr ans Herz zu legen!

Brett!

All Eyes on Rodgau! Hoffe auf baldiges Wiedersehen!

Anspieltips: The Door Is Unlocked (But It’s Burning Inside), Paper is Patient, Fogged Windows

Albumstream:

Dear Reader.. ist über bandcamp wahlweise kostenlos zu haben!

10.07.2015 via bandcamp

Der Crazy Town ist cool (XXXisql032)

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Photo-Shot taken from the infamous Book: Nu-Metal

Haters gonna hate - Fans still appreciate

Eine lang angekündigte Drohung wurde vergangene Woche Wirklichkeit:

CXT IS BACK!!!

Es dürfte nicht lange dauern, bis sich die Musikwelt mal wieder vor Lachen in die Hosen macht. Dabei war die erste Platte The Gift of Game, sowie die Band vorm Butterfly – Hype eine der freshesten im damaligen New Metal – Kosmos, ehe man sich mit Bravo Starschnitt und dem Darkhorse Album (samt seiner schrecklichen Hurt you so Bad Single mit noch schrecklicherem Video) flächendeckend lächerlich machte und sich auf dem Ozzfest ordentlich mit Flaschen bewerfen lies.

Danach ging noch der Tod der Gründungsmitglieder Rust Epique und DJ AM durch die Presse, sowie das Sugar Ray-Ripoff-Solo-Album von Aushängeschild Shifty Shellshock in den Keller und sein Mitwirken in den unsäglichen Celebrity Rehab– und Sober House– Shows in die Analen des TV – Abgrunds ein.

Das alles haben die Masterminds Epic & Shifty mittlerweile gut verdaut und kehren nun mit frischem Kopf zurück um den Rockolymp erneut zu erklimmen. Back to the Roots ist dabei das Motto. Und diese Wurzeln liegen sogar noch weit vorm Debut, als man sich noch The Brimestone Sluggers nannte und im Trio Hip Hop fabrizierte. Alte liebgewonnene Bandkollegen wie Trouble oder Faydoe Deelay bleiben leider aus ungenannten Gründen aussen vor und man ist bisher erstmal nur im Duo unterwegs um eine neue Platte namens The Brimestone Sluggers (oha!) zusammenzustellen.

Vom tatsächlichen Entstehen des neuen Outputs zeugt nun, neben der langen Vorankündigung, ein brandneuer, ziemlich elektronisch geratener Track namens Lemonface (free download btw.!) . Bisschen Gitarren gibt es aber nebst gewohnten Seth Binzer – Rhymesalven dennoch. Mich erinnert das ganze ja an bisschen an Tommy Lees wahnwitzige, erste Methods of Mayhem Platte…

Crazy Town – Lemonface

So wirklich geil is das ja nicht wirklich… aber überraschenderweise auch nicht so wirklich scheiße. Man darf allerdings gewiss sein, dass der nächste CXT – Wurf mal wieder ein Fest für die Sinne wird. So oder so…

Viel wissenswertes über Past,Present & Future von Crazy Town gibt es in diesem Interview mit Epic und ich lasse dem Anlass entsprechend The Gift of Game nochmal Revue passieren um herauszufinden warum mich diese (nicht immer ganz so hübschen) Menschen so brennend interessieren. Das legendäre Refused – Cover mal weggedacht:

Crazy Town – New Noise (live)

 

 

Der Failure ist cool (XXXisql025)

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as found on www.facebook.com/failureband

Der Reunion-Wahn geht weiter! Die heutigen Kanditaten: Failure!
Ich bin ja generell kein großer Freund von solchen aufgewärmten Geschichten und stehe dem Großteil der Reunions weiterhin mit gemischten Gefühlen gegenüber (Rage Against the Machine, At the Drive In, Refused…), lass mich jedoch auch jederzeit eines besseren belehren (Faith No More, Der Wolf)!

Allerdings sieht die gängige Reunionvariante leider so aus: Satte Ex-Rockstars zerstören ihren eigenen Heldenstatus, indem sie fernab von früheren Leistungen und Erfolgen agieren. Man fragt sich dann zun Recht was das soll, da in 95% der Fälle eh schon alles gesagt und der eigentliche Schlußstrich nicht selten mehr als gut gewählt wurde.

Wenn es allerdings um Failure (die Band um Keanu Reeves-Look-a-Like Ken Andrews und einstige Brötchengeber des heute sehr gefragten Troy van Leeuwen) geht, muss man die Sache von einem völlig anderen Blickwinkel aus betrachten! Die Band erlangte ihren Kultstatus nämlich erst nach dem Split 1997 und konnte somit nie die Früchte ihres Erfolges ernten. Failure blieben der ewige Geheimtip, dessen Kultstatus vor allem durch die Bewunderung zahlreicher Musikerkollegen wie A Perfect Circle, Finch oder Melissa auf der Maur über die Jahre nach der Trennung kontinuierlich wuchs und nun eben im Comeback gipfelt!

Fest geplant ist erstmal nur ein Konzert am 13.02.2014 in Los Angeles. Zukünftige Aktivitäten sind allerdings laut diesem aktuellen Interview mit der Spin durchaus zu erwarten!

Ex – (hed)p.e. – Gitarrist Chizad freut sich jedenfalls und geht zur Show:

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Und ich tu es glaub ich auch, also mich freuen, mein ich. Jedenfalls bin ich gespannt was da kommt und habe das Gefühl, dass die Band das würdevoll über die Bühne bringen wird.

Warum genau man Failure nun kennen und lieben sollte, liest man am besten in den Reviews zu ihren beiden essentiellen Platten Magnified und Fantastic Planet! (Das Debut Comfort lass ich mal aussen vor…)

 

"They're gonna have fun now - don't fight it"