Billy Howerdel schaut 20 Jahre zurück!

Und zwar auf das A Perfect Circle-Debüt Mer De Noms von 2000. Dass die Scheibe meiner Meinung nach Pflichtlektüre ist, hab ich ja schon zu Beginn des Jahres mal erwähnt. Dementsprechend super finde ich natürlich dieses aktuelle Interview mit dem Revolver, das ein paar interessante Einblicke in die Zeit zur Entstehung der Platte gibt:

A Perfect Circle’s Billy Howerdel looks back on 20 years of ‘Mer de Noms,’ the band’s record-setting debut

A Perfect Circle's Billy Howerdel looks back on 20 years of ‘Mer de Noms,’ the band’s record-setting debut

Gepostet von REVOLVER Magazine am Freitag, 22. Mai 2020

.

Falls es wer noch nicht kennt:

The Manson Family Album im Stream!

Artwork by Mr. Manson & Robin Perine

Das Marilyn Manson Debut Portrait of an American Family feiert dieser Tage sein 20 – jähriges Jubiläum und ist deshalb gerade wieder in aller Munde. Die User des Revolver Magazines wählten es sogar auf Platz 1 der wichtigsten Alben des Jahrgangs 1994. Eigentlich unnötig zu sagen, dass ich da der absolut gleichen Auffassung bin, zählen die 90er Frühwerke der Band doch für mich zu meinen absoluten Favourites!

 

Wer sich schonmal ein wenig mit der Entstehungsgeschichte dieser Platte auseinandergesetzt hat, der weiß das die Aufnahmen ursprünglich in den Criteria Studios in Miami stattfanden und unter dem Namen The Manson Family Album als erster Release angedacht waren. Erst danach ging es mit dem ehemaligen Mentor und Labelboss Trent Reznor nach Los Angeles (unter anderem ins legendäre Haus in dem Sharon Tate den Tod durch die Charles Manson Family fand) um die bisherigen Aufnahmen aufzupolieren und teilweise neu zu arrangieren, da sich Teile der Band mit dem Erstergebnis nicht zufrieden zeigten. Erst dann wurde das auf Band gebannt was die Welt heute als Portrait of an American Family kennt.

Nun die kleine Sensation: Das Gründungsmitglied Daisy Berkowitz hat dem Anlass entsprechend erwähnte Erstaufnahmen ausgekramt und über Soundcloud der breiten Öffentlichkeit im Stream zur Verfügung gestellt (den bisher unveröffentlichten Song Filth inc.). Auf jeden Fall hörenswert:

Nicht das erste Mal das der einstige Gitarrist, der den Rausschmiss aus der Combo nie so richtig verkraftet zu haben scheint, in den Archiven wühlt. So durften sich Fans erst vor kurzem über die raren Demos zum Millionenseller Antichrist Superstar freuen, deren Veröffentlichung ebenfalls auf sein Konto geht. Meist mit dem Zusatz er empfinde die Grundversionen als besser. Mag man ihm in Punkto Authentizität zwar recht geben, ist das ansonsten natürlich weitestgehend Quatsch. Gerade bei Portrait… hat sich die Überarbeitung absolut gelohnt!

Dennoch ein Leckerli, zeigt man sich am Entwicklungsprozess der Songs interessiert. Tut man das, verüben natürlich auch die Portrait-Demos einen gewissen Reiz! Wer die wohl online gestellt haben mag? Runden wir die schöne Nostalgierunde doch mit den Musikvideos zum Album ab:

Get your Gunn

Lunchbox

Dopehat

And always give credits to the legend of the great Gidget Gein! Ohne den wäre da wohl sowieso nie was gegangen…