MAJOR UPDATE!

Durchatmen… gleich wird es viel zu viel auf einmal, weil hier viel zu viel verpasst wurde aber viel zu viel passiert ist. Deshalb hier die absolute Vollbedienung um die mauen Blog-Wochen etwas wettzumachen. Vollgas: Weiterlesen

4 Player Co-Op!

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Was hab ich Incubus geliebt… Was feier ich vor allem den cleveren Crossover deren erster Full-Length S.C.I.E.N.C.E. von ’99 noch heute ab… Was aber ist, zumindest aus meiner bescheidenen Sicht, bei den Jungs schon lange die Luft raus…

Richtig Schade! Und einer dieser Gründe mag sicherlich auch im Weggang von Gründungsmitglied und Original-Basser Alex Katunich aka Dirk Lance anno 2003 zu suchen sein, welcher zusammen mit Immernoch – Drummer Jose Pasillas II das unschlagbar funky versierte Rückrat der Band bildete.

Dass besagte Rhythmus-Sektion nach der gemeinsamen Zeit bei Incubus nochmals zusammenfand hab ich erst kürzlich bemerkt, als ich mich mal über den Verbleib des mittlerweile ansonsten musikalisch eher untätigen Katunich schlau machen wollte.

Schon fast drei Jahre ist diese Zusammenkunft nun her. Unterstützt wurde das Duo dabei spannenderweise nicht nur von Jurrasic 5DJ Nu Mark sondern außerdem von Slimkid3, meinem Lieblings – Pharcyde – MC.

Da kommt schon beim Namedropping dieses One – Song – Projekts 90s – Feeling auf, welches konsequenterweise komplettiert wird durch: Videospielthematik! Klar! Der Song Picture Perfect Fantasy wurde inspiriert vom gliederwerfenden Rayman (du weißt schon, dieser Plok! – Rip Off) und auch gleich für dessen Promo produziert und verwendet.

Und ab das Ding:

An eine Vinyl-Version des Songs zu kommen, kann man sich bei Limitiertheit auf läppische 100 Stck. wohl aus dem Kopf schlagen. Digital bekommt man den Track allerdings noch immer kostentlos über Ubisoft, die außerdem auch ein kleines Behind the Scenes zum Stück online haben!

Unterm Strich ganz nice! Würd ich ja gerne mehr von hören… allerdings ohne Saxophon! In diesem Zusammenhang auf das entspannte Kollabo-album von DJ Nu Mark und Slimkid3 zu verweisen ist außerdem nicht unsinnig!

Review: Murs & 9th Wonder – Brighter Daze (2016)

a2590301713_16„It’s Murs and 9th Wonder and we back to fuck it up again!“ Als besonderes Neujahrs-Goody steht das brandneue Kollabo-Mixtape des Rappers Murs und Producer / Rapper 9th Wonder wahlweise gratis auf bandcamp bereit. Der erste Durchlauf der mittlerweise schon sechsten Zusammenarbeit (seit Murs 3:16 – The 9th Edition von 2004) weiß mit gewohnt entspanntem Flair und lockerem Flow über soulige Old School – Beats zu überzeugen.

Gerade die zweite Hälfte der zwölf Songs auf Brighter Daze macht mächtig Bock!         If this should end erzählt nebenher von der anhaltenden Liebe zur N64-Konsole und deren Kassenschlager Starfox und Mariokart, Walk like a god besticht mit lässigem Feature von Rapsody und Propaganda und Otha Fish adaptiert gekonnt den gleichnamigen Pharcyde-Song! Well played! Große Featureliste auch auf No Shots! Spätestens wenn zum Songende hin bekannt wird, dass die Gang um Mac Miller, Vinny Radio und Choo Jackson den Ersatz-Pan Rufio benötigt fühl ich mich abgeholt!

Zum Ende lauscht man in Murs SuperStar gerne noch der Retrospektive des Protagonisten und freut sich, dass 2016 schon jetzt einen ansprechenden Release abgeworfen hat! Weiterhin empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang im Übrigen auch das aktuelle Murs-Album Have a nice life! Solche Releases tragen zweifelsohne zu gewünscht schönem Leben bei!

Anspieltips: No Shots, If this should end, Otha Fish

Brighter Daze im Stream:

Brighter Daze kostenlos downloaden!

Released: 01.01.2016 via bandcamp

 

Review:The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)

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Eines vorweg: Labcabincalifornia, die zweite und letzte PharcydeLP in Originalbesetzung, ist weder besser, schlechter, noch großartig anders als das Debüt.

Allgemein kann man wohl höchstens sagen, dass es hier nochmal ne ganze Spur gechillter zugeht. Tracks wie Bullshit oder Groupie Therapy sind dermaßen verträumt in hallige Klangwelten verpackt, dass man problemlos abschalten und relaxen kann.

 

Zugegeben: Der lyrische Kontext hat sich hier zwar leicht zugunsten ernsterer Themen geändert, dennoch versprüht auch dieses Werk absolute Lebensfreude! Labcabincalifornia hat genau das, was The Pharcyde so gut macht : Beats, Samples und ausgetüfftelte Lyrics greifen hier so perfekt ineinander, dass ein beeindruckendes Gesamtpaket entsteht, welches auch heute noch von Relevanz ist! Das bei der Produktion im Übrigen kein Geringerer als J-Dilla seine Finger im Spiel hatte, sollte hier natürlich auch nicht unerwähnt bleiben!

Als definitive Anspieltips sind die 3 Singleauskopplungen Drop, Runnin und She Said zu nennen, die für mich auch die absoluten Höhepunkte der LP darstellen. Letzteres Stück gibt es übrigens auch in einer starken Remixversion samt Amsterdamvideoclip zu bestaunen!

Bemängeln kann ich persönlich eigentlich wiedermal nur die Hip-Hop-typische Songfülle. Mit satten 19 Tracks in 75 min, ist das Ganze zumindest in der europäischen Version dann schon arg langatmig. Wie beim Erstlingswerk der Crew, hätte es somit auch hier  nicht geschadet, zumindest die öden Skits wegzulassen.

Wenn Labcabincalifornia seinem Vorgänger Bizarre Ride II in Sachen Verkaufszahlen auch hinterherhinken mag, steht es ihm in Sachen Qualität allerdings in nichts nach. Wer die erste Platte mag, der mag auch diese! Aufgrund der extrem guten Sommerhitsingles, würde ich Labcabincalifornia vielleicht sogar vorziehen!

Wer auf kalifornischen, entspannten Hip Hop der Marke A Tribe Called Quest oder De la Soul steht, sollte mit dieser Platte bestens beraten sein!

Um es mit den Worten der Band abzuschliessen:

„Let them entertain you

And Interphaze you, with the new sound

The sound is the „Cyde“ And the Phar is the „Cyde“

And no matter who you are, you know you can’t hyde!“

 

 

 Drop

Runnin

She Said

Tracklist:

  1. Bullshit
  2. Pharcyde
  3. Groupie Therapy
  4. Runnin
  5. She Said
  6. Splattitorium
  7. Somethin‘ That Means Somethin
  8. All Live
  9. Drop
  10. Hey You
  11. Y?
  12. It’s All Good!
  13. Moment in Time
  14. The Hustle
  15. Little D
  16. Devil Music
  17. The E.N.D.
  18. Emerald Butterfly
  19. Just Don’t Matter

Labcabincalifornia kann man komplett auf Spotify streamen, oder so um die 10 Öcken gebraucht finden, wobei mittlerweile schon recht rar. Hinterhergeworfen bekommt man das Teil jedenfalls (verdienterweise) nicht gerade. Die Reissue als farbige Doppel-LP auf Delicous Vinyl wäre selbst mit 20 $ noch absolut verlockend, wäre sie nicht schon ausverkauft…

                                                                            Released: 14. Nov 1995 via Delicious Vinyl

Review:The Pharcyde – Bizarre Ride II (1992)

Artwork by Eric Brunetti

Artwork by Eric Brunetti

Oh Shit! Schon der erste Track von Bizarre Ride II The Pharcyde kommt dermaßen fresh um die Ecke, dass man die Skepsis, die das nicht so wirklich schöne Plattencover verursacht hat, getrost ad acta legen kann. Was man allerdings noch vom ersten Blick her erahnen kann, bestätigt sich dann sehr wohl: Hier bekommt man es nicht gerade mit ernstem oder kritischem Textinhalt zu tun – hier stehen eher komödiantische Textspielereien auf der Speisekarte!

 

In Anfangs erwähntem Track erfährt man z.B. einiges über „those things that make you go: shit!“, in 4 better or 4 worse gibt’s einen derben Prank-Call, oder in Ya Mama die alte „Dei Mudder“-Leier. Und ähnlich wie mit eben jener Thematik verhält es sich für mich auch mit Spaßrap, wie ihn The Pharcyde bieten: Mag vom Prinzip her vielleicht flach oder überholt sein, aber zaubert einem dennoch ein Lächeln aufs Gesicht, wenn es originell gemacht ist! Und das ist diese Platte definitiv! Wohlgemerkt auch zu einer Zeit, in der die „Keepin‘ it real“ – Phrase bereits einen hohen Stellenwert genoß!

Musikalisch gibt es laid-back-Hip-Hop mit maßig Samplezitaten aus Jazz und Funk, der perfekt mit den Stimmen und Styles der 4 MCs harmoniert!

Zu meinen Favs zählen neben dem obligatorischen Passin me by und dem Slimkid3-Solotrack Otha Fish, vor allem I’m that type of Nigga und On the DL„, beide mit einem Rapper Namens Buckwheat im Feature.

Was an diesem fröhlichen Album dann allerdings „Bizarre“ sein soll, versteh ich nicht so ganz und könnte es mir am ehesten noch als Synonym für die J-Swift – Situation erklären: Der Produzent schmiss noch vor Vollendung der Platte entnervt hin und widmete sich anschließend einer astreinen Herionkarriere. Bizarrer Ritt zumindest für einen, aber seis drum:

Schenkt man den eher lamen Skits mal keine Beachtung ist Bizarre Ride II the Pharcyde zu Recht Kult und gerade jetzt im Sommer mehr als empfehlenswert!

Passin‘ me by

Otha Fish

Ya Mama

4 Better or 4 Worse

Tracklist:

  1. 4 Better or 4 Worse (Interlude)
  2. Oh Shit
  3. It’s Jiggaboo Time (Skit)
  4. 4 Better or 4 Worse
  5. I’m That Type of Nigga
  6. If I Were President (Skit)
  7. Soul Flower (Remix)
  8. On the DL
  9. Pack the Pipe (Interlude)
  10. Officer
  11. Ya Mama
  12. Passin‘ Me By
  13. Otha Fish
  14. Quinton’s on the Way (Skit)
  15. Pack the Pipe
  16. Return of the B-Boy

Bizarre Ride II kann man komplett auf Spotify streamen oder so um die 10 Öcken gebraucht finden, wobei mittlerweile schon recht rar. Hinterhergeworfen bekommt man das Teil jedenfalls (verdienterweise) nicht gerade. Die Reissue als farbige Doppel-LP auf Delicous Vinyl  wäre selbst mit 20 $ noch absolut verlockend, wäre sie nicht schon ausverkauft…

                                                                            Released: 24. Nov 1992 via Delicious Vinyl

Der The Pharcyde ist cool (XXXisql007)

www.thereallisaleone.com

Photograph by Lisa Leone (1995) – www.thereallisaleone.com

„Und sie sagt es wär schön wenn du bei mir bleibst heut Nacht“.
Ja, nun geschlagene 17 Jahre später begreife ich, dass diese Fettes Brot-Textpassage aus Jein, die Adaption des Pharcyde-Hits She Said ist. The Pharcyde nicht zu kennen scheint allerdings keine Schande zu sein, ist die Glanzzeit dieser Gruppe nunmehr auch schon mindestens 18 Jahre her und ihre Popularität heutzutage kaum noch nennenswert. Vor einem knappen halben Jahr entdeckte ich die Band dank einer alten Visionsausgabe für mich. Was die 4 MCs Slimkid3, Fatlip, Imani und Bootie Brown auf ihren beiden Kultalben Bizarre Ride II the Pharcyde (1993) und Labcabincalifornia (1995) mithilfe ihrer wechselnden Produzenten J-Swift und Jay Dee abliefern geht auch heute noch gut ins Ohr:

Fresher L.A. Sunshine Hip Hop der gute Laune macht! Als Vergleich könnte vielleicht der Wu-Tang Clan in nett, oder Will Smith in credebil durchgehen.

Als bekanntestes Pharcyde-Stück ist wohl Passing me by vom ersten Output zu nennen:

Der Clip hat sicher nicht zuletzt durch seine Kopfüberszenen Kultstatus erlangt.Diese Experimentierfreudigkeit konnte mit dem Musikvideo zum Wahnsinnstrack Drop nicht nur beibehalten, sondern sogar noch übertrumpft werden. Lediglich 3 Cuts wurden der Legende nach benötigt um mit dem unverschämt guten Rückwartsclip Maßstäbe zu setzen:

Dem aufmerksamen New Metal – Kenner dürften The Pharcyde durch verschiedene Kollabos von Slimkid3 mit den guten alten Korn bereits bekannt sein. So ist der MC auf dem Song Cameltosis der Follow the Leader-Platte vertreten, im Got the Life-Video als Obdachloser zu bewundern und mit dem Song Sugar Coated auf einem der größten Fremdschämalben vertreten: Rock’n Roll Gangster, das wagemutige Hip Hop Album des Kornbassisten.

Wo wir gerade beim Fremdschämen sind! Geil auch, dass The Pharcyde seinerzeit den grandiosen Soundtrack zum ganz schlimmen Street-Fighter-Spielfilm abgeliefert haben. Nachzusehen im trashig geilen Videoclip zu Pandemonium:

Soweit so gut, doch wie ging es nach Labcabincalifornia eigentlich weiter? Zunächst kam es 1997 zum Split mit Gründungsmitglied Fatlip und anschließender Sendepause. Die 2000er EP Testing the Waters konnte ebenso wenig reissen, wie das zugehörige Album Plain Rap. Musikalisch eigentlich nicht zwingend schlechter als die beiden Klassiker, war es dann wohl doch die Pause, die als Grund für den ausbleibenden Erfolg genannt werden muss. Allerdings braucht man sich wohl auch nicht wundern, wenn man sich mit einem selten schäbigen Video wie Trust versucht in Szene zu setzen…

Nachdem Slimkid3 das sinkende Schiff im Anschluss ebenfalls verlies, gabs 2004 noch das saftlose Humboldt Beginnings mit dünnen Beats, die wohl modern klingen sollen, aber doch eher kitschig und ziemlich dünn rüberkommen sowie Raps die rhythmisch stark an Skills eingebüsst haben.

Auch wenn das letzte Album somit geschlagene 9 Jahre zurückliegt: Das Pharcyde – Duo  aus Imani und Bootie Brown ist live noch immer unterwegs.
Die Frage was denn nun eigentlich aus den anderen beiden MCs geworden ist führte mich dann zu einer pikanten und freudigen Erkenntnis:

Nach diversen Soloausflügen sind Fatlip und Slimkid3 ebenfalls wieder zusammen auf der Bühne um Pharcyde-Songs zu performen. Zusammen mit J-Swift ist man nun als Bizarre Ride II the Pharcyde  zum zweiten mal auf ausgedehnter Tour um eben jenen Klassiker live in seiner Gesamtheit zu präsentieren. Freudigerweise auch wieder hierzulande:

  • 22.06.13 Hannover
  • 24.06.13 Frankfurt
  • 25.06.13 Erlangen
  • 26.06.13 Heidelberg
  • 04.07.13 München
  • 05.07.13 Münster
  • 06.07.13 Rotterdam

Appetit dafür holt man sich am besten mit der Clip/Live/Interview-Sammlung Cydeways, die einen guten Überblick über das Gesamtschaffen der Band bietet:

2 Pharcydes also. Beinahe so witzig wie Queensryche1 und Queensryche2 oder die Frage ob die Cavalera Conspiracy mehr Sepultura als Sepultura ist. Man wird sehen wie sich das ganze weiterentwickelt. Gut wird man allem Anschein nach wohl nicht aufeinander zu sprechen sein… Ich jedenfalls freu mich, die meiner Meinung nach stärkere Hälfte bald live zu sehen!

Reviews zu Bizarre Ride und Labcabincalifornia sind bereits am Start!

offizielle Pharcyde-Webpräsenz