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It’s that time of the year again… und du weißt was das heißt: COUCHMARATHON! Weiterlesen

Review: Drop Nineteens – Delaware (1992)!

coverWährend Ende der 80er und Anfang der 90er das Shoegaze – Movement in England in seiner absoluten Blütezeit stand, gab es hier und da auch junge US – Bands die sich damit identifizieren konnten beim schrammeln dissonanter und verschwommener Gitarreriffs hauptsächlich ihre ausgelatschten Sneaker zu betrachten, während die Vocals schüchtern und verhalten durch den Raum hallen. Drop Nineteens aus Boston sind so ein Fall.

My Bloody Valentine sind somit als Referenz schonmal unumgänglich, zumal sich auch bei den Drop Nineteens eine Dame im Quintett befindet, die hier und da andächtig das Mikro umgarnt. Wenn die Bostoner auch mit weitaus weniger Pomp zu Werke gingen als das UK – Vorbild, stapeln sich die Gitarrenwände dennoch meterhoch wodurch man der Genre – typischen verträumten Stimmung mit Leichtigkeit nachkommt.

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Fehlt es der ersten von zweien Full Length zwar an durchgehend überzeugendem Liedgut und sind mir die Ambient – Tracks Ease It Halen, Reberrymember und (Plus Fish Dream) nicht nur relativ unbegreiflich bis fast schon nervig, kommt Delaware dennoch mit schweren Hits um die Ecke, die den Besitz dieser Platte allemal erzwingen.

Wenn es schon nicht das spärliche My Aquarium, das matschig vergnügte Angel oder der eröffnende Titeltrack sind, die einen in Verzückung versetzen, dann doch mindestens der absolute Überhit Winona, dessen hypnotischer Pop – Appeal mich schon seit Wochen nicht mehr los lassen will:

Und dann ist da ja auch noch die Pumpkins – artige Ballade Baby Wonder’s Gone, deren melancholischem Flair man sich ebenfalls nur schwer entziehen kann. Und überhaupt: Smashing Pumpkins. Die sollten am Ende doch die Stars auf Caroline Records werden, wo auch Delaware veröffentlicht wurde. Überraschend! Waren es doch die Drop Nineteens, die Label und Kritiker als das ‚Next Big Thing‘ gehyped haben.

Zum wesentlich prägnanteren, wahrscheinlich sogar greifbareren, emotional aber leereren Nachfolger National Coma sollte es 1993 noch reichen ehe dann zwei Jahre später auch schon Schluß war. Das Gerücht um eine dritte Platte hält sich seit Jahren hartnäckig. Würde mich ja interessieren… bis dahin bleibt Delaware erste Wahl. Oder willst du mir erzählen, dass du bei Kick The Tragedy nichts empfindest? Na also…

Anspieltipps: Winona, Baby Wonder’s Gone, Kick The Tragedy

Delaware im Stream:

Auf den einschlägigen Portalen ist Delaware ziemlich begehrt, wodurch dann selbst für die CD-Reissue von 2009 mindestens satte 30 Euro veranschlagt werden. Da hält man besser die Augen in den Krabbelkisten der Flohmärkte offen um ein günstigeres Exemplar zu ergattern. Good luck!

Released: 05.06.1992 via Caroline Records

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema 90s Alternative!

Der The Gorburger Show ist cool (XXXisql006)

As found on http://thegorburgershow.tumblr.com/

As found on http://thegorburgershow.tumblr.com/

The Gorburger Show wirbt selbst damit „a delicious new music talk show“ zu sein und hat damit absolut Recht!

This just might be the best thing on television that isn’t on television“ schreibt ein Fan und hat damit vielleicht sogar noch mehr Recht!

Das Konzept dieser neuen Sendung ist schnell und einfach erklärt:
Ein menschenfressendes blaues Alien/Monster namens „Gorburger Lebowitz Hammerstein“ dringt gewaltsam in einen japanische Nachrichtensender ein, um dort fortan seine eigene Talkshow zu hosten.
Auch wenn das zu schön klingt um wahr zu sein, bekräftigt schon ein kurzer Blick in den Trailer den absoluten Wahrheitsgehalt des Plots:

Mit nunmehr bereits 19 Episoden, die sich allesamst so grob zwischen 5 und 10 Minuten bewegen gibt es seit September 2012 im Wochenrhythmus endlich wieder eine Musiktalkshow, die zumindest mich zu begeistern weiss!

Mit der Stimme von Comedian T.J. Miller interviewte Usher-Fan Gorburger bereits so illustre Gäste wie z.B. Eagles of Deathmetal, Flea, oder The Mars Volta und schreckte neben dem Verspeisen seiner Gäste ebenfalls nicht davor zurück, den Jungs von Health die beste NIN-Frage ever zu stellen oder die Wahnsinnsfrise von Cedric Bixler-Zavala zu betatschen!

Mithilfe verschiedener Sidekicks wie den Tokio Fever-Girls , „Takeshi“ oder seinem besten Freund „Robert“ , werden die Gespräche immer wieder durch Quizrunden wie die „Laser Round“, „Point to Point“  oder Aktionen wie “ Justify the name of your band“ unterbrochen. Unregelmäßig gibt es zudem zur Auflockerung auch sehenswerte Musikeinlagen diverser Indie-live-acts zu begutachten!

Zum antesten eignet sich beispielsweise Episode 4 mit 3OH!3, die Roberts‘ Tod live auf Sendung miterleben müssen:

Was Funny Or Die hier in Zusammenarbeit mit The Warner Sound kreiert haben, könnte durchaus als eine Art Waynes World mit Gwars Oderus Urungus als Host durchgehen (auch wenn der Musikgeschmack hier glücklicherweise deutlich besser ausfällt) und ist für mich nichts weniger als die beste Musiktalkshow seit dem Tod von Viva Zwei!

Die ersten beiden Seasons dieser kleinen Sensation gibt es hier!
Catch em while they’re hot!

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Btw: Neben der Show gibt es mittlerweile auch ein Gorburger Mag bei Amoeba Music in Hollywood abzugreifen. Diese Info verfolgt im Übrigen keinen anderes Zweck als anzumerken, dass meine Wenigkeit dieses Schloss von einem Plattenladen schon selbst betreten hat (www.derdanielistcool.de).