Der The Ape Man ist cruel (XXXisql076)

Als The Ape Man 1943 auf den Markt kam, war der Hauptdarsteller Bela Lugosi schon längst auf dem absteigenden Ast und nicht mehr allzuweit entfernt von der berühmt berüchtigten Zusammenarbeit mit Ed Wood. Zuvor genoß er einen ausgezeichneten Ruf in der Horror-Szene mit gefeierten Rollen in Dracula, White Zombie oder The Wolf Man.

Weiterlesen

24h Halloween Marathon!

halloweenbanner

Der Deiwel persönlich moderiert das Halloweenspektakel an und hat sich optisch allem Anschein nach am Outfit dieser jungen Herrschaften orientiert.

Halloween steht vor der Tür. Eine Zeit, welche mir immer große Freude bereitet. Nicht, dass ich jetzt groß um die Häuser zieh oder verkleidet auf irgendwelchen Parties auftauche, aber bei herbstlichen Temperaturen und familienfreundlichem Billogrusel, pack ich mich schon ganz gerne mal vor die Kiste und mim die légère Couchpotatoe.

Da das Fernsehprogramm der letzten Jahre meinen hohen Ansprüchen aber schon lange nicht mehr gerecht wird, hab ich mal Youtube durchforstet und so manchen Filmklassiker entdecken können. Gepaart mit Halloween-Specials von einschlägigen Sitcoms der 90er, Cartoonevergreens und Musikvideos entstand so die absolut angsteinflößende, erschreckend schaurige Halloween-Playlist von www.derdanielistcool.de: Ein 24 Stunden satter Marathon, der sich gewaschen hat. Klar, es ist Feiertag, aber da sich die wenigsten (meine Bescheidenheit leider eingeschlossen) soviel Zeit freischauffeln können, gibts weiter unten zum Rosinen picken auch nochmal alles feinsäuberlich und separat gelistet.

Für die Anmoderation dieses Höllenspektakels konnte ich btw. sogar den Fürsten der Finsternis höchstpersönlich gewinnen! Klar, die Ansprache des Belzebubs mag für zarte Gemüter hart zu ertragen sein und zu Fremdschamgalore hoch zehn führen. Und ja: auch ich bin davor nicht gefeit und neige dazu mich angewiedert wegzudrehen. Muss aber wohl so sein: An Halloween hat sich nunmal einfach jeder ordentlich vor allem möglichen zu gruseln. Auch vor sich selbst… Enjoy!

01. Anmoderation – Der Teufel kündigt mit den Worten von Rammstein den irren Lauf an!
02. This is Halloween – Fantastischer Opener aus Tim Burtons‘ Nightmare before Christmas!
03. When Hallowenn was forever – Die Real Ghost Busters bekämpfen Etarnel Halloween!
04. Boo to you too – Pooh Bear im Bienenkostüm und ein tausend Tode sterbendes Piglet!
05. Hocus Pocus – Hexengrusel von Walt Disney in Spielfilmlänge. Sarah Jessica Parker!
06. Thunderkiss ’65 – White Zombie live und VJ Kennedy als Traubenrebe!
07. A Halloween Story – Sabrina, the teenage witch tanzt zeitgleich auf zwei Parties!
08. Halloween – Die 70er Crew steigt in eine verlassene Schule!
09. The Monster Squad – Jugengruppe aus Monsterfans bekämpft Dracula und Konsorten!
10. Oogie Boogie’s Song – Nightmare die zweite. Schmissige Jazznummer!
11. Halloween is Grinch Night – Dr. Seuss‘ bekannter Griesgram im halbstündigen Cartoon!
12. The Haunted Mask – Langzeitepisode aus R.L. Stines aberwitzen Goosebumps – Reihe!
13. The Omen – Kultklassiker um den Schakalenbastard Damien!
14. Michael Jackson’s Ghost – Minimusical das es durchaus mit Thriller aufnehmen kann!
15. First Family of Fright – Klasse Doku über die Munsters!
16. The Crow – Brandon Lees‘ Vermächtnis. Devils Night! Leider nur mit deutscher Synchro!
17. Dead in Hollywood – Murderdollsode an gefallene Gruselgrößen. Hooray for Horrorwood!
18. Halloween Partyfood – Aus einem Kilo Schweinemet modeliert Foodstylist einen Fuß!
19. Trick or Treat – Roseanne verkleidet sich als Trucker und dated ihre Schwester!
20. Carrie – Gilt als eine der besten Stephen King Verfilmungen!
21. Dig up her Bones – Misfits = unumgänglich. Danzig kommt mir trotzdem nicht ins Haus!
22. Frankenweenie – Burton macht Hund zu Frankensteins‘ Monster. Mit Wendy und Bastian!
23. Trick or Treat – Donald Duck vs. Tick, Trick, Track und Hexe!
24. Voll de Deiwel! – Kurzfilm vom Blogger deines Vertrauens. Kult!
25. The Langoliers – Gilt als schlechtere King Verfilmunge. Zu unrecht! 3 Std. Spannung!
26. Halloween – Cosbys‘ zweitjüngster fällt ein Tablett aus der Hand. Creepy!
27. Vincent – Stopmotion Kurzfilm von Tim Burton. Gesprochen von Vincent Price!
28. Plan 9 from outerspace – Ed Woods‘ bekanntester. Für viele der worst movie ever!
29. Nightmare on my street – Will Smith rapt über das Freddy Krueger Theme. Unfassbar!
30. Muppet Show Halloween Special – Mit Gaststar Vincent Price!
31. Teen Wolf – Michael J. Fox mutiert zum Werfolf!
32. The Tale of the twisted Claw – Episode aus der Serie Are you afraid of the dark?
33. The Devil in I – Da ist es wohl passiert… ich mag die neue Slipknot!
34. Halloween 4 – Mein Lieblingsteil. Weil: Da läuft einer mit Maske rum und meuchelt!
35. Pet Sematary – Selten gelangweiltere Ramones gesehen. Trotzdem catchy tune!
36. Haunting of Taylor House – Die Frau des Heimwerkerkings im Möhrenanzug!
37. House on Haunted Hill – I know I’ll always get my thrill in that house on Haunted Hill!
38. Monster Mash – Certainly no Halloween without Bobby Pickett

Review: Powerman 5000 – Tonight the Stars Revolt! (1999)

2667427712_d46ea10685_z„Abgespaceter Sci-Fi-Metal der ab und zu in Richtung Marilyn Manson schielt und White Zombie locker an die Wand rockt!“ – So (meine ich mich entsinnen zu können) der Tenor einer Kurzbeschreibung zum PM5K – Album Tonight the Stars Revolt! im Mailorderkatalog EMP, etwa um die Jahrtausendwende herum.

Welch vortreffliche Beschreibung, bei der vor allem letzterer Vergleich nicht von ungefähr kommt… Aber immer schön der Reihe nach!

Your future has arrived…Are you ready yo go? Bereits im Intro An Eye is upon you kommt die albumübergreifende Sci-Fi Thematik deutlich zum Vorschein und lädt ein zum bunten MTVcomicopera-industrialmetal mit catchy Gitarrenriffs. Mainstreamtauglicher Metal mit Comictexten? Der Rob Zombie Vergleich ist ebenso unausweichlich wie berechtigt, ist PM5K-Sänger und Mastermind Spider 1 doch dessen jüngerer Bruder. Doch damit nicht genug Verschwandtschaftsaction : Auch der damalige Neuzugang Mike Tempesta teilt sich nicht aus reinem Zufall den Nachnamen mit dem jahrelangen Zombie-Stammdrummer John Tempesta. Dem Mann an der zweiten Gitarre ist der Metal-Einschlag dieses, zumindest in den Staaten, wahnsinnig erfolgreichen Albums zu verdanken. Somit bricht es sowohl komerziell als auch stilistisch mit den eher von groovy Crossover und Sprechgesang dominierten Vorgängern A Private Little War (1993), True Force (1994), The Blood Splat Rating System (1995), sowie dem Majordebut Mega!! Kung Fu Radio (1997).

Von solch alten Kamellen wollten Powerman (übrigens benannt nach diesem chicen Comic) anno 1999 scheinbar nichts mehr wissen. Stumpf, tight und maschinell auf den Punkt hiess seinerzeit die neue Devise! Das macht bereits der Einstieg mit Supernova goes Pop mehr als deutlich klar. Macht mir jedesmal sofort Bock auf mehr. Ein Verlangen, welches mit dem weiteren Verlauf der Platte glücklicherweise problemlos gestillt werden kann! Wer jemals Tony Hawk’s Pro Skater 2 gezockt hat, dürfte mit dem nachfolgenden, bekanntesten Stück der Band „When Worlds Collide“ bestens vertraut sein. Hit!!

Das eher schleppende, sehr maschinelle „Nobodys Real“, ebenfalls als Single ausgekoppelt könnte man wiederum von Schwarzeneggers‘ finest End of Days unterbewusst aufgeschnappt haben. Überhit!

Man könnte die Liste so weiterführen, denn bis auf das etwas maue Automatic und die unnötige Coverversion Let the Goodtimes Roll (allerdings: DJ Lethal! im Feature) überzeugt das Album sonst auf ganzer Länge. Beim neunten Track „Operate, Annihilate“ dürfte es sich dabei wohl um meinen absoluten Favouriten handeln:

Alter. Wie oft ich den Song damals im Schulbus über meinen Discman (!) gepumpt hab und mich derbe cool gefühlt hab… ähnlich cool wie in dem Moment, als die artverwandte Band Static X beim 2003er Rock im Park dabei war die Bühne zu entern und selbiger Song über die Boxen schallte. Selbstredend wähnte ich mich in der Position des Kenners und dachte der Einzige zu sein, dem das Stück bekannt ist. Pre-Internet-Ära und so… Da konnte man sowas noch ernsthaft glauben… Those where the days…

Weiterhin interessant: Blast Off to Nowhere (Rob Zombie im Feature, der selten kreischiger klang als auf diesem Stück – Fahrt ab auf die Brüder!) und die aus dem Rahmen fallende, wunderschöne Schlußnummer „Watch the Sky for me“:

Stargast auf diesem Track: Ginger Fish, ein gutes Jahrzehnt DER Drummer bei Marilyn Manson und mittlerweile bei (surprise) Rob Zombie. Ungewöhnlicherweise bei diesem Song nicht an den Drums, sondern am Piano. Wie es dazu kam, kann man in diesem schönen Interview nachhören. Das der Song eine Adaption von Vangelis‘ One more kiss dear ist wusste ich selbst bis eben auch noch nicht.

Fazit: Wer mit den Teenage Mutant Ninja Turtles, Captain Planet und Marshall Bravestarr aufgewachsen ist, ein Faible für Roboter und Science Fiction – Thematik hat, auf Naruto-optik klarkommt und bei Industrial-Metal der Marke White Zombie, Marilyn Manson oder Rammstein nicht gleich das kalte Kotzen bekommt, dürfte hier sehr, sehr glücklich werden. Der Rest darf getrost weiterskippen oder sich wahlweise ins Fäustchen lachen. Ich steh jedenfalls auf das hier abgelieferte Gesamtpaket aus Musik, Thematik und Optik. Dass sich die heute immernoch aktive „Band“ – lediglich Spider ist übriggeblieben – ihrer öffentlichen Wahrnehmung durchaus bewusst ist, kann man in diesem charmanten Interview nachlesen!

Desweiteren empfehlenswert: Die Tracks Ultra Mega! , Get on get off! , das kurz vor Release eingestampfte und als Nachfolger angedachte Anyone for Doomsday? (2001), sowie sämtliche, oben aufgeführten Vorgänger. Vom nachfolgenden Rest ist leider größtenteils eher abzuraten…

Released: 20.07.1999 via Dreamworks

Der Clip von Sean Yseults‘ neuer Band ist cool (xxxisql026)

White Zombie.promo.bw.1990s

White Zombie anno 1995 (as found on hennemusic.com)

Die Bassistin Sean Yseult war mit Sicherheit nie der tragende Grund, warum man White Zombie gut finden sollte, stellte aber bis zum Split 1997, als einzig verbliebenes Gründungsmitglied neben Aushängeschild Rob Zombie, eine feste Konstante im Lineup dar.

Und auch wenn sie ihr Haupt gerne Mal mit Knochen oder Teufelshörnchen schmückte, sowie einen absolut schrecklichen Geschmack an den Tag legte, wenn es um die Optik ihrer Bässe ging (Axt Form, Sean, Axt Form!), hat die Gute eigentlich nie wirklich gestört. Eher hatte man bei ihr immer den Eindruck, es trotz diverser Ausrutscher, mit der recht stilsicheren Rockerbraut von neben an zu tun zu haben. Irgendwie sympatisch.

Dieser Eindruck ist nun definitiv dahin. Denn auch wenn ihr Ex Rob mit seinem Tourkumpanen Marilyn Manson beim Thema The Shining ähnlich daneben griff, ist das, was die moshende Sargbasslady nun zusammen mit ihrer neuen Kapelle Star & Dagger verbrochen hat, beim besten Willen nicht mehr (er)tragbar:

Star & Dagger – In my Blood

Mir fehlen einfach die Worte! Stanley Kubrick hätte den Mädels die Ohren lang gezogen! Die Musik darf ja jeder Bekloppte da draussen für gut befinden, aber das Visuelle macht einen nur noch fassungslos! Man sollte meinen es gäbe rechtliche Schritte, um die Schändigung eines derartigen Meisterwerks zu verhindern.

Wer macht nur sowas? Die Antwort lautet: Art Haynie! Der muss wohl auch nen Cameo in seinem Werk haben, aber fragt bitte nicht wo. Ich habe nämlich nicht vor, mir dieses Ungetüm von einem Musikvideo ein zweites Mal anzutun! Die Highlights sind auch derart breit gefächert, dass man kaum auf Details eingehen kann. Wobei, die Hose der Sängerin Von Hesseling eigentlich ganz klarer Favourit sein sollte! Ganz grauselig!

Den Leuten scheint es offenbar trotzdem zu gefallen:

Kenneth_Anger_Scorpio_Rising_1963_2

Bleibt nur zu hoffen, dass der Wunsch dieses Users nicht wahrgenommen wird:

Kenneth_Anger_Scorpio_Rising_1963_5

Wer diesen Crap tatsächlich weiterverfolgen mag, kann sich hier zur aktuellen Platte informieren.

Was mich allerdings schon die ganze Zeit wundert ist, dass noch kein anderer Künstler auf die Idee gekommen ist, die Bildgewalt von The Shining in ein Musikvideo zu packen…

 Slipknot – Spit it Out

Wo wir gerade eh schon bei The Shining sind. Die noch recht aktuelle Doku Room 237 steht derzeit auf Youtube und versucht anhand abstrusester Nerdfachsimpeleien zu erklären, warum man es bei  dem Klassiker mit dem wahrscheinlich besten Film aller Zeiten zu tun hat! Definitiv unterhaltsam und tatsächlich an manchen Stellen sehr aufschlussreich:

Room 237

Wollen wir abschließend mal nicht so sein und zeigen die olle Sean Yseult noch einmal in Bestform. Der White Zombie – Clip zu More Human than Human vom 95er Astro Creep 2000 – Songs of Love, Destruction and Other Synthetic Delusions of the Electric Head tut sein bestes um das Bild wieder gerade zu rücken:

White Zombie – More Human than Human

That’s more like it!

So, mal wieder mit The Shining, Oldschool- Slipknot und White Zombie beschäftigt. Ich würde mich fast dazu bewegt fühlen mich bei Sean zu bedanken, wenn ich meine Zeit nicht sowieso jeden zweiten Tag mit diesen Themen verschwenden würde…