24h Halloween Marathon!

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Der Deiwel persönlich moderiert das Halloweenspektakel an und hat sich optisch allem Anschein nach am Outfit dieser jungen Herrschaften orientiert.

Halloween steht vor der Tür. Eine Zeit, welche mir immer große Freude bereitet. Nicht, dass ich jetzt groß um die Häuser zieh oder verkleidet auf irgendwelchen Parties auftauche, aber bei herbstlichen Temperaturen und familienfreundlichem Billogrusel, pack ich mich schon ganz gerne mal vor die Kiste und mim die légère Couchpotatoe.

Da das Fernsehprogramm der letzten Jahre meinen hohen Ansprüchen aber schon lange nicht mehr gerecht wird, hab ich mal Youtube durchforstet und so manchen Filmklassiker entdecken können. Gepaart mit Halloween-Specials von einschlägigen Sitcoms der 90er, Cartoonevergreens und Musikvideos entstand so die absolut angsteinflößende, erschreckend schaurige Halloween-Playlist von www.derdanielistcool.de: Ein 24 Stunden satter Marathon, der sich gewaschen hat. Klar, es ist Feiertag, aber da sich die wenigsten (meine Bescheidenheit leider eingeschlossen) soviel Zeit freischauffeln können, gibts weiter unten zum Rosinen picken auch nochmal alles feinsäuberlich und separat gelistet.

Für die Anmoderation dieses Höllenspektakels konnte ich btw. sogar den Fürsten der Finsternis höchstpersönlich gewinnen! Klar, die Ansprache des Belzebubs mag für zarte Gemüter hart zu ertragen sein und zu Fremdschamgalore hoch zehn führen. Und ja: auch ich bin davor nicht gefeit und neige dazu mich angewiedert wegzudrehen. Muss aber wohl so sein: An Halloween hat sich nunmal einfach jeder ordentlich vor allem möglichen zu gruseln. Auch vor sich selbst… Enjoy!

01. Anmoderation – Der Teufel kündigt mit den Worten von Rammstein den irren Lauf an!
02. This is Halloween – Fantastischer Opener aus Tim Burtons‘ Nightmare before Christmas!
03. When Hallowenn was forever – Die Real Ghost Busters bekämpfen Etarnel Halloween!
04. Boo to you too – Pooh Bear im Bienenkostüm und ein tausend Tode sterbendes Piglet!
05. Hocus Pocus – Hexengrusel von Walt Disney in Spielfilmlänge. Sarah Jessica Parker!
06. Thunderkiss ’65 – White Zombie live und VJ Kennedy als Traubenrebe!
07. A Halloween Story – Sabrina, the teenage witch tanzt zeitgleich auf zwei Parties!
08. Halloween – Die 70er Crew steigt in eine verlassene Schule!
09. The Monster Squad – Jugengruppe aus Monsterfans bekämpft Dracula und Konsorten!
10. Oogie Boogie’s Song – Nightmare die zweite. Schmissige Jazznummer!
11. Halloween is Grinch Night – Dr. Seuss‘ bekannter Griesgram im halbstündigen Cartoon!
12. The Haunted Mask – Langzeitepisode aus R.L. Stines aberwitzen Goosebumps – Reihe!
13. The Omen – Kultklassiker um den Schakalenbastard Damien!
14. Michael Jackson’s Ghost – Minimusical das es durchaus mit Thriller aufnehmen kann!
15. First Family of Fright – Klasse Doku über die Munsters!
16. The Crow – Brandon Lees‘ Vermächtnis. Devils Night! Leider nur mit deutscher Synchro!
17. Dead in Hollywood – Murderdollsode an gefallene Gruselgrößen. Hooray for Horrorwood!
18. Halloween Partyfood – Aus einem Kilo Schweinemet modeliert Foodstylist einen Fuß!
19. Trick or Treat – Roseanne verkleidet sich als Trucker und dated ihre Schwester!
20. Carrie – Gilt als eine der besten Stephen King Verfilmungen!
21. Dig up her Bones – Misfits = unumgänglich. Danzig kommt mir trotzdem nicht ins Haus!
22. Frankenweenie – Burton macht Hund zu Frankensteins‘ Monster. Mit Wendy und Bastian!
23. Trick or Treat – Donald Duck vs. Tick, Trick, Track und Hexe!
24. Voll de Deiwel! – Kurzfilm vom Blogger deines Vertrauens. Kult!
25. The Langoliers – Gilt als schlechtere King Verfilmunge. Zu unrecht! 3 Std. Spannung!
26. Halloween – Cosbys‘ zweitjüngster fällt ein Tablett aus der Hand. Creepy!
27. Vincent – Stopmotion Kurzfilm von Tim Burton. Gesprochen von Vincent Price!
28. Plan 9 from outerspace – Ed Woods‘ bekanntester. Für viele der worst movie ever!
29. Nightmare on my street – Will Smith rapt über das Freddy Krueger Theme. Unfassbar!
30. Muppet Show Halloween Special – Mit Gaststar Vincent Price!
31. Teen Wolf – Michael J. Fox mutiert zum Werfolf!
32. The Tale of the twisted Claw – Episode aus der Serie Are you afraid of the dark?
33. The Devil in I – Da ist es wohl passiert… ich mag die neue Slipknot!
34. Halloween 4 – Mein Lieblingsteil. Weil: Da läuft einer mit Maske rum und meuchelt!
35. Pet Sematary – Selten gelangweiltere Ramones gesehen. Trotzdem catchy tune!
36. Haunting of Taylor House – Die Frau des Heimwerkerkings im Möhrenanzug!
37. House on Haunted Hill – I know I’ll always get my thrill in that house on Haunted Hill!
38. Monster Mash – Certainly no Halloween without Bobby Pickett

Der The Pharcyde ist cool (XXXisql007)

www.thereallisaleone.com

Photograph by Lisa Leone (1995) – www.thereallisaleone.com

„Und sie sagt es wär schön wenn du bei mir bleibst heut Nacht“.
Ja, nun geschlagene 17 Jahre später begreife ich, dass diese Fettes Brot-Textpassage aus Jein, die Adaption des Pharcyde-Hits She Said ist. The Pharcyde nicht zu kennen scheint allerdings keine Schande zu sein, ist die Glanzzeit dieser Gruppe nunmehr auch schon mindestens 18 Jahre her und ihre Popularität heutzutage kaum noch nennenswert. Vor einem knappen halben Jahr entdeckte ich die Band dank einer alten Visionsausgabe für mich. Was die 4 MCs Slimkid3, Fatlip, Imani und Bootie Brown auf ihren beiden Kultalben Bizarre Ride II the Pharcyde (1993) und Labcabincalifornia (1995) mithilfe ihrer wechselnden Produzenten J-Swift und Jay Dee abliefern geht auch heute noch gut ins Ohr:

Fresher L.A. Sunshine Hip Hop der gute Laune macht! Als Vergleich könnte vielleicht der Wu-Tang Clan in nett, oder Will Smith in credebil durchgehen.

Als bekanntestes Pharcyde-Stück ist wohl Passing me by vom ersten Output zu nennen:

Der Clip hat sicher nicht zuletzt durch seine Kopfüberszenen Kultstatus erlangt.Diese Experimentierfreudigkeit konnte mit dem Musikvideo zum Wahnsinnstrack Drop nicht nur beibehalten, sondern sogar noch übertrumpft werden. Lediglich 3 Cuts wurden der Legende nach benötigt um mit dem unverschämt guten Rückwartsclip Maßstäbe zu setzen:

Dem aufmerksamen New Metal – Kenner dürften The Pharcyde durch verschiedene Kollabos von Slimkid3 mit den guten alten Korn bereits bekannt sein. So ist der MC auf dem Song Cameltosis der Follow the Leader-Platte vertreten, im Got the Life-Video als Obdachloser zu bewundern und mit dem Song Sugar Coated auf einem der größten Fremdschämalben vertreten: Rock’n Roll Gangster, das wagemutige Hip Hop Album des Kornbassisten.

Wo wir gerade beim Fremdschämen sind! Geil auch, dass The Pharcyde seinerzeit den grandiosen Soundtrack zum ganz schlimmen Street-Fighter-Spielfilm abgeliefert haben. Nachzusehen im trashig geilen Videoclip zu Pandemonium:

Soweit so gut, doch wie ging es nach Labcabincalifornia eigentlich weiter? Zunächst kam es 1997 zum Split mit Gründungsmitglied Fatlip und anschließender Sendepause. Die 2000er EP Testing the Waters konnte ebenso wenig reissen, wie das zugehörige Album Plain Rap. Musikalisch eigentlich nicht zwingend schlechter als die beiden Klassiker, war es dann wohl doch die Pause, die als Grund für den ausbleibenden Erfolg genannt werden muss. Allerdings braucht man sich wohl auch nicht wundern, wenn man sich mit einem selten schäbigen Video wie Trust versucht in Szene zu setzen…

Nachdem Slimkid3 das sinkende Schiff im Anschluss ebenfalls verlies, gabs 2004 noch das saftlose Humboldt Beginnings mit dünnen Beats, die wohl modern klingen sollen, aber doch eher kitschig und ziemlich dünn rüberkommen sowie Raps die rhythmisch stark an Skills eingebüsst haben.

Auch wenn das letzte Album somit geschlagene 9 Jahre zurückliegt: Das Pharcyde – Duo  aus Imani und Bootie Brown ist live noch immer unterwegs.
Die Frage was denn nun eigentlich aus den anderen beiden MCs geworden ist führte mich dann zu einer pikanten und freudigen Erkenntnis:

Nach diversen Soloausflügen sind Fatlip und Slimkid3 ebenfalls wieder zusammen auf der Bühne um Pharcyde-Songs zu performen. Zusammen mit J-Swift ist man nun als Bizarre Ride II the Pharcyde  zum zweiten mal auf ausgedehnter Tour um eben jenen Klassiker live in seiner Gesamtheit zu präsentieren. Freudigerweise auch wieder hierzulande:

  • 22.06.13 Hannover
  • 24.06.13 Frankfurt
  • 25.06.13 Erlangen
  • 26.06.13 Heidelberg
  • 04.07.13 München
  • 05.07.13 Münster
  • 06.07.13 Rotterdam

Appetit dafür holt man sich am besten mit der Clip/Live/Interview-Sammlung Cydeways, die einen guten Überblick über das Gesamtschaffen der Band bietet:

2 Pharcydes also. Beinahe so witzig wie Queensryche1 und Queensryche2 oder die Frage ob die Cavalera Conspiracy mehr Sepultura als Sepultura ist. Man wird sehen wie sich das ganze weiterentwickelt. Gut wird man allem Anschein nach wohl nicht aufeinander zu sprechen sein… Ich jedenfalls freu mich, die meiner Meinung nach stärkere Hälfte bald live zu sehen!

Reviews zu Bizarre Ride und Labcabincalifornia sind bereits am Start!

offizielle Pharcyde-Webpräsenz