CANNAHANN-LP ist raus!

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Artwork by Cany Cartoon / Boozy Bags

Sheesh… auf diesen Seiten geht es derweil immernoch sehr schleppend voran… Action rund um die erste CANNAHANN-LP ist sicherlich einer von vielen Gründen.

Die ist mittlerweile auf Vinyl über Sell Your Soul Records zu haben, komplett auf bandcamp streambar und natürlich jedem straighten Rock-Puristen ans Herz zu legen!

 

 

Die perfekte und selbstverständlich völlig uneigennütze Zeit-Überbrückung, ehe sich dann Ende Dezember hier mal wieder mehr tun dürfte!

CANNAHANN – NN:

Freak Valley 2015!

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Wie es aussieht, werde ich mich einer ordentlichen Jeansjacke (ggf. auch Lederweste) wohl nicht mehr allzu lange verwehren können. Die Stoneraction häuft sich!

Das bisherige Berichten auf derartigen Veranstaltungen (wie z.B. dem Void im letzten Jahr) hat schließlich derartig Spaß gebracht, dass mir das Freak Valley Festival in Sachen Nachholbedarf quasi unumgänglich scheint.

Zur vierten Ausgabe der staubigen Feierlichkeit werden mit Blues Pills, Eyehatod und Orchid auch in diesem Jahr schwere Szenegeschütze aufgefahren. Das überrascht natürlich ebenso wenig, wie auch die rege Ticketnachfrage. Ausverkauft ist das Ding demnach schon längst. Lediglich Restkarten für den Donnerstag sind noch zu haben. Umso schöner, dass man uns vom 04.06. bis zum 06.06. in Netphen den Eintritt gleich im Doppelpack gewährt.

Bleibt also nichts weiteres zu tun, als sich einer ausgedehnten Aufwärmübung in angemessen schweißtreibender Umgebung hinzugeben:

Review: Up in Smoke Vol.5/Würzburg/13.03.2015

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Möchte man in Würzburg Konzerten von Künstlern mit Rang und Namen beiwohnen, sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass – unterfränkischer Lokalpatriotismus hin oder her – die Mainperle immernoch Teil von Bayern ist. Demnach sind Attribute wie z.B. Zucht & Ordnung weitestgehend zu beachten. Heute sollte es allerdings die Pünktlichkeit sein, die groß geschrieben werden wollte. Der Nichteinhaltung dieses zum vollständigen Konzertgenuss notwendigen Grundsatzes sei es denn auch geschuldet, dass ich den Supportact THE GROUNDING gnadenlos verpasse. SORRY! But if you’re one of the Cool Kids you won’t be there at 8 pm…

Damit bleibt die Würzburger Formation, die sich immernoch einer Webpräsenz verweigert, für mich weiterhin mysteriös. Augenzeugen wussten aber von einer gut eingespielten, psychedelisch angehauchten Instrumentalband zu berichten. Gerne habe man improvisiert. Dazu eine komplett gejammte Zugabe, begeisterte Leute in der ersten Reihe sowie „übelst abgefahrene Spacesounds“, für die sich der Psychedelic Network-Guru und H20’s finest verantwortlich zeigt. Weitere, nicht ganz unbekannte Gesichter, darf man in der schönen Fotoreihe von music-on-net.photography gerne selbst ausfindig machen. Das nächste Mal dann besser pünktlich sein…

Und wer ist alles am Start? Ein erster Blick in die Posthalle lässt einen vergnügt schmunzeln. Denn hat man einen einigermaßen guten Überblick über die hiesige Band-, Musiker-, und Konzertszene, findet sich so mancher bekannte Charakterkopf unter den schätzungsweise 300 bis 400 Besuchern. Da stehen die Hardcore- und Black-Metal-Kiddies in trauter Einigkeit neben den gestandenen, alteingesessenen Kuttenträgern, um gemeinsam den ausufernden Klangteppichen der Headlinerbands zu lauschen. Und auch die Black Sabbath– und Led Zeppelin-Shirts (die letzten Jahre eher priviligierten H&M-Kunden vorbehalten) werden endlich wieder mit Stolz getragen. Das, was böse Zungen als Altherrenrock bezeichnen, ist immernoch schwer in Mode.

IMG_3148 KopieDie haben RADIO MOSCOW aus Iowa zweifellos im Griff: Braunes Lederwestchen, Rickenbacker, Medallions…. Matte und Schnauzer sind sowieso Pflicht! What you see is what you get: Die Strat versprüht Hendrix galore während sich die Rhythmusgruppe knochentrocken durch den Opener Death of a Queen pflügt. Dazu zentnerweise Hall auf den Vocals. Ordentlich dichter Sound für eine three-piece-Band! Das bringt die Mähnen im Publikum sofort in Wallung. Bereitwillig lässt sich dieses von Broke Down zum Warpig machen oder gleich von Rancho Tehama Airport durch die Prärie peitschen. I just don’t know… technisch ist das einwandfrei bis beeindruckend und auch kurzfristig spannend…

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…spätestens jetzt aber stellt sich bei mir schon Übersättigung ein. Die schier endlosen Solis von Mastermind Parker Griggs machen mich mürbe und mir die grundsätzlich recht greifbaren Songs ganz schön madig. Auf die Frage, was denn mein Stehplatznachbar von der Darbietung hält, ernte ich ein knappes „übertriebene Affen, die gern 60 Jahre alt wären“. Ganz so grob hätte ich es nicht formuliert aber gut: Ich bin nicht allein! Wir dürften trotzdem nur einen kleinen Prozentmuffelsatz darstellen, denn die Meute folgt der Band auch die restlichen 250 Miles und hat sichtlich Spaß an der Truppe. Genanntem, achtminütigen Trip folgt das flotte Before it burns. Beim darauffolgenden Stück lege ich erstmal eine Toilettenpause ein. Klar, before it burns… Die Band spendiert noch Deep Blue Sea vom 2007er Debut und beendet ihr 50-minütiges Set bluesy. Die beiden Alben The Great Escape of Leslie Magnafuzz und 3 & 3 Quarters bleiben somit außen vor. Die Fans scheinen dennoch entschieden auf ihre Kosten gekommen zu sein und in der Umbaupause sind beinahe ausnahmslos begeisterte Lobeshymnen auf die Band zu vernehmen. Beispiele gefällig?

"Übertrieben gut!" 
"Total Titte! Schlagzeugsound war sexzellent, Klampfe sowieso über alle 
Zweifel erhaben, der Bass hat ordentlich gedröhnt. Sehr sexy!"
"Odin ist persönlich aus Wallhalla herabgeritten um bei dieser Show seinen 
Geist auf die drei Bandmitglieder von Radio Moscow zu verteilen!"  
"Die Band war der absolute Wahnsinn. Wir waren vor der Bühne und ham 
gedacht: Woah, unser Höschen muss jetzt gleich gewechselt werden.
Wir sind verliebt!"
"Ich dreh einfach komplett durch!"

Metalleude… Wohin die Liebe fällt… Offenbar ist somit für viele der Konzertabendzenit bereits erreicht worden! Das überrascht, da mit den deutschen Urgesteinen von COLOUR HAZE das im Vorfeld vermutete Highlight erst noch ins Haus steht. Die Münchner geben sich ähnlich wortkarg wie ihre Vorgänger und lassen vor allem die Instrumente sprechen. Der Vocal-Anteil ist bei der Band bekanntermaßen sowieso gering.

IMG_3186 KopieUmso amüsanter, dass der barfüßige Sänger und Gitarrist  Stefan Koglek (ich enthalte mich jeglichem schlechten Wortwitz zu dessen Nachnamen) sich gegen Mitte des Sets, aufgrund des zu lauten Publikumpegels, dazu gezwungen sieht, den Quasselstrippen durch die Blume zu sagen, dass diese doch bitte mal die Goschen halten sollen. Und ich hab das auch noch verpasst! Denn in besagtem Moment bin ich schon längst durch die Tür, um mich nochmal auf der Gegenveranstaltung im Keller umzuhören. Somit entgeht mir auch der 26-minütige Zugabensong der Psychedelic-Kanone.

 

Was ich allerdings während der ersten(!) 50 Minuten erfahren durfte, war eine sehr interessante Band, die ihre Stücke zwar gut durchdacht, aber eben auch sehr langwierig gen Endlosigkeit auftürmt. Sowas muss man halt einfach mögen oder besser noch: FÜHLEN. Ich vermag (zumindest heute) weder der einen noch der anderen Regung nachzukommen, kann und will aber auch wirklich nichts Schlechtes über die Jungs sagen. Und selbst wenn: Es dürfte sie eh nicht kümmern. Wie sie da vor wabernden Lavalampenprojektionen stehen. In ihrer Religionslehreroptik, ganz aufgelöst in Musik, abgetaucht in fremde Sphären, die rhythmisch wogende Seelenmasse vor der Nase in ihre Atome spaltend und darum bemüht, sie dem Kosmos einzuverleiben! Damn… wie es scheint löst die Band in mir heftigste Potheadschwadrationsromantik aus… Immerhin! Macht sich sicher gut, wenn ich das erste Mal mein schniekes Batikshirt trage, welches ich eben auf der Herrentoilette gefunden habe…

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Alle Fotos exklusiv für www.derdanielistcool.de und mit freundlicher Genehmigung des mightyfinen Photographen Awanes!

Up in Smoke Vol.5!

plakat_dina2_upinsmoke_vol5_dez2015_RZSeit wenigen Tagen schon zieht das, sich großer Beliebheit erfreuende, psychedelische Tourspektakel Up in Smoke seine Dunstwolke quer durch Deutschland.

Auch für die fünfte Auflage, der 2011 ins Leben gerufenen Konzertreihe, konnten mit den Münchener Stonerurgesteinen Colour Haze und der Jimi-Hendrix-infizierten Truppe Radio Moscow aus Iowa wieder große Szenenamen verpflichtet werden.

Wir dürfen beim Stop in der Posthalle Würzburg am 13.03.2015 dabei sein, wenn das bewusstseinserweiternde Doppel vom, noch immer ohne Webpräsenz agierenden, lokalen Instrumenatalquartett The Grounding supportet wird. Oh Baby kommt alle mit, kommt alle mit auf den Haze Ventura Trip!

Liegengebliebenes im Schnelldurchlauf!

Wer den vorangegangenen Post gelesen hat, wird sicher eins und eins zusammenzählen und sich somit auch erklären können, warum die Fülle an Einträgen hier noch immer recht zähflüßig vonstattengeht. Deshalb hier mal ein paar Sachen aus jüngster Vergangenheit im Schnelldurchlauf, die ich für erwähnenswert halte:

Zikade veröffentlicht erstes Musikvideo!

Das ich die Sachen des Berliners Zikade sehr schätze, weiß der aufmerksame Leser natürlich schon. Wurde es doch hier und da schonmal erwähnt… Nun war der Knabe mit den schönen Zähnen kürzlich In Gent um dort unter der Regie des Jungfilmers Ellard Vasen eine Visualisierung für das gleichnamige Stück aus dem Debut Das Ende der Beschwerde in Angriff zu nehmen. Glitzer, Masken, eine Dame namens Helene Bracke, Zeitraffer und die schönste Grinse seit Kurt Cobain. It has its moments…

Panda People legen nach!

Kürzlich erst mit The usual place quasi aus dem Dornröschenschlaf erwacht, legen die Panda People nun mit American Queen gleich den nächsten Hit nach. Passend dazu gibt’s ein schmissiges Retrovideo. Den Track kann man übrigens umsonst downloaden!

Mínus endlich auf Spotify!

Der Mínus ist cool: So hieß der allererste Testartikel, den ich 2013 für diese Seiten geschrieben habe. Nun ist die Band endlich auch auf Spotify zu finden! Nun aber keine Ausreden mehr und ran an die Bullette! Meine besondere Empfehlung gilt dabei nach wie vor dem Album Halldór Laxness von 2003! Desweiteren findet man dort auch die mir bisher unbekannte, zum Album zugehörige Single Romantic Exorcism mit nicen Bonustracks! Außerdem steht nun auch die erste Demo aus den Hardcoretagen der Band auf Youtube! Von neuem Album weiterhin keine Spur…

Neues von Purity Ring!

Das ich deren Debut Shrines ganz arg mag, habe ich hier meines Wissens nach noch nie erwähnt, richtig!? Wird Zeit! Wie auch für ein neues Purity Ring Album. Das steht schon in den Startlöchern und wurde bereits mit dem famosen Vorabtrack Begin Again angekündigt! Nun wurde unlängst mit dem nicht minder grandiosen Push Pull nachgelegt, sowie eine Europatour angekündigt! Die neue Platte Another Eternity kommt am 3.März!

Blink 182 – Split!

as found on http://imstars.aufeminin.com

 

Nicht das mir Blink 182 jetzt arg am Herzen liegen oder ich sie noch als sonderlich relevant erachte… aber der ganz frische, erneute Spilt mit Gitarrist Tom DeLonge weiß es doch mich zu entertainen.

Hier ein frisches Ex-Kollegen-bashing via Rolling Stone mit den beiden verbliebenen Mitgliedern.

CANNAHANN & The Rambles Tour – Feb.2015!

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CANNAHANN und The Rambles gehen Mitte diesen Monats auf eine kleine, einwöchige Tour. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der nördlichen Hälfte der Republik, was kleine Abstecher in westlich angrenzende Länder jedoch nicht ausschließt.

First time für beide Kapellen und die Vorfreude demnach natürlich groß! Süffiges Package für alle, die keine Lust auf Fasching haben und es gerne schnörkellos rockig mögen!

Hier der FB-Link zur Tour, wie auch zur Endstation in Volkach, welche für die meisten hier wohl noch am ehesten von Relevanz sein dürfte! Wie das dann rückblickend so war, erfährt man sicherlich auch zu gegebener Zeit an dieser Stelle!

Sweet November!

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Der diesjährige November hält viel Freude bereit. Sowohl für mich, als auch für Freunde. There you go:

Köstliche Gegenveranstaltungen zum Wochenende!

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Befindet man sich am kommenden Freitag in der Würzburger Gegend und hat Lust dem Stonerrock zu fröhnen, so begebe man sich doch bitte pünktlich ins Immerhin! Dort spielen Black Wizard aus Vancouver, Hornss aus San Francisco sowie Cannahann als locals. I’ll be there for sure!! Hier geht’s zum leckeren FB – Event!

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Befindet man sich am kommenden Freitag allerdings eher in der Schweinfurter Gegend und hat Lust dem Hardcore zu fröhnen, so begebe man sich doch bitte pünktlich in den Stattbahnhof! Dort nämlich steigt die Zerre – Releaseparty mit Always Wanted War aus Cuxhaven, Kapytaen aus Bad Kissingen sowie Hans Dieter X aus Darmstadt. Ich durfte die befeierte Scheibe bereits vorab hören. Fazit: rockt! Der derdanielistcoolverfasste Pressetext zum Abend hat es sogar in ein regionales Blättchen geschafft – wenn auch in abgespeckter Form:

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Voller Text und alle sonstigen Infos ebenfalls auf FB.

Somit wisst ihr Bescheid! Wählet weise! Zuhause rumsitzen ist dann ja wohl jedenfalls nicht!

Haard Open Air 2014!

Artwork by BlackleafDesigns

Am kommenden Samstag lockt das Haard Open Air bereits zum fünften mal nach… öhm… Haard! Dabei u.a. WILD ZOMBIE BLAST GUIDE (mit Ex – Elision – Sänger Mosh), den Freunden von THOREAU,  den derdanielistcoolbekannten Bands BAIT und ZERRE, sowie CANNAHANN (erstmals live)!

7 Euro für 10 Bands! Superdope! Ich geh hin, steh auf der Bühne und mosh! Ungefähr so:

Review: Void Fest / Wettzell / 01.-02.08.2014

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Der gute Ruf eilt dem Void Fest vorraus. Gerade mal im dritten Jahr, erzählt man sich allerorts bereits die wildesten Geschichten über das bunte, familiäre Treiben, welches sich inmitten der tiefsten, bayerischen Einöde abspielt. Besucher wie auch Presse und Bands loben das aufstrebende Festival bei Bad Kötztingen in den höchsten Tönen. Von einem besonders liebevoll gestalteten Rahmen ist dabei stets die Rede. Umwoben von Storys über Drogeneskapaden, legerer Teufelsanbetung und Hexensabbath-Action, sorgt das natürlich für Legendenstatus, woraus sich wiederum eine hohe Nachfrage für die Tickets ergibt. Die waren auch dieses Jahr schon frühzeitig vergriffen. Könnte aber auch am mit Szenegrößen bespickten Lineup gelegen haben… Derdanielistcool.de hatte das große Glück, dabei sein zu dürfen, um sich selbst ein Bild vom dortigen Geschehen zu machen. Die Reise zum Festival – eine dreitägige, 300 km lange Fahrradtour mit meinem Kollegen Frank – war dabei zu schön, um sie unkommentiert zu lassen. Wer keine Lust auf die kleine Selbstbeweihräucherung hat, darf die ersten zweieinhalb Tage getrost überspringen!

MITTWOCH

03Die Taschen sind gepackt, die Räder geschmückt und das gepolsterte Höschen sitzt wie angegossen. Angegossen sind auch wir, nachdem wir bereits nach ca. 20 min von einem übelen Regenschauer die erste Abreibung einstecken müssen. Aber was soll’s… Rumjammern oder Kneifen geht nicht. Schließlich gilt es, einige Zweifler zu überzeugen, welche uns schon im Vorfeld ob unseres Vorhabens hämisch ausgelacht haben. Recht sollten sie dennoch behalten: „Untrainierte Radelei – Bein und Hintern sind wie Brei!“

 

Nach weltbesten Bierchen in Stettfeld und Bamberg finden wir doch tatsächlich eine leerstehende und unverriegelte Cabin in the Woods für die trockene Nachtruhe. Kann man denn bitteschön noch mehr Glück haben? Danke, Jesus!

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Ein großes Dankeschön geht außerdem an unsere famose Tourbegleitung!

DONNERSTAG

35 Nach etwa 100 km Radweg und einer Nacht auf hartem, staubigem Holzboden fühlt man sich einfach richtig wohl in seiner Haut. Ein königliches Gefühl, welches höchstens noch durch einen Schnakenstich auf dem rechten Augenlid  intensiviert werden kann! Aber wir wollen nicht jammern, sondern frühstücken an einem wunderschönen Felsen, wo wir hübsche Ingwerknollen finden und moshen uns die Strapazen im Felsengarten von Sanspareil aus dem geschundenen Leib. Wir baden mit Enten, entdecken die Höllenpforte und das Grab einer Hexe. Das Böse scheint spürbar nahe. Mein rechtes Auge fängt zwei Fliegen mit einer Klappe und vorm Egyptos/Regensburg trete ich in die Notdurft eines Säugetiers. Vermutlich Mensch. Die Rast in der WG eines Bekannten ist top! Danke dafür!

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 FREITAG

Aus rasten wird ausrasten, denn spätestens jetzt ist Jammerstimmung angesagt. Meine Beine fühlen sich an wie… gut, eigentlich fühle ich sie nicht mal mehr so wirklich. Da kommt mir die kurze Pause an der Donau sowie die Fahrt mit der Bahn nach Cham gerade gelegen. Die ist vor allen Dingen aus zeitlichen Gründen unumgänglich, schließlich wollen wir ja auch die erste Band am späten Nachmittag catchen und sind recht spät dran. Im Zug trifft man dann auf weitere Festivalbesucher. Sogar aus Spanien reisen die Gäste an! Eine sehr sehr freundliche Nonne leistet uns geistigen Beistand und wünscht uns Glück für die letzten 25 km. Die machen sogar nochmal richtig Spaß, was sowohl der schönen Landschaft als auch dem Umstand geschuldet ist, dass wir doch tatsächlich fuckin‘ Chamerau passieren! Ein Wettrennen mit einem Rentner sowie ein erfrischendes Flussbad später steht uns dann noch der letzte Kraftakt bevor: Der verfluchte Berg, auf dem das Void beheimatet ist. Der ist derartig steil, dass nur noch Schieben hilft. Die Abkürzung querfeldein durch die hinterletzten Waldwege entpuppt sich als äußerst mühsam. Aber hey: Onkelz-Zitat ON Es war ein langer, langer Weg und niemand sagte es wird leicht, wir hatten nichts zu verliern‘ und kein Weg war uns zu weit! Onkelz-Zitat OFF. Man beachte doch bei verfolgen des verlinkten Musikstückes, dass die Person, welche den Titel online gestellt hat, den Namen ONKELZBIER trägt. Vielen Dank!

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Geil wir sind da! Und der Charme des Void ist vom ersten Moment an spürbar. Vom selbstgebauten Obelisken über dekorierte Waschbecken bis hin zum hübschen Programmheft merkt man sofort, wie viel Mühe in dieses Wochenende gesteckt wurde! Der Teufel steckt dabei im Detail! Alles ist liebevoll und one of a kind! Vieles gibt es zu entdecken: Tatoostand, Gewürzhexer, Plattenladen, köstliche vegane Speisen, das beeindruckende Void-Merch und natürlich jede Menge netter Menschen. Sowohl Besucher als auch das ca. 20-köpfige Team erweisen sich durch die Bank als angenehme Zeitgenossen! Wir schnappen uns unsere Presseausweise und stürzen uns ins Getümmel!

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81Den Opener The Wullfs haben wir zwar gnadenlos verpasst, aber dafür haben wir unsere helle Freude mit der Berliner Combo Suns of Thyme. Die legen sich für ihren frühen Posten schon mächtig ins Zeug und begeistern mit surenartigen Mantragesängen und heavy Elektroteppichen. Kommt in manchen Momenten wie Pearl Jam auf Acid und das zusätzliche, fünfte Livemitglied an Schellenkranz und Tasten versprüht sexuellen Esprit en masse! Sowohl auf als auch hinter der Bühne haben die Jungs außerdem erfrischend wenig Hauptstadtallüren. „Meine Mama hat gesagt: Nach dem Konzert erwarte ich mindestens 50 Facebook-Likes. Also bitte, macht’s möglich!“ Verdient hätten sie es sich jedenfalls! Dringend im Auge behalten! Ein Review zur aktuellen Platte folgt demnächst hier!

92War man bei Suns of Thyme bezüglich der Mitglieder im Plus, sind Doomina heute ein Bandmember im Minus. Tut der Wucht ihrer Performance aber keinen großen Abbruch. Im Gegenteil: Durch die Umstände sieht man sich sogar gezwungen, das einstündige Set auf 45 Minuten zu verknappen. Und knackige Sets begrüße ich ja immer sehr. Auch wenn es der alberne Bandname nicht vermuten lässt: Doomina machen Post Rock! Und zwar ziemlich aufregenden! Enttäuscht in keiner Sekunde und das, obwohl ich nicht einmal besonders großer Fan von instrumentaler Mucke bin.

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Wie sehr ich allerdings Fan davon sein kann, zeigen mir anschließend Monomyth. Die fressen mich mit Haut und Haar und animieren mich tatsächlich zum Moshen – eine Beschäftigung, der ich eigentlich nur noch im Scherz nachgehe. Die etwa sieben Stücke sind sehr langatmig. Den dargebotenen, spacigen Krautrock würde ich grob als Mike Oldfields Tubular Bells in heavy und dirty umschreiben! Die Holländer schichten Sound auf Sound und türmen so ihre Songs zu bedrohlich hohen Klanggerüsten auf. Dope! Band,s die gleich zwei Tastensoundtüfftler an Board haben, sind mir außerdem schon von Haus aus sympathisch! Einen kleinen Mitschnitt der Show gibt es hier! Kam live natürlich um einiges besser…

108Frisch und knusprig wird es dann bei Atomic Bitchwax. Zumindest in Bezug auf die Tüte Chips, welche wir auf dem Zeltplatz verputzen. Die Band selbst macht das, was man von ihr erwartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn man es genau nimmt, wirkt die Kultband sogar ein wenig zu arg gelangweilt für meinen Geschmack. Der Bandname bleibt leider auch weiterhin das coolste an der Combo.

Im Zelt bei Sun Worship ziehen kurz darauf dunkle Wolken auf: Oh Haupt voll Blut und Dornen! Selten wurde der Herrgott lauter, schneller und besser verunglimpft als auf diesem Infernal der Dunkelheit. Da weint das kleine Jesuskind. Amen.

111Gleich drei Gitarren plus Synthiegewitter sorgen beim abschließenden Freitagsact Atlantis zwar für eine enorme Sounddichte, das Ganze ist aber um 1 Uhr auch schon etwas anstrengend. Wenn zu den eigentlich instrumentalen Stücken dann auch noch vereinzelte Femalevocalsamples reinkicken, kommen einem  sogar Evanescence oder Linkin Park in den Sinn… da empfinde ich die gleichnamige, deutsche Band als nen ganzen Zacken unterhaltsamer!

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SAMSTAG

Der zweite Festivaltag beginnt mit 114dem Soundmischmasch der Zeltplatzprivatbeschallung. Turbonegro meets Pink Floyd. Dieses wunderbare Soundgebräu wird allerdings schon gegen 10 von einer lokalen Schrammelpunk-Coverband unterbrochen, welche auf einem schwarzen LKW aufs Festival donnert und mit Freibier um sich wirft. Am Bass btw. Sick Boy – ich wiederhole: Sick Boy – von der Chaos Crew Tatoo Truppe, dessen freundliches Wesen wir zu späterem Zeitpunkt noch kennen und schätzen lernen sollten. Unser als kurz angedachter Supermarktbesuch mit anschließender Eidechsen- und Hirschkäferjagd am nahe gelegenen Höllenstein-See, artet leider in einen ungeahnten Kilometermarsch sondersgleichen aus. Der kostet uns zwar einerseits erneut die erste Band Swan Valley Heights, bringt uns aber andererseits in den Besitz zweier schöner Pressemausweise sowie einer getrockneten Gelbbauchunke – immerhin Lurch des Jahres 2014!

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131Die erste Band, die wir an diesem Tag aktiv mitbekommen, hört auf den klangvollen Namen Brahm. Die Augsburger Mädels, die wir auf der kurzen Zugfahrt kennengelernt haben, sprechen wenig später von der „besten Band bisher“. Soweit würd ich zwar nicht gehen, aber der warme, bluesige Rock der Band ist dennoch sehr gefällig und lässt bereits erste Extremitäten im Publikum zucken. Die Rhythmusfraktion macht ordentlich Druck und das Set empfinde ich als sehr kurzweilig! Nice! Die Band selbst wirkt auch sehr glücklich, und dürfte sich – als Amsterdamer – ob des süßlichen Duftes in der Luft wie zu Hause gefühlt haben.

135Die Berlin/Hamburg Combo Oddjobmen spielen im Zelt auf und haben viel QOTSA gehört. SEHR VIEL! Dadurch machen die Männer ihrem Bandnamen jedenfalls alle Ehre und liefern einen merkwürdigen Job ab. Die Band ist ultratight, rockt wie Sau und es hinzubekommen, wie QOTSA zu klingen ist auf irgend ne Art und Weise ja auch bemerkenswert. Originell ist das halt eher weniger…

Ein Mitglied unserer kleinen Campingtruppe beschwor es ja schon seit Stunden herauf: „Heute spielen Hark! Die dürfen wir auf keinen Fall verpassen! Die sind Hammer!“ Wie recht er doch behalten sollte! Monstermäßig stampft die britische Maschine alles platt.

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Abgehackte Riffverwinklungen und rhythmisch äußerst anspruchsvoll arrangierte Beats. Als Zuschauer weiß man kaum in welchem Takt man sich zu bewegen hat, findet aber doch immer wieder den Groove. Frontman Jimbob dirigiert die Menge mit bitterbösen Blicken. Damn, der Typ hat krasse Augen! Witzigerweise ist er anschließend im Privatgespräch die Freundlichkeit in Person. Tighte Band und noch recht frisch auf dem Markt! Die Briten kommen wohl bald wieder – für eine erste kleine Clubtour – nach Deutschland. Sollte man sich nicht entgehen lassen! Der Vergleich mit Kylesa ist nicht der verkehrteste! Wildes Ding!

Auch wenn sie das Zelt regelrecht regulieren und das Publikum auf ihrer Seite haben: Mit Punkbands wie dem Thüringer Pfandflaschenkommando werd ich wohl auch in tausend Jahren nicht warm werden. Das Spice Girls-Cover im Pogogewand bewirkt da auch eher Gegenteiliges. Immerhin bedient ein Mädel den Bass! Kann ich wenigstens mal kurz an White Zombie oder Coal Chamber denken! Danke dafür!

147Folky Hippieflair dann bei den Sub Pop-Emporkömmlingen Rose Windows aus Seattle. Optisch wirkt das mit etwa 8 Mitgliedern bestückte Schauspiel wie die grungy Kelly Family! Klanglich darf man sich eher bluesige Black Sabbath oder etwas härtere The Doors vorstellen. Die Orgel wird geknört und der Schellenkranz überstrapaziert. Auch freche Querflöten verirren sich im Retrosound. Der Einladung der Musik, im/mit Gras zu gammeln, kommt das verschlafene Publikum gerne nach. Das Rad erfinden die Windows sicher nicht neu, aber als Ruhepol am frühen Abend gehen sie voll in Ordnung!

150Den hat es scheinbar auch gebraucht, denn bei Kadavar stehen alle wieder putzmunter vor der Bühne. Leider zieht der Dreier nicht nur Zu- sondern auch Regenschauer an. Tut der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Von der ersten Sekunde an wird mitgegröhlt und gefeiert. Auch unserer Truppe gefällt das Set gut und steht damit in keinem Verhältnis zu der im Zelt ausgestrahlten Banddoku Mammut, Tiger, Wolf, die schon etwas lame war… Egal, man fröhnt der Nostalgie! Und würde der Drummer nicht so hässlich modern anmutende Plexiglaskessel beackern, könnte man sich beim Anblick der Berliner tatsächlich in den 70ern wähnen. Das angestaubte Classic-Rock-Gebräu ist im Endeffekt wie erwartet: Gut und präzise. Überraschungen blieben aber leider komplett aus. Irgendwie hätte man da für einen Headliner schon etwas mehr erwarten dürfen.

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Das japanische Urgestein Church of Misery überzeugt dafür auf voller Linie. Wie tief der Basser sein Instrument trägt, erfüllt einen auch nur noch mit Ehrfurcht! Und endlich gibt’s auch mal dirty Schreigesang! Wenn der Sänger dann noch per Synthie Störgeräusche über das Doomfundament ballert, kommt das bisweilen schon recht abgedreht. Geile Show! Und man weiß nicht mal so recht, was einen zu dieser Erkenntnis bewegt hat… Der unverständliche aber sicherlich okkulte Texthokuspokus wird da sicher nicht ganz unschuldig dran gewesen sein.

159Es bleibt dirty beim letzten Streich auf der Hauptbühne: Light Bearer, eigens eingeflogen! Heftig! Massiv! Hart! Schreit die Welt zwar Sludge, wenn es um die Kategorisierung der Briten geht, könnte man auch schon fast von Black Metal sprechen. Sicher, der massive Sampleeinsatz beißt sich mit diesem Gedanken, aber die Grundattitüde kommt doch schon ziemlich nah hin! Zumindest Neo Black Metal, oder? Auch egal… Losgelöste Typen, die herumschreien, machen jedenfalls meistens Spaß! Super Abschluss und derzeit zu Recht in aller Munde! Ballert dich um!

161Im Zelt wird eine Wand aus Fernsehern aufgebaut. Dazu Musik von Akere aus München. Die klingt wie Massive Attack mit Weihwasser verdünnt. Zwar schön, hier doch noch einen Indieact zu erspähen, aber Sonntag um 02:00 kann das leider auch nicht mehr viel geben. Als Soundtrack zum Einschlafen taugt es aber bestens! Und das zeugt doch auch irgendwie von Qualität!

SONNTAG

Wir werfen einen letzten Blick in das wunderschöne Tal, überbrücken den zur Heimreise notwendigen PKW, da dessen Batterie den Handyauflademarathon von Agnostic Frank nicht verkraftet hat, und ziehen von dannen.

Void, es war wunderschön und organisatorisch wie auch menschlich makellos. Wir bedanken uns und hoffen auf ein Wiedersehen! Den Teufel werden wir tun und mit den eingangs erwähnten Legenden aufzuräumen. Davon sollte sich jeder selbst ein Bild machen. Vielmehr holen wir nochmal zum großen Pathosabschlag aus.

Setzen wir „Void“ – zu Deutsch soviel wie „Leere“ – einfach mal mit dem Begriff „Nichts“ gleich. Schon können wir mit einem Zitat von Properz (a.k.a. Sextus !!!) um uns werfen:

Aus dem Nichts entsteht eine sehr große Legende!

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Richtig schöne Fotos vom Void gibt’s von stonerrock.eu!