Neue Single von Saux!

Es gibt neues Ohrfutter vom niederländischen Produzent Saux, der sich mit seinen letzten drei Singles neben seiner Tätigkeit im DJ-Feld auch einen Namen als Singer/Songwriter gemacht hat. Gemäß dem Less Is More – Prinzip windet sich das neue Gerät For I Know reduziert aber sehr atmosphärisch in 80er R’n’B, Discosounds, Vintage Synthies und Popcorn-Gitarren. On top gibt es den gelungenen Oktaven-Gesang des 23-jährigen Protagonisten, welcher neben Frankie Knuckles auch Pop-Giganten wie Prince und Stevie Wonder als Inspiration für seinen Signature-Sound heranzieht. Glaubt man ihm!!

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Review: Gisli – How About That? (2004)

gisli-how-about-thatDass das schmissige Debut des gebürtigen Isländers Gisli Kristjansson nicht mit Preisen und Lobhuldigungen überhäuft wurde, ist ähnlich unfassbar wie es die Catchyness von How About That? ist. 13 charmant verschrobene Indie-Song-Perlen, die durch Lo-Fi-Pop-Appeal, Detailverliebtheit und scheinbar unerschöpflichen Ideen-reichtum glänzen.

Fair enough: Versucht man, dem Grundimpuls letzterer Qualität auf die Schliche zu kommen, so darf Folk-Rap-König Beck Hansen als Referenz keinesfalls ungenannt bleiben. Vor allem die Pseudo-Big-Beat-Rap-Nummern Go Get Em Tiger, I Don’t Fight, TV=The Devil oder Can You Make Me Right? hätten auch ohne Weiteres aus dessen Odelay-Phase stammen können. Gisli deshalb jetzt schon als Copycat abstempeln? Könnte man machen…. Aber wenn schon, dann bitte als wild fauchende! Wie die auf dem Cover!

Doch selbst damit würde man der Platte A: wahnsinnig Unrecht tun und B: die Stärke der Songs ohnehin nicht entkräften! Lassen wir die Vergleiche deshalb doch einfach mal stecken und erfreuen uns am mitreißenden Sing-Along-Chorus des Openers, der UpBeat-Fuzziness der Slacker-Hymne Straight To Hell oder wiegen uns in der Melancholie der Akustikballaden End Of My Ropes und I’m Trying. Als wäre das nicht schon fast zu viel des Guten, gilt es obendrein auch noch zuckerwarmsüße Nummern wie  Mind Games, The Day It All Went Wrong oder Worries ins Herz zu schließen, die bei all ihrem Charme, spielend den perfekten Soundtrack für Filme der Marke Juno oder MTV-Films-Produktionen wie Save The Last Dance, Joe’s Apartment, mindestens aber Napoleon Dynamite hätten abgeben können.

Überhaupt MTV: Die hätten den Genre-Crossover auf How About That? eigentlich bedingungslos lieben müssen… Und wenn schon nicht den, dann doch bitte wenigstens die großartigen Texte um Starbucks, Low-Fat-Milk, Burger, Mariah Carey, P.Diddy, Prince, Gareth Gates, den Wu Tang Clan und öhm MTV. Hat bei den New Radicals seinerzeit schließlich auch gezogen. Muß man wohl nicht verstehen…

Jeglicher ungerechter Mainstream-Verschmähung zum Trotze, dürfte 90er-Enthusiasten das Herz bei How about that? deshalb nicht weniger hoch schlagen. Gleiches gilt für Fans erwähnter Filme, Beck-Anhänger oder Anticon-Sympathisanten. Ich jedenfalls bekenne mich in allen genannten Punkten mehr als schuldig und bin demnach schwerstens aus dem Häuschen! Mein derzeitiger Favorit aus dem Indie-Sektor, den ich leider erst viel zu spät für mich entdeckt habe! Jeder Song ein Treffer!  Go get em tiger!!!

 Anspieltipps: Go Get Em Tiger, I Don’t Fight, Worries, Mind Games, How about that?….

How About That? im Stream:

How about that? bekommt man derzeit für lächerliche Cent-Beträge auf Amazon hinterhergeworfen! Der etwas bodenständigere, weitaus weniger hibbelige und ebenso hörenswerte Nachfolger Build-Ups & Break-Downs hat es leider nie bis zur offiziellen Veröffentlichung geschafft. Wohl aber auf die Soundcloud-Page des Künstlers! Ein neues Album, des zuletzt vor allem als Produzent tätigen Protagonisten, ist zudem gerade in der Mache! So how about that? YEAH!

Released: 2004 via EMI

Tonite I’m gonna party like it’s nineteen ninety-nine!

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Selten hatte Prince mehr Recht, denn in Bälde geben sich gleich 4 Bands aus der zweiten Riege des New Metal die Ehre sich live auf hiesigen Bühnen zu zeigen um den vergessenen Flair der Jahrtausendwende zu versprühen: American Head Charge (kurz AHC), Crazy Town (kurz CXT), Powerman 5000 (kurz PM5K)  und (hed)p.e. (kurz hed). Und bis auf letztere ist das bei jeder der Combos mal locker 10 Jahre her…

Doch damit nicht genug der Gemeinsamkeiten, denn sie alle haben ihren Zenit weit überschritten, denken nicht ans aufhören und machen stattdessen mittlerweile halbgare Sachen. Die einen mehr, die andern weniger… Böse Zungen mögen ja behaupten das wäre bei genannter Spezies auch schon immer  der Fall gewesen… In diesem Punkt bin ich natürlich absolut anderer Meinung und werde deshalb den genannten Künstlern demnächst ordentlich Tribut zollen! CXT gabs ja neulich schon…

Auffällig auch das keine der Bands auch nur ansatzweise in Originalbesetzung spielt. Bringen es AHC zumindest noch auf 4 Gründungsmitglieder (von ehemals 7) sind es bei hed nur noch 2 (von ehemals 6) und bei den anderen beiden jeweils nur noch die Frontmänner mit komplett neuen Besetzungen. Stellt sich also auch die Frage inwiefern es sich unter solchen Umständen dann nicht eher um Coverbands handelt…

Mir ist es den Spaß natürlich trotzdem wert und ich gedenke mir die ein oder andere Show reinzufahren (natürlich inklusive ausführlicher Berichterstattung). Nach der letzten hed – Show hab ich mir zwar geschworen diese Band nicht mehr weiter zu unterstützen, aber wenn sie schonmal mit AHC (die glaub ich tatsächlich noch ganz sehenswert sind) zusammen auf Tour kommen, nehm ich mir das Trauerspiel doch gerne nochmal mit! Ja, richtig verstanden: American Head Charge und (hed)p.e. kann man sich an einem Abend zusammen rein fahren! PM5K und CXT zumindest geimsam auf einem Festival! Hier alle relevanten Dates im Detail angereichert mit Clips aus ihren besten MTV Tagen (natürlich keineswegs mehr repräsentativ…):

American Head Charge + (hed)p.e. (+ Soil + 8 Foot Sativa)

09.10. Bochum / Matrix
10.10. Mannheim / Alte Seilerei
15.10. Augsburg / Kantine
16.10. Frankfurt / Zoom

American Head Charge – All wrapped up



(hed)p.e. – Killing Time

Tickets liegen bei 20 – 25 Öcken im VVK. Günstig für 4 Amibands!

Crazy Town

08.06 Nürburg / Rock am Ring
09.06 Nürnberg / Rock im Park
10.06 Hamburg / Knust

Crazy Town – Toxic

Tagestickets für die Festivals sind natürlich immernoch bei beeindruckenden 89,50 €.
Tickets für die Knust-Show sind da mit 26,90 € schon erschwinglicher!

Powerman 5000

Ebenfalls zu Gast bei Rock im Park und Rock am Ring. Genauere Spieltage oder sonstige Dates in der Gegend scheinen nicht bekannt zu sein… Schade eigentlich..

UPDATE: Die Jungs sind als Support von Rob Zombie am 11.06 im Skaters Palace zu sehen!

Powerman 5000 – Nobodys Real

Na dann ran an die Buletten! Ich lach mir schonmal freudig ins Fäustchen während ich meine New Metal-Shirts frisch bügel und meine CD-Booklets schonmal für Signaturen sortiere! Falls wer Interesse hat mich wohin zu begleiten… hook me up! Sonst bleibt vorerst nix zu sagen ausser das PM5K und AHC gerade Crowdfundingkampagnen am laufen haben um neuen Mist zu veröffentlichen! Einmal Hier und Einmal Hier! Sieht nicht sonderlich gut aus…

AchjaeinHinweisnoch: Wer die Nu Metal Mütze nicht vollbekommt geht mal wieder Limp Bizkit anschauen. Zusammen mit der Stimme aus der Gosse am Hockenheimring… Ich bin immernoch sprachlos…