JahЯesЯückblick 🌹 2021!


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Yau… da sind wir also schon wieder am Ende angekommen. Auch 2021 war milde gesagt unbeschЯeiblich und dürfte wohl den wenigsten als Lieblingsjahr in Erinnerung bleiben. Ich für meinen Teil bin froh sagen zu können, trotzdem das Beste draus gemacht zu haben und darf 2021 für mich persönlich mindestens als erfahrungs- und lehrreich verbuchen. Hoffe euch ging es trotz der ganzen Grütze ähnlich! Der Blog hier kam wie immer zu kurz und außer ein paar Rezensionen und (immerhin liebevoll gepickten) Single-Vorstellungen war hier nicht gerade viel los… aber A: nix neues, B: who cares? und C: ist jetzt ja immer noch kurz Gelegenheit ein paar Spitzen hervorzuheben. Aus acht Jahren Blog ergeben sich Achter-Kategorien: Weiterlesen

Der Liberated Tape Archive-Channel ist cool (XXXisql111)

Auf der Suche nach verwackelten Videoaufnahmen mit bescheidener Tonqualität von mehrheitlich verblichenen Nu-MetalActs??? You search no longer…  Der neue YouTube-Channel LIBERATED TAPE ARCHIVE ballert seit kurzem C.O.N.T.E.N.T am Fließband und ein Ende der Fahnenstange scheint noch lange nicht erreicht. Weiterlesen

MAJOR UPDATE!

Durchatmen… gleich wird es viel zu viel auf einmal, weil hier viel zu viel verpasst wurde aber viel zu viel passiert ist. Deshalb hier die absolute Vollbedienung um die mauen Blog-Wochen etwas wettzumachen. Vollgas: Weiterlesen

Review: American Head Charge – Tango Umbrella (2016)

as found on: http://www.blabbermouth.net

Die Shoot-EP und auch das Konzert von vor anderthalb Jahren in Frankfurt ließen keine Zweifel aufkommen: Die nächste American Head Charge wird ein Monster! Es folgten Tourabsagen, unklare Besetzungsverhältnisse innerhalb der Band, zahlreiche Verschiebungen der zum großen Teil von Fans mitfinanzierten LP und ein absolut abschreckendes Artwork. Aber fuck: Die ersten Songs Let All The World Believe und Drowning Under Everything überzeugten allemal!

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Nun ist Tango Umbrella exklusiv und vorab über Loudwire im Stream abrufbar und bedient von vorne bis hinten! Vorausgehende Ankündigungen der Band, die aktuelle Platte würde wie ein Mix aus The War Of Art (2001) und The Feeding (2004) klingen, bewahrheiten sich tatsächlich. Ich weiß, es fällt wirklich schwer sich darauf einzulassen, wenn man mit dermaßen whackem Bildmaterial konfrontiert wird, aber American Head Charge k.i.l.l.e.n.. Auch 2016 noch:

Erwähnte Mischung aus den beiden Erstlingswerken geht zwei zu eins zugunsten des von Rick Rubin produzierten Debuts. Das lässt sich nicht nur im anspruchsvollen Songwriting erkennen, das im Gitarrenfeld vordergründig Industrial – Metal – Stumpfheit vorgaukelt, von Seiten der Rhythmus – Fraktion aber ansprechend vertrackt untermauert wird und ein ums andere mal mit dem catchy Mike-Patton-Sound-A-Like-Organ von Sänger Cameron Heacock überzeugen kann. I’ve said it before and I say it again: Einer der besten seiner Zunft! Checkt mal das abschließende When The Time Is Never Right oder das Piano – getragene A King Among Men! Der Kerl hat seine Stimme im Griff!

Auch der starke Militärbezug in Albumtitel und Artwork sowie in der mal wieder ihresgleichen suchenden Samplearbeit schlägt die Brücke zu den Anfängen der Band. Ob es sich dabei allerdings in unserem Terror – verseuchten Alltag um einen marketingtechnisch schlauen Schachzug handelt, wird die Zukunft zeigen. Gerade wenn man, wie im Falle von A.H.C. zur Zeit der 9/11 – Anschläge, hinsichtlich besagten Konzepts schon einmal mächtig deplatziert wirkte und daraus resultierend massive Rückgänge der Plattenverkäufe hinnehmen musste. Aber wie heißt es da so schön in der Vorzeigenummer Perfectionist: I don’t do it for approval! Gut so!!

Releases aus dem Metal-Sektor, denen ich entgegenfiebere sind selten geworden. Releases aus dem Metal-Sektor, die mich überzeugen können noch seltener. Releases ohne Ausfall meiner Meinung nach heutzutage genreübergreifend absolute Mangelware. Tango Umbrella ist die Alternative, aus einem Guß und ansprechend produziert! Kann also schon nach wenigen Durchläufen einiges und auf lange Sicht gesehen womöglich noch mehr! ALL KILLER NO FILLER! HOLT! MAN! SICH!

Anspieltipps: Perfectionist, I Will Have My Day, Let All The World Believe

Tango Umbrella im Stream auf Loudwire:

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Die geballte Industrial-Metal-Breitseite Tango Umbrella verteilt sich bei einer Spielzeit von etwas über 50 Minuten auf elf Tracks und kann auf CD bereits bei Napalm Records vorbestellt werden!

Released: 25.03.2016 via Napalm Records

Review: Justin Hate – Though Hope Is Frail (2014)

artwork by Ulle Gielsager

„Feel the blistering cold from the north!“ Verriegelt die Türen, die Northern Apocalypse von Justin Hate steht ins Haus! Dabei ist die heilige Dreifaltigkeit aus Zitat, Songtitel und Bandnamen in jedem Fall Programm!

Bitterböse Blastbeats ballern bereits beim Beginn brutal bestialisch! Grobgriffige Gitarren graben grauenhaft geil gen Gehörsturz! Stimmlich steht stark strafende Streitsucht stets startbereit!

 

Wer in musikalischer Hinsicht bei Kopenhagen nur Aqua auf dem Schirm hat, findet auf selbigem beim Durchlauf von Though Hope Is Frail allenfalls sauren Regen, hat man es doch hier mit dem pechschwarzen Pendant zum quietschbunten Barbiegirl zu tun! Textlich bewegt man sich passend zum Cover dort, wo die Geier schmausen. Zwischen Schmutz und Aasresten bezichtigt man Gott diverser Täuschungsmanöver während allabendlicher Pestgeruch die Nase verwöhnt.

Tod und Verderben en masse also! Der Lieblingstrack While the moon stood still macht dennoch Hoffnung: „One day the war is over“. Schenkt man dem Albumtitel allerdings Glauben, dürfte besagter Hoffnungschimmer nicht allzu kräftig lodern. Wer braucht den aber schon, wenn die Alternative ‚ewige Dunkelheit‘ heißt?

Klartext: Der dänische Fünfer liefert der Blackened-Hardcore-Jugend auf seinem dritten Output Wut, Wut und nochmals Wut. Und das in höchstem Maße: energiegeladen, überzeugend und handwerklich wie soundtechnisch einwandfrei. Besonders gefallen mir persönlich die Vocals von Kim Rock, der bisweilen wie ein enorm zorniger Phil Anselmo klingt und mich außerdem angenehm an die gloreichen Tage von Static X oder American Head Charge erinnert – auf diesen Seiten bekanntermaßen ein Kompliment!

Überraschungen sind mit dem etwas kitschigen Keyboardoutro auf Spread the disease und kurzem Sprachsample im abschließenden Downer Dystopia widerum unüberraschend rar gesät. Dies dürfte allerdings eher dem Genre denn der Band geschuldet sein. Die Zielgruppe wird dennoch bestens unterhalten und auch meine Wenigkeit findet mit jedem neuen Hördurchgang mehr Gefallen an der Platte, da absolut authentisch und trotz 41 Minuten auffällig kurzweilig!

Live hab ich die Jungs neulich in Flensburg leider um Haaresbreite verpasst, mich aber trotzdem noch von ihren menschlichen Qualitäten überzeugen können! Feine Jungs!

„Northern Apocalypse will rise!“

Anspieltips: Northern apocalypse, Imperishable darkness, While the moon stood still

Though Hope is Frail im stream:

Vertrieben wird Though Hope Is Frail über das eigens ins Leben gerufene Label Deathbird Records und ist über bandcamp wahlweise digital per ‚pay what you want‘ – Prinzip oder auf einer von 250 tiefschwarzen Schallplatten für 12 Euro zu haben! Macht bei Jahresratenzahlung gerademal einen Euro im Monat! Kann man schon mal machen!

Released: 24.10.2014 via Deathbird Records

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

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Allerortens stehen neue Platten samt zugehöriger Vorabhörproben in den Startlöchern. Sieben Schmuckstücke für euch in alphabetischer Reihenfolge:

Coal Chamber

Unlängst reunited, war ein neues Album der New Metal – Mitbegründer Coal Chamber quasi vorprogrammiert.  Der bereits hörbare Opener I.O.U. Nothing macht deutlich, dass die Band so stumpf und banal klingt wie eh und je. Mir macht das ja irgendwie trotzdem ein bisschen Spaß… muss aber jeder für sich wissen. Nur für die Optik sollten sie sich (nach wie vor??? I don’t think so!) etwas schämen…

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Rivals ist ab dem 19.05.2015 erhältlich und hier z.B. als limitiertes Vinyl vorbestellbar. Desweiteren gibt es da demnächst auch eine Tour mit Soil und American Head Charge, welche die Band u.a. auch mal wieder nach Deutschland führt.

Faith No More

Das es so etwas wie New Metal überhaupt gibt, darf man wohl u.a. auch den Crossoverinitiatoren Faith No More in die Schuhe schieben. Die zeigen sich ebenfalls reunited, optisch ähnlich unköstlich (ja, auch die schon fast erschreckend lang fortwährende Schönheit eines Mike Patton scheint allmählich nachzulassen), wissen aber selbstredend ein ganz anderes musikalisches Niveau zu bedienen. Das lies die erste Kostprobe Motherfucker bereits erahnen und wird nun von Superhero bestätigt, dass tatsächlich auch vom 97er Album of the Year hätte stammen können:

Still kinda badass! Sol Invictus wurde das neue Werk getauft und ist ebenfalls ab dem 19.05.2015 zu haben. Im Juni auch auf deutschen Bühnen! Dürfte sich immer noch schwer lohnen!

Godzilla Was A Friend Of Mine

Dicke Bassdrum, knarzige Bassline: Godzilla Was A Friend Of Mine bashen den Pelican mit Schellenkränzen. Und das verhältnismäßig dirty! Man scheint bei Ghost City Recordings ganze Arbeit geleistet zu haben. Der Track wurde gestern über das (wahlweise) gratis Mixtape#2 des Pylon-Netzwerks rausgeballert:

10 Songs sind gerade auf dem Weg ins Presswerk! Freu mich schon darauf das Ding der Würzburger in die Finger zu bekommen! Du hast schon richtig gelesen…

MC Rene

Tragisch wie der Tod von MC Rene. Ist MC Rene tot? Nee!
Nun also doch wieder MC! Die Vagabundenzeit in deutschen ICEs scheint vorbei und das am morgigen Freitag erscheinende Album Renessance, welches durch die Beats von Carl Crinx quasi ins Leben gerufen wurde, könnte die Platte sein, die man immer von Reen hätte hören wollen. Davon zeugten bereits der Track Mein Leben ist ein Freestyle, die Facebook-Hörproben-Sessions sowie das aktuelle Doppel(kinn)video zu Zurück zum Minimum/Kein Glanz:

Statt nervigen Jiggybeats und albernem Rappergetue, wie das bei Reen auf Scheiß auf euren Hip Hop (2002) oder Der letzte Marokkaner (2005) gerne mal der Fall war, wartet das neue Werk allem Anschein nach vermehrt mit Oldschoolattitude à la A Tribe Called Quest oder De la Soul auf. Will heißen: Der ehemalige Mixery Raw Deluxe – Moderator scheint sich nun endlich auf seine Stärken besonnen zu haben. Dazu gibt es Featuregäste wie Toni L oder Retrogott! Könnte tatsächlich bocken! Reen ist btw. seit heute auch auf einwöchiger Tour! Wer kann: Hingehen!! Live macht der bekanntlich ja immer(noch) am meisten Spaß!

Rick Tick Evil

Unglaublich! Auch das in Insiderkreisen bereits als das „Chinese Democracy von Unterfranken“ gehandelte und vor wenigstens vier Jahren angekündigte Debut von Rick Tick Evil wird ab dem 14.03.2015 via CD den Weg in die Gehörgänge finden, wenn die Rockfrüchtchen zusammen mit den Kendolls im Immerhin wüten. Rockröhrengalore würde die Mainpost wohl sagen, aber ich sag dazu: Fruchtalarm! Eine erste Verköstigung gibt es mit einem Auszug des Titeltracks We’ll take it from here:

More to come!

Wino & Conny Ochs

Du weißt nicht um wen es sich bei Wino & Conny Ochs handelt? Schäm dich! Der Song Shards lässt keinen Zweifel daran, dass das Soulpower-Duo mit Freedom Conspiracy direkt an Heavy Kingdom (2012) anknüpft. Ab dem 27.03.2015 auf Vinyl und CD bei Exile on Mainstream erhältlich!

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Der Wolf

Das beste kommt natürlich zum Schluß! Ein Update aus dem Wolfsbau! Leute, der Ultimative Lover ist dran! Das gibt’s doch garnicht! Der Wolf – GTI ist kurz vor der Zielgeraden!! Ich erwarte: Einfach nur schöne Musik, einfach nur schöne Musik!!!

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Wayne Static enters the Shadow Zone!

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Als wir mit zarten 16 Jahren das erste Mal mit Livemusik in Berührung kamen war das meist verbunden mit Beatabenden. Darunter versteht man zumindest im fränkischen Raum, dass eine Coverband (sagen wir mal Justice) auf der Bühne einer x-beliebigen Dorffesthalle steht und Mitgröhlhits unter das von Asbach-Cola benebelte Volk sprüht.

Damit die Nu-Metal-Burschenschaft auch ein wenig Freude hatte, gab es dann immer eine kleine Runde aus System of a Down, Slipknot und vor allem Push it, die erste Single einer damals aufstrebenden Band namens Static X.

Mastermind und Aushängeschild dieser Combo, Wayne Static, ist laut einschlägigen Websiten wie blabbermouth.com kürzlich im Alter von 48 Jahren verstorben. Man munkelt was vo derre Drochen…

Für mich waren Static X  mit ihrem Evil-Disco-Industrial Gebräu immer sowas wie die Ministry des New Metal und haben zumindest 3 gute Alben auf den Markt geworfen. Vor allem Wisconsin Death Trip (1999) und Machine (2001) sind für mich Evergreens, die ich immer mal wieder gerne auskrame… Auch wenn das spätere Schaffenswerk des Lämmermann-look-a-likes mir nichts mehr abgewinnen konnte und in meinem Kopf eher unter „peinlich“ verbucht ist, stimmt mich sein Ableben doch ein wenig traurig… hat mich seine Musik und Performance doch schon auch ein Stück weit geprägt. Die geplante Tour aus Wayne Static, Powerman 5000 und American Head Charge ist damit dann wohl auch dahin…

Ich kann meinen Hut nicht tief genug ziehen!

Hier sein Vermächtnis in Videoform, sowie die ersten drei Static X – Alben. Keep Disco evil!

Wayne Static Videography:

Wisconsin Death Trip (1999):

Machine (2001):

Shadow Zone (2003):

Review: American Head Charge/(hed)p.e./Soil/Wolfborne/Frankfurt/16.10.2014

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Da ist sie nun also, die Chance auf die ich über zehn Jahre gewartet habe: Die Industrialmetalboys American Head Charge live sehen! Dazu noch mit meiner einstigen New Metal-Lieblingscombo (hed)p.e. im Vorprogramm und den in der Metalcommunity zumindest damals schwer gefeierten Soil als Headliner. Für zynische Menschen drei mal Schnee von vorgestern. Musik für Hängengebliebene. Genau unser Ding also!

Das Derdanielistcool.de – Team ist exckusiv vorgeladen und stürzt sich in eine bunt gemischte Menge aus potentiellen Dunkin‘ Donuts – Kunden, Juggalos, Dreadlocks und patchübersähten Kutten. Lokalisiert in Frankfurts‘ schöner neuer Location Zoom. Direkt in der Innestadt, dürfte der Laden wohl einigen noch unter dem Namen Sinkkasten bekannt sein. Reibungsloser Ablauf, Spitzensound und nette Leute sprechen für die Räumlichkeiten! Dazu dem Abendprogramm angepasste Mucke  aus der Konserve von A Perfect Circle, Black Light Burns und Marilyn Manson. Kann natürlich auch der Tourtechniker ausgewählt haben…

Wolfborne

Den Beginn machen nicht wie angekündigt 8 Foot Sativa, sondern Wolfborne aus Vancouver/Kanada. Und wenn ich Kanada höre, muss ich unwillkürlich immer gleich an Nickelback denken. Bezeichnend dann natürlich, wenn die Kapelle doch tatsächlich wie die Band des nasenoperierten Ehemanns von Avril Lavigne auf Drop D. klingt. Grenzwertige Songs wie Sex Sells oder Disturbed-ähnliche Stakkato-08/15-Alternative-Metal-Stücke tun dazu ihr übriges. Immerhin tight und sauber im Spiel, wirken Drummer und Gitarrist bei der Performance bisweilen mächtig gelangweilt. Kann dann lediglich Headcharge-Drummer Chris Emmery begeistern, der beschwipst und allein auf weiter Flur vor der Bühne taumelt und sein bestes gibt um die bisher etwa 50 – 60 Nasen zu animieren. Mit mäßigem Erfolg. Irgendwie arg plump und brav das Ganze. Grober Mist, wenn man mich fragt…

Beautiful people of Frankfurt: (hed)p.e. comes in peace!

Ich hatte mir ja nach meiner letzten (hed)p.e.-Show vor etwa 3 Jahren in Berlin geschworen, dieser stetigen, von der Band selbst vollzogenen Mythosschändung, nie wieder beizuwohnen. Geschweige denn durch Geld zu unterstützen. Wenn die Kapelle allerdings als Support auf dem Billing steht, sieht die Sache natürlich anders aus und ich nehm das gerne nochmal mit. „No one can judge me now!“ heisst es heute im Opener. Ich versuch mich dran!

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(hed)p.e. mit Lieblingsspielzeug

Als die Band um M.C.U.D. – welcher sich zu Beginn selbstsicher und urban im Camouflagelook samt bandana-vermummten Gesicht präsentiert – ihr Set mit dem live ganzokayen No Turning Back vom aktuellen Output Evolution beginnt, bemerke ich sogar, wie ich widererwarten Bock auf die Show bekomme. Die kurz aufgekeimte Euphorie ist allerdings schon beim nächsten Song wieder passé, als die erste, brandneue und unsagbar miese „Punknummer“ den ersten Pogo anzettelt… In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der Track Whitehouse vom 2010er Truth Rising, welcher die Klassikerriege aus Killing Time, Bartender und Blackout kurz unterbricht. Besagte Nostalgierunde animiert zwar sofort zum mitgröhlen und lässt ordentlich Extremitäten im Publikum zucken, zeigt aber gerade auch das größte Problem auf. Nämlich, dass die Hunntington-Beach-Boys – nunmehr auch um den offenbar pausierenden DJ Product vermindert – immermehr zur Selbstparodie verkommen und mehr oder weniger nur noch eine Coverband ihrer selbst sind.

Was ihre Liveshows irgendwie trotzdem zum Entertainment macht, sind die vollmundigen Ansagen von Großmaul und Chefposer Jared, welche einen stets zum Schmunzeln bringen und ein Gefühl von Willkommensein vermitteln. Auch heute Abend. Knüpft er doch gerade zum Frankfurtpublikum eine familiäre Bande:

Thank you beautiful brothers and sisters of Frankfurt. 
You look fuckin' beautiful tonight! My sons' grandmother 
was born in Frankfurt. So it's like we're related. I hope 
you're happy! We're so happy to be here. We just put out 
a record on Pavement Records, that's the Soil - recordlabel. 
It's some heavy fuckin' shit, it's so good. 
We sold out of 'em. Get it on itunes! Play some heavy shit!

Sagt’s und lässt One More Body, das vom Publikum geforderte und durch Roadie „Goose“ gebackupte C.B.C., Renegade, Peer Pressure und das marilynmansonodermeinetweigenaucheurythmicsabgekupferte Raise Hell über die mittlerweile gut angewachsene Zuschauerzahl regnen, welche sich allesamt zu amüsieren scheinen. Ich bin ja jedesmal erstaunt, wieviele Leute mit den neueren Sachen der Band vertraut sind und schäme mich natürlich auch zeitgleich ein bisschen, dass ich jeden Song mitsingen kann…

We brought Bob Marley to town with us!
Don't be mad heavy metal people! It's okay. American Head Charge 
and Soil will be here with some Heavy Metal all night. Right now we're 
going to play some fuckin' Reggae!!!

Shit. Die Raggaversion von The Meadow macht tatsächlich Bock und wirkt so mit dem abschließenden Hold On wie aus einem Guss.

Unterm Strich kommt der Mix aus Nostalgie, Fremdscham und köstlichen Ansagen sehr unterhaltsam und macht das 45 minütige Set sehr, sehr kurzweilig! Band und Publikum hatten sichtlich Spaß und als Supportact könnte ich mir deutlich schlechteres vorstellen. Das (hed)p.e. ihren Zenit aber schon seit Jahren überschritten haben, können sie auch heute nicht kaschieren. Im Endeffekt also alles wie erwartet…

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AHC – Crowd

„Beautiful“ brothers and sisters of Frankfurt…

American Head Charge
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Karma / American Head Charge

Von American Head Charge allerdings hab ich mir da schon etwas mehr erwartet. Wie sehr ich allerdings bedient werden würde, hätte ich niemals erwartet. HO-LY-SHIT! Um es gleich vorweg zu nehmen: Was die neuformierte Band aus Minneapolis an diesem Abend auf die kleine Clubbühne zimmert, zieht einem glatt die Schuhe aus! Eine der besten Shows die ich seit langem gesehen habe! Absolut tight, drückend und überraschend unpeinlich. Dazu noch die auf ganzer Linie überzeugende Stimme von Cameron Haecock. Ich habs ja schonmal gesagt: One of the best there is in this business…

Krass wie problemlos der mittlerweile krass abgemagerte und wortkarge Typ zwischen derbem Metalgeshoute und flächigen Harmonien hin- und her switcht. Blickfang außerdem: Gitarrist Karma, der seit The Feeding zur festen Instanz gehört und schon während des Bühnenaufbaus den Badboy mimt indem er bitterböse Blicke, ordinäre Gesten und verbale Beleidigungen gen Publikum schickt. Auch wenn sich das jetzt albern und panne anhören mag: Das war schon sehr überzeugend und angsteinflößend. Hab ich in der Form höchstens noch bei MSI-Gitarrist Steve Righ? erlebt…

Dreckig-gefährlich natürlich auch die Musik, die fast wie auf Platte aus den Boxen drückt und von Beginn an frenetisch abgefeiert wird. Bereits der Einstieg mit All wrapped up vom Debutalbum killt nur noch! Über den fetten Brei aus drückend lärmendem Metalriffing kreischen und schmatzten die Samples und Störgeräusche von Keyboarder Justin Fouler. (neben den Vocals für mich ja schon immer das Highlight dieser Band). Umso erfreuter war ich natürlich, als mir das nette Kerlchen anschließend verklickerte, dass die Truppe es gerade, zumindest für die Aufnahmen zum neuen Album, in Erwägung zieht, den 2002 geschassten Soundmaniac Aaron Zilch wieder ins Boot zu holen!!

Bekanntes Material gab es überraschend wenig. Neben Dirty und natürlich Just so you know, kam lediglich noch das grandiose Writhe (Opener der aktuellen EP) zum Zug. Die restlichen 3 Songs waren brandneu, größtenteils sehr, sehr heavy und hätten in dieser Form auch problemlos auf The War of Art zu finden sein können. Auch wenn es ruhig noch ein paar Hits mehr hätten sein dürfen, ist das ebenfalls um die 40 Minuten lange Set absolut perfekt und fährt alles andere an diesem Abend sowas von an die Wand! Damn, freu ich mich jetzt auf die kommende Platte! Mit American Head Charge ist tatsächlich noch zu rechnen!!

Soil

Wenn nun allerdings We will rock you den Auftritt von Soil ankündigt, verlässt einen die Lust ja schon ein wenig. Die Band allerdings gibt von Beginn an mächtig Gas und versteht es alle Wacken– und G.O.N.D. – Shirtträger, sowie sämtliche Kuttenrocker von der ersten Sekunde an zu begeistern. Von Halo vielleicht mal abgesehen, den ich mir unter Umständen in einem unbeobachteten Moment klammheimlich reinfahren würde, hat mich die Chicagoer-Formation nie packen können. Bevor man auf diesen sicherlich eher zum Schluss angesiedelten Hit wartet, spielt man dann doch lieber Fanboy und nutzt die Zeit für gemütliche Schnacks und Shakehands mit den Mitgliedern der vorangegangenen Bands und lässt den Abend mit einer schönen, anschließenden Fahrzeug- Licht- und Rauschmittelkontrolle der Frankfurter Polizei ausklingen. 0.00 Promille… Facettenreicher Abend mit vielen zufriedenen Gesichtern!

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Hangin‘ out with A.H.C. and (hed)p.e.

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Time for some (hed)charge!

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Morgen Abend wird wunderbar untrue in Frankfurt abgemetaled! Wie bereits berichtet, zieht die muntere Karawane aus American Head Charge, (hed)p.e., Soil und 8 Foot Sativa durch die Lande um so zu tun, als wäre die Entwicklung der Gitarrenmusik etwa 2003 stehengeblieben.

Derdanielistcool.de hat das große Glück im Doppelpack Bericht erstatten zu dürfen! Ein großes Dankeschön schonmal an dieser Stelle! Vom frühen Schaffen der beiden Erstgenannten bin ich ja bekannterweise immernoch großer Fan (siehe hier oder da). Dementsprechend hocherfreut und gespannt bin ich natürlich auf den morgigen Abend! Stellt sich lediglich noch die Frage in welchen Fummel man sich schmeissen soll…

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Du, als werter und mir teurer Leser hast natürlich Mitentscheidungsrecht. Check dafür den abartig guten Voting Poll!!!

Review: American Head Charge – Shoot [E.P.] (2013)

AmericanHeadChargeShootalbumcoverartworkpackshotThrashHits2009 war der Ofen nach zwejähriger Funkstille aus im Hause Head Charge. Die kurz vorher noch selbst als unstopbar propagierte Maschine kam dann eben doch schleichend zum Stillstand. Sänger Haecock habe die Lust verloren hiess es. Das fand ich nur bedingt Schade. Zumindest konnte man die Band so in guter Erinnerung verwahren ehe sie irgendwelche Dummheiten anstellen konnte.

Doch was machen die Vrecker? Starten doch im Jahre 2011 tatsächlich eine Reunion mit dem alten Sänger und schmeißen 2013 eine neue EP namens Shoot auf den Markt! Ich hab mich nach dem furchtbaren Trailer ja fast nicht getraut mir das Ding anzuhören:

In der Tat ist das Endergebnis allerdings halb so schlimm. Mehr noch: Eigentlich überraschend gut und hat mit Sugars of Someday sogar einen kleinen Hit an Board. Wenn durch den Popappeal auch einen eher banduntypischen:

Ansonsten gibt es mit Whrite, Sand und Set Yourself on Fire sehr schleppende, schwere Brocken zu verdauen. Erstmal einverleibt funktionieren die aber alle richtig gut – wobei man aber auch sagen muss, dass die Stücke ohne Vocals wohl auch keinen Pfifferling wert wären. Haecock hat sein Organ glücklicherweise immernoch gut im Griff, was die Vorfreude auf die bald stattfindenen Deutschlandkonzerte und die kommende Platte dann doch nach oben schraubt.

Alles gut also, wäre da nicht die unsagbar bocklose Coverversion von Patti Smiths‘ Rock ’n‘ Roll Nigger:

Die Nummer hätte man sich getrost sparen können, gerade wenn einem eh schon vorgeworfen wird, man ahme Marilyn Manson nach. Und das die den Track schon 1995 gecovert haben ist ja nun auch echt kein großes Geheimnis…                                            Als wäre diese Grundtatsache nicht eh schon fragwürdig genug, lassen sie zu allem Übel auch noch den hauseigenen Augenschmaus Chad Hanks ans Mic… nee nee…. rockt leider auch trotz des peinlichen Gitarrensolo für keinen Cent.

Aber seit wann muss Metal ohne Peinlichkeiten auskommen?

Eben!

Anspieltips: Sugars of Someday, Whrite

Tracklist:

1. Whrite
2. Set Yourself on Fire
3. Sugars of Someday
4. Sand
5. Rock n Roll Nigger

Shoot ist käuflich direkt über die Band bezieh- oder über Spotify und Youtube abrufbar.

Selfrelease 23.07.2013