Review: Bait – Cursed Among Saints (2014)

Der Yak wird wegen seiner grunzähnlichen Laute auch Grunzochse genannt. In Anbetracht dessen, dass ein solches Exemplar das mysteriöse Cover der brandneuen EP Cursed among saints ziert, darf man schon ein wenig Befürchtung ausüben, was denn die musikalische Grundaus-richtung von Bait angeht. Die selbstauferlegte und vielleicht schon etwas überstrapazierte Genrebezeichnung Blackened Hardcore schürt solche Vorurteile vielleicht sogar noch mehr…

Doch man darf Entwarnung geben: Von Gegrunze und Blastbeats bleibt man hier glücklicherweise verschont! Vielmehr wird im Opener Cursed Among Saints souverän zwischen punkigen und groovigen Drumpattern hin- und her geswitched. Dazu klasse Gitarrenarbeit, die schön flächig mahlt ohne alles zu plätten. Überhaupt gefällt der Sound der D.I.Y. – Produktion überraschend gut. Highlight für mich ist allerdings die Stimme von Sänger Nico, dessen Schreigesang meiner Meinung nach äusserst gekonnt, professionell und vor allem nicht aufgesetzt rüberkommt! Bisweilen erinnert mich der Gute sogar hin und wieder an Mudvayne – Sänger Chad Gray zu L.D.50 – Zeiten, was aus meinem Munde durchaus als Kompliment zu verstehen ist!

Die Marschrichtung des Titelstücks wird auch bei den folgenden Tracks Bitterness und Sermon beibehalten, ehe man mit dem etwas vielschichtigerem Blindfolded zum finalen und gleichzeitig besten Schlag ausholt:

Schweres Brett!

Zur abschließenden, instrumentalen Akkustiknummer Leviathan, darf man sich dann noch an einem mitgeliefertem, verschwörerischem Text erfreuen, während man sich den Staub von den Stiefeln klopft. Gelungener Abschluss, der einen nach einer knackigen Viertelstunde wieder zurück in die Realität spült. Btw. ist die knapp gewählte Spielzeit ein absoluter Pluspunkt, da das Klasse-statt-Masse Prinzip, welches bei solcher Musik durchaus vorteilhaft ist, gekonnt eingesetzt wird!

Alles richtig gemacht!

Just aus dem Boden gestampft, sind die Würzburger auch schon gut auf den deutschen Bühnen vertreten, was sie, nebenbei erwähnt, auch ausgesprochen gut machen. Wirft man einen Blick auf den musikalischen Werdegang der Mitglieder, verwundert das allerdings wenig: Verwandt und verschwägert ist man beispielsweise mit Thoreau, Altarea oder Path of Devastation, um nur einige zu nennen. Erfreulich auch, dass Bait bereits vom gerade aufkeimendem Woodhammer – Label unterstützt werden. Dort lies man sich nicht lumpen und bannte die Songs, mal eben lässig, auf eine chice, transparente 10″, die sich wahrlich sehen lassen kann:

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Für nen gut angelegten Zehner, ist die auf 300 Stck. limitierte Platte ab sofort übers Label erhältlich! Inklusive Downloadcode natürlich!

Highly Recommended und ich bin gespannt was man in Zukunft noch von Band und Label hören wird!

Anspieltips: Cursed Among Saints, Blindfolded

Tracklist:

01. Cursed Among Saints
02. Bitterness
03. Sermon
04. Blindfolded
05. Leviathan

 Released: 24.01.2014 via Woodhammer-Entertainment

3 Gedanken zu „Review: Bait – Cursed Among Saints (2014)

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