Review: N.W.77 / HCG / D.F.C. / Life In Grave – Play Fast Ride Easy [4-Way-Split-Tape] (2021)

Unerwartet hab ich kürzlich dieses Tape aus dem Briefkasten gefischt, dessen Cover (wie unschwer zu erkennen) von einem Crypt-Keeper auf einem Fahrrad geziert wird. Misfits-Tattoo und Streetpunk-Klamotten inklusive. Das schaut einerseits reichlich albern aus, lässt andererseits aber auch auf der Stelle ein wonniges Oldschool-Feeling aufkommen und unweigerlich an Anthrax, Body Count oder  Suicidal Tendencies denken. Folgerichtig ist das Tape randvoll mit Thrash- und Hardcore-Gebolze, das einen sofort zurück in die 80er wirft. Vier Bands aus Brasilien hat Seven Oaks Records in Zusammenarbeit mit Audio Epidemic Records für dieses Release zusammengetrommelt und das Paket Play Fast Ride Easy getauft. Weiterlesen

Review: Lessoner – Exzenter (2021)

artwork: mimikry

Kurzes, dumpf-gefiltertes, Drum-Intro und schon liegt man im struppigen Elefantengras aus ansprechenden Gitarrenriffs, melodisch-rauen Vocals und grau-getönten, deutschen Texten, die vor Metaphern schier überquellen. Punkrock, HC– und Emo-Anleihen dominieren auch die nunmehr dritte reguläre Veröffentlichung von Lessoner. Warum die den Namen Exzenter trägt, lässt Raum für Interpretationen. Weiterlesen

2020 • Яückblick!

Ja, dieses Jahr hat den Vogel in jeglicher Hinsicht abgeschossen und man kann sich sicher sein, dass es uns allen als unveЯgesslich in Erinnerung bleiben wird. Wenigstens hat es in musikalischer Hinsicht nicht komplett gesucked… Es folgt ein kleines subjektives Resümee der persönlichen Highlights. 7 Jahre Blog ergibt 7er Kategorien: Weiterlesen

Review: Wired Shut – Demo [EP] (2020)

Bei Wired Shut handelt es sich um ein taufrisches Hardcore/Punk-Gelöt aus Portland/Oregon, bei dem sich Mitglieder von Slapshot, Hoods und Sinking Ships austoben. Seit Ende Mai gibt es die erste Demo zu hören, die drei Songs umfasst und mit Nick Fitt in den Strange Pain Studios eingezimmert wurde. Musikalisch betritt man freilich kein Neuland, sondern fischt auch unter dem neuen Namen in den Gewässern der Haupt- und Ex-Bands. Das aber souverän! Weiterlesen

Review: Alienate! – …they said „no future“ (2020)

DIY or die… Alienate! aus Münster machen’s für die Sache und schrammeln sich jugendlich und ungestüm einmal quer durch die gängigen Musiksparten des linken Sektors. Unterm Strich ist das, was das Trio da unter der Obhut von Fabian Schulz im Bremer Sunsetter Studio zusammengeschustert hat grob Street-Punk mit starkem Hardcore-Einschlag. Gang Shouts, weitestgehend unverständliches Gegröle (mal deutsch, mal englisch) und polternde Drums en masse – aber eben nicht für die Masse. Weiterlesen

Review: Dispeller – YT/OEM [Single] (2020)

artwork: Katharina Schostag

Der Titel YT/OEM mag auf den ersten Blick etwas kryptisch wirken ist es tatsächlich aber nicht, wenn man gecheckt hat, dass es sich dabei um die Kürzel für Your Tower und Open Eyes / Open Mind (Guano Apes, anyone?) handelt. Das wiederum sind die Titel der beiden neuen Songs, die die hessischen Hardcore-Jungspunde von Dispeller kürzlich als Doppelsingle in Eigenregie veröffentlicht haben. Die kommen ohne Umschweife auf den Punkt und gehen gut nach vorne.  Weiterlesen

Review: Act The Fool – Down [EP] (2020)

artwork: Maximilian Messer

Die seit etwa 2017 lärmenden Act The Fool aus Langenau / Ulm legen mit ihrer kommenden EP Down neuen Stuff vor. Im vergangenen Sommer selbst im Proberaum mitgeschnitten, von Martin Pierzchala abgemischt und von Will Killingsworth (u.a. Cruel Hand etc.) in den Dead Air Studios aufpoliert, gibt es vier mal recht schnörkellosen Hardcore-Punk, dem man außerdem eine gehörige Portion Metal im Riffing attestieren muss.

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VIVA LA 2000!

Den Jahresbeginn nutzen relevante Internetportale ja gerne zum reminiscen und erinnern an vergangene Großereignisse. Nun mag es hier im Blog mit der Relevanz nicht weit her und ich auch etwas spät dran sein… kein Grund aber sich nicht trotzdem intensivst mit Kram von vorvorgestern auseinanderzusetzen.

Es folgt eine große Rückschau auf das musikalische Jahr 2000 – 54 Platten im alphabetischen Schnelldurchlauf – viele Klassiker, vorzüglicher Käse und sicher auch der ein oder andere Geheimtipp. Für Lesefaule gibt es am Ende zudem eine Spotify-Playlist und eine Youtube-Playlist zum querchecken. (Welche wichtigen Platten wurden vergessen? Let me knowich lern gern dazu).

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Review: 20 Liter Yoghurt – Always Trying To Fit (2020)

artwork: Druckwelle

Die vier HC-Jungspunde von 20 Liter Yoghurt aus Grimma melden sich nach der L’art D’oublier-EP von 2017 mit ihrer ersten Full-length zurück. Always Trying To Fit hält die DIY-Fahne weiterhin hoch und macht sich nach wie vor stark für Widerstand im (sächsischen) Hinterland. Mehr noch als Musikgenre, begreifen die vier Jungs Hardcore nämlich als Subkultur mit politischem Auftrag. Demnach wird den Texten weiter eine sehr hohe Gewichtung beigemessen.

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2019 Яückblick!

Wie schon im letzten Jahr komm ich auch dieses Jahr nicht umhin ein kleines Resümee zu ziehen – 2019 war einfach in jeglicher Hinsicht zu krass. Wie krass, wurde mir tatsächlich erst so richtig bewusst als ich die vergangenen Tage noch mal so durch meinen Kalender geblättert und das vergangene Jahr Revue hab passieren lassen. UnfassbaЯ was da los war… Angefangen bei 52Hertz, Cannahann, Paulinchen Brennt & Maffai über (sehr viele) Ups und (leider auch ein paar) Downs im privaten Bereich/Umfeld bis hin zu dem was so (an Mist) in der Weltgeschichte passiert ist: 2019 war unfassbaЯ. Hier eine kleine Auswahl an Sachen, an die ich mich gerne zurückerinnere – nach sechs Jahren Bloggerei (eieieieiei eiei ei) in sechs Punkten pro Kategorie und in loser Reihenfolge gelistet. Ab geht’s: Weiterlesen