Review: Zement – Rohstoff (2021)

Is this mine, is this yours? – Zement starten ihr drittes reguläres Album mit einem ausufernden Sprachsamplemantra, das sich einige Durchläufe gönnt. Soweit so Zement. Denn: Klangliche Repetition ist bei diesem Duo wie man weiß Programm. Ergo wird auch auf Rohstoff wiederholt und geschichtet was das Zeug hält. Dennoch: Meditativer und zwingender als hier klangen die Würzburger noch nie. Und: Auch in Sachen Produktion wurde an Qualität zugelegt. Weiterlesen

Review: Hot Knives – Making Love To Make Music To Make Love To [EP] (2021)

Geschlagene sechs Minuten lässt einen die neue Hot Knives-EP warten ehe die Vocals einsetzen und einem die Frage abgenommen wird, ob man diese Psych-Rock-Mische nun mag oder nicht. Für meinen Geschmack kassieren die New Yorker mit Making Love To Make Music To Make Love To ein klares YES für Hendrix– und Sabbath-Zitate bis zum Abwinken, ein verträgliches Maß an Jam-Atmo und die vernünftige Dosierung an Retro-Gimmicks. Weiterlesen

Review: Cold – s/t (2021)

Cold aus Osnabrück reihen sich ein in die Riege vielver-sprechender  deutscher Garage -Bands. Nach einer in DIY-Manier veröffentlichten EP (disasters) wurde nun kürzlich die erste (selbstbetitelte) LP über Kidnap Music nachgeschoben. Kenner *innen des Labels sollte der Punk-Konsens damit schon mal klar sein. Das Quartett packt außerdem verhaltene Pop-Melodien dazu und gibt sich in Klangbild und Ästhetik unprätentiös düster.

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Der Rap & Söhne ist cool (XXXisql115)


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F.I.N.A.L.L.Y! 
Nachdem die Doku Rap & Söhne (Teil des ehemaligen 3-Sat Formats Lost in Music) von 99 schon seit Jahren bruchstückhaft auf YouTube rumfliegt, gibt es nun endlich den kompletten Beitrag in voller Länge zu sehen. Sehr unterhaltsames Zeitdokument über die hiesige Rap-Szene zwischen cringe und wegweisend. Neben den Stieber Twins, Fanta 4, MC Rene, Fischmob, Fünf Sterne Deluxe, Eins Zwo, Doppelkopf, Spax, Freundeskreis & Massive Töne kommen beispielsweise auch die Crews von MZEE oder Four Music zu Wort.  Weiterlesen

Review: Hysterese – s/t (2021)

Auf den ersten Blick machen es einem Hysterese nicht leicht. Der Vierer gibt sich mysteriös. So trägt auch Album Nr.4 lediglich den  Bandnamen, wird man nicht wirklich fündig, welcher Stadt die deutsche Combo entsprungen ist und Social Media gibt es schon gleich gar nicht – nur bandcamp und eine ganz rudimentär eingerichtete homepage. Gänzlich anders verhält es sich mit den ersten Minuten der neuen Scheibe, die einem den Zugang wiederum sehr einfach machen. Weiterlesen

Neat Stuff!

Das Musikjahr 2021 gibt weiter preis was letztes Jahr im Stillen getüftelt wurde: Weiterlesen

Review: Lessoner – Exzenter (2021)

artwork: mimikry

Kurzes, dumpf-gefiltertes, Drum-Intro und schon liegt man im struppigen Elefantengras aus ansprechenden Gitarrenriffs, melodisch-rauen Vocals und grau-getönten, deutschen Texten, die vor Metaphern schier überquellen. Punkrock, HC– und Emo-Anleihen dominieren auch die nunmehr dritte reguläre Veröffentlichung von Lessoner. Warum die den Namen Exzenter trägt, lässt Raum für Interpretationen. Weiterlesen

Review: Mc Rene – Irgendwas Stimmt (2021)

artwork: Bioniq

Irgendwas Stimmt bei MC Rene. Und soviel gleich vorweg: es ist schon mal nicht das aus der Zeit gefallene Artwork. Der Inhalt stimmt dafür dann umso mehr und schafft, was dem Platten-Cover abgeht: Oldschool-Vibes schmackhaft und frisch aufzutischen, ohne einen faden Nachgeschmack zu hinterlassen. Statt der suggerierten bleichen Rückwärtsgewandtheit ist die neue Scheibe nämlich geradezu farbenfroh und tendiert eher Richtung zeitlos.
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Review: Slow Corpse – Bite Your Tongue (2021)

Slow Corpse aus Ashland/Oregon wurde hier schon zum Jahresende hin mehrfach der Hof gemacht. Die Lead-Single Wasted ist aber auch einfach zu gut. Mittlerweile ist die zugehörige Platte Bite Your Tongue draußen und verfestigt den Eindruck, dass es sich bei Mitchell Winters und Brenton Clarke um zwei sehr talentierte Kerlchen mit einem guten Gespür für Catchy Moments und Ästhetik handelt – wenn man das dürftige Artwork der Platte mal außen vor lässt… Weiterlesen

Review: Melt Downer – III (2021)

Die Psych-Pop-Momente, die den Vorgänger Alter The Stunt noch großflächig dominiert haben, muss man auf III mit der Lupe suchen und wird kaum fündig. Geblieben sind Garage, Glitch und Fuzz. Sprich: Noise Rock regiert die neue Melt Downer. Angenehm aggressiv, bewusst sperrig und gekonnt übersteuert rollt das österreichische Trio galant den versifften 90er Teppich aus und zollt damit einmal mehr dem Slackertum Tribut.
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