Review: Wolf Mountains – Urban Dangerous (2019)

Photo: Marco Leitermann

Das Loblied auf Urban Dangerous, der dritten Platte von Wolf Mountains aus Stuttgart & Wahl-Berlin (don’t call it Max Herre-Syndrom) hatte ich ja eigentlich schon vor Wochen singen wollen, aber egal… schlechter geworden ist die Platte auch zwei Monate nach ihrem Release nicht. Gleich ein fun fact zum Start: In irgendeinem Magazin hab ich neulich gelesen, dass der Albumtitel aus dem Wunsch heraus entstanden sei urbanen Pop machen zu wollen – so wie der auf Dangerous von Michael Jackson.

Nun, der Pop, der einem hier serviert wird ist tatsächlich urban und dangerous,  reibt sich deshalb aber noch lange nicht am Konsens ab sondern bietet die verspielt poppige Mische aus Garage, Noise & Rock, die einem aktuell beispielsweise auch von Pabst oder Melt Downer aufgetischt wird. Schön LoFi, catchy und mit attitude. Wolf Mountains spendieren noch eine ganze Schippe 90s-Slackertum sowie etwas Psychedelica und bestechen durch ein homogenes wie luftiges Songwriting, das sich dennoch für Experimente nicht zu schade ist.

Photo: Marco Leitermann

Wer meint das ein oder andere Gesicht des Trios schon mal in anderen Combos gesehen zu haben irrt übrigens nicht: Zu dem Fundus an verwandten und verschwägerten Bands zählen u.a. Die Nerven, Levin Goes Lightly, All Diese Gewalt, Karies oder Mosquito Ego.
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Noch mehr namedropping gefällig? Gerne: Die Platte wurde im Studio von Marcel Römer (Drummer bei Juli… war sicher ne geile Zeit) unter der Regie von Max Rieger (u.a. Mitglied bei Die Nerven und z.B. auch Produzent bei Drangsal oder Ilgen Nur) festgehalten und von Ralv Millberg gemastert.
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Das Beste aber: Urban Dangerous funktioniert auch ganz wunderbar ohne all dieses Background-Wissen, steht vielmehr erst einmal für sich und ist dabei einfach nur gut!
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Anspieltipps: Listen To The Woods, I Wanna Be Asleep, Feelings Feelings

Urban Dangerous im Stream:

 
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VÖ: 27.09.2019 via Treibender Teppich Records / Cargo Records

 

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