Review: Great Good Fine OK – 2M2H [EP] (2015)

Great-Good-Fine-Ok-2M2H-2015-1200x1200 Kein halbes Jahr ist es her, da hat die australische Synthiepopmotte Great Good Fine OK die vier Eier ihrer EP Body Diamond tief in meinen Gehörgängen verscharrt.

Nun ist der Nachwuchs geschlüpft: 2M2H (Too much too handle) heißt das neue Werk! Erneut im vier Song starken EP-Format und erneut bis zum bersten gefüllt mit catchysmoothem Summerfeeling!

 

Das beweist schon der Opener und Titeltrack, der kommenden Sommer in keiner halbwegs vernünftigen Playlist fehlen sollte. Indiedancefloorsmasher mit klasse Hook und der liebgewonnenen, verträumten Säuselstimme von Jon Sandler! Da halt ich es doch gleich mit den Eröffnungsworten: „I think I’m gonna melt away!“

Weiter geht es über das mit funky Gitarren und daumendicken Basssynhties bespickte Without You zum nächsten Highlight: Für Carried Away zitiert man, bei gedrosseltem Tempo, 70s Pop à la Bee Gees und auch die Silhouette eines funky Discojackson glitzert vorm geistigen Auge:

Wessen körpereigenes Pyrheliometer der Globalstrahlungsattacke von 2M2H bisher standgehalten hat, könnte selbiges, spätestens mit Something to Believe In, starker Gefährdung ausgesetzt sehen. Die Geschwindigkeit wird nochmal um gute 10BPM runtergeschraubt und man schmatzt sich zusammen mit St.Lucia genüsslich durch die Troposphäre. Sind die New Yorker mir eigentlich grundsätzlich doch nen Zacken zu schmalzig, funktioniert das hier im Feature ganz ausgezeichnet! Die tiefe Stimme von Jean Philip Grobler gibt tatsächlich ein gelungenes Pendant zu den eher hoch angesiedelten Great Good Fine OK – Vocals. Da kann man denn auch mal getrost über das fürchterliche Saxophonoutro hinwegsehen!

Yeah! Mit dem zweiten Release wurde konsequent und stark nachgelegt und das feine Gespür für sexy Songwriting ein weiteres Mal unter Beweis gestellt! Bleibt definitiv auch weiterhin auf dem Schirm und ich hoffe schwer, dass man dem EP-Konzept die Treue hält, da es genau die richtige Mengendosierung für den Sunshinekick zwischendurch bietet und somit einer etwaigen Übersättigung des Konsumenten gekonnt aus dem Wege geht!

Anspieltips: Too much too handle, Carried Away

2M2H im Stream:

2M2H ist digital über Itunes zu haben!

Released: 16.03.2015

Liegengebliebenes im Schnelldurchlauf!

Wer den vorangegangenen Post gelesen hat, wird sicher eins und eins zusammenzählen und sich somit auch erklären können, warum die Fülle an Einträgen hier noch immer recht zähflüßig vonstattengeht. Deshalb hier mal ein paar Sachen aus jüngster Vergangenheit im Schnelldurchlauf, die ich für erwähnenswert halte:

Zikade veröffentlicht erstes Musikvideo!

Das ich die Sachen des Berliners Zikade sehr schätze, weiß der aufmerksame Leser natürlich schon. Wurde es doch hier und da schonmal erwähnt… Nun war der Knabe mit den schönen Zähnen kürzlich In Gent um dort unter der Regie des Jungfilmers Ellard Vasen eine Visualisierung für das gleichnamige Stück aus dem Debut Das Ende der Beschwerde in Angriff zu nehmen. Glitzer, Masken, eine Dame namens Helene Bracke, Zeitraffer und die schönste Grinse seit Kurt Cobain. It has its moments…

Panda People legen nach!

Kürzlich erst mit The usual place quasi aus dem Dornröschenschlaf erwacht, legen die Panda People nun mit American Queen gleich den nächsten Hit nach. Passend dazu gibt’s ein schmissiges Retrovideo. Den Track kann man übrigens umsonst downloaden!

Mínus endlich auf Spotify!

Der Mínus ist cool: So hieß der allererste Testartikel, den ich 2013 für diese Seiten geschrieben habe. Nun ist die Band endlich auch auf Spotify zu finden! Nun aber keine Ausreden mehr und ran an die Bullette! Meine besondere Empfehlung gilt dabei nach wie vor dem Album Halldór Laxness von 2003! Desweiteren findet man dort auch die mir bisher unbekannte, zum Album zugehörige Single Romantic Exorcism mit nicen Bonustracks! Außerdem steht nun auch die erste Demo aus den Hardcoretagen der Band auf Youtube! Von neuem Album weiterhin keine Spur…

Neues von Purity Ring!

Das ich deren Debut Shrines ganz arg mag, habe ich hier meines Wissens nach noch nie erwähnt, richtig!? Wird Zeit! Wie auch für ein neues Purity Ring Album. Das steht schon in den Startlöchern und wurde bereits mit dem famosen Vorabtrack Begin Again angekündigt! Nun wurde unlängst mit dem nicht minder grandiosen Push Pull nachgelegt, sowie eine Europatour angekündigt! Die neue Platte Another Eternity kommt am 3.März!

Blink 182 – Split!

as found on http://imstars.aufeminin.com

 

Nicht das mir Blink 182 jetzt arg am Herzen liegen oder ich sie noch als sonderlich relevant erachte… aber der ganz frische, erneute Spilt mit Gitarrist Tom DeLonge weiß es doch mich zu entertainen.

Hier ein frisches Ex-Kollegen-bashing via Rolling Stone mit den beiden verbliebenen Mitgliedern.

Panda People – The usual place!

Gerade als man die Nürnberger Indiesynthpop – Fanatiker Panda People schon unter „ad acta gelegt“ im Hinterkopf verbucht hatte, kommen die gelockten Boys mit einem brandneuen Track um die Ecke! Immerhin erstes Lebenszeichen seit 2 Jahren. Und das kommt gut!

Knackige Bassline und rotzfreches Saxophon (!) schaffen einen meiner Meinung nach schweren Winterhit!

Unbedingt reinfahren:

Da müssen sich Wham! dieses Jahr hinten anstellen!

Review: Great Good Fine OK – Body Diamond [EP] (2014)

Great Good Fine OK sind eine relativ frische und vor allem freshe Band aus Brooklyn/Australia.

Was der Herkunftsort in Kombi mit dem Cover der Erstveröffentlichung Body Diamond bereits vermuten lässt, bewahrheitet sich prompt, gönnt man der EP mal einen Durchlauf. Schmissiger Electro-Indie-Dream-Pop, wie man ihn nun schon seit Jahren aus allen möglichen Lagern um die Ohren geballert bekommt.

Demnach hat sich jedenfalls bei mir mittlerweile eine leichte Übersättigung der Formel Synthie meets Falsettgesang eingestellt. Und wenn sich mittlerweile Bands wie Tokio Hotel – zugegebenermaßen recht gelungen – bereits dieses Erfolgsrezept aneignen, lässt sich über die Relevanz softer Dancefloorschmeichler sicherlich streiten.

Dann aber kommt dieses Duo mit einem solch starken Release um die Ecke und belehrt Schwarzseher mal eben eines besseren.

Nicht zwingend neu oder innovativ, aber alles richtig gut gemacht. Die Arrangements wirken sehr durchdacht, bleiben spannend und lassen immer genug Raum für die natürlich klar im Vordergrund stehenen Vocals. Der Opener You’re the one for me und vor allem By my Side sind richtig krasse Ohrwürmer. Letzterer mit funky Bässen, 80s Bläsersätzen und einer unverschämt catchy Hook, die meinen Gehörgang schon seit Wochen liebkost:

Die beiden anderen Titel haben bei mir etwas mehr Zeit gebraucht, da sie einem nicht sofort ins Gesicht springen. Dabei stehen sie den erstgenannten Titeln in Sachen Ehrlichkeit und Herzblut in nichts nach. Witzigerweise wird gerade der Vorabtrack Not Going Home, den ich nach wie vor als den schwächsten der 4 Songs empfinde, in anderen Sphären gerne mal als DER Hit gehandelt. Wie Geschmäcker eben so sind…

Ob mich das auf Albumlänge packen würde, weiß ich beim besten Willen nicht… Als EP aber begeistern mich die Stücke nachhaltig und ich gehe sogar so weit zu sagen, dass Great Good Fine OK das Beste ist, was ich seit langem aus der Richtung hören durfte! Wollen wir mal hoffen, dass die Worte „I’ve given you everything“ aus dem abschließenden Say it all nicht allzu wörtlich zu nehmen sind. Dope!

 Body Diamond im Stream:

Released 07.10.2014 via Neon Gold Records

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