Review: Conny Ochs – Future Fables (2016)

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Wer nicht weiß, wie sehr mir die Musik von Conny Ochs am Herzen liegt, dürfte diesen Blog nie aufmerksam verfolgt haben. Und ehe ich am Ende noch selbst vergesse, warum das eigentlich so ist, weht mir Hole den imaginieren Küstenwind um die Nasenspitze. Salzig, staubig und ungefiltert. Ein Hauch vertonter Freiheit. Der erholsame Track ist Opener des mittlerweile schon dritten Soloalbums, das einmal mehr durch Authentizität und Intensität glänzt. Es trägt den Titel Future Fables und erscheint Ende Februar!

Sicherlich zu nicht geringem Teil  der blühenden Zusammenarbeit mit Lehrmeister Wino geschuldet, ist der Folk mittlerweile zugunsten flimmernder Southern-Rock-Ästhetik auf einigen Stücken etwas in den Hintergrund geraten. Diesen Spirit atmet beispielsweise das Dreiergespann aus Piece Of Heaven, Killer und Spin. Ehe man aber Angst bekommt, Ochs wäre die so geliebte Melancholie ganz abhanden gekommen, malt er im Finale des letztgenannten Stücks als Neo-Schamane zu entspanntem Mantrachor wieder Mandalas auf die geistige Iris und lässt mit Wake Up und vor allem Empire zwei der schönsten Stücke im Zentrum strahlen: Raw Love Songs! Die großen Gefühle! Das steht dem ewig Reisenden meiner Meinung nach noch immer am besten:

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Strange Alchemy bringt das zum Ende hin sogar noch besser zum Ausdruck. Niagara Fälle, die im Herzen toben! Mein persönliches Highlight der Platte!

Wie schon auf den letzten Releases, gesellen sich auch auf der aktuellen Platte diverse Instrumente wie Klavier, Bass, Drums oder Mundharmonika zu Akustikgitarre und Ausnahme-Stimme. Zudem auch des Öfteren E-Gitarren-Einschübe, teilweise gesponsert vom Baby Universal– und Zombie Joe-Weggefährten Hannes Scheffler. Immer stilvoll und songdienlich eingesetzt. Nie überladen.

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Photos von: Christian Thiele

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Überraschen tut einen Future Fables allenfalls durch den musikalischen Optimismus solch federleichter Country-Songs wie No Easy Way Out, Fools oder Golden Future. Ansonsten reiht sich die Platte perfekt in den Katalog des gebürtigen Hallensers ein und es gilt: Wer den vor drei Jahren erschienenen Vorgänger Black Happy oder die beiden Kollabo-Alben mit Wino mochte, findet auch an Future Fables Gefallen. Keine Frage!

Allen, denen die Musik von Conny Ochs bisher noch nicht untergekommen ist, könnte die Platte in ihrer willkommenen Kompaktheit von gerade mal 33:38 Minuten außerdem als perfekter Einstieg in den Klangkosmos eines immernoch wahnsinnig unterschätzten Künstlers dienen! Gebt dieser leidenschaftlichen, kraftvollen Scheibe mal eine Chance! Ihr werdet es nicht bereuen! Make some room for the feeling!

Anspieltipps:  Strange Alchemy, Empire, Wake Up

Tracklist:
01. Hole
02. Piece Of Heaven
03. Killer
04. Spin
05. Wake Up
06. Empire
07. Golden Future
08. Slide
09. No Easy Way
10. Fools
11. Strange Alchemy
12. Make Some Room

Future Fables ist ab dem 26.02.2016 über Exile On Mainstream zu haben. Der schlaue Käufer ordert natürlich die Vinyl-Version zu fairen 16€ im Pre-Order und nimmt sie schon einige Tage früher in Empfang! Außerdem HOT: ochsworks.com, die neue Seite für die Grafikarbeiten des Künstlers!

Released: 26.02.2016 via Exile On Mainstream

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