Review: Juanita Stein – Snapshot (2020)

Zugegeben: Singer/Songwriter haben bei mir nicht immer einen leichten Stand. Schon gar nicht, wenn einem immer wieder die gleiche Road-Trip-Mentalität ungeniert wie bedeutungsschwanger aufs Brot geschmiert wird. ABER once in a while geht das auch anders und das Konzept auf. Die Australierin Juanita Stein ist ein sehr gutes Beispiel für so eine goldene Ausnahme. Das erste Zauberwort heißt: Authentizität – das zweite Atmosphäre.

Ihr drittes Album Snapshot berücksichtigt beide Eckpfeiler und man müsste den Pressetext nicht mal kennen um zu bemerken, dass die insgesamt zehn Tracks ein sehr intimes übergreifendes Thema behandeln. Konkret: Die plötzliche Erkrankung ihres Vaters.

Zart, bittersüß, gedanken-verloren… aber jederzeit mit Substanz und organisch ungekünstelt. Zur Gitarre und warmen Stimme der Protagonistin (die man auch von der Band Howling Bells kennt) gesellen sich Bruder Joel Stein an der Leadgitarre, Evan Jenkins am Schlagzeug und Jimi Wheelwright am Bass. Erfrischend, dass das trotz voller Band nicht aufgeblasen kommt, sondern der fragil dramatische Charakter der Stücke stilvoll gestützt wird.

Der Herbst ist da! Der zweite Lockdown auch! Das könnte dein Album sein!

Anspieltipp: Snapshot1,2,3,4,5,6, Hey Mama

Snapshot im Stream:

Snapshot ist hierzulande ab dem 30.10. auf Vinyl sowie als CD erhältlich und schon jetzt auf den digitalen Plattformen verfügbar.

VÖ: 27.10.2020 via Nude

Ein Gedanke zu „Review: Juanita Stein – Snapshot (2020)

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