Review: Last Gap – The Storied Weight Of It All (2021)

artwork: Jon Mayo

Head full of fireworks heart full of gas – Last Gap aus Cleveland, Ohio legen mit The Storied Weight Of It All ihren ersten Longplayer vor, dessen zehn Stücke Genre-konform (Hardcore that is) in etwa 16 Minuten durch sind. Dabei trägt die erhöhte Geschwindigkeit der einzelnen Tracks erheblich zur kurzen Spieldauer dieser VÖ bei, welche wiederum angenehm kurzweilig ausfällt. Erfreulich ist auch, wie einfach sich der Zugang zur Platte gestaltet.
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So fährt bereits der eingangs zitierte Opener I Was A Teenage Maniac alle Geschütze auf, die einen auch über den weiteren Verlauf bei der Stange halten: Tighte Riffs, Gangshouts, variables Drumming, das auch unverkrampfte Blast Beats auffährt und ein Shouter, der ein glaubhaftes Level an Angepisstheit transportiert.

Hier von Trademarks zu sprechen wäre natürlich fernab jeglicher Realität, wandeln doch abertausende Bands auf ähnlichen  Pfaden. Nicht jeder Combo aber gelingt es, diese erprobte Rezeptur so geschickt auf den Punkt zu bringen. Hier sind definitiv Leute am Werk, die ihr Handwerk verstehen.

Außerdem auffällig: Man versteht die Texte akustisch verhältnismäßig deutlich, was im Hardcore nicht unbedingt Gang und Gäbe ist. Neben der klaren Produktion geht das zu großen Teilen auch auf die Stimmfarbe von Ryan Hardwick zurück, der tonal etwa in der Range von z.B. Jason Perry (A) daheim ist und seine Gesellschaftskritik, Selbstreflektion, Denkanstöße und Intelligenzappelle überzeugend ins Mikro zu bellen weiß.

Genre-Fans sind hier also bestens bedient und wer z.B. Bands wie Ten Yard Fight feiert, sollte sich Last Gasp unbedingt mal reinfahren!

Anspieltipps: I Was A Teenage Maniac To Send To The Gravel

The Storied Weight Of It All im Stream:

The Storied Weight Of It All gibt es digital z.B. bei bandcamp, wo man sich das Geschoss auch umsonst saugen kann. Darüber hinaus wurde das Album über die US-Labels Dropping Bombs und Crew Cuts Records auf farbiges + gesiebdrucktes Vinyl gepresst und ist in Amerika auch bei Version City Blues auf Tape erschienen. Hierzulande hat sich Seven Oaks Records der VÖ angenommen und ebenfalls ein Tape-Release in Kleinstauflage auf die Beine gestellt. Kommt auf grauer Kassette mit Klebelabels, ausklappbarem Flap mit allen Texten und Downloadcode. Laut Internetangabe limitiert auf 60 Stück, wobei die Nummerierung meines Exemplars nur 50 zählt. Jedenfalls gibt es nicht allzu viele, also bei Interesse besser schnell sein. 

VÖ: 29.09.21 via Seven Oaks Records, Dropping Bombs, Crew Cuts Records, Version City Blues

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