Review: Echolot – Volva (2017)

Auch auf ihrem Zweitwerk haben sich Echolot der Art von Rock-Musik verschrieben, die Atmosphäre stets über griffige Songstrukturen stellt. Ergo erwarten den geneigten Hörer auf Volva vier ausufernde Tracks mit Jam-Charakter. Im gemäßigten Tempobereich gleitet das Trio aus Basel über weite Strecken instrumental im Spannungsfeld zwischen Pink Floyd, Hawkwind und Black Sabbath durch psychedelische Klanglangschaften.

Bekommt man dann doch mal etwas Gesang zu hören, dann vornehmlich zweistimmig oder gleich in Form von gelungenen und okkult anmutenden Chören. Oft locker, manchmal schwermütig, seltener verschleppt und mitunter auch mal knüppelhart steht die Gitarre als tragendes Moment im Zentrum des Geschehens. Für den Wumms sorgen fuzzige Bässe und trockene Drums. In satten 55 Minuten gibt es also alles was das vernebelte Psychedelic-, Doom- und Stoner-Herz begehrt.

Besonders originell mag diese Retro-Scheibe zwar nicht sein, gut gemacht ist sie aber allemal. Gerade der Song IV stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Echolot ihre Hausaufgaben gemacht haben und neben technischer Finger-Fertigkeit auch ein geschicktes Händchen für warme Harmonien mitbringen. Die ansprechende Produktion besorgt den Rest.

An sich eine sehr runde Sache, für die man allerdings etwas Zeit einplanen sollte. Die Vokal-Predigt in der Mitte von V bleibt trotzdem Geschmacksache und erinnert ziemlich stark an das He-Man-Intro. Dennoch klare Emfehlung für Genre-Freunde, Spaceheads und Konsumenten, die gerne in transzendale Welten abtauchen. Alle anderen dürfen weiterskippen.

Anspieltipp: IV

Volva im Stream:

Volva kann man hier wahlweise als LP oder CD abgreifen!

VÖ: 06.10.2017 via Czar Of Revelations

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