Review: SEAX – OBSTINATE [EP] (2020)

Seax, die Cold-Kids-Nachfolge-Band mit Riot Grrrl-Attitüde, entpuppt sich als fleißiger Haufen und schiebt nicht mal ein Jahr nach dem ersten Lebenszeichen  schon die zweite EP hinterher, die den positiven Ersteindruck völlig unverkrampft mit fünf neuen Titeln untermauert. Stilistisch knüpft der schnörkellose, bisweilen ziemlich poppige Punk von Obstinate am bisherigen Material an, hat im Soundbild aber an Niveau zugelegt.

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Die ungekünstelte Produktion von Georg Thiel (Kolossale Tonspuraufnahmen) mit Veredelung durch Daniel Husayn (North London Bomb Factory) lässt der Band den Schrammelfaktor/DIY-Anstrich, stellt die Vokalistin aber glasklar in den Mittelpunkt. Überhaupt ist der stimmlichen Performance, die neben dem bereits erwähnten charismatischen Pop-Appeal auch jede Menge Biss hat und bisweilen (z.B. auf der abschließenden Charles Bukowski-Verbeugung Bukowskiesk) auch ziemlich wütend daherkommt,  ein großes Lob auszusprechen. Auch die leicht bubblegumartige Aussprache der durchgehend englischen (und thematisch bunt gemixten) Texte kommt erfrischend undeutsch und hat in manchen Momenten ein bisschen was von Karin Dreijer zu Honey Is Cool-Zeiten. Zweistimmig, wie auf Cosmic, kommt das besonders gut:

Fazit: Sehr kurzweilige Angelegenheit, was nicht nur an der geringen Spielzeit (alle Songs sind unter 3 Minuten) sondern v.a. am richtig gelungenen Material und dem  lässigen Vibe liegt!

Anspieltipp: Cosmic

Obstinate im Stream:

Obstinate kann man schon jetzt auf bandcamp (Stream oder Download) genießen. Ein physikalisches Release (mindestens Tape) über Schädelbruch Platten ist für den 20.01. angedacht.  

VÖ: 20.01.2020 via Schädelbruch Platten

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