Geballte Ladung!


Yau… Es ist zeitlich echt brutal schwer geworden diesen Blog hier auch nur im Ansatz regelmäßig zu pflegen. Vor allem in so veröffentlichungsstarken Monaten wie den letzten, in denen man kaum hinterherkommen konnte sich die ganzen guten Sachen reinzuziehen, geschweige denn diese zu verschriftlichen und festzuhalten.

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Halten wir uns also nicht unnötig mit den VÖs auf, an denen sowieso niemand vorbeikommen konnte wie z.B. dem ABBA-Comeback (braucht man das?) oder der neuen Turnstile-Platte (welche zu Recht des Todes abgehottet wird), sondern konzentrieren wir uns im Schnelldurchlauf auf die kleineren und größeren Geheimtipps aus den unterschiedlichsten Nischen.
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Review: N.W.77 / HCG / D.F.C. / Life In Grave – Play Fast Ride Easy [4-Way-Split-Tape] (2021)

Unerwartet hab ich kürzlich dieses Tape aus dem Briefkasten gefischt, dessen Cover (wie unschwer zu erkennen) von einem Crypt-Keeper auf einem Fahrrad geziert wird. Misfits-Tattoo und Streetpunk-Klamotten inklusive. Das schaut einerseits reichlich albern aus, lässt andererseits aber auch auf der Stelle ein wonniges Oldschool-Feeling aufkommen und unweigerlich an Anthrax, Body Count oder  Suicidal Tendencies denken. Folgerichtig ist das Tape randvoll mit Thrash- und Hardcore-Gebolze, das einen sofort zurück in die 80er wirft. Vier Bands aus Brasilien hat Seven Oaks Records in Zusammenarbeit mit Audio Epidemic Records für dieses Release zusammengetrommelt und das Paket Play Fast Ride Easy getauft. Weiterlesen

Review: Cold – s/t (2021)

Cold aus Osnabrück reihen sich ein in die Riege vielver-sprechender  deutscher Garage -Bands. Nach einer in DIY-Manier veröffentlichten EP (disasters) wurde nun kürzlich die erste (selbstbetitelte) LP über Kidnap Music nachgeschoben. Kenner *innen des Labels sollte der Punk-Konsens damit schon mal klar sein. Das Quartett packt außerdem verhaltene Pop-Melodien dazu und gibt sich in Klangbild und Ästhetik unprätentiös düster.

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Review: Hysterese – s/t (2021)

Auf den ersten Blick machen es einem Hysterese nicht leicht. Der Vierer gibt sich mysteriös. So trägt auch Album Nr.4 lediglich den  Bandnamen, wird man nicht wirklich fündig, welcher Stadt die deutsche Combo entsprungen ist und Social Media gibt es schon gleich gar nicht – nur bandcamp und eine ganz rudimentär eingerichtete homepage. Gänzlich anders verhält es sich mit den ersten Minuten der neuen Scheibe, die einem den Zugang wiederum sehr einfach machen. Weiterlesen

Neat Stuff!

Das Musikjahr 2021 gibt weiter preis was letztes Jahr im Stillen getüftelt wurde: Weiterlesen

Review: Lessoner – Exzenter (2021)

artwork: mimikry

Kurzes, dumpf-gefiltertes, Drum-Intro und schon liegt man im struppigen Elefantengras aus ansprechenden Gitarrenriffs, melodisch-rauen Vocals und grau-getönten, deutschen Texten, die vor Metaphern schier überquellen. Punkrock, HC– und Emo-Anleihen dominieren auch die nunmehr dritte reguläre Veröffentlichung von Lessoner. Warum die den Namen Exzenter trägt, lässt Raum für Interpretationen. Weiterlesen

Review: Alienate! – …they said „no future“ (2020)

DIY or die… Alienate! aus Münster machen’s für die Sache und schrammeln sich jugendlich und ungestüm einmal quer durch die gängigen Musiksparten des linken Sektors. Unterm Strich ist das, was das Trio da unter der Obhut von Fabian Schulz im Bremer Sunsetter Studio zusammengeschustert hat grob Street-Punk mit starkem Hardcore-Einschlag. Gang Shouts, weitestgehend unverständliches Gegröle (mal deutsch, mal englisch) und polternde Drums en masse – aber eben nicht für die Masse. Weiterlesen

Review: Heavy Harvest – Iron Lung (2020)

Monatelang schon musste das Zweitwerk der in Basel ansässigen Heavy Harvest ein tristes Dasein in meinem schon etwas angestaubten To-Do-Stapel fristen. Schon mit dem Einfaden der Gitarren des Intros dämmerte mir dann aber, was mit dem Einsatz von Scream schlagartig Gewissheit werden sollte: Das lange Abgammeln auf dem Schreibtisch geschah absolut zu Unrecht, denn Iron Lung R.O.C.K.T. mehr als amtlich.
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Hörenswertes der letzten Wochen!

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John Frusciante & Flea @ Dublab Radio!

Ich bin sicherlich nicht die einzige Person, die gespannt ist, welche Früchte die Rückkehr von John Frusciante zu den Chili Peppers tragen wird… Hab ich zwar berechtigte Zweifel ob da in Zukunft nochmal brauchbares Songmaterial abfällt, freu ich mich als Fan trotzdem enorm über die erneuerte Freundschaft und vor allem auf interessante Interviews mit der Band. Ein erstes (und besonderes) Gespräch ging vergangenen Samstag via Dublab Radio über den Äther. Den beiden Kumpels John und Flea beim reminiscen über Songs, die sie inspiriert haben, zuzuhören bringt mir Freude:

Schön, dass sich auch schon jmd. die Mühe gemacht hat, alle gespielten (und auf YT natürlich ausgeklammerten) Titel in eine Spotify-Playlist zu packen: