Review: Cold – s/t (2021)

Cold aus Osnabrück reihen sich ein in die Riege vielver-sprechender  deutscher Garage -Bands. Nach einer in DIY-Manier veröffentlichten EP (disasters) wurde nun kürzlich die erste (selbstbetitelte) LP über Kidnap Music nachgeschoben. Kenner *innen des Labels sollte der Punk-Konsens damit schon mal klar sein. Das Quartett packt außerdem verhaltene Pop-Melodien dazu und gibt sich in Klangbild und Ästhetik unprätentiös düster.

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Review: Hysterese – s/t (2021)

Auf den ersten Blick machen es einem Hysterese nicht leicht. Der Vierer gibt sich mysteriös. So trägt auch Album Nr.4 lediglich den  Bandnamen, wird man nicht wirklich fündig, welcher Stadt die deutsche Combo entsprungen ist und Social Media gibt es schon gleich gar nicht – nur bandcamp und eine ganz rudimentär eingerichtete homepage. Gänzlich anders verhält es sich mit den ersten Minuten der neuen Scheibe, die einem den Zugang wiederum sehr einfach machen. Weiterlesen

Neat Stuff!

Das Musikjahr 2021 gibt weiter preis was letztes Jahr im Stillen getüftelt wurde: Weiterlesen

Review: Lessoner – Exzenter (2021)

artwork: mimikry

Kurzes, dumpf-gefiltertes, Drum-Intro und schon liegt man im struppigen Elefantengras aus ansprechenden Gitarrenriffs, melodisch-rauen Vocals und grau-getönten, deutschen Texten, die vor Metaphern schier überquellen. Punkrock, HC– und Emo-Anleihen dominieren auch die nunmehr dritte reguläre Veröffentlichung von Lessoner. Warum die den Namen Exzenter trägt, lässt Raum für Interpretationen. Weiterlesen

Review: Alienate! – …they said „no future“ (2020)

DIY or die… Alienate! aus Münster machen’s für die Sache und schrammeln sich jugendlich und ungestüm einmal quer durch die gängigen Musiksparten des linken Sektors. Unterm Strich ist das, was das Trio da unter der Obhut von Fabian Schulz im Bremer Sunsetter Studio zusammengeschustert hat grob Street-Punk mit starkem Hardcore-Einschlag. Gang Shouts, weitestgehend unverständliches Gegröle (mal deutsch, mal englisch) und polternde Drums en masse – aber eben nicht für die Masse. Weiterlesen

Review: Heavy Harvest – Iron Lung (2020)

Monatelang schon musste das Zweitwerk der in Basel ansässigen Heavy Harvest ein tristes Dasein in meinem schon etwas angestaubten To-Do-Stapel fristen. Schon mit dem Einfaden der Gitarren des Intros dämmerte mir dann aber, was mit dem Einsatz von Scream schlagartig Gewissheit werden sollte: Das lange Abgammeln auf dem Schreibtisch geschah absolut zu Unrecht, denn Iron Lung R.O.C.K.T. mehr als amtlich.
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Hörenswertes der letzten Wochen!

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John Frusciante & Flea @ Dublab Radio!

Ich bin sicherlich nicht die einzige Person, die gespannt ist, welche Früchte die Rückkehr von John Frusciante zu den Chili Peppers tragen wird… Hab ich zwar berechtigte Zweifel ob da in Zukunft nochmal brauchbares Songmaterial abfällt, freu ich mich als Fan trotzdem enorm über die erneuerte Freundschaft und vor allem auf interessante Interviews mit der Band. Ein erstes (und besonderes) Gespräch ging vergangenen Samstag via Dublab Radio über den Äther. Den beiden Kumpels John und Flea beim reminiscen über Songs, die sie inspiriert haben, zuzuhören bringt mir Freude:

Schön, dass sich auch schon jmd. die Mühe gemacht hat, alle gespielten (und auf YT natürlich ausgeklammerten) Titel in eine Spotify-Playlist zu packen:

Review: Kolossus Däächt – Lipstick Love (2020)

artwork: Dominik Lippert

Alter Schwede! Die irgendwie in ganz Bayern verstreute aber in Regensburg ansässigen Kolossus Däächt ballern mit ihrer ersten full length Lipstick Love einen absoluten Volltreffer, der schon jetzt Anwärter auf eine der Scheiben des Jahres ist und meiner Einschätzung nach mal richtig steil gehen sollte. Wer auch nur im entferntesten der Meinung ist, Fan von Rock-Musik zu sein, findet in dieser Scheibe die größtmögliche Vollbedienung.

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Review: Gnarlock #1 (Fanzine)

Mit dem Gnarlock Magazine ist kürzlich ein brandneues und mehr als interessantes Fanzine an den Start gegangen. Initiiert von zwei Slacker-Dudes aus der Würzburger Ecke gibt es auf den 30 Seiten der ersten Print-Ausgabe satten C.O.N.T.E.N.T. aus der Skate-, Horror, Sci-Fi, Punk– und Metal-Welt. Liebevoll illustriert und mit Gespür für authentische Oldschool-Vibes macht das Heftchen so arg Bock, dass man es auch dann kaum aus der Hand legen mag, wenn man sich den Inhalt schon einverleibt hat. Durchgehend in englischer Sprache gehalten erfährt man z.B. warum River’s Edge ein Pflichtfilm ist, was sich alles im Zimmer von Buzz McCallister verbirgt, was es mit den Filthy Fifteen auf sich hat oder womit man sich in Portland so die Zeit vertreiben kann.

Da Ausgabe #1 bereits vergriffen ist, heißt es umso mehr die Augen nach #2 aufzuhalten. Am besten bei Facebook und/oder Instagram abonnieren und nix mehr verpassen. Das Mag kostet btw. 2,50€, die wirklich sehr gut investiert sind. From Weirdos for Weirdos. Schön, dass es sowas anno 2020 gibt. Love it!