Review: Kitty Solaris – Sunglasses (2020)

Tatsächlich ist der Überhit von Corey Hart mit die erste Assoziation, die mir beim Schlagwort Sunglasses in den Sinn kommt. Und sure enough befindet sich ein Cover der besagten Nummer auf dem gleichnamigen Album der Berlinerin Kitty Solaris, womit gleichzeitig auch die musikalische Marschrichtung der nunmehr sechsten Platte abgesteckt ist: elektronisch aufgepeppte Schummerdisco für Zwischendurch.
.

Der Minimal-Wave, der die Scheibe durchzieht, entstand in Zusammenarbeit mit dem australischen Produzenten Damian Press und folgt laut eigenen Angaben nach Lust und Laune den eigenen musikalischen Präferenzen ohne sich allzu sehr um Konventionen zu scheren. Einfach das machen, was Spaß bringt.

Das klingt unterm Strich weitaus weniger experimentell als man nun vielleicht denken mag, sondern fischt in ähnlich bekannten Gewässern wie beispielsweise Kiki Bohemia, um mal eine stilverwandte Interpretin aus der gleichen Stadt zu nennen. Das soll natürlich in keinster Weise abwertend gemeint sein und tut dem Ganzen im Endeffekt auch keinen Abbruch, wenn man sich denn für derartige Synth-Pop-Klänge begeistern kann.

Mit der gelungen aktuellen Single Cold Blood (und der ebenfalls enthaltenen Weiterführung Cold Blood II) lässt sich recht gut abschätzen, inwiefern einen die aktuelle Kitty Solaris berührt. Bei Gefallen darf man sich jedenfalls auf acht weitere Songs von ähnlichem Kaliber freuen. In sich stimmig!

Anspieltipps: Cold Blood, Easy

Trackliste:

01 Supermoon
02 Easy
03 Cold Blood
04 Giulia
05 Sunglasses At Night
06 Dirt
07 Money Back
08 Night Trip
09 Cold Blood II
10 Everything

Sunglasses erscheint über das eigene Label Solaris Empire digital und als schlichte Digipak-CD.

VÖ: 18.09.2020 via Solaris Empire / Broken Silence

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.