Review: Slow Corpse – Bite Your Tongue (2021)

Slow Corpse aus Ashland/Oregon wurde hier schon zum Jahresende hin mehrfach der Hof gemacht. Die Lead-Single Wasted ist aber auch einfach zu gut. Mittlerweile ist die zugehörige Platte Bite Your Tongue draußen und verfestigt den Eindruck, dass es sich bei Mitchell Winters und Brenton Clarke um zwei sehr talentierte Kerlchen mit einem guten Gespür für Catchy Moments und Ästhetik handelt – wenn man das dürftige Artwork der Platte mal außen vor lässt…

Bereits seit 2015 aktiv und zwei EPs sowie diverse Singles auf der Habenseite, liefern Slow Corpse mit Bite Your Tongue ihre originelle Mixtur aus Synthie-Pop, reduzierten Beats, R’n’B, Wave, Reverb-Overkill und cleveren Gitarreneinsätzen nun erstmals auch auf Albumlänge. Und die ist (auch in Corona-Zeiten) Finger Lickin‘ Good!

Dass das Duo keine Scheu hat, sich regelrecht im Trash zu suhlen, beweisen nicht nur die kreativen Videoclips (↓↓↓), sondern blitzt auch in schrägen Stücken wie etwa Gimme Your Love auf, das einem schon beinahe dreist Bee GeesDisco unterjubelt. Extravagant sind auch die verspulten Soul-Nummern It Feels Right oder All Night (Gitarrensolo inc.) sowie die schiefen Reggae-Bläser auf Like You Care… Auffällig gut ist, dass die Songs trotz ihrer Experimentierfreudigkeit Substanz haben.

Auch wenn nicht alle Stücke das hohe Niveau der ersten beiden Singles Wasted und Okay halten können, ist Bite Your Tongue eine runde Sache, mit einigen Ohrwurm-Momenten und ansprechendem Vibe.

Warum Slow Corpse noch nicht krass viral gegangen sind oder ein entsprechendes Label im Rücken haben ist mir wirklich ein Rätsel. Müsste bei Urban Outfitters eigentlich rauf und runter laufen… Schöne Platte!

Anspieltipps: Wasted, Okay

Bite Your Tongue im Stream:

Bite Your Tongue gibt es bei bandcamp, Spotify und ist für Freunde physikalischer Tonträger auch als Tape oder babyblaue LP abzugreifen. Hook me up, falls du bestellst!

VÖ: 29.01.2021

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